News | Beiträge ab Seite 209
News
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Krankenstand auf höchstem Wert seit mehr als 40 Jahren
Seit dem 1. Juni ist es nicht mehr möglich, sich per Telefon krankschreiben zu lassen. Zu Beginn der Pandemie wurde dieser Sonderregelung eingeführt, um den Publikumsverkehr in den Praxen einzudämmen und die Ansteckungsgefahr von Personal und anderen Patient:innen bei einer potenziellen Corona-Erkrankung zu minimieren. Angesichts der momentanen pandemischen Lage ist es nun wieder erforderlich, für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung persönlichen Kontakt mit Ärzt:innen aufzunehmen. Eine Klage auf Lohnfortzahlung bei einer reinen Online-Krankschreibung ohne ärztliche Untersuchung wurde beispielsweise im März vom Arbeitsgericht Berlin abgewiesen. Wird sich der Wegfall der Regelung auf die aktuelle Krankenstandsquote auswirken?
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Medizin
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Sind Frauen Patienten 2. Klasse?
Ist die Gesundheitsversorgung in Deutschland erstklassig? An welchen Stellen brauchen wir dringend Verbesserungen? Diesen Fragen widmete sich die Veranstaltung „Frauengesundheit in Deutschland – erstklassig?“. Ausgangspunkt des hochkarätig besetzten Treffens waren die Ergebnisse des „Hologic Global Women’s Health Index (GWHI)“, einer weltweiten Befragung von Frauen zu ihrer gesundheitlichen Situation.
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Herzinsuffizienz
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Herzinsuffizienz bei Diabetes: Hohe Mortalitätsraten
Epidemiologische und klinische Daten zeigen, dass sehr viele Patient:innen mit Diabetes an einer Herzinsuffizienz leiden und dass die Herzinsuffizienz die Prognose dieser Patient:innen maßgeblich determiniert. Bei der Herzinsuffizienz handelt es sich nach den Worten der Münchner Kardiologin Prof. Barbara Maria Richartz um eine globale Pandemie, mit hohen Raten von Morbidität und Mortalität und einer hohen Belastung für das Gesundheitssystem. Bei den über 65-Jährigen ist die Erkrankung die Nr.1 bei den Krankenhausaufnahmen und jede Krankenhausaufnahme verschlechtert wiederum den Verlauf der Herzinsuffizienz.
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Medizin
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Pflanzliche Medikation bei Depressionen
Für den aktuellen Psychreport hat das IGES-Institut die Daten von 2,4 Millionen Erwerbstätigen, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind, ausgewertet. Wichtigstes Ergebnis: Arbeitsausfälle aufgrund einer psychischen Erkrankung nehmen seit 2011 kontinuierlich zu und haben 2021 einen neuen Höchststand erreicht: Je 100 Versicherte fielen 276 Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund einer psychischen Erkrankung an – ein Anstieg um 41%. Über alle Erkrankungsgruppen hinweg betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum dagegen nur 2%. Frauen sind besonders stark betroffen – hier verzeichnete der Psychreport 352 Fehltage aufgrund einer psychischen Erkrankung je 100 versicherte Frauen (1).
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Medizin
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Neuer 15-valenter Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff verfügbar
Seit Juni ist ein neuer 15-valenter Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff in Deutschland auf dem Markt. Er wird bei Personen ab 18 Jahren angewendet zur aktiven Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden (1).
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Medizin
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CED: Welche Bedürfnisse haben die Patient:innen?
„Eine gute Anamnese ist essenziell, um bei Patient:innen, die mit unklaren chronischen abdominellen Beschwerden in der Praxis vorstellig werden, einer eventuellen CED auf die Spur zu kommen“, betonte Dr. Roland Eisele, Blaubeuren, anlässlich des 128. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Neben den klinischen Beschwerden könnten Laborwerte wie z. B. das C-reaktive Protein, eine Stuhluntersuchung auf Keime und ggf. Calprotectin sowie Sonographie und Koloskopie wichtige Hinweise auf eine CED geben (1, 2). Eisele riet darüber hinaus, bei der Diagnosestellung auch auf mögliche extraintestinale Manifestationen der Darmerkrankungen zu achten (1, 2). Zu den pathogenetischen Hintergründen von Morbus Crohn (MC) und Colitis ulcerosa (CU) gehören Eisele zufolge eine dysregulierte Aktivität des Immunsystems, eine gestörte Darmbarriere sowie eine Dysbiose (3, 4).
