Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 341

Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. Klaus Reinhardt hat die Pläne des Normenkontrollrates der Bundesregierung begrüßt, mit dem Projekt "Mehr Zeit für Behandlung - Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen" konkrete Schritte zum Abbau überflüssiger Bürokratie in Angriff zu nehmen. Damit dürfe es allerdings nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Überbürokratisierung in den Arztpraxen sei eine zentrale Ursache für die häufig empfundene Frustration der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Ganz konkrete Ansatzpunkte für die Projektverantwortlichen sieht Reinhardt zu allererst im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen. Er zeigte sich überzeugt: Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, zunächst einmal überflüssigen bürokratischen Aufwand zu identifizieren, so ist man mit einem Blick auf das Vorgehen der Krankenkassen auf dem besten Wege, bereits kurzfristig greifbare Erfolge zu erzielen.

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Ob eine Supplementation von Calcium bei nierengesunden Menschen sinnvoll ist und welche gesundheitlichen Probleme die Gabe dieses Mineralstoffs bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) nach sich ziehen kann, waren zentrale Themen des 8. Interaktiven Nephrologischen Experten-Forums, das Anfang März unterstützt von der Firma Sanofi in Frankfurt am Main stattfand. Dabei wurde deutlich, dass die althergebrachte Meinung, Calcium sei wichtig für die Knochen und könne jedem bedenkenlos verabreicht werden, angesichts neuerer Erkenntnisse dringend revidiert werden muss.

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Medizin
 1 Min|

Blutverlust nach schweren Verletzungen schätzen

Eine bessere Methode, den Blutverlust nach schweren Verletzungen zu schätzen, hat Dr. Manuel Mutschler entwickelt. Mutschler ist Arzt am Institut für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM) der Universität Witten/Herdecke. Blutverlust und der daraus resultierende sog. hypovolämische Schock ist neben der Schädel-Hirn-Verletzung die häufigste Todesursache schwerstverletzter Patienten. Seine Studie wurde jetzt in der Zeitschrift „critical care“ veröffentlicht.

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Gesundheitspolitik
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Schutz der Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen: Zulassungsbehörden BfArM und PEI setzen Industrie mit neuer Leitlinie engere Grenzen

Einen verbesserten Schutz der Patientinnen und Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)  und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jetzt auf den Weg gebracht. Mit der neuen „Leitlinie zur Bezeichnung von Arzneimitteln“ setzen die beiden Bundesoberbehörden der Industrie deutlich engere Grenzen bei der Auswahl von Arzneimittelnamen und ihren Zusätzen. Ziel ist es, Verwechslungen und Fehlanwendungen durch unklare, irreführende und verharmlosende Namen künftig verlässlich auszuschließen. Eindeutige und verwechslungssichere Bezeichnungen von Arzneimitteln sollen als Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal gestärkt werden und zur Sicherheit im Arzneimittelverkehr beitragen. Davon profitieren Patienten, Ärzte und Apotheker gleichermaßen.

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Medizin
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Neuentwickelte Drainage-Systeme helfen Patienten mit Glaukom

Greifswalder Augenärzte haben ein neues Drainage-System für Glaukompatienten entwickelt und bereits bei 15 Patienten implantiert. Hintergrund ist, dass bei den Betroffenen das Augenkammerwasser nicht ordnungsgemäß abläuft und damit vielfältige Komplikationen verbunden sind. „Die ersten Erfahrungen mit dem neuen Implantat sind sehr viel versprechend und sollen jetzt wissenschaftlich ausgewertet werden“, kündigte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Prof. Stefan Clemens, an, der die Innovation eingeführt hat.

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Ärzte fordern Facharztbesuche nur noch mit Überweisung

Deutschlands Kassenärzte wollen, dass Patienten nur noch mit Überweisung vom Hausarzt zu Orthopäden, Haut- oder anderen Fachärzten gehen. Der Gesetzgeber solle den Weg für drei Wahltarife bei der Krankenkasse freimachen, zwischen denen die Versicherten dann wählen müssten, forderte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Donnerstag in Berlin.

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Schmerzen beim Treppensteigen - Jobcenter muss Umzug zahlen

Wer beim Treppensteigen unter erheblichen Schmerzen leidet, kann als Bezieher von Hartz-IV-Leistungen höhere Unterkunftskosten verlangen. Das entschied das Sozialgericht Gießen (Az.: S 25 AS 832/12 ER), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Die Anforderungen daran, wann ein Umzug erforderlich sei, dürften gerade bei gesundheitlichen Gründen nicht überzogen werden.

