Kongressberichte
Gastroenterologie
2 Min|
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Früh und gezielt mit Vedolizumab zur effektiven Krankheitskontrolle
Die Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen orientiert sich zunehmend nicht mehr ausschließlich an der Symptomkontrolle. Mit der STRIDE-II-Strategie hat sich vielmehr ein proaktiver „Treat-to-Target“-Ansatz etabliert, der ein engmaschiges Monitoring sowie eine Kombination aus kurz- und langfristigen, objektiv messbaren Therapiezielen vorsieht. Das langfristige Ziel besteht in einer nachhaltigen und objektiv nachweisbaren Krankheitskontrolle. Hierzu zählen die Normalisierung von Biomarkern wie dem C-reaktiven Protein und dem fäkalen Calprotectin sowie v.a. das Erreichen und Aufrechterhalten einer endoskopischen Remission. Biomarker und Endoskopie sind laut Prof. Dominik Bettenworth, Münster, wichtige Instrumente zur Beurteilung der Krankheitsaktivität und zur Steuerung der Therapie. Schnittbildgebungsverfahren wie Magnetresonanztomografie oder intestinaler Ultraschall können dabei eine wertvolle Ergänzung darstellen.
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Medizin
3 Min|
ERS 2026
RSV-Saison: Neue Real-World-Daten bestätigen hohe Impfeffektivität bei Risikogruppen
Mit Beginn der Saison für Atemwegsinfektionen rückt das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) erneut in den Fokus. Aktuelle Daten, die auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) vorgestellt wurden, verdeutlichen die Belastung durch RSV-Infektionen für ältere Menschen und solche mit Grunderkrankungen. Gleichzeitig bestätigen neue Real-World-Daten über 2 Winter-Saisons, dass der adjuvantierte RSV-Impfstoff in der Praxis eine hohe Effektivität bei Menschen mit Grunderkrankungen aufweist.
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Medizin
3 Min|
Deutscher Schlaganfallkongress
Post-Stroke-Spastizität: Frühzeitige interdisziplinäre Behandlung bleibt Versorgungsdefizit
Die Entwicklung einer Spastizität nach Schlaganfall (post-stroke spasticity, PSS) ist für die Betroffenen häufig mit gravierenden Folgen verbunden. Die mit PSS einhergehenden motorischen Einschränkungen beeinträchtigen Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich und belasten auch Angehörige und Pflegende. Trotz klarer Leitlinienempfehlungen für eine frühzeitige therapeutische Intervention und interdisziplinäre Betreuung wird die PSS häufig erst spät diagnostiziert und behandelt. Dadurch können sich funktionelle Einschränkungen und sekundäre Komplikationen verfestigen. Bei einem Symposium im Rahmen des 2. Deutschen Schlaganfallkongresses (DSG26) wurde dieses reale Problem im Versorgungsalltag von PSS-Patient:innen diskutiert.
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Medizin
3 Min|
Deutscher Rheumatologiekongress 2026
Obinutuzumab: Neue Daten zeigen Remissionsvorteile bei SLE und Lupus-Nephritis
Aktuelle Phase-III-Daten zu Obinutuzumab zeigen, dass sowohl Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) als auch Patient:innen mit dessen häufigster Organmanifestation, der Lupus-Nephritis (LN), signifikant häufiger das Therapieziel der Remission erreichen, wenn sie den Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zusätzlich zur bisherigen Standardtherapie erhalten [1-3].
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Medizin
3 Min|
Deutscher Rheumatologiekongress 2026
Alt werden mit Rheuma: nicht weniger, sondern präziser behandeln
Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese fand anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026 statt.
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Medizin
3 Min|
ESC 2026
Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?
Wie schnell lässt sich bei Menschen mit akutem Brustschmerz sicher feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder ausgeschlossen werden kann? Mit dieser Frage beschäftigen sich zwei große internationale Forschungsarbeiten, deren Ergebnisse beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt wurden. Maßgeblich daran beteiligt ist Prof. Jasper Boeddinghaus, der kürzlich vom Universitätsspital Basel an das Universitätsklinikum Bonn (UKB) gewechselt ist und dort das neue Institut für klinische Herz-Kreislaufforschung aufbaut.
