Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 293

Seit Juni 2020 steht mit Ixekizumab (Taltz®) eine weitere Therapieoption für Erwachsene mit einer aktiven axialen Spondyloarthritis (axSpA) sowohl im nicht-röntgenologischen als auch röntgenologischen Krankheitsstadium zur Verfügung. Der Wirkstoff ist angezeigt bei erwachsenen Patienten mit aktiver röntgenologischer axialer Spondyloarthritis, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben, sowie bei erwachsenen Patienten mit aktiver nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis mit objektiven Anzeichen einer Entzündung, nachgewiesen durch erhöhtes C-reaktives Protein (CRP) und/oder MRT, die unzureichend auf NSAR angesprochen haben. Erste positive Erfahrungen aus dem Praxisalltag spiegeln nun die überzeugenden Daten aus den COAST-Zulassungsstudien wider.
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Schätzungsweise 600.000 osteuropäische Betreuungskräfte arbeiten in Deutschland in der sogenannten 24-Stunden-Pflege und leben im Haushalt des Pflegebedürftigen. Experten sind sich einig, dass sie bei über 4,1 Millionen Pflegebedürftigen und bestehendem Pflegekräftemangel unverzichtbar sind. Die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit dieser Betreuungsdienstleistung hat die Corona-Krise nochmals ganz deutlich gezeigt. Trotz dieser Erkenntnisse ist diese Branche gesetzlich noch größtenteils unreguliert.
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Der Einsatz von medizinischem Cannabis ist zu einer wichtigen Behandlungsoption bei vielen Indikationen geworden, etwa Schmerzen oder neuropsychiatrische Erkrankungen. Mit der Produktpalette unter dem Markennamen Naxiva®-Panaxol™ ist es nun für alle Apotheken in Deutschland möglich, ohne größeren Zusatzaufwand Cannabis-Extrakte oder Extrakt-Konzentrate in wenigen Arbeitsschritten selbst zu abgabefertigen Arzneimitteln zu verarbeiten. Dies bietet auch Vorteile für Ärzte: Sie können Cannabis rechtssicher in patientenindividueller Menge und Dosierung verordnen mit der Gewissheit, dass diese Verordnungen auch adäquat in den Apotheken beliefert werden können.
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Seit Kurzem steht der präferenzielle und reversible Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitor Filgotinib (Jyseleca®) zur Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) zur Verfügung. Die gute Wirksamkeit gepaart mit einem vorteilhaften Sicherheitsprofil von Filgotinib unterstreichen die zulassungsrelevanten Phase-III-Studien FINCH 1-3 (1-3). In FINCH 1 setzte die Wirkung von Filgotinib rasch ein – bereits nach 2 Wochen war der JAK-Inhibitor in der Dosierung 200 mg täglich im ACR20/50/70-Ansprechen signifikant effektiver als Placebo (1). In Woche 52 befand sich mehr als jeder zweite Patient unter 200 mg Filgotinib gemäß DAS28(CRP)-Score in Remission (1). Post-hoc-Analysen, die auf der Jahrestagung des American College of Rheumatology (ACR) 2020 präsentiert wurden, zeigen darüber hinaus, dass Filgotinib mit einer rheumatoiden Arthritis assoziierte Schmerzen substanziell lindern kann, ferner bestätigen sie die Langzeitsicherheit des JAK1-Inhibitors (4-6).
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Medizin
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24/7-Diabetesmanagement mit dem neuen TheraKey®: Vorstellung des digitalen Therapiebegleiters bei der DiaTec am 29. Januar 2021

Ärzte*innen schätzen es genauso wie Patienten*innen, und das seit vielen Jahren. Im vergangenen Herbst hat das digitale Therapiebegleitprogramm TheraKey® mit erweiterten Inhalten und neuem Design einen weiteren Meilenstein erreicht und unterstützt Ärzte*innen durch einen erweiterten Professionell-Bereich nun noch besser bei der Therapiebegleitung ihrer Patienten*innen mit Diabetes. Gleichzeitig erhalten Betroffene durch personalisierte Informationen, verbesserte Interaktivität und eine optimale Einbindung der Angehörigen wertvolle Unterstützung beim aktiven Management ihrer Erkrankung. Das gilt besonders für solche mit Erstdiagnose: Speziell für diese Zielgruppe ergänzt der neu integrierte Kompass in idealer Weise die Arbeit der Diabetesteams bis zur nächsten Gruppenschulung – und das 24/7, egal an welchem Ort.
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Medizin
 4 Min|

