Journal MED

Autoimmunerkrankung

Medizin
 4 Min|
Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmunerkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Erste Anwendung von Spender-CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankung in Deutschland

Erste Anwendung von Spender-CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankung in Deutschland

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wurde erstmals in Deutschland eine Autoimmunerkrankung mit Körper-Abwehrzellen eines gesunden Spenders behandelt. Bislang üblich ist, dass den Erkrankten selbst die Abwehrzellen entnommen und diese anschließend im Labor modifiziert werden (CAR-T-Zelltherapie). Die 55-jährige UKSH-Patient:in leidet an Myositis, einer Krankheit, bei der das Immunsystem Muskel- und Lungenstrukturen bekämpft und chronische Entzündungen auslöst. Fachleute der Rheumatologie und Onkologie arbeiten bei der Behandlung eng zusammen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

SLE: Obinutuzumab reduziert Krankheitsaktivität signifikant

Aktuelle Daten der Phase-III-Studie ALLEGORY zeigen, dass Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) davon profitieren, wenn sie Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erhalten: 76,7% der Patient:innen erreichten in Woche 52 unter dem Obinutuzumab-Regime eine Verbesserung von ≥4 Punkten im SLE Responder Index 4 (SRI-4) [1]. Die aktuellen Daten der ALLEGORY-Studie wurden im Rahmen des 15. European Lupus Meetings (SLEuro 2026) vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 8 Min|
Hashimoto ganzheitlich betrachten: Wie Ernährung, Darmgesundheit und Bewegung die Autoimmunerkrankung beeinflussen

Hashimoto ganzheitlich betrachten: Wie Ernährung, Darmgesundheit und Bewegung die Autoimmunerkrankung beeinflussen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse und eine der häufigsten Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Neben hormonellen Veränderungen spielen immunologische Prozesse, Entzündungen und individuelle Lebensstilfaktoren eine zentrale Rolle im Krankheitsverlauf. Zunehmend rückt auch der Einfluss des Darms und der Ernährung in den Fokus, da sie das Immunsystem und die Entzündungsaktivität maßgeblich mitsteuern. Auch der Versorgungsstatus mit Vitaminen und Mineralstoffen kann Symptome sowie Krankheitsaktivität beeinflussen. Darüber hinaus wird deutlich, dass Hashimoto nicht nur die Schilddrüse betrifft, sondern vielfältige weitere Auswirkungen auf den Körper und das Wohlbefinden haben kann.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Long COVID: Wie Autoantikörper das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen

Long COVID: Wie Autoantikörper das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen

Viele Menschen fühlen sich Monate nach einer Corona-Infektion noch immer erschöpft, kämpfen mit Herzrasen, Schwindel oder Blutdruckschwankungen. Diese Beschwerden werden heute unter Long COVID oder Post-COVID-Syndrom (PCS) zusammengefasst. Eine neue Studie von Prof. Dr. Boris Schmitz, Prof. Dr. Frank C. Mooren und ihrem Team vom Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaften der Universität Witten/Herdecke (UW/H) bringt nun mehr Klarheit in eine der zentralen Fragen: Warum bleiben manche Menschen so lange krank? Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bestimmte Autoantikörper dabei eine wichtige Rolle spielen könnten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Lebrikizumab bei atopischer Dermatitis: Starke Wirksamkeit im Gesichts- und Halsbereich

Menschen mit atopischer Dermatitis (AD) leiden oftmals besonders unter sichtbaren Läsionen im Gesichts- und Halsbereich – dies wurde in einem Symposium bei der 28. Tagung der Dermatologischen Wissenschafts- und Fortbildungsakademie NRW (DWFA) deutlich. Die Behandlung dieses Areals erfordere häufig zielgerichtete Therapien wie das Biologikum Lebrikizumab, verdeutlichte Prof. Dr. Bernhard Homey, Universitätsklinikum Düsseldorf.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Jahrestagung der DGfN 2025

REGENCY-Studie: Obinutuzumab zeigt Wirksamkeit bei Lupus Nephritis

Auf der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) wurden Ergebnisse der Phase-III-Studie REGENCY präsentiert, die eine verbesserte Wirksamkeit von Obinutuzumab in Kombination mit der Standardtherapie bei Lupus Nephritis zeigen. Die Studie untersuchte 271 Patient:innen und ergab signifikante Verbesserungen beim vollständigen renalen Ansprechen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Neue Studiendaten zu Guselkumab bei Psoriasis-Arthritis
EULAR 2025

