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Aktuelles | Beiträge ab Seite 243

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungsempfehlung für Empagliflozin zur Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz ausgesprochen (3). Bisher ist Empagliflozin für die Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes sowie für die Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) zugelassen (Erwachsene mit symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse II–IV) und reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤ 40%)) (4). Im Falle einer Zulassung durch die Europäische Kommission würde die Empfehlung die Indikation auf Erwachsene mit Herzinsuffizienz über das gesamte Spektrum der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) ausweiten, also auch Patient:innen mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) einschließen.
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„Auch unter Pandemiebedingungen ist die Behandlung von Krebserkrankungen als dringlich einzustufen und kann in aller Regel nicht aufgeschoben werden“, sagt Prof. Dr. Carolin Tonus, Präsidiumsmitglied im Berufsverband der Deutschen Chirurgen e. V. (BDC) sowie Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. 80% aller an Krebs erkrankten Menschen werden im Laufe ihrer Behandlung operiert, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Das belegt den hohen Stellenwert der Chirurgie in einer oft multimodalen Therapie, bei der unterschiedliche Verfahren, wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, kombiniert und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Am 4. Februar findet zum 22. Mal der Weltkrebstag statt.
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Medizin

Effektive Nachbehandlung nach ablativer Lasertherapie

Die dermatologische Lasertherapie hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dem folgt die neue Strahlenschutzverordnung – sie beschränkt die Durchführung von Lasertherapien bis auf einige kosmetische Anwendungen auf zertifizierte Fachärzt:innen (1). Im Bepanthen Laserbootcamp wurde u.a. die neue Anfang 2022 erwartete S2k-Leitlinie zur Lasertherapie der Haut thematisiert. Sie soll den Einsatz von Lasern an der Haut sicherer, effizienter und nebenwirkungsärmer machen, außerdem wird sie ein Kapitel zur Nachbehandlung von Lasertherapien enthalten (2).
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Medizin

Typ-2-Diabetes: Schneller im Zielbereich mit iGlarLixi

Die einzige in Deutschland verfügbare Fixkombination aus Basalinsulin und einem GLP-1-Rezeptoragonisten, iGlarLixi, Insulin glargin 100 Einheiten (E)/ml und Lixisenatid), wird bei Erwachsenen mit unzureichend kontrolliertem Typ-2-Diabetes zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle, ergänzend zu Diät und Bewegung sowie zusätzlich zu Metformin ± SGLT-2-(Sodium-Glucose Cotransporter 2)-Inhibitoren, eingesetzt (1). In Deutschland verfügbar ist der (30-60)-Pen, der eine Dosierung von 30 bis 60 Dosisschritten iGlarLixi erlaubt, das entspricht 10 bis 20 Mikrogramm Lixisenatid und 30 bis 60 Einheiten Insulin glargin 100 E/ml. „iGlarLixi kann eine optimale Intensivierung der Therapie bei Personen erleichtern, deren Typ-2-Diabetes mit einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) unzureichend eingestellt ist, indem es eine bessere glykämische Kontrolle mit Gewichtsvorteil und weniger Hypoglykämien bietet als das Mischinsulinanalogon BIAsp 30 (biphasisches Insulin aspart 30)“, erklärte Dr. Thorsten Siegmund, München.
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Medizin

ZKRD: Die meisten Blutstammzellspenden weltweit sind in Deutschland registriert

Mit 9.690.750 registrierten Blutstammzellspenden konnte das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) seinen bislang größten Erfolg verbuchen und ist nun das weltweit größte nationale Spenderregister. Das geht aus den aktuell veröffentlichten Zahlen des ZKRD hervor. Fast 3 Jahrzehnte nach der Gründung erreicht das ZKRD einen weiteren Meilenstein: Unter Berücksichtigung der registrierten Stammzellspender:innen sowie der Nabelschnurblutspenden kann das ZKRD für nationale Spendersuchen weltweit auf die meisten Daten zurückgreifen und ist damit das größte nationale Spenderregister. Gleichzeitig ist Deutschland auch das Land mit den meisten potenziellen Blutstammzellspender:innen: Insgesamt sind rund 20% aller Erwachsenen im Spendenalter zwischen 18 und 60 Jahren als Spender:in registriert. Im Jahr 2021 zählte das ZKRD insgesamt 512.155 neue Registrierungen.
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Medizin
COVID-Medikamente

EMA empfiehlt bedingte Marktzulassung für Nirmatrelvir

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich für eine bedingte Marktzulassung des Virostatikums Nirmatrelvir für die Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen ausgesprochen, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Der CHMP stützt sein positives Votum auf die wissenschaftliche Evidenz zu Nirmatrelvir, einschließlich der Daten aus der Phase-2/3-Studie EPIC-HR (Evaluation of Protease Inhibition for COVID-19 in High-Risk Patients).
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Medizin

Prurigo nodularis: Phase-III-Studie zu Dupilumab macht Hoffnung

Eine zweite Phase-III-Studie, in der Dupilumab bei Erwachsenen mit unkontrollierter chronischer Prurigo nodularis (PN), einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung mit Beteiligung einer Typ-2-Inflammation, untersucht wurde, hat ihren primären Endpunkt und wichtige sekundäre Endpunkte erreicht. Dupilumab hat in dieser klinischen Studie im Vergleich zu Placebo nach 24 Wochen sowohl den Pruritus als auch die Hautläsionen deutlich verringert (1). Die Daten bestätigen die positiven Ergebnisse, die zuvor von der Phase-III-Studie PRIME2 berichtet wurden (2) und sollen beginnend im ersten Halbjahr dieses Jahres bei Aufsichtsbehörden rund um den Globus eingereicht werden. Unter den entzündlichen Hauterkrankungen wirkt sich die PN wegen des extrem ausgeprägten Pruritus mit am stärksten auf die Lebensqualität aus (3).
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Patienteninfos

