News | Beiträge ab Seite 211
Gesundheitspolitik
Facharzt Dermatologie: Klinikzeiten in der Weiterbildung sind wichtig
Mit der neuen Weiterbildungsordnung steht auch für angehende Dermatologinnen und Dermatologen die Kompetenzorientierung im Zentrum. In ihr sind anders als in den Vorgängerversionen keine strikten Zeiten und Orte der Weiterbildung mehr vorgeschrieben. Somit ist der Kompetenzerwerb für die Facharztprüfung ab jetzt ambulant oder in der Klinik (stationär) möglich. Im Zentrum der Facharztausbildung steht nun der Erwerb sogenannter Kompetenzen, die theoretische Kenntnisse und vor allem auch praktische Erfahrungen in der Erkennung und Behandlung von Hauterkrankungen abbilden.
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Gesundheitspolitik
Sporttherapie gegen Depression: Neue Wege in der Gesundheitsversorgung
Depression mit Bewegung zu lindern, wird in deutschen Leitlinien als effektive Behandlungsoption empfohlen. Trotzdem wird das Potenzial der Sporttherapie in der Versorgung bisher wenig genutzt. Mit STEP.De bietet die BKK VBU eine Therapie mit qualifizierten Sport- und Psychotherapeuten, die von Erkrankten ohne Wartezeiten begonnen werden kann. Als Modellprojekt in der Region Berlin-Brandenburg angelegt, könnte diese neue Versorgungsform nach Prüfung der Evaluationsergebnisse in die Versorgung überführt werden und damit allen gesetzlich Versicherten zur Verfügung stehen.
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Asthma
NTM: Amikacin in der oralen Kombinationstherapie
Infektionen durch Nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM) bilden eine therapeutische Herausforderung. Amikacin spielt als Add-On zu einer oralen Kombinationstherapie eine wichtige Rolle. Intravenös appliziert ist die Substanz nur eingeschränkt wirksam und schlecht verträglich. Mit der neuen Darreichung zur Inhalation haben sich die Eigenschaften erheblich verbessert.
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Medizin
Prototyp kombiniert klassische Röntgen-CT und Dunkelfeld-Röntgenverfahren
Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat erstmalig eine neue Röntgenmethode, das Dunkelfeld-Röntgen, in einen für den Patient:inneneinsatz ausgelegten Computertomographen integriert. Dunkelfeld-Röntgen liefert zusätzliche Informationen zu konventionellen Röntgenaufnahmen. Mit dem neuen Prototyp sind 3-dimensionale Dunkelfeld-Röntgenaufnahmen möglich.
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Medizin
Welche Patient:innen bilden Metastasen?
Warum sich bei manchen Patient:innen Metastasen bilden und bei andere nicht, ist weitgehend unklar. Forschende um ISTA-Professorin Daria Siekhaus tragen nun dazu bei, diesen Prozess bei bestimmten Krebsarten besser zu verstehen. Sie haben die Rolle eines Proteins namens MFSD1 unter die Lupe genommen. Das Team wurde auf das Protein aufmerksam, als es herausfand, dass ein verwandtes Protein die Zellmigration in Fruchtfliegen beeinflusst.
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Medizin
DNA-Reparaturmechanismus beeinflusst Genom-Editierung
Die Editierung unserer Gene bietet für Wissenschaft und Medizin enormes Potenzial. Mittels Prime Editing, einer Weiterentwicklung der CRISPR/Cas-Methode, können Veränderung der DNA mit höchster Präzision vorgenommen werden. Doch die Methode ist komplex und wenig effizient. Die Forschungsgruppe von Joanna Loizou an der Medizinischen Universität Wien und am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konnte nun zeigen, dass ein Reparaturprozess der DNA eine wesentliche Rolle beim Prime Editing spielt. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.
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Medizin
Welche Folgen hat Dexamethason für das Nierengewebe?