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Medizin
4 Min|
Typ-2-Diabetes: Fixkombination aus Empagliflozin und Linagliptin jetzt in breiterem eGFR-Spektrum zugelassen
Genau wie der SGLT2-Hemmer Empagliflozin kann nun auch die orale Fixkombination aus Empagliflozin und dem DPP4-Hemmer Linagliptin 10 mg/5 mg bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes in einem breiteren eGFR-Spektrum eingesetzt werden (1, 2)*. Gemäß aktueller Fachinformation ist der Therapiebeginn bei Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung bis zu einer eGFR von 30 ml/min/1,73 m2 möglich (1)**. Die Erweiterung der Zulassung durch die Europäische Kommission erfolgte auf Grundlage der umfassenden Datenlage zu Empagliflozin.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Lauterbach: Frühestens im September Omikron-Impfstoffe verfügbar
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet im Herbst Corona-Impfstoffe, die an die Omikron-Varianten angepasst sind. Frühestens im September rechne er damit, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Daran werde intensiv gearbeitet. Es gebe vielversprechende Daten von Moderna, auch mit Biontech sei man im Kontakt. Er sei zuversichtlich, dass es sehr gute angepasste Impfstoffe geben werde.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Psychotherapeuten für Mindestpreis für Alkohol und freies Cannabis
Bier, Schnaps und Wein sollen nach Ansicht von Deutschlands Psychotherapeuten auf lizenzierte Geschäfte beschränkt und verteuert werden. Gegenüber Cannabis fordern sie einen liberalen Kurs.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Ärztekammer prangert Corona-„Datenblindflug“ an und fordert Abhilfe
Nach mehr als 2 Jahren Pandemie sehen Praktiker noch immer massiven Nachholbedarf bei der Schaffung einer profunden Datenbasis. Sie mahnen rasche Besserung an – und unterstreichen damit eine Forderung von Regierungsexperten.
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News
1 Min|
Mehrheit der Deutschen ohne Organspendeausweis
Fast zwei Drittel der Deutschen besitzen keinen Organspendeausweis. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung von YouGov und Statista hervor. Wie unsere Grafik zeigt, haben ein Großteil der Ausweisbesitzer:innen selbigen allerdings immer dabei.
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Medizin
4 Min|
Diagnostik, Therapie und Leitlinien der ANCA-assoziierten Vaskulitis
Für Patient:innen mit einer ANCA-assoziierten Vaskulitis, einer der schwersten rheumatischen Erkrankungen, haben sich die Therapieoptionen in den letzten Jahren verbessert. Bei diesen seltenen Erkrankungen halten auch Biologika-Therapien Einzug. Diese gelten nicht selten als neuer Therapiestandard. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh) trägt den neuen Behandlungsempfehlungen aus den USA Rechnung. Updates der europäischen und deutschen Empfehlungen und Leitlinien sind auf der Basis neuer Ergebnisse aus Therapiestudien in Vorbereitung.
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Medizin
7 Min|
ATTR-CM: Häufig zu spät diagnostiziert
Menschen mit Transthyretin-Amyloidose-bedingter Kardiomyopathie (ATTR-CM) brauchen eine effektive Therapie – je früher, desto besser. Darin waren sich die Expert:innen auf der DGK-Jahrestagung einig. So legt eine aktuelle Studie nahe, dass Patient:innen mit hereditärer ATTR-Amyloidose mit Kardiomyopathie bei rechtzeitiger Behandlung mit dem TTR-Stabilisator Tafamidis im Schnitt 7,8 Lebensjahre gewinnen können und Patient:innen mit der unterdiagnostizierten Wildtyp-Form immerhin 5,5 Jahre (1). Entscheidend ist, die kardialen und extrakardialen Warnzeichen, die „Red Flags“, für eine ATTR-Amyloidose frühzeitig zu erkennen. Dabei sind neben den Kardiolog:innen auch die Hausärzt:innen gefragt. Die Diagnosesicherung gelingt oft nichtinvasiv im Zusammenspiel von Blutanalysen, EKG, Echokardiografie, Kardio-MRT sowie Skelettszintigrafie.
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Medizin
5 Min|
Kurzdarmsyndrom: Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit
Bei einem Kurzdarmsyndrom mit chronischem Darmversagen (KDS-DV) ist der Dünndarm aufgrund angeborener oder erworbener Ursachen so verkürzt, dass seine absorptive Funktion reduziert ist und Bedarf an einer intravenösen Supplementation von Makro- und Mikronährstoffen sowie Flüssigkeit besteht (4). „Das KDS-DV ist ein sehr seltenes, komplexes Krankheitsbild. Die genaue Prävalenz ist unbekannt und kann je nach geographischer Region variieren (5)“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Andreas Pascher, Münster, auf einem von Takeda unterstützten Symposium anlässlich des 128. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Pascher fügte an: „Für Deutschland wird die Prävalenz von Erwachsenen, die auf PS angewiesen sind, auf 34 Betroffene pro einer Million Einwohner geschätzt. (6)“ Als mögliche anatomische oder funktionelle Ursachen eines KDS bei Erwachsenen nannte Pascher u. a. Morbus Crohn, Mesenterialinfarkte, Volvulus, Abdominaltraumata, chirurgische Komplikationen, Tumore und Strahlenenteritis (7, 8).