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Medizin
3 Min|
ISTH 2026
Neue Daten zu Faktortherapien bei Hämophilie
Auf dem Kongress der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) 2026 in Paris wurden neue Studiendaten zu Efanesoctocog alfa und Eftrenonacog alfa vorgestellt. Sie betreffen unter anderem den Langzeit- und perioperativen Einsatz sowie den Schutz vor Gelenkveränderungen. Rund zwei Jahre nach der EMA-Zulassung von Efanesoctocog alfa zeigt sich damit auch im klinischen Alltag die Weiterentwicklung der Faktortherapie.
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Hämatologie
2 Min|
ISTH 2026
Hämophilie A: Starker Blutungsschutz für langfristiges Wohlbefinden
Bei der Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A geht es heutzutage um mehr als nur das Blutungsrisiko zu minimieren. Die zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichen den Patient:innen, aktiv und ohne Einschränkungen am täglichen Leben teilzunehmen – und das bei deutlich geringerer Belastung durch die Therapie. Dadurch fühlen sich viele Patient:innen auch mental weniger belastet [1, 2].
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Medizin
2 Min|
EAN 2026
Neue Daten zu Nipocalimab bei generalisierter Myasthenia gravis
Auf dem diesjährigen EAN-Kongress wurden Abstracts zu Nipocalimab bei Erwachsenen mit anti-AChRa- oder anti-MuSKb-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis (gMG) vorgestellt. Untersucht wurden unter anderem Patient:innen in frühen Erkrankungsstadien, mit geringerer Symptombelastung sowie Patient:innen kurz nach Infektionen. Darüber hinaus wurde das Studiendesign einer neuen Studie zum Einsatz von Nipocalimab in der Schwangerschaft vorgestellt.
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Medizin
2 Min|
EULAR 2026
Psoriasis-Arthritis: PsABIOnd-Studie vergleicht Guselkumab und IL-17-Inhibitoren
Auf dem Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Interimsdaten nach einem Jahr der Beobachtungsstudie PsABIOnd zu Therapiepersistenz, Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab bzw. IL-17-Inhibitoren bei aktiver Psoriasis-Arthritis präsentiert [1].
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Medizin
3 Min|
EULAR 2026
Neue Daten zu Upadacitinib zeigen positive Effekte von Upadacitinib bei Therapiewechsel
Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Daten zu Upadacitinib präsentiert, die zusätzliche Einblicke in die Behandlung von Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und axialer Spondyloarthritis (axSpA) geben. Die Ergebnisse umfassen neue Auswertungen zur Therapie nach Tumornekrosefaktor-Inhibitor (TNFi)-Versagen bei RA sowie Real-World-Daten zur Wirkung auf unterschiedliche Schmerzmechanismen bei axSpA [1, 2].
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Typ-2-Diabetes
2 Min|
DDG 2026
Mehr Lebenszeit durch frühes holistisches Management des Typ-2-Diabetes
Patient:innen mit Typ-2-Diabetes profitieren von einer frühen und intensiven Behandlung. Dazu zählt auch ein effektives Gewichtsmanagement. Denn eine höhere Gewichtsreduktion führt nachweislich zu besseren Resultaten. Die aktualisierte DDG-Praxisempfehlung hat daher Tirzepatid in den Behandlungsalgorithmus aufgenommen.
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Typ-2-Diabetes
2 Min|
DDG 2026
Das Ende der Fahnenstange im Management des Typ-2-Diabetes ist noch lange nicht erreicht
Es ist inzwischen landläufig bekannt, dass Typ-2-Diabetes eng mit kardiovaskulären und renalen Komorbiditäten assoziiert ist. Trotz effektiver Behandlungsmöglichkeiten mit pleiotropen Effekten, wie beispielsweise mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, lässt die Versorgungssituation in Deutschland jedoch zu wünschen übrig. Mit teilweise fatalen Folgen, insbesondere für Frauen.
