Journal MED

Infotheken | Beiträge ab Seite 22

Medizin
 5 Min|

Alopecia areata: Verkannte Autoimmunerkrankung?

Am 29. April wird jährlich weltweit der Tag der Immunologie gefeiert, der dieses Jahr unter dem Motto „Immunologie im Dialog mit der öffentlichen Gesundheit“ steht. Dank immunologischer Forschung sind viele chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankungen heute gut behandelbar – so auch die Alopecia areata. Doch obwohl häufig mit psychischen Folgen verbunden und mit anderen immunologischen Komorbiditäten assoziiert, wird Menschen mit Alopecia areata der bedarfsgerechte Zugang zu medizinischem Fortschritt meist verwehrt. Eine Petition von Betroffenen, zur Anerkennung des kreisrunden Haarausfalls als behandlungsbedürftige Autoimmunerkrankung, ist aktuell beim Deutschen Bundestag eingereicht und kann voraussichtlich ab Mitte April unterstützt werden.
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Ernährung und Lebensstil
 5 Min|

Leitlinien-gerechte Ernährung bei Krebs

„Bei einer so schweren Erkrankung wie Krebs fragt man sich natürlich, ob man weiterhin alles essen kann, was man bisher gegessen hat“, eröffnete Dr. Kerstin Wittenberg ihren Vortrag bei einer Veranstaltung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Für viele Krebs-Patient:innen beinhalte das Thema Ernährung einige Unsicherheiten. Die Hauptziele der Ernährung bei einer Krebserkrankung sind die Versorgung des Körpers mit ausreichend Energie und Nährstoffen und die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Dabei unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen jedoch je nach Krebsart.
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Praxismanagement
 3 Min|

Arzneimitteltherapiesicherheit: So helfen digitale Lösungen in Praxisverwaltungssystemen

Die Arzneimitteltherapie in Deutschland ist so komplex wie nie zuvor: In 10 Jahren erhalten Patient:innen durchschnittlich 37 Diagnosen und 20 verordnete Wirkstoffe in 21 Arztpraxen. So zog die Krankenkasse Barmer kürzlich für Über-40-Jährige Bilanz. Hinzu kommt, dass Ärzt:innen Verordnungsentscheidungen oft unter komplexen Bedingungen treffen müssen. Dabei entstehen mögliche Risiken, die die Gesundheit der Patient:innen gefährden können. Umso wichtiger ist es, dass zu jedem Zeitpunkt alle notwendigen Informationen über die bestehende Medikation, Vorerkrankungen und aktuelle Beschwerden vorliegen. Gerade digitale Lösungen können die Sicherheit der Arzneimitteltherapie erhöhen.
 
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Medizin
 4 Min|

Test auf Überempfindlichkeit gegen Betalaktam-Antibiotika

Betalaktam-Antibiotika (BLA), wie Penicilline, gehören zu den häufigsten Auslösern von Arzneimittelallergien (1). Die diagnostische Überprüfung betroffener Patient:innen wird daher bereits bei Verdacht auf eine BLA-Allergie dringend empfohlen. Mit einem Screening-Diagnostikum bei BLA-Überempfindlichkeit können Patient:innen mit Verdacht auf eine Typ-1-Allergie identifiziert werden. Mit dem Testkit lassen sich sowohl Hautprick- als auch Intrakutantests durchführen (2).
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Medizin
 6 Min|

Reiseimpfstoff zur Prävention von Dengue‐Fieber für Personen ab 4 Jahren

Für Reisende in Dengue‐Endemiegebiete steht mit TAK‐003 erstmals ein zugelassener Impfstoff zur Prävention von Dengue‐Fieber bei Personen ab 4 Jahren zur Verfügung (1). In der zulassungsrelevanten TIDES‐Studie betrug die Gesamtwirksamkeit bei der Prävention von Dengue‐Fieber 80,2%, die Hospitalisierungsrate bei Dengue‐Fieber reduzierte sich um 90,4% (1-5). Die Wirksamkeit hielt nach der 2. Impfung nachweislich bis zu 4,5 Jahre an (1, 4). Der Ständige Ausschuss für Reisemedizin (StAR) der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG) hat bereits eine 1. Einschätzung zu dem Impfstoff veröffentlicht (7). Auch das Auswärtige Amt und die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch‐Institut weisen bereits auf den neuen Impfstoff hin (8 , 9).
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Praxismanagement
 2 Min|

Stagnation seit mehr als 25 Jahren bei privatärztlichen Rechnungen

„Kein:e Privatpatient:in lässt sich Medizin auf dem Niveau von 1996 bieten, aber wir Ärzt:innen sollen uns für die Medizin von 2023 mit den Preisen von damals begnügen", konstatiert Dr. Ulrich Tappe, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng). Dass dies vor dem Hintergrund von Innovationen, Qualitätsverbesserungen, Kostensteigerungen und Inflation auf Dauer nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand.
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Praxismanagement
 3 Min|

Elektronische Patientenakte: DEGAM empfiehlt eine Überarbeitung

Nutzerfreundlich, gut strukturiert, bestmöglicher Datenschutz und für wissenschaftliche Nutzung geeignet – so sollte die elektronische Patientenakte (ePA) konzipiert sein, um ihr volles Potenzial in der Hausarztpraxis entwickeln zu können. Davon ist die jetzige Version allerdings noch deutlich entfernt, hält die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) in einem neuen Positionspapier fest. Die DEGAM empfiehlt, die ePA umfassend zu überarbeiten und macht im Positionspapier konkrete Vorschläge zur strukturellen, inhaltlichen und technischen Verbesserung.
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Praxismanagement
 3 Min|

