Kongressberichte
Medizin
DGHNO 2026
Gentherapie bei angeborener Schwerhörigkeit von FDA zugelassen
Für Kinder und Jugendliche, deren Taubheit oder Schwerhörigkeit auf einer Veränderung des Otoferlin-Gens beruht, ist in den USA nun eine Therapie zugelassen. Auch in Tübingen wurden im Rahmen einer Studie Patient:innen mit diesem Gendefekt im Ohr operiert.
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Medizin
DGP 2026
COPD-Therapie: Die Relevanz nicht-medikamentöser Maßnahmen
Für die Mortalitätsreduktion bei COPD besteht neben medikamentösen Interventionen auch Evidenz für nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Tabakentwöhnung und pneumologische Rehabilitation [1]. Was gilt es hierbei für die Praxis zu berücksichtigen?
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Pneumonie
DGP 2026
Neue S3-Leitlinie: Was tun bei schwer zu behandelnder Pneumonie?
Resistente Lungenpathogene stellen oftmals eine Herausforderung im Behandlungsalltag dar. So gehen z.B. Infektionen durch Pseudomonas aeruginosa häufig mit einer sogenannten Difficult-to-Treat Resistance (DTR) einher. Unterstützung bietet nun die neue S3-Leitlinie zur Antibiotikatherapie schwerer Infektionen mit multiresistenten Bakterien [1].
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COVID-19
DGIM 2026
COVID-19: Mit neuem mRNA-Impfstoff noch gezielter Risikogruppen schützen
Die Krankheitslast durch COVID-19 sei nach wie vor hoch, insbesondere in den Risikogruppen der älteren Personen und bei Komorbiditäten, wie Expert:innen im Rahmen einer Pressekonferenz diskutierten. Ein neuer Impfstoff auf Basis der Messenger (m)-RNA-Technologie erreichte bei niedrigerer Dosierung ein gute Impfwirksamkeit. Mit dieser Technologie könnten Impfstoffe schnell und gezielt an veränderte Virusvarianten angepasst werden.
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E-Health
DMEA 2026
Was tun gegen medizinische Desinformation?
Eine erfundene Erkrankung schafft es durch Verbreitung über KI-Chatbots bis in ein Peer Reviewed Journal. Eine „Medfluencerin“ gibt auf TikTok evidenzfreie Tipps bei Panikattacken. Wie lässt sich verhindern, dass medizinische Falschinformationen große Reichweite erlangen, ganz gleich, ob sie von Menschen oder Maschinen verbreitet werden? Diese Frage war Gegenstand mehrerer Veranstaltungen auf der DMEA. Wie sich zeigte, sind Akteur:innen im medizinischen Kontext keineswegs machtlos, vorausgesetzt, sie behalten die Kontrolle und besetzen den digitalen Raum proaktiv.
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Kardiologie
DGIM 2026
Kardiale ATTR-Amyloidose häufiger als angenommen
Eine kardiale ATTR-Amyloidose kann lebensbedrohlich sein. Bei einer Amyloidose kommt es hereditär oder altersbedingt (Wildtyp) zu einer Destabilisierung des Transthyretin (TTR)-Proteins und zur Bildung von fehlgefalteten TTR-Proteinen. Sie bilden Amyloidfibrillen, die sich an unterschiedlichen Organen, wie dem Herzen, ablagern können und schädigen [1].
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Schwerpunkte
DGIM 2026
Internistische Versorgung im Umbruch
Global wie individuell machen sich die gravierenden Veränderungen der jüngsten Zeit bemerkbar. Und sie machen vor der medizinischen Versorgung nicht halt. Entsprechend steht auch die Innere Medizin vor einem Paradigmenwechsel.
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Adipositas
DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
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Medizin
DMEA 2026
Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
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Adipositas
DGIM 2026
Semaglutid wirkt über den Gewichtsverlust hinaus
Ernährungs- und Bewegungsmodifikationen sind bei Adipositas durchaus sinnvoll, allerdings fallen die langfristigen Effekte meist gering aus. Mit GLP1-Rezeptoragonisten verlieren die Betroffenen nicht nur mehr Gewicht – die Substanzen wirken sich unter anderem auch positiv auf Herz und Leber aus.