Surrogat Virus Neutralisationstest: Nachweis der inhibitorischen Wirkung neutralisierender Antikörper auf SARS-CoV-2

Um die Pandemie zu bekämpfen und Risikogruppen zu schützen, besteht nicht nur die Notwendigkeit nach einem sicheren Impfstoff, sondern auch die Frage nach dessen Verteilung und ob durch eine durchgestandene SARS-CoV-2-Infektion oder nach Impfstoffgabe neutralisierende Antikörper gebildet wurden. Der Nachweis der inhibitorischen Wirkung dieser neutralisierenden Antikörper auf SARS-CoV-2 ist nun durch einen ELISA-Test, den sog. Surrogat Virus Neutralisationstest (sVNT) cPass, möglich.
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Patienteninfos
 4 Min|

Preisgekrönte App „Rootd" gegen Angst und Panikattacken jetzt auf Deutsch verfügbar

Rootd, eine führende App gegen Angstzustände und Panikattacken, wird von Hunderttausenden zufriedenen Nutzer:innen auf der ganzen Welt verwendet und hilft ihnen in den Momenten, in denen sie es am dringendsten benötigen, mit interaktiven Übungen und auf kognitiver Verhaltenstherapie basierenden Lehrplänen. Ania Wysocka, die Rootd aufgrund direkter Erfahrungen mit Angstzuständen gründete, sagt, dass diese Übersetzung eine direkte Reaktion auf die Nachfrage der Benutzer:innen in Deutschland ist, verbunden mit der weltweit erhöhten Angst und Unsicherheit, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wird.
 
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Medizin
 3 Min|

Erstes vollständig implantierbares Cochlea-Implantat (TICI) in Deutschland eingesetzt

Es integriert die internen und externen Komponenten eines Cochlea-Implantats in ein System und wird unsichtbar unter die Haut eingesetzt: Erstmals in Deutschland wurde ein vollständig implantierbares Cochlea-Implantat (Totally Implantable Cochlear Implant – kurz TICI) in der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des LMU Klinikums München eingesetzt. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie implantierte Prof. Dr. Joachim Müller, Leiter des Schwerpunkts Otologie und Cochlea Implantate, Ende November das neuartige TICI bei den ersten zwei Patienten, die unter hochgradigem Hörverlust leiden. Die Studie wird als europäisches Kooperationsprojekt unter anderem zusammen mit der Universität Lüttich in Belgien durchgeführt.
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Patienteninfos
 3 Min|

Endoprothesenregister Deutschland veröffentlicht erstmals Patienteninformation

Die Publikation enthält zentrale Ergebnisse der Datenauswertung aus dem Jahresbericht 2020 – kurz und patientenverständlich zusammengefasst. Totalendoprothesen (vollständiger Ersatz des Gelenkes) stellen die am häufigsten verwendete Prothesenform bei Hüft- und Knieimplantationen dar. Bei künstlichen Kniegelenken wird zunehmend die Rückfläche der Kniescheibe ersetzt. Patientenbezogene Faktoren wie Alter, BMI oder Vorerkrankungen beeinflussen das Risiko für eine Wechseloperation deutlich.
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COVID-19
 2 Min|

COVID-19: Innerdeutsche Verlegung nach dem Kleeblattkonzept

Die Situation auf den deutschen Intensivstationen mit über 5.200 COVID-19-Patienten hat sich verschärft. Prof. Dr. Uwe Janssens, Sprecher der DIVI, ging in einer Pressekonferenz auf die weiterhin nicht gegebene Rechtssicherheit für den Triage-Fall ein. "Wir halten es für eine unbefriedigende Situation, wenn Strafrechtler uns einen Prozess in Aussicht stellen, weil wir Ärzte darüber entscheiden müssen, wer das letzte Beatmungsgerät auf der Intensivstation bekommt." Er erwarte da Unterstützung von der Gesetzgebung. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland von der Triage-Problematik noch weit entfernt  und im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt sei – sowohl, was die Anzahl der Intensivbetten angehe, als auch die Vernetzung mittels Intensivregister.
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Patienteninfos
 4 Min|

Corona und Weihnachten: Bei Herzinfarkt-Verdacht sofort den Notarzt rufen!

