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Multiple Sklerose

Überblick

Multiple Sklerose: Autoimmunbedingte Demyelinisierung im ZNS

Die Multiple Sklerose (MS) zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen des jungen Erwachsenenalters. Sie verläuft individuell sehr unterschiedlich, kann schubförmig oder chronisch fortschreitend auftreten und betrifft das zentrale Nervensystem in vielfältiger Weise. Trotz intensiver Forschung sind Ursache und Verlauf nicht vollständig vorhersagbar. Der medizinische Fortschritt der letzten Jahre hat sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie neue Perspektiven eröffnet und trägt dazu bei, den Krankheitsverlauf frühzeitig zu beeinflussen und die Lebensqualität zu erhalten.
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Medizin
 4 Min|
Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Neue McDonald-Kriterien verbessern MS-Früherkennung

Bei der Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose ist eine schnelle Diagnose wichtig, um Nervenschädigungen in Schach zu halten. Hilfreich dabei sind die 2024 überarbeiteten McDonald-Kriterien. Ein Forschungsteam der MHH hat nun in einer Studie untersucht, wie sich die neu hinzugefügten Diagnosepunkte – etwa die Schädigung des Sehnervs – auf die Früherkennung von MS auswirken. Das Ergebnis: Die Erweiterung der Diagnosekriterien trägt erheblich dazu bei, dass sich der Anteil an Erstdiagnosen erhöht. Es werden also mehr MS-Fälle rechtzeitig entdeckt, die zuvor länger unerkannt geblieben sind.
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Medizin
 3 Min|
Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Blutmarker liefert Hinweise auf schleichende Progression bei Multipler Sklerose

Moderne Therapien können Schübe bei Multipler Sklerose (MS) heute wirksam verhindern. Dennoch kann die Erkrankung auch ohne Schübe voranschreiten. Dies früh zu erkennen und zu behandeln, gehört zu den größten Herausforderungen in der MS-Medizin. Forschende berichten nun über einen Blutmarker, mit dem sich dieser Aspekt des Krankheitsverlaufs und möglicherweise auch der Behandlungserfolg verfolgen lassen [1].
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Multiple Sklerose
 2 Min|
Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose

Multiple Sklerose (MS) betrifft zu einem großen Teil Frauen im gebärfähigen Alter. Die Familienplanung war bisher dadurch erheblich eingeschränkt. Zudem erhalten Frauen seltener krankheitsmodifizierende Therapien als Männer. Das muss nicht sein – und sollte nicht sein. Eine Zulassungsanpassung beim Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab bringt jetzt mehr Flexibilität bei der Therapieanpassung.
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Medizin
 2 Min|
Wie Darm-Immunzellen die Therapie bei Multipler Sklerose unterstützen

Wie Darm-Immunzellen die Therapie bei Multipler Sklerose unterstützen

B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, die natürlicherweise im Darm ansässig sind. Diese Studie wurde nun in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlicht [1].
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Medizin
 2 Min|
AAN 2026

Ofatumumab bei RMS: 8-Jahres-Sicherheitsdaten vom AAN 2026

Anlässlich des diesjährigen Annual Meeting der American Academy of Neurology (AAN) wurden neue Langzeit-Sicherheitsdaten zu Ofatumumab aus der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS über einen Beobachtungszeitraum von bis zu 8 Jahren bekannt gegeben. Die Daten bestätigen die langfristige Verträglichkeit und das konstant günstige Sicherheitsprofil von Ofatumumab bei Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowohl in der gesamten Studienpopulation als auch in der Gruppe der kürzlich diagnostizierten, therapienaiven Patient:innen.
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Medizin
 2 Min|

Aktualisierung der Impfstrategie bei Multipler Sklerose vor und bei Immuntherapie