Neue Broschüre zur Neurodermitis bei Erwachsenen

Neurodermitis tritt meist im Kleinkindalter erstmals auf. In vielen Fällen lassen die Symptome bis zur Pubertät nach oder verschwinden sogar ganz. Eine Kinderkrankheit ist die chronisch-entzündliche Hautkrankheit aber nicht – rund 3,5% der Erwachsenen in Deutschland leiden daran (1). Viele Informationsangebote zur Neurodermitis richten sich vornehmlich an Kinder oder Eltern. Mit der Broschüre „Neurodermitis bei Erwachsenen“ schließt der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. (BGV) jetzt eine Lücke.
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Patienteninfos

Rote Augen: 5 Warnzeichen, die schnelle Behandlung erfordern

Rote Augen zählen zu den häufigsten Gründen für das Aufsuchen von Notfallambulanzen und nehmen in Folge der Pandemie zu, wie Expert:innen registrieren. Sie können auf vergleichsweise harmlose Ursachen wie trockene Augen oder Lidrand- und Bindehautentzündungen hinweisen, aber auch Anzeichen ernster und bedrohlicher Erkrankungen sein. Welche Alarmsignale unbedingt beachtet werden müssen, erläutert Prof. Dr. med. Uwe Pleyer von der Klinik für Augenheilkunde an der Charité Berlin und Mitglied der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).
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Medizin

PAVK: Effektive Nachverfolgung durch RECCORD

Das 2019 gestartete Register „Recording Courses of Vascular Diseases“ (RECCORD) hat die Schwelle von 4.000 eingeschlossenen Patient:innen überschritten. Mehr als 25 Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, Krankenhäuser wie Arztpraxen, haben sich RECCORD angeschlossen und erfassen Daten zu den von ihnen behandelten Patient:innen, die sich aufgrund einer Durchblutungsstörung der Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit; PAVK) einer Katheterintervention zur Verbesserung der Durchblutung unterziehen. Damit hat sich RECCORD in kurzer Zeit als wichtiges Register der Gefäßmedizin in Deutschland etabliert.
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Medizin

Brauchen wir Künstliche Intelligenz in der Pflege?

Methoden der KI werden weltweit nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Pflege immer mehr eingesetzt. Wenn es zum Beispiel darum geht, Schichtdienste und Personal zu verteilen und effizient einzusetzen, kann man dies durch maschinelles Lernen unterstützen. Durch die Bild- und Signalverarbeitung können drohende oder erfolgte Stürze und Veränderungen in der Mobilität von älteren und pflegebedürftigen Menschen erkannt werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, Entscheidungen im Pflegealltag durch Expert:innensysteme, die die Argumentation von menschlichen Expert:innen nachahmen, zu unterstützen. Beispiele wären etwa die Auswahl einer passenden Wundauflage oder einer individuell geeigneten Übung zur Bewegungsförderung.
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Medizin
Medikamente gegen COVID-19

Molnupiravir kann nun auch in Deutschland gegeben werden

Die Ergebnisse der Phase-3-Studie MOVe-OUT, in der Molnupiravir, ein oraler antiviraler Wirkstoff, bei nicht-hospitalisierten erwachsenen Hochrisikopatienten mit milder bis moderater COVID-19-Erkrankung untersucht wurde, wurden kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die Daten zeigen, dass eine frühzeitige Behandlung mit Molnupiravir das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls bei ungeimpften erwachsenen Hochrisikopatient:innen mit einer COVID-19-Erkrankung signifikant reduzierte.
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Medizin

Neutralisierende Antikörper gegen Hepatitis-C-Virus entdeckt

Eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus führt trotz besserer Behandlungsmethoden weltweit immer noch zu etwa 400.000 Todesfällen pro Jahr. Die Entwicklung eines Impfstoffs ist dringend notwendig, scheitert aber bisher an der genetischen Vielfalt und hohen Mutationsrate des Virus. Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftler:innen der Uniklinik Köln und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) hat die Immunantwort genauer untersucht und konnte breit wirksame Antikörper aus einer Gruppe von Patient:innen isolieren, die als „Elite-Neutralisierer“ außergewöhnlich viele Virusvarianten gleichzeitig angreifen können. Die Wissenschaftler:innen konnten nun die besonderen Eigenschaften dieser Antikörper ausfindig machen. Die Erkenntnisse könnten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Impfstoff sein.
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Medizin

DGS fordert Facharzt für Schmerzmedizin

Um die Versorgung von Patient:innen mit schweren chronischen Schmerzen sicherzustellen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) die Einführung des Facharztes für Schmerzmedizin. Auch durch eigene Aktivitäten trägt die Fachgesellschaft zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Versorgungsstrukturen und der Versorgungsqualität bei. Dazu gehören Angebote zur Fort- und Weiterbildung, wie z. B. im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages, der im März online stattfinden wird.
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