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Medizin
2 Min|
AAN 2026
Ofatumumab bei RMS: 8-Jahres-Sicherheitsdaten vom AAN 2026
Anlässlich des diesjährigen Annual Meeting der American Academy of Neurology (AAN) wurden neue Langzeit-Sicherheitsdaten zu Ofatumumab aus der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS über einen Beobachtungszeitraum von bis zu 8 Jahren bekannt gegeben. Die Daten bestätigen die langfristige Verträglichkeit und das konstant günstige Sicherheitsprofil von Ofatumumab bei Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowohl in der gesamten Studienpopulation als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostizierten, therapienaiven Patient:innen.
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Medizin
3 Min|
DGHNO 2026
Gentherapie bei angeborener Schwerhörigkeit von FDA zugelassen
Für Kinder und Jugendliche, deren Taubheit oder Schwerhörigkeit auf einer Veränderung des Otoferlin-Gens beruht, ist in den USA nun eine Therapie zugelassen. Auch in Tübingen wurden im Rahmen einer Studie Patient:innen mit diesem Gendefekt im Ohr operiert.
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Medizin
2 Min|
DGP 2026
COPD-Therapie: Die Relevanz nicht-medikamentöser Maßnahmen
Für die Mortalitätsreduktion bei COPD besteht neben medikamentösen Interventionen auch Evidenz für nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Tabakentwöhnung und pneumologische Rehabilitation [1]. Was gilt es hierbei für die Praxis zu berücksichtigen?
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Pneumonie
2 Min|
DGP 2026
Neue S3-Leitlinie: Was tun bei schwer zu behandelnder Pneumonie?
Resistente Lungenpathogene stellen oftmals eine Herausforderung im Behandlungsalltag dar. So gehen z.B. Infektionen durch Pseudomonas aeruginosa häufig mit einer sogenannten Difficult-to-Treat Resistance (DTR) einher. Unterstützung bietet nun die neue S3-Leitlinie zur Antibiotikatherapie schwerer Infektionen mit multiresistenten Bakterien [1].
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COVID-19
2 Min|
DGIM 2026
COVID-19: Mit neuem mRNA-Impfstoff noch gezielter Risikogruppen schützen
Die Krankheitslast durch COVID-19 sei nach wie vor hoch, insbesondere in den Risikogruppen der älteren Personen und bei Komorbiditäten, wie Expert:innen im Rahmen einer Pressekonferenz diskutierten. Ein neuer Impfstoff auf Basis der Messenger (m)-RNA-Technologie erreichte bei niedrigerer Dosierung ein gute Impfwirksamkeit. Mit dieser Technologie könnten Impfstoffe schnell und gezielt an veränderte Virusvarianten angepasst werden.
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E-Health
4 Min|
DMEA 2026
Was tun gegen medizinische Desinformation?
Eine erfundene Erkrankung schafft es durch Verbreitung über KI-Chatbots bis in ein Peer Reviewed Journal. Eine „Medfluencerin“ gibt auf TikTok evidenzfreie Tipps bei Panikattacken. Wie lässt sich verhindern, dass medizinische Falschinformationen große Reichweite erlangen, ganz gleich, ob sie von Menschen oder Maschinen verbreitet werden? Diese Frage war Gegenstand mehrerer Veranstaltungen auf der DMEA. Wie sich zeigte, sind Akteur:innen im medizinischen Kontext keineswegs machtlos, vorausgesetzt, sie behalten die Kontrolle und besetzen den digitalen Raum proaktiv.
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Kardiologie
2 Min|
DGIM 2026
Kardiale ATTR-Amyloidose häufiger als angenommen
Eine kardiale ATTR-Amyloidose kann lebensbedrohlich sein. Bei einer Amyloidose kommt es hereditär oder altersbedingt (Wildtyp) zu einer Destabilisierung des Transthyretin (TTR)-Proteins und zur Bildung von fehlgefalteten TTR-Proteinen. Sie bilden Amyloidfibrillen, die sich an unterschiedlichen Organen, wie dem Herzen, ablagern können und schädigen [1].
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