Studien zeigen Vorteile von molekularen Schnelltests in der Allgemeinarztpraxis

Die schnelle und zuverlässige Diagnose einer Atemwegsinfektion mit einem Point-of-Care (POC)-Schnelltest dient dem Wohl der Patient:innen und lässt sich leicht in die tägliche Routine von Arztpraxen integrieren. 2 Studien (1, 2), die in Thüringen durchgeführt wurden, ergaben entsprechend ausdrücklich positive Rückmeldungen seitens des medizinischen Personals und von Patient:innen.
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Praxismanagement
 2 Min|

Virenschutz für den Einsatz der ePA im Krankenhaus

Die elektronische Patientenakte (ePA) hat im Krankenhausalltag viele Vorteile und ist ein sicheres digitales Zuhause für alle Gesundheitsdaten. Um diese umfassend zu schützen, müssen eingehende Daten mit der notwendigen Aufmerksamkeit behandelt werden. Die gematik GmbH hat deshalb gemeinsam mit der RHÖN-KLINIKUM AG einen Lösungsansatz entwickelt, der speziell auf die Anforderungen im Klinik-Alltag abgestimmt ist.
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Medizin
 4 Min|

CAR-T-Zelltherapie: Neue Behandlungsoption bei Systemischem Lupus Erythematodes

CAR-T-Zellen zählen seit einigen Jahren zu den Hoffnungsträgern in der Krebsmedizin. Am Universitätsklinikum Erlangen sind sehr erfolgreich erstmals auch Patient:innen mit schwerem Systemischem Lupus Erythematodes (SLE) mit den Immunzellen behandelt worden (1). Neue, wirksame Behandlungsoptionen für die mitunter schwer zu therapierende entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung würden dringend gebraucht, so die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh). Wenn sich die ersten Erfolge auch bei größeren Patient:innenkollektiven bestätigten, komme dies einer Revolution der SLE-Therapie gleich. Die Forschenden publizierten die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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Medizin
 7 Min|

Welt-Adipositas-Tag: Diskriminierung von Betroffenen im Alltag

Die chronische Erkrankung Adipositas ist auch in Europa weiterhin ungebremst auf dem Vormarsch und hat inzwischen Pandemie-Charakter (1). Zum Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2023 rückt dieser Umstand wieder verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Hierzulande ist fast jede:r 4. Erwachsene von der Erkrankung betroffen, bei Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren sind es etwa 10% (1). Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Aspekten – Adipositas ist mit etwa 200 Komorbiditäten und Komplikationen assoziiert (2) – leiden Betroffene oft auch unter den psychosozialen Folgen ihres Gewichts. „Diskriminierung und Stigmatisierung gehören leider für viele zum Alltag“, sagt Prof. Dr. Anja Hilbert, psychologische Leiterin der Adipositasambulanz, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) Adipositas-Erkrankungen, Universitätsklinikum Leipzig. Dabei sind Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz und im Gesundheitssystem häufig vernachlässigte Punkte.
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Medizin
 4 Min|

Lancet-Studie zeigt: Weltweite Verdoppelung der Diabetes Typ 1-Fälle bis 2040

Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten (1). Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln. Auch Deutschland solle dringend Konsequenzen aus den aktuellen Studienergebnissen ziehen, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Es müsse endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention investiert werden (2). Seit Jahren weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass die versteckte Diabetes-Pandemie dramatische Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben wird.
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Pneumologie
 5 Min|

Feinstaub: Die unterschätzte Gesundheitsgefahr

Luftverschmutzung ist das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und Europa und die vierthäufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle weltweit. Die größte gesundheitliche Belastung geht von Feinstaub aus, der zu vorzeitigen Todesfällen (ca. 54.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland) und einer Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Neue Studien zeigen gesundheitliche Auswirkungen auch bei sehr niedrigen Schadstoffkonzentrationen, doch einen sicheren Grenzwert für Feinstaub scheint es nicht zu geben. Im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin informierten Expert:innen der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und der Health and Environment Alliance (HEAL) über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Luftverschmutzung sowie die daraus folgenden politischen Handlungsempfehlungen des Gesundheitssektors.
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Praxismanagement
 3 Min|

Digitalisierung der Arbeitsmedizin braucht verlässliche Rahmenbedingungen

„Digitalisierung, demografischer Wandel und Vernetzung verändern die Arbeitswelt grundlegend – und damit auch die arbeitsmedizinische Betreuung und Versorgung. Telemedizin spart Zeit und Wege. Das ist gerade in Anbetracht des akuten Fachkräftemangels für alle Beteiligten ein enormer Vorteil.“ Das sagte Dr. Günther Matheis, Vizepräsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Konferenz „Telemedizin in der Arbeitsmedizin – Zugewinn für die betriebsärztliche Versorgung“.
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Patienteninfos
 4 Min|

Macht die Corona-Krise Kinderzähne krank?

Weniger Vorsorge, mehr Süßigkeiten: Die Corona-Krise scheint starke Auswirkungen auf die Mundgesundheit von Kindern zu haben, vor allem mit Blick auf die Kleinsten. Das zeigen Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. So sind die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern bis 5 Jahren zu Beginn der Pandemie so drastisch zurückgegangenen wie in keiner anderen Altersgruppe: Vom ersten Halbjahr 2019 auf das erste Halbjahr 2020 um fast 40%. Bei den 6- bis 12-Jährigen sowie bei den 13- bis 17-Jährigen verzeichnet die KKH einen deutlich geringeren Rückgang von rund 12 beziehungsweise rund 10%.
 
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