Journal MED

News | Beiträge ab Seite 159

Für die Arbeitssicherheit von Ärztinnen ist es essenziell, dass genügend Schutzkleidung in adäquaten Größen zur Verfügung steht. Aber ist das immer der Fall? Dr. Dr. Galina Fischer, Sprecherin des Ausschusses Ärztinnen im Hartmannbund fordert, ein größeres Augenmerk auf das Thema „Adäquate Schutzkleidung für Ärztinnen“ zu richten: „Die traditionell männlich geprägte ärztliche Arbeitswelt passt sich nur langsam an die Realität von heute an – das erfahren wir Ärztinnen täglich auf die unterschiedlichste Weise. Deshalb ist es nötig, Hinweise auf Missstände bei der Bereitstellung von Schutzkleidung, passend zum Körpermaß, ernst zu nehmen.“
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Medizin

MS: Sind BTKi die Zukunft der Therapie?

Seit Cladribin-Tabletten vor 5 Jahren in Deutschland auf den Markt kamen, wurden deren Wirksamkeit im Versorgungsalltag und das Sicherheitsprofil bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) immer wieder bestätigt – zuletzt durch Daten, die auf den Jahrestagungen der ECTRIMS und auf dem DGN-Kongress vorgestellt wurden (1-5). Sie belegen den langanhaltenden Nutzen und die gute Verträglichkeit einer frühen Impulstherapie mit Cladribin-Tabletten (1-5). Neue Perspektiven könnten Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) bieten; aktuelle Studienergebnisse untermauern das Potenzial dieser Wirkstoffklasse bei der Behandlung der MS (6-8).
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Gesundheitspolitik

Mit Corona vor die Tür – Bundesländer kippen Isolationspflicht

Wer einen positiven Corona-Test hatte, muss künftig in 4 Bundesländern nicht mehr 5 Tage zu Hause bleiben, sondern kann das Haus verlassen und auch zur Arbeit oder Schule gehen. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein haben sich darauf verständigt, die bisherige Isolationspflicht für Infizierte abzuschaffen, wie sie am Freitag gemeinsam mitteilten. Weitere Bundesländer denken darüber nach, andere lehnen einen solchen Schritt ab. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnte davor, die Isolationspflicht aufzuheben.
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Gesundheitspolitik

EMA: Angepasster BioNTech-Impfstoff auch für Kinder ab 5 Jahre

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Zulassung des an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffes von BioNTech/Pfizer auch für Kinder ab 5 Jahren empfohlen. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Der für die Subvarianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfstoff war bereits als Auffrischung für Menschen ab 12 Jahre zugelassen worden. Die EU-Kommission muss der Empfehlung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.
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Gesundheitspolitik

Bundestag beschließt Triage-Regelung für Pandemien

Menschen mit Behinderung und alte Menschen sollen bei knappen Behandlungskapazitäten auf Intensivstationen im Falle von Pandemien nicht benachteiligt werden. Der Bundestag hat dazu am Donnerstag ein Gesetz der Ampel-Koalition zur sogenannten Triage beschlossen. Der Begriff bedeutet, dass Ärzte etwa bei zu wenigen Betten oder Beatmungsgeräten eine Reihenfolge festlegen, wer zuerst behandelt wird. Entschieden werden soll dem Gesetz zufolge in einem solchen Fall maßgeblich nach der „aktuellen und kurzfristigen Überlebenswahrscheinlichkeit“ eines Patienten. Andere Kriterien wie das Alter oder eine Behinderung sollen keine Rolle spielen dürfen.
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Medizin

Volkskrankheit Adipositas: mit Diabetesmedikament zum Traumgewicht? Endokrinolog:innen warnen vor Lifestyle-Therapie im Eigengebrauch

Semaglutid, ein Wirkstoff aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten, wird zur Behandlung des Diabetes Typ 2 eingesetzt. Da das verschreibungspflichtige Semaglutid ähnlich wirkt wie das körpereigene Hormon GLP-1, das unter anderem den Appetit hemmt, kann es auch Menschen ohne Diabetes beim Abnehmen helfen. Mittlerweile wird der Wirkstoff deswegen zunehmend „off label“, also ohne Zulassung, bei Übergewichtigen als Life-Style-Medikament eingesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) weist nun auf die Risiken und Nebenwirkungen einer solchen von den Zulassungsbehörden nicht freigegebenen, unkontrollierten Anwendung und auf die Gefährdung der Versorgung der eigentlichen Zielgruppe durch einen zunehmenden Ansturm auf das Medikament, hin.
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Gesundheitspolitik

Ärztepräsident kritisiert geplantes Triage-Gesetz

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die von der Bundesregierung geplante Triage-Regelung zur Verteilung von Intensivbetten bei knappen Behandlungskapazitäten kritisiert. Für Ärztinnen und Ärzte sei es unabdingbar, dass sie sich keinen rechtlichen Risiken aussetzten, wenn sie in einer extrem schwierigen Situation eine Entscheidung über die Behandlungsreihenfolge träfen, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deshalb hätte in dem Gesetz neben dem Kriterium der aktuellen und kurzfristigen Überlebenswahrscheinlichkeit der betroffenen Patientinnen und Patienten auch die ärztliche Indikation und der Patientenwille verankert werden müssen. Das sei aber nicht geschehen.
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Gesundheitspolitik

