News | Beiträge ab Seite 171
Gesundheitspolitik
Dreiviertel der Deutschen wünschen sich Dokumentation von Befunden auf der ePA
74% der deutschen Bevölkerung erachten die Dokumentation von ärztlichen Befunden auf der elektronischen Patientenakte (kurz: ePA) als sinnvolles Angebot, für eine Verbesserung der persönlichen Versorgungssituation mit Gesundheitsdienstleistungen. Dies ergab eine repräsentative Studie im Rahmen des Gesundheitsmonitors, die der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. beim Marktforschungsinstitut Nielsen in Auftrag gegeben hat.
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Gesundheitspolitik
Tarifbezahlung in der Pflege greift – Warnungen vor Mehrbelastung
Die verpflichtende Tarifbezahlung verbessert die Bedingungen für viele Pflegekräfte. Doch höhere Löhne führen auch zu höheren Kosten – die Sorgen vor finanziellen Nöten der Pflegebedürftigen sind groß.
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Gesundheitspolitik
1.000 Gesundheitskioske in sozial benachteiligten Regionen geplant
Gesundheitsminister Lauterbach will die Gesundheitsversorgung in ärmeren Regionen verbessern und dazu bundesweit 1.000 Gesundheitskioske einrichten. Das Angebot soll niedrigschwellig sein und auch soziale Aspekte umfassen. Vorbild ist dabei Hamburg.
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Gesundheitspolitik
Deutliche Kostensteigerungen in Arztpraxen durch Fachkräftemangel und hohe Inflation
Die anhaltend hohe Teuerungsrate und der umkämpfte Arbeitsmarkt für Medizinische Fachangestellte (MFA) stellt die Arztpraxen in Deutschland vor immer größere wirtschaftliche Herausforderungen. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in seinem Praxis-Panel (ZiPP) gezeigt hat, sind die Kosten für den Praxisbetrieb bereits in den Jahren 2017 bis 2020 um durchschnittlich 13,2% gestiegen. Und dies, obwohl die Inflation in diesem Zeitraum lediglich 3,7% betrug.
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Medizin
MINOCA: Welchen prognostischen Wert hat die CMR?
Myokardinfarkte mit nicht verschlossenen Koronararterien (MINOCA) sind in der heutigen klinischen Praxis weit verbreitet; die kardiale Magnetresonanztomographie (CMR) spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung dieser Patient:innen. Es gibt jedoch immer noch viele Kontroversen über die Ätiologie des MINOCA-Syndroms. Außerdem ist der prognostische Wert der CMR bei Patient:innen mit MINOCA noch unklar.
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Herzrhythmusstörungen
Vorhofflimmern: Erhöhen Fischölpräparate das Risiko?
Ist es für gesunde Personen überhaupt sinnvoll, Fischöl-basierte Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen oder kann es sich sogar gesundheitsschädigend auswirken? Die auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2022 vorgestellte Kohortenstudie zur Nahrungsergänzung mit Fischöl kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Einnahme von Fischölergänzungsmitteln erhöht das Langzeitrisiko für Vorhofflimmern in einer gesunden Population signifikant.
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Gesundheitspolitik
E-Health in Deutschland als Zukunftsmarkt für Investor:innen
Der Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung (SVDGV) hat in seinem ersten „Digital Health Investment Monitor“ Kapitalgeber und E-Health-Unternehmen nach ihrer Einschätzung zum deutschen E-Health-Markt befragt.
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News
Immer weniger junge Frauen nehmen die Pille
Immer weniger junge Frauen in Deutschland nehmen zur Verhütung die Pille. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis einer Analyse der AOK, die sich auf GKV-Verordnungsdaten bezieht. Im Jahr 2010 wurden noch 46 Prozent der gesetzlich versicherten Frauen bis 20 Jahren die Pille verschrieben. Bis 2020 ist der Anteil auf 35 Prozent gesunken, wie die Statista-Grafik zeigt. Der Anstieg im Jahr 2020 gegenüber 2019 ist laut AOK auf einen statistischen Effekt zurückzuführen, da die Datenbasis geändert wurde: "Die Ursache für diesen Anstieg ist allein darauf zurückzuführen, dass die Altersgrenze für die Erstattung von empfängnisverhütenden Medikamenten im Jahr 2019 von 20 auf 22 Jahre angehoben wurde."
