Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 146

Patienteninfos
 2 Min|

HERZKRANK? Schütze Dich vor dem Herzstillstand!

In Deutschland sterben Jahr für Jahr schätzungsweise 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod, bei dem es für Betroffene scheinbar aus heiterem Himmel zu einem Herzstillstand kommt. Häufig liegt einem solchen Ereignis allerdings eine langjährige koronare Herzkrankheit (KHK) zugrunde, die nicht erkannt oder ausreichend beachtet wurde. Expertenschätzungen zufolge haben immerhin rund 6 Millionen Menschen in Deutschland eine KHK, die wiederum durch Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin) entsteht. Hinzu kommen noch weitere Herzleiden sowie eine genetische Veranlagung, die ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöhen. Unmittelbarer Auslöser ist fast immer eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, durch die der Kreislauf innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht und das Herz stehen bleibt. Entsprechend groß ist die Verunsicherung bei Patient:innen mit Herzrhythmusstörungen und bei Menschen, die Unregelmäßigkeiten ihres Herzschlags wahrnehmen. Der plötzliche Herztod ist selten ein schicksalhaftes Ereignis, vor dem es kein Entrinnen gibt.
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Medizin
 4 Min|

Steigende Beanspruchung von niedergelassenen Ärzt:innen bis 2035

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat eine Studie zur zukünftigen Beanspruchung von niedergelassenen Ärzt:innen bis 2035 im Versorgungsatlas veröffentlicht. Insbesondere in Ballungsgebieten wird darin eine zunehmende Inanspruchnahme vertragsärztlicher Leistungen erwartet. Dabei steht besonders die Innere Medizin, die Urologie und die Augenheilkunde im Fokus. Auch bei der Psychotherapie wird mit einer steigenden Beanspruchung gerechnet.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Offizielles Online-Verzeichnis zu Klinik-Qualität soll kommen

Bürger sollen ab dem kommenden Frühjahr über ein „Transparenzverzeichnis“ des Bundesgesundheitsministeriums einen Überblick über Leistungen, Angebote und Qualität der rund 1.900 Kliniken in Deutschland bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der derzeit innerhalb der Regierung abgestimmt wird. Das Nachrichtenportal „The Pioneer“ und das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatten zuerst darüber berichtet.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Wie die Bundesregierung Cannabis legalisieren will

Die Bundesregierung hat ihren umstrittenen Plan einer Cannabis-Legalisierung in Deutschland auf den Weg gebracht. Vor allem Grüne und FDP hatten sich schon im Bundestagswahlkampf für das Vorhaben starkgemacht. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht von einem „Wendepunkt einer leider gescheiterten Cannabisdrogenpolitik“. Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf wird nun dem Bundestag zur Verabschiedung zugeleitet. Das Vorhaben geht zwar nicht so weit wie ursprünglich geplant, krempelt aber dennoch die bisherige deutsche Drogenpolitik radikal um.
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Patienteninfos
 3 Min|

Wie wirksam ist Psychotherapie bei Essstörungen? Universität Osnabrück sucht Betroffene für Online-Studie

„Die Essstörung war meine beste und einzige Freundin.“ Solche oder ähnliche Aussagen werden von fast allen Betroffenen einer Essstörung getätigt und zeigen, wie sehr die Erkrankung zur Isolation führen kann. Die Verbesserung von sozialen Beziehungen ist ein Baustein von vielen, der in der Psychotherapie von Essstörungen aufgegriffen wird. Die Universität Osnabrück untersucht nun, welche Therapiebestandteile von Betroffenen als hilfreich empfunden werden und sucht dafür Studienteilnehmende jeglichen Geschlechts und jeglicher Geschlechtsidentität.
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Medizin
 4 Min|

HCMV: Karte zeigt Protein-Interaktionen in Virionen

Einmal infiziert – immer infiziert: Herpesviren schlummern im Körper und können durch bestimmte Umstände reaktiviert werden. Das Herpesvirus HCMV (Humanes Cytomegalievirus) ist besonders weit verbreitet, gut verträgliche und effektive antivirale Medikamente oder Impfungen gibt es nicht. Doch ein Forschungsteam des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) und der Charité hat jetzt einiges über die Interaktion zwischen HCMV und seinen Wirtszellen herausgefunden, was auch für die Entwicklung antiviraler Wirkstoffe nützlich sein könnte. Die Arbeit ist soeben im Fachmagazin Nature Microbiology im erschienen.
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Medizin
 3 Min|

Überlebensvorteil durch HLA-DR-Matching bei Nierentransplantationen bei älteren Patient:innen