Die neuen Empfehlungen zur Impfstrategie bei Multipler Sklerose (MS) betonen die dringende Notwendigkeit einer proaktiven und frühzeitigen Impfung. Idealerweise sollte diese vor Beginn einer immunmodulatorischen Therapie erfolgen, um schwere Infektionen und Krankheitsrisiken zu minimieren, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen können. Dabei ist es essenziell, die Fragen hinsichtlich der Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen im Rahmen der Immuntherapie allgemein und individuell für jeden Patienten hinreichend zu klären. Als Hilfestellung für den Praxisalltag hat das krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose e.V. (KKNMS) in diesem Zusammenhang die Pocketcard Impfen aktualisiert [1].
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Medizin
 3 Min|

Löst das Epstein-Barr-Virus Multiple Sklerose aus?

Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass das Epstein-Barr-Virus eine Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) spielen könnte. Eine zentrale Frage bleibt jedoch offen: Fast jeder Mensch infiziert sich früh im Leben mit diesem Virus, doch nur wenige entwickeln später MS. Ein Team um Dr. Nicholas Sanderson und Prof. Dr. Tobias Derfuss vom Departement Biomedizin der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel berichtet nun in der Fachzeitschrift Cell über neue Erkenntnisse, die zur Lösung dieses Rätsels beitragen [1].
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Multiple Sklerose
 2 Min|
Multiple Sklerose schnell und effektiv behandeln

Multiple Sklerose schnell und effektiv behandeln

Aktuelle Studien zur Therapie einer Multiplen Sklerose (MS) mit Ocrelizumab belegen, dass der Anti-CD20-Antikörper nicht nur im Langzeitverlauf, sondern auch beim frühen Einsatz wirksam und sicher ist − sowohl bei schubförmiger MS (RMS) als auch bei primär progredienter MS (PPMS). Damit empfiehlt sich das Präparat bei MS für den First Line Einsatz. Zudem zeigen neue Daten das Potenzial von Ocrelizumab bei pädiatrischer RRMS.
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Medizin
 2 Min|
Ocrelizumab überzeugt mit starken Wirksamkeitsdaten bei pädiatrischer RRMS
DGN 2025

Ocrelizumab überzeugt mit starken Wirksamkeitsdaten bei pädiatrischer RRMS

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der OPERETTA 2-Studie diskutiert. Als erste ihrer Art liefert die Studie robuste Vergleichsdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ocrelizumab bei Kindern und Jugendlichen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) und liefert erste Signale für das Potenzial von Ocrelizumab in dieser vulnerablen Patientengruppe [1].
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Medizin
 2 Min|
DGN 2025

Real-World-Daten bestätigen Ofatumumab als Erstlinientherapie bei aktiver RMS

Anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurden aktuelle Daten der AIOLOS-Studie zum frühen Einsatz von Ofatumumab bei therapienaiven Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) im deutschen Behandlungsalltag vorgestellt. Die Daten stützen die positiven Ergebnisse der Zulassungsstudien ASCLEPIOS I und II und der offenen Verlängerungsstudie ALITHIOS und sprechen für einen Einsatz von Ofatumumab als Erstlinientherapie.
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Medizin
 3 Min|

PET-Bildgebung macht Synapsenverlust bei Multipler Sklerose sichtbar

In Deutschland leiden etwa 250.000 Menschen an der Multiplen Sklerose. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Körperabwehr Strukturen des Zentralen Nervensystems angreift. Die Attacken führen auch zu Veränderungen in der grauen Substanz im Gehirn. Bislang gibt es keine Methode, um diese krankhaften Läsionen der grauen Substanz verlässlich und aussagekräftig nachzuweisen. Nun aber haben Forschende des LMU Klinikums erstmals gezeigt, dass sich mit der Positronen-Emissionstomografie der Synapsenverlust in den MS-Läsionen der Großhirnrinde abbilden lässt.
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Medizin
 2 Min|
Neue Daten zu Ocrelizumab bei Multipler Sklerose
ECTRIMS 2025