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Medizin
COVID-19
Was bringt Autoimmunerkrankten eine Booster-Impfung? Eine Erlanger Studie belegt nun den Nutzen
Ein Erlanger Forscherteam konnte in einer Studie belegen, dass Menschen mit immun-vermittelten entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma oder Darm- und Hauterkrankungen von einer Booster-Impfung besonders profitieren. Angepasste Impfpläne und frühere Auffrischimpfungen könnten für Autoimmunerkrankte einen besseren Schutz gewährleisten, so das Fazit.
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Herzinsuffizienz
Geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung: Herzinsuffizienz ist auch Frauensache
Frauen und Männer haben ein vergleichbares Lebenszeitrisiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. Zwischen beiden Geschlechtern bestehen im Hinblick auf diese Erkrankung erhebliche Unterschiede, die jedoch in der klinischen Praxis weithin unterschätzt werden. Beispielsweise erkranken Männer häufiger an einer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion, während bei Frauen mit Herzinsuffizienz die Linkherzfunktion häufiger erhalten ist (1). Außerdem präsentieren sich Frauen mit Herzinsuffizienz häufiger als Männer mit atypischen Symptomen. Laut Prof. Martha Gulati, MD (Cedars Sinai Heart Institute in Los Angeles, USA, derzeit Präsidentin der American Society of Preventive Cardiology) bestehen in allen Phasen der Herzinsuffizienz große geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung. So werden Frauen seltener als Männer mit Herzinsuffizienz von einem Kardiologen untersucht. Große Unterschiede zeigen sich auch in der medikamentösen Versorgung.
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Medizin
Hohe Temperaturen: Risiko für Schlaganfall erhöht
Hohe Temperaturen wie in diesem Sommer können vor allem für ältere Personen und für Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall bedeuten. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) rät deshalb dringend, dass sich die Risikogruppen bei diesem Wetter vermehrt in kühlen Räumen aufhalten und unbedingt ausreichend trinken sollten. Sie sollten zudem auch auf Warnsignale wie beispielsweise schnelleren Herzschlag, Dyspnoe oder die typischen Schlaganfallzeichen wie plötzliche halbseitige Schwäche, Seh- oder Sprachausfall achten.
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Gesundheitspolitik
Schnellere COVID-19-Behandlung möglich: Zugesicherte Medikamenten-Finanzierung für Kliniken gefordert
Die Auslastung mit Corona-Patient:innen in deutschen Kliniken kann im kommenden Winter sehr deutlich reduziert werden, wenn der Bund ab sofort wieder in die Finanzierung der Behandlung mit dem Medikament Remdesivir einsteigt. Zu diesem Schluss kommen führende Medizin-Fachgesellschaften. „Bei zugesicherter Kostenübernahme würde Remdesivir – das schwere COVID-19-Verläufe nachweislich deutlich reduziert – in allen Kliniken leitliniengerecht eingesetzt werden können. Das führt zu weniger COVID-19-Patient:innen auf den Intensivstationen und so zu mehr Kapazitäten für andere notwendige Behandlungen“, sagt Prof. Dr. Torsten Bauer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) sowie der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) kritisiert die DGP, dass sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenversicherungen Ende 2021 für die Kostenübernahme von Remdesivir auf den Dienstweg verwiesen und so zu einer Verschärfung der Situation in den Kliniken beitragen, wenn die Kostenfrage nicht schnellstmöglich geklärt wird.
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News
Wo die Pille frei verkäuflich ist
Erstmals in der Geschichte der USA, hat ein Pharmaunternehmen einen Antrag für eine rezeptfreie Antibabypille bei der Food and Drug Administration (FDA) gestellt. Der Schritt soll laut Medienberichten nichts mit der Aufhebung von Roe vs. Wade zu tun haben , kommt aber für viele zum richtigen Zeitpunkt.
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Medizin
Die 1. Paediatric Haemostasis Summer School: pädiatrische Hämostaseologie im Fokus
Expertenwissen und Praxiserfahrungen rund um die Hämostaseologie an interessierte Ärzt:innen weitergeben – das hat sich die Intensivkurs-Reihe Haemostasis Summer School zum Ziel gesetzt. Die 1. Paediatric Haemostasis Summer School fand vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 in Hamburg unter der Leitung von Dr. med. Susan Halimeh, Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr in Duisburg, und PD Dr. med. Martin Olivieri, Hämophiliezentrum LMU Klinikum in München statt. Die erste mit 27 CME-Punkten zertifizierte Veranstaltung der Reihe stellte die pädiatrische Hämostaseologie in den Fokus und bot den Teilnehmenden an 3 Tagen eine optimale Kombination aus spannenden Vorträgen, interaktiven Workshops und praxisnahen Fallbesprechungen in Kleingruppen.
