Infotheken | Beiträge ab Seite 22
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Medizin
Lancet-Studie zeigt: Weltweite Verdoppelung der Diabetes Typ 1-Fälle bis 2040
Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten (1). Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln. Auch Deutschland solle dringend Konsequenzen aus den aktuellen Studienergebnissen ziehen, mahnt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Es müsse endlich deutlich mehr in die Diabetesversorgung sowie -prävention investiert werden (2). Seit Jahren weist die Fachgesellschaft darauf hin, dass die versteckte Diabetes-Pandemie dramatische Auswirkungen auf das deutsche Gesundheitssystem haben wird.
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News
Frühlingsanfang: Fast ein Drittel der Deutschen leidet unter Allergien
Mit dem 1. März beginnt der meteorologische Frühling. Für Pollenallergiker sind das nur bedingt gute Nachrichten. Wie eine Umfrage* des Robert Koch-Instituts unter mehr als 20.000 Erwachsenen zeigt, sind Heuschnupfen und andere Allergien in Deutschland weit verbreitet.
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Pneumologie
Feinstaub: Die unterschätzte Gesundheitsgefahr
Luftverschmutzung ist das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland und Europa und die vierthäufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle weltweit. Die größte gesundheitliche Belastung geht von Feinstaub aus, der zu vorzeitigen Todesfällen (ca. 54.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr in Deutschland) und einer Reihe von gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Neue Studien zeigen gesundheitliche Auswirkungen auch bei sehr niedrigen Schadstoffkonzentrationen, doch einen sicheren Grenzwert für Feinstaub scheint es nicht zu geben. Im Rahmen eines Pressegesprächs in Berlin informierten Expert:innen der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und der Health and Environment Alliance (HEAL) über die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Luftverschmutzung sowie die daraus folgenden politischen Handlungsempfehlungen des Gesundheitssektors.
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Praxismanagement
Digitalisierung der Arbeitsmedizin braucht verlässliche Rahmenbedingungen
„Digitalisierung, demografischer Wandel und Vernetzung verändern die Arbeitswelt grundlegend – und damit auch die arbeitsmedizinische Betreuung und Versorgung. Telemedizin spart Zeit und Wege. Das ist gerade in Anbetracht des akuten Fachkräftemangels für alle Beteiligten ein enormer Vorteil.“ Das sagte Dr. Günther Matheis, Vizepräsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Konferenz „Telemedizin in der Arbeitsmedizin – Zugewinn für die betriebsärztliche Versorgung“.
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Patienteninfos
Macht die Corona-Krise Kinderzähne krank?
Weniger Vorsorge, mehr Süßigkeiten: Die Corona-Krise scheint starke Auswirkungen auf die Mundgesundheit von Kindern zu haben, vor allem mit Blick auf die Kleinsten. Das zeigen Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. So sind die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern bis 5 Jahren zu Beginn der Pandemie so drastisch zurückgegangenen wie in keiner anderen Altersgruppe: Vom ersten Halbjahr 2019 auf das erste Halbjahr 2020 um fast 40%. Bei den 6- bis 12-Jährigen sowie bei den 13- bis 17-Jährigen verzeichnet die KKH einen deutlich geringeren Rückgang von rund 12 beziehungsweise rund 10%.
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Medizin
Adipositas-Langzeittherapie: GLP-1-Rezeptor-Agonist Liraglutid vorteilhaft
Amfepramonhaltige Arzneimittel, die zur unterstützenden Kurzzeitbehandlung von Adipositas eingesetzt werden, sind nicht mehr auf dem europäischen Markt erhältlich (1). Eine Unterversorgung von Adipositas-Patient:innen in Deutschland droht dank guter Alternativen wie dem GLP-1-Analogon Liraglutid dennoch nicht.
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Autoimmunerkrankungen
Dupilumab als erste Systemtherapie für PN zugelassen
Die Prurigo nodularis (PN) geht mit extremem Juckreiz einher. Die Krankheitslast ist hoch, die Lebensqualität stark eingeschränkt. Lange waren die Therapieoptionen unzureichend. Um so wichtiger ist die Zulassung von Dupilumab als erste systemische Therapie der PN.
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Medizin
SGLT2-Hemmer: Prävention von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes
In der Therapie von Patient:innen mit Diabetes mellitus Typ 2 werden seit einigen Jahren erfolgreich SGLT2 (Sodium-glucose cotransporter)-Hemmer eingesetzt. Auch zur Behandlung der chronischen Herz- und Niereninsuffizienz finden diese Antidiabetika breite Anwendung. Mit den neuesten Forschungsergebnissen eines Teams um die Endokrinologin und Diabetologin Susanne Kaser von der Univ.-Klinik für Innere Medizin I kann SGLT2-Hemmern nun auch eine bislang unerforschte Funktion für die Vorbeugung von Übergewicht, Fettleber oder Diabetes zugeschrieben werden.