Krankenhauspflege-Entlastungsgesetz: Koalitionsfraktionen müssen nachbessern

Anlässlich der Anhörung zum Regierungsentwurf des Krankenhauspflege-Entlastungsgesetzes (KHPflEG) im Gesundheitsausschuss des Bundestages, ruft der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) die Koalitionsfraktionen auf, den Gesetzentwurf nachzubessern. So sollte die Pflegepersonalregelung (PPR 2.0) nicht nur in Anlehnung, sondern vollständig umgesetzt werden. Zudem fordert der Verband für die geplante Krankenhausreform ein durchdachtes, umfassendes Gesamtkonzept statt mit heißer Nadel gestrickte Einzelregelungen.
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Medizin

CHMP empfiehlt Marktzulassung eines an Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoffs für Kinder unter 11 Jahren

Der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) hat die Marktzulassung, für eine Auffrischungsimpfung eines an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten bivalenten COVID-19-Impfstoffs für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren empfohlen. Die Europäische Kommission wird die Empfehlung des CHMP prüfen – eine endgültige Entscheidung wird dabei in Kürze erwartet.
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Medizin

Update CMV: Maribavir und Letermovir

Die Cytomegalievirus (CMV)-Infektion ist die bedeutendste virale Infektion nach solider Organtransplantation (SOT) und ist mit einer erhöhten Mortalität assoziiert (1-3). Auf einem Symposium anlässlich der 31. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) 2022 stellten Prof. Dr. Martina Sester, Leiterin der Abteilung für Transplantations- und Infektionsimmunologie des Universitätsklinikums des Saarlandes, Homburg/Saar, und Prof. Dr. Klemens Budde, Schwerpunktleiter Transplantation, Campus Charité Mitte, Berlin, die aktuellen Probleme und Herausforderungen einer CMV-Infektion nach SOT sowie Entwicklungen und Perspektiven in der Therapie vor.
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Medizin

Kombi-Impfstoff COVID + Influenza: Phase-1-Studie gestartet

Eine Phase-1-Studie zur Untersuchung eines kombinierten mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Influenza und COVID-19 hat begonnen. Der Ansatz zielt darauf ab, 2 schwere Atemwegserkrankungen mit nur 1 Impfstoff zu adressieren. Im Rahmen der Phase-1-Studie zur Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Kombinationsimpfstoffansatzes auf Basis von nukleosid-modifizierter RNA (modRNA) wurde der erste Teilnehmer bereits behandelt.
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Medizin

Epidermolysis Bullosa: Schnellere Wundheilung mit Birkenrinden-Präparat

Bei der Epidermolysis Bullosa (EB) handelt es sich um eine angeborene seltene Erkrankung, bei der die Haut besonders verletzlich ist und schon bei leichter Berührung oder Reibung Blasen und Wunden bildet. Eine optimale Wundversorgung steht daher im Zentrum der Behandlung. Allerdings sind die therapeutischen Möglichkeiten limitiert, sodass noch ein erheblicher medizinischer Bedarf für neue Therapieoptionen der EB besteht. Die Behandlung der Patient:innen erfolgt üblicherweise in einem spezialisierten EB-Zentrum (z. B. Freiburg, Hannover, Salzburg).
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Medizin

Einteilung in Subtypen zur zielgerichteten Behandlung von Typ-2-Diabetes und Prädiabetes

Entgleisungen des Blutzuckerspiegels sind das Hauptmerkmal des Typ-2-Diabetes, wobei die eigentliche Krankheitslast durch Folgeschäden und Komplikationen entsteht, die hauptsächlich auf diabetesbedingte Schäden am Blutgefäßsystem, wie Nieren-, Nerven- und Augenschädigungen und erhöhte Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall zurückgehen. Im Rahmen der groß angelegten German Diabetes Study wurden 5 Subtypen des Diabetes identifiziert, die sich gerade im Hinblick auf ihr kardiovaskuläres Risiko deutlich unterscheiden. Auch bei Menschen mit Prädiabetes lassen sich Subtypen identifizieren, die sich durch Risiken im Herz-Kreislauf-System unterscheiden. Eine solche Subtypisierung könnte dabei helfen, Betroffene zielgerichteter zu behandeln und schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
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Medizin

Digitale Assistenz im Alltag: Wie eine App Menschen mit Herzproblemen, Tumoren oder orthopädischen Problemen hilft

Belasten – ja oder nein? Ist die Radtour bereits zu viel des Guten? Solche Fragen stellen sich Patient:innen mit Herzproblemen, Tumoren oder orthopädischen Problemen häufig. Künftig könnte ihnen das „Quantified-Health-System“ des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) bei solchen Fragen individuell helfen: Über Fitnessarmbänder ermittelt es Vitalparameter wie den Pulsschlag, bereitet diese Daten statistisch auf und sendet sie an den behandelnden Arzt – der wiederum individuelle Gesundheitsziele festsetzen kann. Das System ist auf der Messe MEDICA vom 14. bis 17. November in Düsseldorf am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand zu sehen.
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Gesundheitspolitik

Freie Ärzteschaft zur geplanten Elektronischen Patientenakte

Diese Woche wurde in Berlin ein völliger Paradigmenwechsel in Bezug auf die zentrale Speicherung und Nutzung der sensiblen Krankheitsdaten nahezu der gesamten Bevölkerung beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium erteilt der Gematik den Auftrag, ein EPA-Konzept zu entwickeln, welches im scharfen Kontrast zur bisherigen Planung steht. War bisher geplant, die patientengeführte EPA auf freiwilliger Basis für die Bürger bereitzustellen, soll nun die Freiwilligkeit abgeschafft werden zugunsten einer völlig automatisierten Speicherung aller Arztbriefe. Die Patientendaten sollen zudem automatisch allen möglichen Medizinbereichsteilnehmern und auch einem Forschungsdatenzentrum zugänglich sein. Man soll sich nur noch durch eine dezidierte Ablehnung davor schützen können.
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