Wie groß ist der Einfluss der Gewebemerkmale von Spender:innen und Empfänger:innen auf den Erfolg einer Nierentransplantation bei Patient:innen im Alter von 65 plus? Eine Studie unter der Co-Leitung von Prof. Dr. Bernhard Krämer, Direktor der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), untersuchte erstmals, wie sich die Passgenauigkeit des Zelloberflächenrezeptors HLA-DR auf die Gesamtsterblichkeit bzw. das Versagen des Nierentransplantats in dieser Altersgruppe auswirkt. Es zeigte sich, dass eine Zuteilung der Spenderorgane auf der Grundlage des HLA-DR-Matchings die 5-Jahres-Sterblichkeit und das Überleben von Nierentransplantaten deutlich verbessert.
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Patienteninfos
 3 Min|

Freundschaft als wichtige Stütze im Diabetesmanagement

In Deutschland gibt es inklusive Dunkelziffer 11 Millionen Menschen mit Diabetes, online wächst diese Community seit einigen Jahren immer enger zusammen. Unter dem Hashtag #SagEsLaut wurden in den sozialen Medien 2021 und 2022 verschiedene Aktionen durchgeführt, die die Bedürfnisse der Menschen mit Diabetes für eine bessere Versorgung und Akzeptanz in der Gesellschaft zum Ausdruck bringen und auf Themen wie Stigmatisierung hinweisen. Was als Kampagne für mehr Sichtbarkeit der Menschen mit Typ-2-Diabetes begann, ist in diesem Jahr auf alle Diabetestypen erweitert worden, weil auch Menschen mit Typ-1-Diabetes ihre Solidarität für die Kampagne zeigten. Daher ist der #SagEsSolidarisch hinzugekommen und erreichte im Frühjahr eine Reichweite von 1,2 Millionen. Nun geht die Kampagne zum Internationalen Tag der Freundschaft in die zweite Runde, denn Freundschaft ist eine wichtige Stütze im Diabetesmanagement. In einem Video wird die Geschichte der beiden Freundinnen Freddie Schürheck (Typ 1) und Kim Stoppert (Typ 2) erzählt, die fast im selben Jahr ihre Diagnose erhielten und sich seitdem Halt geben bei allen Diabetesfragen.
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Patienteninfos
 2 Min|

Allergien bei Babys können zu Asthma führen

Babys mit einer Nahrungsmittelallergie leiden später überdurchschnittlich oft an Asthma und verminderter Lungenfunktion. Das haben Forschende am Murdoch Children's Research Institute herausgefunden. Forschungsleiterin Rachel Peters und ihr Team haben 5.276 Babys untersucht, die positiv auf Lebensmittelallergene getestet worden waren, als sie 6 Jahre alt waren. Die Zahl der Asthmakranken war zu dem Zeitpunkt 4-mal größer als jene in der Kontrollgruppe. Die Auswirkungen waren bei Kindern, deren Nahrungsmittelallergie bis zum Alter von 6 Jahren anhielt, am größten. Besser ging es Heranwachsenden, die bis zum Alter von 6 Jahren ihre Allergie überwunden hatten.
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Medizin
 4 Min|

Neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der atopischen Dermatitis

Atopische Dermatitis ist eine verbreitete chronische Hautkrankheit mit starkem Einfluss auf die Lebensqualität der Erkrankten. Diagnostik und Therapie sind komplex. Bei moderaten bis schweren Formen, die mit topischer Therapie allein nicht zu behandeln sind, stellen moderne Systemtherapien mit Biologika und JAK-Hemmern einen deutlichen Fortschritt für die Behandlung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dar. Einen aktuellen Überblick zu Diagnose und Therapie gibt die unter der Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG) entstandene Leitlinie „Atopische Dermatitis“, an deren Erstellung zahlreiche medizinische Verbände und Selbsthilfeorganisationen beteiligt waren (1).
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Patienteninfos
 3 Min|

Laktoseintoleranz: Wenn Milch auf den Magen schlägt

Die Kugel Eis im Schwimmbad, der Frozen Joghurt im Garten oder der Latte Macchiato im Straßencafé – viele Sommerleckereien enthalten Laktose. Doch manche klagen nach dem Verzehr von Milch und Co. über Verdauungsprobleme. Die Ursache kann eine Laktoseintoleranz sein. Was genau das ist und welche Symptome auftreten, weiß Solveig Haw, Ärztin und Gesundheitsexpertin der DKV Deutsche Krankenversicherung. Sie erklärt außerdem, wie die Diagnose gestellt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
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