Kortison ist eines der meistverschriebenen Medikamente überhaupt. Hochwirksames Kortison, zum Beispiel Dexamethason, wird zur Therapie von Leukämien und zur Immunsuppression nach Organtransplantationen genutzt. Doch das Kortikoid kommt auch bei der Behandlung von schweren COVID-19-Verläufen zum Einsatz. Kortison ist bekannt für eine Vielzahl an Nebenwirkungen wie Osteoporose. Die Ursachen dieser Nebenwirkungen sind bisher nur unzureichend verstanden. Dresdner Forscher:innen zeigen nun, dass Dexamethason das Absterben von Nierenkanälchen erleichtert.
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Medizin
Virtuelles Trainingshospital für Medizinstudierende
In der virtuellen Welt für den Arztberuf trainieren: Diese Zukunftsvision ist für Medizinstudierende der Universität Ulm bereits Realität. Derzeit wird das 2021 eingeweihte Trainingshospital „ToTrainU“ digital nachgebaut. Schon jetzt können angehende Ärzt:innen komplexe Abläufe im virtuellen Rettungswagen-Praktikum einüben.
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Medizin
SARS-CoV-2: Mono-Wirkstoff 1,8-Cineol verhindert Replikation
Der reine Mono-Wirkstoff 1,8-Cineol wirkt möglicherweise inhibitorisch auf die Hauptprotease von SARS-CoV-2. Darauf deuten neuere In-silico-Bindungsassays, nach denen der pflanzenbasierte Wirkstoff Cineol die Replikation des Virus vermindern könnte (1, 2). Eine In-vitro-Untersuchung, in der die antiinflammatorische und indirekt antivirale Wirkung von 1,8-Cineol im Poly(I:C)-Infektionsmodell (imitierte Infektion mit RNA-Viren), gezeigt wurde, lässt auf die Möglichkeit einer Anwendung von Cineol bei Infektionen durch Viren schließen (3).
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Medizin
Post-COVID-Syndrom: Patient:innen fast immer vorerkrankt
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat ein neues virtuelles Dialogformat gestartet, mit dem aktuelle Studienergebnisse aus dem Bereich der Versorgungsforschung vorgestellt und öffentlich diskutiert werden. Das Livestreaming-Format „Zi insights“ hatte seine Premiere mit einer aktuellen Studie zum Post-COVID-Syndrom und dessen Folgen für die ambulante Versorgung.
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Medizin
„Booster“-Impfung gegen COVID bei Krebs?
Menschen, die an einer Krebserkrankung leiden, erhalten oft immunsupprimierende Therapien, die die eigenen Abwehrkräfte schwächen. Das macht sie für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion besonders gefährdet. Eine Studie der MedUni Wien konnte nun zeigen, dass viele dieser Betroffenen nach der dritten Impfung („Booster“) gegen das SARS-CoV-2-Virus eine ausreichende Immunität aufbauen können. Die Ergebnisse wurden aktuell im international renommierten Fachjournal „European Journal of Cancer“ veröffentlicht.
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News
Corona & Hygiene: So ticken die Deutschen
Durch die Einführung der AHA-Regeln, kurz für Abstandsregeln einhalten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmaske tragen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich das Hygieneverhalten knapp der Hälfte der Deutschen verändert. In Sachen Händewaschen sind die Veränderungen sogar noch deutlicher sichtbar, wie die Grafik zeigt.
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Medizin
RA: Real-World-Daten zu Tofacitinib zeigen Reduktion der Krankheitsaktivität
Der orale Januskinase-Inhibitor (JAKi) Tofacitinib ermöglicht bei Patient:innen mit Rheumatoider Arthritis (RA) eine nachhaltige Reduktion der Krankheitsaktivität mit schneller Symptomlinderung. Unter Berücksichtigung der individuellen Risikokonstellation weist der JAKi zudem ein gut untersuchtes Sicherheitsprofil auf. Das zeigen aktuelle Real-World-Daten aus Deutschland (1) und Kanada (2), die beim Kongress des American College of Rheumatology (ACR) 2021 vorgestellt wurden. Untermauert werden die Erkenntnisse durch eine Analyse klinischer Daten und Real-World-Daten, die den Einsatz von Tofacitinib in der Monotherapie untersuchten (3).