Die Scheu vor dem Notruf 112 für den Rettungsdienst ist weit verbreitet. Ob wegen der neugierigen Blicke der Nachbarn oder weil man den Krankenhäusern nicht zur Last fallen möchte: Notfallmediziner kennen die Gründe für fatales lebensgefährliches Zögern nur zu gut. Auch bei Notfallpatienten mit Verdacht auf Herzinfarkt oder andere Herznotfälle wie bösartige Herzrhythmusstörungen. Die Festtage um Weihnachten und Neujahr sowie der Corona-Lockdown dürften diese Hemmung vor dem Notruf 112 noch steigern. Viele Menschen sind derzeit verunsichert und besorgt: Während der Corona-Pandemie ins Krankenhaus? Bloß nicht!
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Patienteninfos
 4 Min|

WHO-Studie: Zu viele Menschen bewegen sich zu wenig

Prof. Renate Oberhoffer-Fritz, Leiterin des Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie und Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM), fordert nach aktuellen WHO-Empfehlungen: „Kinder und Jugendliche müssen sich endlich mehr bewegen!“ Laut aktueller Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegen sich 80% der Kinder und Jugendlichen nicht ausreichend. Zudem ließen sich mehr als 5 Millionen vorzeitige Todesfälle jedes Jahr vermeiden, wenn sich die Bevölkerung weltweit mehr bewegen würde. Aus diesem Grund hat die WHO neue Aktivitätsempfehlungen für verschiedene Bevölkerungsgruppen herausgegeben.
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Patienteninfos
 3 Min|

Ob Hausputz, Gartenarbeit oder Spazierengehen – während des Lockdowns zählt jede Bewegung!

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben zur Folge, dass Bewegungsangebote wie Reha-Gruppen oder Aqua-Fitness nicht stattfinden. Fitnessstudios sind geschlossen. Auch Winter- und Vereinssport ist momentan nicht möglich. Nicht nur Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 fällt es aktuell schwer, sich weiterhin täglich ausreichend zu bewegen. Hinzu kommt, dass an den Weihnachtstagen und an Silvester traditionell ausgiebig geschlemmt wird. Doch körperliche Aktivität ist wichtig für den Stoffwechsel. Bereits zehn Minuten mehr Bewegung am Tag haben eine positive Wirkung auf den Körperfettanteil, den Blutdruck sowie die Glukosewerte. Bereits mit kleinen Bewegungseinheiten im Alltag, kann somit viel erreicht werden.
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Medizin
 3 Min|

Primäre Hypercholesterinämie: EU-Zulassung für siRNA Inclisiran

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Inclisiran (Leqvio®) zur Behandlung bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie zusätzlich zu diätetischer Therapie erteilt – in Kombination mit einem Statin oder einem Statin mit anderen lipidsenkenden Therapien bei Patienten, die mit der maximal tolerierten Statin-Dosis die LDL-C-Ziele nicht erreichen, oder allein oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapien bei Patienten mit Statin-Intoleranz oder für welche ein Statin kontraindiziert ist (1).
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Medizin
 4 Min|

Endogenes Cushing-Syndrom: Neue therapeutische Perspektive Cortisolsynthese-Hemmer Osilodrostat

Das Cushing-Syndrom (CS) ist eine seltene Erkrankung mit einem heterogenen Krankheitsbild und hoher Krankheitslast (1). Der Cortisolsynthese-Hemmer Osilodrostat (Isturisa®) stellt eine vielversprechende, neue medikamentöse Therapieoption für erwachsene Patienten mit endogenem Cushing-Syndrom dar (2, 3). Ergebnisse der multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie LINC-3 zeigen, dass Osilodrostat die Cortisolspiegel rasch und anhaltend senkt, zu Verbesserung der klinischen Symptome, der Begleiterkrankungen und der Lebensqualität führt und zudem gut verträglich ist (2, 4).
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Medizin
 4 Min|

Langanhaltende Erscheinungsfreiheit bei Nagel-Psoriasis unter Ixekizumab

Ein Nagelbefall im Rahmen einer Plaque-Psoriasis ist für die Patienten eine zumeist sehr belastende Manifestation. Neben dem sichtbaren Makel, der nur schwer zu kaschieren ist, kann es zu Funktionseinschränkungen im Alltag kommen (1). Die Lebensqualität bei Patienten mit Nagelbefall ist somit stärker eingeschränkt als bei Patienten ohne Nagelbefall. In einer Live-Webkonferenz beleuchtete Prof. Dr. Kristian Reich, Hamburg, die aktuellen Daten des Interleukin-(IL-)17A-Inhibitors Ixekizumab (Taltz®) zur starken und langanhaltenden Wirksamkeit bei Nagel-Psoriasis bei Patienten mit Psoriasis und auch Psoriasis-Arthritis.
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