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Medizin
AbobotulinumtoxinA: Zulassung um die Behandlung von Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorüberaktivität erweitert
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) erweitern die Zulassung für AbobotulinumtoxinA um die Behandlung von Harninkontinenz bei Erwachsenen mit neurogener Detrusorüberaktivität (NDO) infolge einer Rückenmarksverletzung oder Multipler Sklerose (MS). Der Zulassungsantrag basierte auf den Daten des internationalen Phase-III-Programms CONTENT. CONTENT zeigte, dass AbobotulinumtoxinA im Vergleich zu Placebo Inkontinenz-Episoden und Detrusordruck verringerte, die Blasenkapazität erhöhte und die Lebensqualität verbesserte (1).
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Gesundheitspolitik
G-BA und Gesetzgeber stärken die ernährungstherapeutische Versorgung
Sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor konnte die ernährungstherapeutische Versorgung gestärkt werden. Doch noch immer wird dieser wichtige Versorgungsbereich unterschätzt. Das Kompetenznetzwerk Enterale Ernährung und die Techniker Krankenkasse klären nun in eigenen Informationsbroschüren über die Verordnungsmöglichkeiten auf.
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Medizin
Erforschung von Wirkstoffen gegen SARS-CoV-2 und weitere Coronaviren
Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 und möglichst auch gegen weitere Coronaviren zu finden – dieses Ziel verfolgt ein Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um den DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung)-Wissenschaftler Prof. Thomas Schulz seit dem Auftreten des Virus. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Team des DZIF-Wissenschaftlers Prof. John Ziebuhr an der Justus-Liebig-Universität Gießen vom DZIF mit rund 440.000 Euro gefördert.
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Gesundheitspolitik
Große regionale Unterschiede bei Corona-Fehlzeiten
In Deutschland sind die Fehlzeiten wegen Corona im ersten Halbjahr 2022 stark gestiegen. Corona-Arbeitsausfälle legten auf 64 Fehltage je 100 Versicherte zu, nach 12 Fehltagen im ersten Halbjahr 2021. Dabei zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse der DAK-Gesundheit große regionale Unterschiede: Östliche Bundesländer hatten weitaus mehr Corona-Arbeitsausfall als westliche. Mecklenburg-Vorpommern lag mit 92 Fehltagen je 100 Versicherte an der Spitze und hatte damit doppelt so viel wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen. Den geringsten Corona-Ausfall gab es in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen.
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Medizin
Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben: Wie Demenzerkrankte in der Langzeitpflege besser integriert werden
Das Leben in einer Langzeitpflegeeinrichtung kann demenzerkrankte ältere Menschen vor große Herausforderungen stellen: Ihr Alltag wird reglementiert und kontrolliert durch Fachpersonal. Oft können sie nicht mehr an wichtigen Aktivitäten innerhalb und außerhalb ihrer Einrichtung teilnehmen. Dadurch erfahren sie soziale Ausgrenzung auf vielfältige Weise – in den vergangenen Jahren sogar verstärkt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Psychologe Prof. Feliciano Villar von der Universität Barcelona setzt sich mit seiner Forschungsarbeit dafür ein, die Teilhabe dieser Menschen am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu verbessern. „Wir müssen unsere Erwartungen an die Art der Pflege, die wir hier für akzeptabel halten, überdenken. Nur so können wir die Situation auch positiv ändern“, sagt er. Mit welchen konkreten Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen das gelingen kann, präsentiert Villar in seiner Keynote-Lecture beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), der vom 12. bis 15. September 2022 in Frankfurt am Main stattfindet.
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Gesundheitspolitik
Elektronische Patientenakte: Forderung nach Opt-out-Verfahren
Laut der aktuellen Digitalstrategie der Bundesregierung soll die elektronische Patientenakte (ePA) zum "Herzstück digitaler Gesundheitsversorgung" avancieren. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sie sowohl von der Mehrheit der Versichertengemeinschaft genutzt wird als auch von den Akteuren im Gesundheitswesen. Erst dann können die Vorteile, die mit der breiten Etablierung der ePA verbunden sind, zu einer optimalen Gesundheitsversorgung führen.
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