Journal MED

News | Beiträge ab Seite 184

Gesundheitspolitik

Deutsche Radiologie: Datenschutzbestimmungen behindern Digitalisierung und Netzwerkbildung

Künstliche Intelligenz (KI) kann aus Röntgenaufnahmen Informationen herauslesen, die wertvolle Zusatzinformationen für die Diagnose und Prognose bei Patientinnen und Patienten bieten. So kann zum Beispiel eine ganz normale Röntgen-Mammographie nicht nur genutzt werden, um festzustellen, ob Brustkrebs vorliegt, sondern auch mittels Künstlicher Intelligenz vorhersagen, wie hoch das Risiko ist, in den nächsten 3 Jahren Brustkrebs zu entwickeln. Durch die Wissenschaft werden die KI-Systeme in der Aussagekraft immer besser. Dazu benötigt es jedoch große Datenmengen, wie sie durch eine Zusammenarbeit der nationalen radiologischen Netzwerke entstehen können.
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Medizin

Weltblutspendetag: Ihre Spende rettet Leben!

Derzeit kommt es in der Versorgung mit Blutprodukten zu erheblichen Engpässen. Deshalb rief die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni 2022 zur regelmäßigen Blutspende auf. Die Fachgesellschaft weist darauf hin, dass derzeit aufgrund von Urlauben, Ferien und dem Wegfall der coronabedingten Einschränkungen bei Reisen und Freizeitaktivitäten zu wenige Menschen Blut spenden. Zugleich steigt der Bedarf an Blutprodukten, beispielsweise weil Operationen nachgeholt werden, die während der Pandemie verschoben wurden. Die Fachgesellschaft klärt auf, wer Blut spenden darf und wie eine Blutspende abläuft.
 
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Medizin
Interview mit dem Infektiologen Günter Weiss

„Tuberkulose ist einer der größten Infektionskiller weltweit“

Tuberkulose (TBC) schreitet schleichend, mit unspektakulären Symptomen fort – einer der Gründe für Günter Weiss, Direktor der Univ.-Klinik für Innere Medizin II, warum während der Corona-Pandemie weniger TBC diagnostiziert wurde, die Sterbezahlen aber anstiegen. Im Interview erklärt er auch, warum alle Patient:innen vor Beginn einer immunsupprimierenden Therapie auf das Vorliegen einer latenten TBC untersucht werden müssen.
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Gesundheitspolitik

Algorithmen in der Medizin

Ob bei Diagnostik, Therapie oder in der Forschung – der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann helfen, die medizinische Behandlung im Alltag zu verbessern. Der Arbeitskreis Ärzte und Juristen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) hat in seiner jüngsten Sitzung diskutiert, welche Voraussetzungen es braucht, damit Ärztinnen und Ärzte mit Hilfe von Algorithmen bessere Entscheidungen treffen können. Für die Zukunft ist aus Sicht der Expertenrunde unter anderem wichtig, offene Haftungsfragen zu klären.
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Medizin

Pneumokokken: Studienergebnisse zu neuem Impfstoff

Es liegen die positiven Ergebnisse aus den 2 zulassungsrelevanten Phase-3-Studien PNEU-PED-EU-1 (V114-025) und PNEU-PED-EU-2 (V114-026) vor: In den beiden Studien wurden gesunde Säuglinge bzw. Kleinkinder mit einem 15-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff nach einem 2+1-Impfschema geimpft, wobei 2 Impfstoffdosen im Säuglingsalter und eine Impfstoffdosis im Kleinkindalter appliziert wurden. Die Daten zu den beiden Studien PNEU-PED-EU-1 (V114-025) und PNEU-PED-EU-2 (V114-026) wurden auf der 40. Jahrestagung der European Society for Paediatric Infectious Diseases (ESPID) vorgestellt.
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Medizin

Rosacea: Was empfiehlt die Leitlinie?

Die im Januar dieses Jahres veröffentlichte aktualisierte S2k-Leitlinie „Rosacea“ bestätigt einmal mehr die Wirksamkeit von Ivermectin 10mg/g Creme in der Therapie der papulopustulösen Rosacea (1). In klinischen Studien konnte die effektive Wirkung von Ivermectin, sowohl im Einsatz in der Mono- als auch Kombinationstherapie, bereits wiederholt gezeigt werden (2, 3).  Auch in der dermatologischen Praxis hat sich die Ivermectin-Creme seit ihrer Zulassung im Jahr 2015 mittlerweile bewährt. Für die Monotherapie sieht daher auch die aktualisierte Leitlinie den Einsatz von Ivermectin zur topischen Behandlung der Rosacea, insbesondere bei einer leichten bis schweren Ausprägung von Papeln und Pusteln sowie beim assoziiertem Erythem, vor (1).
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Medizin

HIV: Welche Rolle spielen CD39-exprimierende T-Zellen?

Die durch Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) ausgelöste Immunschwächekrankheit AIDS gehört zu den 10 häufigsten Todesursachen weltweit. Dank antiviraler Therapien ist die Krankheit zwar behandelbar, aber bis heute nicht heilbar. Eine großangelegte Vergleichsstudie des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) und Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf weist auf die kritische Rolle einer Gruppe spezialisierter Immunzellen in der Unterdrückung der antiviralen Immunantwort HIV-infizierter Patient:innen hin.
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Gesundheitspolitik

Wieder mehr erfasste Corona-Infektionen in Deutschland

Viele hoffen auf einen ruhigen Corona-Sommer. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt: Das Virus verbreitet sich wieder rascher. In Deutschland werden wieder deutlich mehr Corona-Infektionen registriert. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite 7-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 447,3 an. Das ist ein markanter Sprung im Vergleich zu 331,8 am Vortag. (Vorwoche: 199,9; Vormonat: 477,0). Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kommentierte den Anstieg auf Twitter so: „Eine Sommerwelle war zu erwarten.“
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Gesundheitspolitik

Vorbereitende Experten-Anhörungen zu Cannabis-Freigabe starten

Für die geplante kontrollierte Freigabe von Cannabis in Deutschland sollen konkrete fachliche Vorbereitungen starten. An diesem Dienstag beginnt die erste von 5 Expertenanhörungen, wie der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), am Montag mitteilte. Thema der nicht-öffentlichen 1. Runde sollen demnach Aspekte des Gesundheits- und Verbraucherschutzes sein. Der Konsultationsprozess „Cannabis – aber sicher“ soll ein anschließend vorgesehenes Gesetzgebungsverfahren vorbereiten.
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Gesundheitspolitik

Kassen für Bündelung bestimmter Eingriffe in Spezialisten-Kliniken

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dringen auf eine Bündelung bestimmter Eingriffe etwa bei Krebs in spezialisierten Kliniken. Patientinnen und Patienten mit bestimmten Diagnosen sollten nur noch in zertifizierten Zentren behandelt werden, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. Dort finde eine qualitätsgesicherte Versorgung statt. Überlebensvorteile etwa bei einer Krebserkrankung seien nachgewiesen.
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