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

VKA: Arbeitgeber rufen zu Kompromissbereitschaft auf

Am Montag und Dienstag (4./5. März) findet eine weitere Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern statt. „Wir rufen den Marburger Bund dazu auf, mit der notwendigen Kompromissbereitschaft in die Verhandlungen zu gehen. Bislang wiederholt er seine umfänglichen Ausgangsforderungen vom Dezember 2012. So werden wir nicht zu einer Einigung kommen“, sagt VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann.

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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Beamtenlaufbahn: Verbeamtung bei Diabetes ist grundsätzlich möglich

Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, muss unter anderem zunächst eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Die örtlichen Gesundheitsämter untersuchen Anwärter auf ihre Tauglichkeit. Stellt der Amtsarzt gesundheitliche Einschränkungen fest, die erwarten lassen, dass der Anwärter während seiner Laufbahn dienstunfähig werden könnte, kann eine Verbeamtung abgelehnt werden. So entschied Ende Januar das Oberverwaltungsgericht Münster, dass eine Verbeamtung eines Diabetes-Patienten aufgrund des hohen Risikos für Folgeerkrankungen verweigert werden kann. Trotzdem können Menschen mit Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten grundsätzlich auch eine Verbeamtung erreichen. Um die hohe Hürde der Gesundheitsprognose zu meistern, rät die "Deutsche Diabetes-Hilfe Menschen mit Diabetes" (DDH-M) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Betroffenen, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen.
 

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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Studienerfolg nicht nur von IQ abhängig

Zu Beginn des neuen Semesters in Australien hält Lea Waters, Professorin an der pädagogischen Fakultät der University of Melbourne, eine gute Nachricht für Studierende bereit. Denn tatsächlich hat man mehr Einfluss auf den Verlauf seines Studiums, als man glaubt. "Viele sind der Meinung, dass Studienerfolg allein auf Intelligenz zurückzuführen ist. Neue Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass der akademische Erfolg ebenso von persönlicher Stärke und einer positiven Einstellung beeinflusst wird", erklärt die Expertin auf dem Gebiet der positiven Psychologie. Ihrer Meinung nach sind Hoffnung, Selbstkontrolle und Neugierde bereits die halbe Miete für ein erfolgreiches Studium.

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Gesundheitspolitik
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Sozialgericht lehnt einstweiligen Rechtsschutz ab: Bestandsmarktaufruf geht weiter

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (LSG) hat heute entschieden, keinen einstweiligen Rechtsschutz gegen eine Nutzenbewertung eines Medikamentes zu gewähren, das bereits vor dem Inkrafttreten des AMNOG im Jahre 2011 auf dem Markt war. Dazu erklärt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Unkenrufe, die aus einem einzelnen Gerichtsverfahren gleich ein Scheitern des AMNOG abgeleitet haben, sind damit überholt. Nach Ablehnung einstweiligen Rechtsschutzes können anstehende Fragen im Hauptsacheverfahren detailliert geklärt werden. Der voreilige Ruf nach dem Gesetzgeber ist hinfällig. Gleichwohl sollte der G-BA den deutlichen Hinweis des Gerichtes ernst nehmen und seine Beratungspraxis am Grundsatz des fairen Verfahrens ausrichten."

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Gesundheitspolitik
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Gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline: GBA-Festbetragsbeschluss für Novo Nordisk nicht nachvollziehbar

Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Februar 2013 soll es künftig gemeinsame Festbetragsgruppen für Humaninsuline und moderne Insuline (so genannte Insulinanaloga) geben. "Mit seiner Entscheidung erkennt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die in klinischen Studien nachgewiesenen patientenrelevanten Vorteile von modernen Insulinen gegenüber Humaninsulin erneut nicht an", sagt Camilla Sylvest, Geschäftsführerin von Novo Nordisk. "Etwa eine Million Menschen mit Diabetes in Deutschland profitieren täglich von dem optimierten Wirkprofil, der verbesserten Sicherheit und der einfacheren Handhabung moderner Insulintherapien. Gemeinsame Festbetragsgruppen für moderne Insuline und Humaninsuline werden diesen Vorteilen nicht gerecht", so Sylvest.

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Medizin
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Neurologen weisen Veränderungen im Gehirn durch Sport nach

Mediziner der Universität Bochum haben entdeckt, dass Leistungssportler mehr graue Substanz in bestimmten Hirnregionen haben als Nichtsportler. Ob das möglicherweise die Leistung des Arbeitsgedächtnisses steigert, also die Fähigkeit, Informationen schnell zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen, wollen die Wissenschaftler mit weiteren Untersuchungen prüfen. Ihre detaillierten Ergebnisse stellen sie auf der 57. wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung vor, die vom 21. bis zum 23. März in Leipzig stattfindet.

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