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Medizin
Spesolimab zur Prävention von GPP-Schüben: Klinische Studie erreicht primären und wichtigsten sekundären Endpunkt
In der EFFISAYIL 2 Studie konnte Spesolimab das Auftreten von neuen Schüben der Generalisierten Pustulösen Psoriasis (GPP) für bis zu 48 Wochen verhindern (1, 2). Die Ergebnisse bauen auf den Daten der EFFISAYIL 1 Studie auf. Diese belegt eine schnelle und anhaltende Pustel- und Hautabheilung bei erwachsenen Patient:innen mit GPP-Schüben, die mit Spesolimab behandelt wurden (3). GPP ist eine systemische Hauterkrankung, deren Verlauf schwer vorherzusehen ist. Sie unterscheidet sich sowohl im Krankheitsmechanismus als auch im Schweregrad von der Plaque-Psoriasis (4).
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Praxismanagement
PARTNER–Studie: Verbesserung der Medikationssicherheit durch Kooperation von Hausarztpraxen und Apotheken
Fast 9 Millionen Einweisungen ins Krankenhaus pro Jahr werden in Europa durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen hervorgerufen, von denen etwa die Hälfte vermeidbar sind. Auch in Deutschland wurden laut einer Studie an 4 großen Universitätskliniken 6,5% aller Behandlungsfälle in der Notaufnahme auf eine unerwünschte Arzneimittelwirkung zurückgeführt. Das Risiko ist insbesondere bei älteren Patient:innen (65+) mit Multimedikation erhöht.
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Medizin
So ernährungsbewusst sind Deutsche 2023
Neben genügend Bewegung bildet vor allem eine ausgewogene Ernährung die Basis für die dauerhafte Gesunderhaltung des Menschen. Doch nicht jede:r hat die notwendige Zeit, selbst zu kochen, oder die finanziellen Möglichkeiten, sich hochwertige Lebensmittel zu kaufen. So gesund ernähren sich die Deutschen:
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Praxismanagement
Bundesärztekammer aktualisiert Handreichung „Ärztinnen und Ärzte in sozialen Medien“
Die Nutzung sozialer Medien gehört für viele Ärzt:innen, Medizinstudierende sowie Patient:innen mittlerweile zum Alltag. Soziale Medien können eine sinnvolle Ergänzung zum direkten Gespräch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen sein. Wichtig ist jedoch, dass bei der Nutzung sozialer Medien stets die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz beachtet werden.
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Praxismanagement
Videosprechstunde: Trotz hoher Qualität viel zu selten
Die Pandemie offenbarte die Bedeutung von Telemedizin im Kontext einer gesicherten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Dennoch gelang es in der vertragsärztlichen Versorgung bislang nicht, Videosprechstunden flächendeckend zu etablieren. Dies belegen offizielle Zahlen: Laut Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung (1) wurden im Jahr 2021 knapp 3,5 Millionen Videosprechstunden abgerechnet. Das sind 0,6% der jährlich 553 Millionen Behandlungsfälle (2). Eine kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag (3) offenbart zudem, dass 27.000 Vertragsärzt:innen (3) im ersten Quartal 2022 eine Videosprechstunde durchführten; das sind lediglich 15% der insgesamt mehr als 180.000 (4) Vertragsärzt:innen.
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Medizin
Zulassungsempfehlung für Dupilumab zur Behandlung von Kindern ab 6 Monaten mit schwerer atopischer Dermatitis
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat eine positive Stellungnahme zu Dupilumab abgegeben und empfiehlt die Zulassung in der Europäischen Union (EU) um die Behandlung der schweren atopischen Dermatitis (AD) bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen, zu erweitern. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung von Dupilumab wird in den kommenden Monaten erwartet. Dupilumab wurde im Juni 2022 von der Food and Drug Administration der USA für Kinder dieser Altersgruppe zugelassen.
