News | Beiträge ab Seite 209
Gesundheitspolitik
Mindestlohn-Erhöhung: Reha braucht Aufstockung
Die vorgesehene Erhöhung des Mindestlohns löst bei den Gehältern eine Kettenreaktion aus und verschärft die Krise der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen. Der BDPK fordert deshalb von den Kostenträgern Zuschläge auf die Vergütung für medizinische Rehabilitation und Vorsorge.
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Medizin
AD: signifikante Reduktion der Symptomatik unter Dupilumab
„Die Zulassung von Dupilumab als erste zielgerichtete Therapie bei einer atopischen Dermatitis im September 2017 war für viele Patient:innen ein Game-Changer“, erklärte Prof. Dr. Dr. Andreas Wollenberg, München, im Rahmen einer Pressekonferenz und ergänzte: „Der vollständig humane monoklonale Antikörper hat in zahlreichen Studien seine rasche und anhaltende Wirkung sowie seine Langzeitverträglichkeit unter Beweis gestellt“ (1-4). Bis zum Jahr 2017 war neben oralen Kortikosteroiden das Ciclosporin die einzig zugelassene Option zur systemischen Therapie der atopischen Dermatitis (AD), die jedoch mit schweren unerwünschten Ereignissen assoziiert sein kann (5).
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Medizin
EU-Zulassung von Finerenon zur Behandlung des Typ-2-Diabetes
Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für Finerenon in der Europäischen Union (EU) erteilt. Finerenon (10 mg oder 20 mg), ein nicht-steroidaler, selektiver Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist (MRA), wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (Stadium 3 und 4 mit Albuminurie) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D).
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Medizin
Systematische Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser
Mehrere Tage bevor die ersten Krankheitssymptome auftreten, sind Coronaviren bereits im Abwasser nachweisbar. Dies bietet die Möglichkeit, die Fallzahlen schneller erheben, das Infektionsgeschehen präziser abbilden sowie neue COVID-19-Varianten und deren Verbreitung früher erkennen zu können. Der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projektverbund „Systematische Überwachung von SARS-CoV-2 im Abwasser“ will diese Potenziale heben und prüfen, ob und gegebenenfalls wie in Deutschland ein abwasserbasiertes COVID-19-Frühwarnsystem umgesetzt werden kann. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund 3,7 Millionen Euro.
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Medizin
Herzinsuffizienz: Welche Rolle spielt die Psyche?
12 europäische Expert:innen haben im Auftrag der European Association of Preventive Cardiology (EAPC) erstmals den wissenschaftlichen Stand und die klinische Bedeutung psychosozialer Fragen für das Krankheitsbild Herzinsuffizienz erarbeitet. Ihre Ergebnisse haben sie in einem Positionspapier veröffentlicht, das auch aufzeigt, wie die Versorgung der Patient:innen verbessert werden kann, wenn Faktoren wie Depressionen und Einsamkeit angemessen behandelt werden.
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Medizin
Präexpositions-Prophylaxe von COVID-19 Ende Februar 2022 verfügbar
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat bei AstraZeneca ein Kontingent von AZD7442 (Tixagevimab + Cilgavimab), eine langwirksame Antikörperkombination zur Prävention von COVID-19 bei bestimmten Personengruppen, bestellt. Das Arzneimittel befindet sich noch im Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Das Medikament wird voraussichtlich ab Ende Februar auf ärztliche Anforderung bestellbar sein. Die Verteilung soll zentral über vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragte Krankenhausapotheken erfolgen.
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Colitis ulcerosa
CED: Perspektive und Wünsche der Patient:innen beachten
Patient:innen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) leiden häufig unter zahlreichen Symptomen mit stark beeinträchtigter Lebensqualität. Bei einem Satellitensymposium des ECCO‘22-Kongresses referierten und diskutierten Expert:innen über die Bedeutung und Erfassung von Patient Reported Outcomes und Möglichkeiten, die Bedürfnisse der Patient:innen im Praxisalltag vermehrt zu berücksichtigen.
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Medizin
Tuberkulose: Immunitätstypen bestimmen den Krankheitsverlauf
Einem internationalen Forschungsteam ist es gelungen, unterschiedliche Immunantworten von Tuberkulosepatient:innen zu charakterisieren und Gruppen an Erkrankten zu identifizieren, die eine sehr geringe oder eine sehr starke Immunantwort auf den bakteriellen Erreger zeigten. Durch diese Eingruppierung könnte die personalisierte Therapie in Zukunft maßgeblich verbessert werden. An der groß angelegten Analyse waren DZIF-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler maßgeblich beteiligt.
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Medizin
Atopische Dermatitis: Therapieentscheidung anhand der Krankheitsschwere
Die Atopische Dermatitis (AD) führt oft zu leidvollen Patient:innenschicksalen. Dabei ist die entzündliche Hautkrankheit, insbesondere auch die schweren Verlaufsformen mit neuen systemischen, Patient:innen-adaptierten Therapien gar nicht so schwer zu behandeln.
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Medizin
Monoklonaler Antikörper für Corona-positive Risiko-Patienten verfügbar
Der monoklonale Antikörper Sotrovimab ist für alle Corona-positive Risiko-Patienten* geeignet, die durch eine Grunderkrankung wie z. B. COPD, Diabetes, eine chronische Nierenerkrankung, einen BMI >30 oder ein höheres Alter ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf aufweisen.
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Medizin
Diabetes: Ceramide als Biomarker?