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Medizin
3 Min|
Kardiovaskuläres Risiko bei chronischer Nierenerkrankung + T2D senken
Neueste Daten aus einer explorativen Post-hoc-Analyse von FIDELITY, einer präspezifizierten Analyse der Phase-III-Studien FIDELIO-DKD und FIGARO-DKD, untermauern die renalen und kardiovaskulären (CV) Vorteile von Finerenon, einem nicht-steroidalen, selektiven Mineralokortikoid-Rezeptor (MR)-Antagonisten. Daten aus der Analyse weisen darauf hin, dass Finerenon im Vergleich zu Placebo das Risiko der kombinierten kardiovaskulären und renalen Ergebnisse zusätzlich zur Standardbehandlung über ein breites Spektrum der CKD in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) mit oder ohne elektrokardiographisch festgestellte linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) zu Studienbeginn konsistent reduzierte. Für die kardiovaskuläre Endpunktkomponente Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierung (HHF) war mit Finerenon das relative Risiko der HHF sowohl bei Patient:innen mit LVH zu Studienbeginn als auch bei Patient:innen ohne LVH reduziert, mit einem ausgeprägteren Effekt bei Patient:innen mit LVH.
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Medizin
4 Min|
Paradigmenwechsel in der Asthma-Therapie
Aktuelle Post-hoc-Analyse zu Benralizumab bei Asthma
Die Entwicklung von Biologikatherapien bei schwerem Asthma eröffnete neue Perspektiven für Ärzt:innen und ihre Patient:innen – bessere Krankheitskontrolle, weniger schwere Verläufe, reduzierter Einsatz oraler Corticosteroide (OCS). Damit rückt ein Therapieziel in den Fokus, das bisher nur bei anderen Indikationen relevant war: Remission. Auf dem diesjährigen Kongress der DGP diskutierten renommierte Expert:innen nach welchen Kriterien sich Remission definieren lässt und was sie für die Praxis bedeutet. Mögliche Aspekte sind z. B. anhaltende Asthmakontrolle und das Absetzen von OCS. Aktuelle Post-hoc Analysen weisen darauf hin, dass unter dem Biologikum Benralizumab bei erwachsenen Patient:innen mit schwerem eosinophilen Asthma eine Remission erreichbar ist (2, 3).
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Buschmann: Evaluierung der Corona-Maßnahmen abwarten
Bundesjustizminister Marco Buschmann will erst nach der geplanten wissenschaftlichen Beurteilung der Corona-Schutzmaßnahmen über die Regeln für den Herbst entscheiden. Dass die derzeit geltende Fassung des Infektionsschutzgesetzes am 23. September auslaufe, sei kein zufällig gewähltes Datum, sagte der FDP-Politiker am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Das Datum sei so gewählt, „dass wir nach der Sommerpause zwei Sitzungswochen des Deutschen Bundestages haben, um ein ganz geordnetes, reguläres Gesetzgebungsverfahren zu durchlaufen.“
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Weltblutspendetag: BZgA ruft zur Blutspende auf
Zum Weltblutspendetag am 14. Juni 2022 rufen der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit Blutspendeeinrichtungen bundesweit dazu auf, Blut und Plasma zu spenden. Mit Vor-Ort-Aktionen in mehreren großen Städten macht die BZgA rund um den 14. Juni auf die Bedeutung von Blutspenden aufmerksam, um das Bewusstsein für den Bedarf an Blut und Blutprodukten zu stärken und mehr Menschen zu einer Spende zu motivieren.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Lindner: Keine pauschalen Freiheitseinschränkungen mehr
In der Debatte über die Corona-Politik für den Herbst hat FDP-Chef Christian Lindner deutlich gemacht, dass zuerst die geplante wissenschaftliche Beurteilung von Schutzmaßnahmen abgewartet werden soll. „Ich beteilige mich jetzt nicht an der Diskussion über einzelne Maßnahmen, denn dann würde ich ja ein Wissen mir anmaßen, das man noch gar nicht haben kann“, sagte der Bundesfinanzminister am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Maischberger“. „Weil die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen uns die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt ja erst darlegen wollen.“ Klar sei für ihn aber: „Freiheitseinschränkungen pauschal sollte es nicht mehr geben.“
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Praxismanagement
2 Min|
Wie werden DiGA verordnet? Eine Anleitung
Wie werden Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) verordnet? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und welches Formular muss verwendet werden? Die Antworten lesen Sie in unserer Anleitung zum Verordnungsprozess einer DiGA.
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