Neue Daten zu Ocrelizumab bei Multipler Sklerose

Neue Daten zu Ocrelizumab, die auf der diesjährigen Jahrestagung des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) präsentiert wurden, zeigen, wie wirksam und sicher der Anti-CD20-Antikörper nicht nur im Langzeitverlauf, sondern besonders beim frühen Einsatz ist – sowohl bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) als auch bei primär progredienter MS (PPMS). Die Phase-IIIb-Studie ORATORIO-HAND belegt den Nutzen von Ocrelizumab auch bei älteren und fortgeschritteneren PPMS-Patient:innen, die CONFIDENCE-Studie zeigt nachhaltige Verbesserungen von Arbeitsproduktivität und Alltagsaktivitäten über 24 Monate - besonders beim First Line Einsatz - und OPERETTA 2 liefert erstmals direkte Vergleichsdaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Ocrelizumab bei Jugendlichen mit RMS.
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News
 3 Min|
Genetischer Marker hilft bei Multiple-Sklerose-Therapiewahl

Genetischer Marker hilft bei Multiple-Sklerose-Therapiewahl

Interferon oder Glatirameracetat? Beide Medikamente gelten als gleichwertig hilfreich gegen Multiple Sklerose (MS), haben vergleichsweise geringe Nebenwirkungen und können in der Schwangerschaft sowie Stillzeit zum Einsatz kommen. Und schließlich: Beide helfen - wie alle immunmodulatorischen Therapien - nicht allen Menschen gleich gut. Dank einer Studie unter Leitung der Universität Münster gibt es nun aber einen eindeutigen Maßstab für die Medikamentenwahl. Eine internationale Arbeitsgruppe fand nun heraus, dass der Behandlungserfolg von individuellen genetischen Biomarkern abhängt. Damit lässt sich vor der Therapie bestimmen, welches Präparat die bessere Wahl ist.
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Medizin
 2 Min|
Stammzelltransplantation fördert Remyelinisierung bei chronischer MS im Mausmodell

Stammzelltransplantation fördert Remyelinisierung bei chronischer MS im Mausmodell

Induzierte neurale Stammzellen (iNSCs) konnten im Tiermodell chronische Gewebeschäden im zentralen Nervensystem regenerieren. Das zeigen Forschende der Universitäten Cambridge und Innsbruck in einer aktuellen Publikation. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass stammzellbasierte Ansätze zur Remyelinisierung bei chronisch-progredienter Multipler Sklerose (MS) therapeutisch relevant sein könnten.
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Medizin
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Schubförmige Multiple Sklerose: Aktuelle Daten zu Cladribin

Schubförmige Multiple Sklerose: Aktuelle Daten zu Cladribin vom ACTRIMS Forum 2025

Auf dem ACTRIMS Forum 2025 wurden neue Daten zur Wirksamkeit von Cladribin bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) präsentiert. Cladribin wird als orale Impulstherapie in Tablettenform an insgesamt maximal 20 Tagen zu Beginn der Behandlungsjahre 1 und 2 eingenommen. Die nun vorgestellten Daten verdeutlichen, dass der Effekt noch nach 4 Jahren, und damit auch in der behandlungsfreien Zeit, anhält.
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Medizin
 3 Min|
Verlangsamt Vitamin D die Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose im Frühstadium?

Verlangsamt Vitamin D die Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose im Frühstadium?

Eine aktuelle randomisierte, Placebo-kontrollierte, multizentrische Studie aus Frankreich überraschte mit einem positiven Ergebnis: Die Gabe von oralem Vitamin D3 (Cholecalciferol) in einer Dosierung von 100.000 IU alle 2 Wochen reduzierte die Krankheitsaktivität bei Patient:innen mit einem klinisch isolierten Syndrom – dem mutmaßlich ersten Symptom einer Multiplen Sklerose (MS) (1). Personen mit einem Vitamin-D-Spiegel über 100 nmol/l wurden aus Sicherheitsgründen nicht in die Studie aufgenommen.
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