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E-Health
DMEA 2026
Zwischen Hype und Alltag: Wie viel KI ist schon Realität?
Künstliche Intelligenz verspricht schnellere Diagnosen, bessere Behandlungen und Zeitgewinn. Eine Diskussion auf der DMEA 2026 in Berlin zeigte: Im klinischen Alltag hapert es noch an vielen Stellen. Während KI in der Radiologie bereits fest implementiert ist, sucht sie in der Pflege noch ihren Platz. Kleinteiligkeit und fehlende Schnittstellen verhindern, dass Daten fließen können. Klinikverantwortliche stehen aufgrund der hohen Dynamik vor die Entscheidung, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen.
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COPD
DGIM 2026
Kortikosteroide bei COPD: Segen oder Fluch?
Patient:innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) können in bestimmten Situationen Kortikosteroide erhalten. Aber was bringt das wirklich – und schadet es möglicherweise mehr, als das es nutzt? Zwei Expert:innen diskutierten das auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
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E-Health
DCK 2026
Operieren uns bald Maschinen?
Künstliche Intelligenz (KI) erobert nach und nach die Medizin. Auch in die Chirurgie und Operationssäle hält sie Einzug – vom OP-Roboter über Bildanalyse bis hin zur personalisierten Therapieplanung und Qualitätskontrolle. Bereits jetzt eröffnen KI-Systeme viele neue Optionen in der chirurgischen Versorgung. Die Behandler:innen können sie indessen nicht ersetzen.
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RSV
DGIM 2026
Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV): Impfraten dringend steigern
Infektionen der unteren Atemwege gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen [1]. Das RS-Virus trägt einen Anteil daran. Lange galt RSV als typische Säuglingserkrankung. Aktuelle Daten zeigen jedoch: Auch ältere Erwachsene sind gefährdet, schwere Verläufe zu entwickeln [2]. Für Hausarztpraxen gewinnt das Thema damit deutlich an Relevanz.
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Medizin
DMEA 2026
Gesundheitskompetenz: Chancen und Grenzen von DiGA
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland weist eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Dies wirkt sich nicht nur auf die individuelle Gesundheit aus, sondern belastet das gesamte System. Patient:innen finden sich nicht zurecht, nehmen ungerechtfertigt Notfallkapazitäten in Anspruch oder bringen die notwendige Therapieadhärenz nicht auf. Welchen Beitrag digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) leisten können, war Gegenstand einer Diskussion auf der diesjährigen DMEA.
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Medizin
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
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Medizin
DGIM 2026
Geneditierung hilft bei β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Die Geneditierungstherapie mit patienteneigenen Stammzellen ist eine neue Behandlungsoption für Menschen mit β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit. Neue Daten belegen die Wirksamkeit anhand hoher Raten an Transfusionsunabhängigkeit und Freiheit von vaso-okklusiven Ereignissen.
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Asthma
DGIM 2026
Asthma & COPD: Exazerbation durch frühzeitige Triple-Therapie vermeiden
Die aktuellen GOLD-Empfehlungen und die neuen GINA-Updates setzen klare Signale: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma müssen früher, konsequenter und individueller behandelt werden [1, 2]. Zeitige Kombinationstherapien, insbesondere die Triple-Therapie (LAMA/LABA/ICS), verbessern die Symptomkontrolle, verhindern Exazerbationen und stabilisieren die Erkrankung langfristig.
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Ernährung und Lebensstil
DGIM 2026
Stille Entzündungen machen uns krank im Alter
Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
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Orphan Diseases
GPN 2026
Ravulizumab effektiv bei Kindern mit atypischem Hämolytisch-urämischem Syndrom
Patient:innen mit der sehr seltenen Erkrankung atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS) profitieren von intravenösen Infusionen mit einem C5-Komplement-Inhibitor. Während dies bei Eculizumab alle zwei Wochen erforderlich ist, muss das seit einigen Jahren verfügbare Ravulizumab dank seiner längeren Halbwertzeit nur noch alle acht Wochen infundiert werden, bei Kindern ≥ 10 bis < 20 kg Körpergewicht alle vier Wochen.
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