Typ-2-Diabetes und Erkrankungen des Herzkreislaufsystems gehen Veränderungen im Stoffwechsel voraus. Eine aktuelle Studie des DZD und DIfE deutet darauf hin, dass bestimmte Fettmoleküle, die im Stoffwechsel gebildet werden, an der Entstehung von Typ-2-Diabetes und CVD beteiligt sind. Die Studie stellt außerdem einen Zusammenhang zwischen ungesunder Ernährung und nachteiligen Ceramidwerten im Blut her. Das könnte zum Beispiel erklären, warum das Diabetesrisiko durch häufigen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch erhöht wird. Als potenzielle Biomarker könnten Ceramide präzisere Ernährungsansätze für die Prävention kardiometabolischer Erkrankungen ermöglichen.
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Medizin
Seltene Erkrankungen: NAMSE zieht Bilanz
Anlässlich des diesjährigen Tags der Seltenen Erkrankungen zieht das Nationale Aktionsbündnis für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE) eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. So wurde mit dem Start des Zertifizierungsverfahrens für Zentren für Seltene Erkrankungen (Typ A Zentren) in 2021 ein wichtiger Meilenstein erreicht. Ein Zertifizierungsverfahren für weitere Zentren (Typ B) ist aktuell in Vorbereitung.
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Medizin
Atopische Dermatitis: Monoklonaler Antikörper neutralisiert gezielt IL-13
Für die Behandlung der Atopischen Dermatitis (AD) stehen topische und systemische Arzneimittel zur Verfügung, wobei bei der topischen Therapie unter anderem die Erhaltungstherapie eine wichtige Rolle spielt, um neuen Schüben vorzubeugen. Im Bereich der systemischen Arzneimittel bereichert seit 2021 Tralokinumab das Armoratorium für Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer AD (1). Der monoklonale Antikörper neutralisiert gezielt Interleukin-13 (IL-13), ein Schlüsselzytokin in der AD (2) und unterbricht den für AD typischen Kreislauf aus Entzündungen und Störung der Hautbarriere (3).
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Medizin
DiGA bei Rückenschmerzen
Vivira, die digitale Gesundheitsanwendung für Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen, wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am 17. Februar 2022 für den Bereich Rücken endgültig in das Verzeichnis für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA-Verzeichnis) aufgenommen. Damit bestätigte das BfArM die Ergebnisse der randomisiert kontrollierten Vivira-Studie (RCT-Studie) zum Rücken: Die Schmerzintensität von Patient:innen, die mit der DiGA Vivira trainierten, reduzierte sich statistisch signifikant und insbesondere in klinisch relevantem Ausmaß.
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Medizin
Chronische Niereninsuffizienz: Zusatznutzen von Dapagliflozin
Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Dapagliflozin einen Zusatznutzen zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit chronischer Niereninsuffizienz (CKD) attestiert (1). Bei Patient:innen mit CKD ohne symptomatische, chronische Herzinsuffizienz (HI) als Komorbidität sieht der G-BA in der Therapie mit Dapagliflozin einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen, bei Patient:innen mit CKD mit symptomatischer, chronischer HI als Komorbidität einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Somit ist Dapagliflozin der erste und bislang einzige SGLT-2-Inhibitor, der zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit CKD zugelassen ist und dem darüber hinaus in dieser Indikation ein Zusatznutzen zugesprochen wurde.
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Herzinsuffizienz
Arthroseschmerz: NSAR bei älteren Patient:innen?
Der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung steigt – und viele von ihnen haben chronische Schmerzen. Eine adäquate Schmerztherapie mit möglichst geringen Risiken kann dazu beitragen, die Lebensqualität und auch die Selbstständigkeit zu erhalten.
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Gesundheitspolitik
Lieferengpass Tamoxifen: Patient:innen brauchen Versorgungssicherheit bei unverzichtbaren Medikamenten
Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) fordern zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) am aktuellen Beispiel des nur noch schwer verfügbaren Brustkrebsmedikaments Tamoxifen eine transparentere Kommunikation und Informationen bei Lieferengpässen. Für eine nachhaltige Versorgungssicherheit braucht es eine Neuausrichtung, die nicht länger durch die Mechanismen von Preis- und Rabattdruck gefährdet ist, sondern eine Skalierbarkeit gewährleistet, die Schaden von den Patient:innen abwendet.
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Medizin
Perkutane Trikuspidalklappenreparatur: Ein zukünftiger Weg aus der Rechtsherzinsuffizienz?
Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) überprüft, ob Patient:innen mit einer insuffizienten Trikuspidalklappe von einer Katheter-gestützten Reparatur der Herzklappe profitieren. Geleitet wird die Studie von Wissenschaftler:innen am LMU Klinikum München.
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Medizin
Kongressbericht ANIM 2022 – Neue Erkenntnisse zu Delir und NeuroCOVID
Ärzt:innen, Wissenschaftler:innen, Therapeut:innen und Pflegefachkräfte diskutierten vom 20. bis 22. Januar 2022 auf der 39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend zwischen Forschung und Praxis der Neurologischen und Neurochirurgischen Intensivmedizin.
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Medizin
EMA-Zulassung für Somatrogon bei Wachstumshormonmangel im Kindesalter
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat das langwirksame rekombinante humane Wachstumshormon Somatrogon zugelassen – eine 1x wöchentlich zu verabreichende Injektion zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab 3 Jahren mit Wachstumsstörungen aufgrund einer unzureichenden Ausschüttung von Wachstumshormon.
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