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Medizin
Klinische Studien: Mehr Unterstützung für klinische Krebsforschung
Klinische Studien sind die Basis für die beispiellosen Fortschritte in der Hämatologie und Onkologie der letzten Jahre. Voraussetzungen waren beispielsweise die Übersetzung neuer molekularbiologisch gewonnener Erkenntnisse in Studienkonzepte und die möglichst rasche Übertragung positiver Studienergebnisse in den Behandlungsalltag. Die Anforderungen an die Konzeption und Durchführung klinischer Studien werden allerdings immer komplexer. Welche Impulse für die Weiterentwicklung der klinischen Krebsforschung und den Ausbau des medizinischen Forschungsstandorts Deutschland gesetzt werden müssen, diskutiert die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO) im Rahmen ihrer Frühjahrstagung 2022, die auch in diesem Jahr in einem virtuellen Format stattfindet.
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Medizin
Implantierbarer Herzmonitor prognostiziert Komplikationen nach Herzinfarkt
Ein kleiner Monitor unter der Haut erkennt bei Patient:innen nach einem Herzinfarkt frühzeitig Vorboten gefährlicher Komplikationen. In einer von Axel Bauer, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin III an der Medizinischen Universität Innsbruck, geleiteten Studie in 33 Herzzentren in Deutschland und Österreich zeigte sich, dass das Implantat der herkömmlichen Nachsorge deutlich überlegen ist. Das renommierte Fachjournal Lancet Digital Health veröffentlichte die Forschungsarbeit.
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Medizin
Immunsuppression: Was leistet der COVID-Booster?
Patient:innen, bei denen das Immunsystem durch immunsuppressive Therapien abgeschwächt ist, haben oft auch nach 2-maliger Impfung ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Bis jetzt war nicht klar, ob Betroffene durch eine Drittimpfung besser geschützt werden können. Aktuelle Forschungsergebnisse der MedUni Wien zeigen: Für jene Patient:innen, die initial keine Antikörper bilden konnten, ist eine Boosterimpfung sicher und effektiv. Die Studie wurde vor kurzem im renommierten Journal „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht.
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COVID-19
Standardimpfungen bieten indirekten Schutz gegen COVID
Durch Impfungen wird das Immunsystem insgesamt gestärkt und damit ein Schutz vor vermeidbaren Erkrankungen aufgebaut. Diese Erkenntnis ist nicht neu, konnte aber in der Corona-Pandemie anhand aktueller Beobachtungsstudien erneut untermauert werden.
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Gesundheitspolitik
Potenziale der Telemedizin für eine bessere Versorgung nutzen
In Deutschland wird ärztliche Behandlungszeit zu einem immer knapperen Gut. Insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen wird seit Jahren vor Engpässen in der medizinischen Versorgung gewarnt.
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Praxismanagement
Digitale Rauchentwöhnung mit Alex DTx Platform
Noch immer rauchen 23,8% der Erwachsenen in Deutschland. Die meisten Raucher:innen würden das Rauchen – nicht zuletzt aufgrund der massiven gesundheitlichen Risiken – gerne aufgeben. Gerade Hausärzt:innen können ihre Patient:innen unterstützen. Dies gelingt besonders gut mit digitalen Lösungen, die wir Ihnen hier vorstellen.
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Medizin
Nierenversagen im Kindesalter: Geschlecht beeinflusst Überlebenschancen
Das Geschlecht spielt eine Rolle: Chronische Nierenerkrankungen wirken sich stärker auf die Gefäße von Mädchen aus als auf die von Jungen. Das konnten Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) jetzt in einer europäischen Studie zeigen. Zwar ist die Sterblichkeitsrate bei Kindern nach Nierentransplantation in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, trotzdem ist sie im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung aufgrund von frühen kardiovaskulären Komplikationen immer noch sehr hoch.
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