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Medizin
Optimierter Schutz gegen die Asiatische Tigermücke
Forschende der Universität Florenz haben ein Mückenschutzmittel entwickelt, das sich als länger wirksam und effektiver als DEET (Diethyltoluamid), eines der aktuell wichtigsten synthetischen Insektenabwehrmittel in kommerziellen Formulierungen, erwiesen hat. Die Wissenschaftler:innen testeten mehrere zyklische Hydroxyacetale gegen die Stechmücke Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke), die Krankheiten wie Enzephalitis und Dengue-Fieber überträgt. Im Zuge des Klimawandels breitet sich dieses gefährliche Insekt zunehmend auch in bisher zu kalten Regionen wie Mitteleuropa oder Nordamerika aus. Die Verbindungen wurden durch Acetalisierung handelsüblicher aliphatischer Carbonylverbindungen synthetisiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit mit den kommerziellen Repellentien DEET und Icaridin verglichen. (1)
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Medizin
Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten – Wirkstoffe in der klinischen Prüfung
Über eine Milliarde Menschen weltweit sind in Gefahr, durch vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases – NTDs) krank, entstellt oder arbeitsunfähig zu werden oder gar daran zu sterben. Insbesondere in den ärmsten Weltregionen, wo sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung für viele Menschen nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, haben Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze oder auch Giftschlangen leichtes Spiel. Die Folge sind schwere Erkrankungen wie Flussblindheit oder Schlafkrankheit, Dengue-Fieber, Lepra oder die Auswirkungen von Schlangenbissen. Da diese Krankheiten Menschen in Industrieländern und auch Reisende selten gefährden, werden sie auch im Hinblick auf Gelder für Forschung und Therapien vielfach vernachlässigt. Afrika gehört zu den Regionen, in denen vernachlässigte Tropenkrankheiten quasi als „Volkskrankheiten“ auftreten. „Sie gehören in den betroffenen Ländern oftmals zu den häufigsten Krankheitsursachen“, sagt der stellvertretende Koordinator des DZIF-Forschungsbereichs Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten, Prof. Achim Hörauf vom Universitätsklinikum Bonn.
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Medizin
Gehirn gewöhnt sich an Fett und Kalorien
Der regelmäßige Verzehr von fett- und kalorienreicher Nahrung verringert die Fähigkeit des Gehirns, die Kalorienzufuhr zu regulieren, wie Forschende des Penn State College of Medicine herausgefunden haben. Demnach passt sich das Gehirn nach kurzer Zeit an. Den Wissenschaftler:innen zufolge wird die Kalorienaufnahme kurzfristig von den Astrozyten reguliert, die den Signalweg zwischen Gehirn und Darm kontrollieren. Eine anhaltende Zufuhr von fett- und kalorienreicher Nahrung scheint diesen Signalweg zu stören. Einzelheiten wurden im Journal of Physiology veröffentlicht (1).
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Medizin
Hautprobleme sind häufige Begleiterscheinungen bei Diabetes Typ 1 und Typ 2
Bis zu 80% aller Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben krankhafte Hautveränderungen. Bei Typ-1-Diabetes kommt es nicht selten zu Hautreaktionen auf Pflasterklebstoffe von Glukosesensoren und Insulinpumpen. Viele Betroffene mit Typ-2-Diabetes berichten über zu trockene, gerötete, juckende und schuppende Haut. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rät Menschen mit Diabetes, ihre Haut besonders sorgfältig zu schützen und zu pflegen. Veränderungen sollten sie mit den behandelnden Ärzt:innen besprechen, Irritationen und Allergien auf Klebstoffe von technischen Hilfsmitteln auch den Herstellern melden.
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Gesundheitspolitik
VDBD: Gesunde Ernährung ist ein Fundament der Diabetesprävention
Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD) begrüßt den aktuellen Vorschlag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abzuschaffen. Neben der regelmäßigen Bewegung sind Anreize für eine gesunde Ernährung seit jeher das Kernstück der Prävention von Diabetes und dessen Folgeerkrankungen. „Jede und jeder muss sich gesunde Lebensmittel leisten können. Gerade in Zeiten von Inflation und steigenden Lebensmittelpreisen ist Cem Özdemirs Forderung absolut begrüßenswert“, so VDBD-Vorsitzende Dr. rer. medic. Nicola Haller. Ergänzend hierzu fordert der Verband von der Ampelkoalition die Einführung einer Zuckersteuer für Erfrischungsgetränke. Denn auch zuckerhaltige Getränke gelten als wesentlicher Treiber für Adipositas und Diabetes Typ 2.
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Medizin
5 Jahre Dupilumab bei atopischer Dermatitis
„Die positiven Daten aus randomisierten klinischen Studien sowie aus dem klinischen Alltag sprechen dafür, Dupilumab als Standardtherapie zu sehen. Das gilt für Erwachsene und Jugendliche mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) sowie für Kinder ab 6 Jahren mit schwerer AD“, so das Fazit von Dr. Arnd Jacobi, Nürnberg, bei der digitalen Pressekonferenz „5 Jahre Dupilumab: Das war erst der Anfang“. Der Rückblick während der virtuellen Presseveranstaltung auf die letzten 5 Jahre Behandlungsmanagement mit dem monoklonalen Antikörper verdeutlichte dessen Erfolgsgeschichte: Mittlerweile ist das Biologikum in mehr als 60 Ländern für mindestens einen Anwendungsbereich zugelassen und weltweit wurden bereits über 500.000 Menschen behandelt.
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