Neue Studiendaten zu Guselkumab bei Psoriasis-Arthritis

Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Studienergebnisse zur Anwendung von Guselkumab bei Patient:innen mit Psoriasis-Arthritis (PsA) – sowohl bei Biologika-naiven als auch TNFi-vorbehandelten Personen vorgestellt. Im Fokus standen klinische und radiologische Endpunkte, die Therapiepersistenz sowie die Effektivität in der Versorgungspraxis.
Lesen Sie mehr 
Autoimmunerkrankungen
 2 Min|
Zum Welt-Vitiligo-Tag am 25. Juni

Vitiligo in Deutschland: Zwischen Stigmatisierung und Versorgungslücken

Anlässlich des Welt-Vitiligo-Tags am 25. Juni rückt ein White Paper des Vitiligo International Patient Organizations Committee (VIPOC) die Versorgungslage in Deutschland in den Fokus. Die Ergebnisse zeigen: Es gibt Fortschritte – doch psychische Belastungen, fehlendes Wissen und Versorgungslücken prägen weiterhin den Alltag vieler Betroffener [1, 2].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Erfolg mit CAR-T-Zelltherapie bei Sklerose-bedingter Lungenfibrose

Erfolg mit CAR-T-Zell-Therapie bei Sklerose-bedingter Lungenfibrose

Die Lungenfibrose zählt zu den führenden Todesursachen bei Patient:innen mit systemischer Sklerose. Eine kausale Therapie steht bislang nicht zur Verfügung, lediglich der Krankheitsverlauf lässt sich verzögern. Nun berichten Forschende aus Heidelberg und Düsseldorf über einen Behandlungserfolg mit einer Kombination aus CD19-CAR-T-Zell-Therapie und dem antifibrotischen Wirkstoff Nintedanib.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Primär sklerosierende Cholangitis: Epstein-Barr-Virus als möglicher Auslöser identifiziert

Primär sklerosierende Cholangitis: Epstein-Barr-Virus als möglicher Auslöser identifiziert

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gallengänge, die durch anhaltende Entzündungen und Vernarbungen zu Verengungen der Gallenwege führen kann. In fortgeschrittenen Stadien bleibt häufig nur die Lebertransplantation als Therapieoption. Trotz ihrer Seltenheit verursacht die Erkrankung in Nordeuropa und den USA 10–15% aller Lebertransplantationen. Rund 60–80% der Betroffenen leiden zusätzlich unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Genetische Veranlagungen und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden jedoch als mögliche Auslöser diskutiert.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Merkmal der IgG4-assoziierten Erkrankung sind die zu Beginn meist stark erhöhten Serum IgG4-Werte.
DGIM 2025

IgG4-assoziierte Erkrankung: Symptome, Diagnostik und Therapie

Die IgG4-assoziierte Erkrankung (IgG4-RD) stellt eine Herausforderung dar, die es im multidisziplinären Team zu lösen gilt. Die Symptomvielfalt ist groß. Fast alle Organsysteme können von dieser chronischen, systemischen, fibroinflammatorischen Erkrankung betroffen sein, darunter häufig die Bauchspeicheldrüse und der hepatobiliäre Trakt. Überschneidungen im klinischen Erscheinungsbild mit anderen Erkrankungen, darunter Autoimmun-, entzündliche und Krebserkrankungen sowie Infektionen sind häufig. Um diese einordnen zu können, ist die multidisziplinäre Zusammenarbeit essenziell, wie Experten im Rahmen eines Symposiums anlässlich des 131. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) betonten.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Upadacitinib erhält CHMP-Zulassungsempfehlung zur Behandlung von Erwachsenen mit Riesenzellarteriitis

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde hat eine positive Stellungnahme für die Zulassung von Upadacitinib zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit Riesenzellarteriitis (RZA) ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission wird in der ersten Hälfte des Jahres 2025 erwartet. Im Falle einer Zulassung ist Upadacitinib die erste und einzige Glukokortikoid-einsparende orale Therapieoption für Erwachsene mit RZA.
Lesen Sie mehr