News | Beiträge ab Seite 214
Gesundheitspolitik
Sildenafil bleibt rezeptpflichtig: Urologische Verbände begrüßen Votum des Ausschusses für Verschreibungspflicht
Auf seiner 85. Sitzung am 25. Januar 2022 hat der Sachverständigen-Ausschuss für Verschreibungspflicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte über die Entlassung aus der Verschreibungspflicht von Sildenafil 50 mg zur oralen Anwendung beraten und sich in seinem Votum nun für den Bestand der Rezeptpflicht ausgesprochen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BvDU) begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich.
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Praxismanagement
Verschreibung von Generika: Drohen Ärzt:innen haftungsrechtliche Konsequenzen?
Seit 2002 sind Apotheken verpflichtet, preisgünstige wirkstoffgleiche Medikamente abzugeben. Ärzt:innen verordnen in der Regel also nicht mehr ein bestimmtes Präparat, sondern einen pharmakologischen Wirkstoff. Die Krankenkassen sparen dank dieser so genannten „Aut idem-Regelung“ viel Geld, doch für die Ärzteschaft birgt diese Praxis gewisse Risiken, da die Ärzt:innen in der Regel nicht wissen, welches Präparat die Patient:innen in der Apotheke erhalten.
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Medizin
Hilft eine App gegen Rücken- und Gelenkschmerzen?
Rücken, Hüfte, Knie – rund 10 bis 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden laut Deutscher Schmerzliga an Schmerzen. Die Krankenkasse BKK VBU bietet nun mit der App „Nola“ eine digitale Physiotherapie als unkomplizierte und effektive Therapielösung für alle Schmerzgeplagten und Fitness-Begeisterten.
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Medizin
Ist eine COVID-Impfung während der Schwangerschaft möglich?
Eine Schwangerschaft stellt per se einen Risikofaktor für einen schweren Erkrankungsverlauf durch das Coronavirus SARS-CoV-2 dar. Im Fall von Vorerkrankungen (z.B. Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes mellitus) wird das Risiko eines schweren Verlaufs durch eine Corona-Infektion zusätzlich erhöht. Das bedeutet zugleich, dass Mütter und ihre Babys besonders von einem vollständigen Impfschutz gegen COVID-19 profitieren.
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Medizin
Neue Therapieoption bei COVID-19
Ab sofort steht mit dem monoklonalen Antikörper Sotrovimab eine neue Therapieoption für Corona-positive Risiko-Patient:innen in Deutschland zur Verfügung. Sotrovimab ist für die frühzeitige Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Gewicht von mindestens 40 kg) zugelassen, die keine Sauerstoffsupplementierung benötigen und ein hohes Risiko für die Entwicklung eines schweren Verlaufs von COVID-19 aufweisen (1).
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Medizin
Influenza-Impfung senkt Herzinfarktrisiko
Die jährliche Grippesaison dauert auf der nördlichen Halbkugel von Anfang Oktober bis Mitte Mai (1). Deshalb ist es auch jetzt noch sinnvoll, sich gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen, wenn bisher noch nicht geschehen. Damit begegnet man auch der Überbelastung des Gesundheitssystem durch die steigenden COVID-19-Fälle in Deutschland. In Deutschland kam der Höhepunkt der Grippewelle in den vergangenen Jahren meist zwischen Januar und März. Um in dieser Zeit gut geschützt zu sein, ist eine Grippe-Impfung auch noch nach dem Jahreswechsel ratsam (1). Laut RKI können beide Impfungen, gegen die saisonale Grippe und gegen COVID-19, sogar zum selben Zeitpunkt verabreicht werden. Es muss kein Impfabstand mehr eingehalten werden (1).
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Medizin
Aktive ankylosierende Spondylitis: Steht Bimekizumab vor der Zulassung?
Ende 2021 wurden positive Zwischenergebnisse der Phase-3-Studie BE MOBILE 2 bekanntgegeben, in der die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bimekizumab bei Erwachsenen mit aktiver ankylosierender Spondylitis, auch bekannt als radiographische axiale Spondyloarthritis (r-axSpA), untersucht werden (1). BE MOBILE 2 ist eine von 2 Phase-3-Studien, in denen Bimekizumab für das gesamte Spektrum der axSpA-Erkrankung untersucht wird, d.h. sowohl für die radiographische als auch für die nicht-radiographische (nr)-axSpA (1-3).
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Gesundheitspolitik
Fortschritte bei der Verwaltungsdigitalisierung nicht ausreichend
Vor 2 Jahren ist in Deutschland der erste Corona-Fall aufgetreten – und trotzdem ist in Sachen Digitalisierung von Gesundheitsämtern, Verwaltungen und Schulen nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Menschen in Deutschland zu wenig passiert. 78,6% der Befragten einer aktuellen repräsentativen Civey-Umfrage (19./20.1.22) sehen keine oder nur geringe Fortschritte bei der Verwaltungsdigitalisierung, 8,1% sind der Meinung, die Lage habe sich sogar im Laufe der Pandemie verschlechtert. Lediglich 6,8% der Menschen erkennen Fortschritte.
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Gesundheitspolitik
REHADAT-GKV neu aufgesetzt – mehr Inhalte und modernes Layout
Das Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist bei REHADAT nun mit zusätzlichen Inhalten und einem modernen, barrierefreien Layout abrufbar.
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News
Medizin und Wissenschaft genießen großes Vertrauen
Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen (jeweils über 60 Prozent) sind laut Ipsos Global Trustworthiness Monitor die vertrauenswürdigsten Berufsgruppen überhaupt. An dritter Stelle im Ranking folgen Lehrer:innen, denen 55 Prozent der Befragten vertrauen.
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Medizin
Start der Konsultation: Kommentieren Sie bis zum 17.02.2022 die Patientenleitlinie „COPD“!
Die komplett neu überarbeitete Patientenleitlinie „COPD“ steht bis zum 17.02. 2022 zur öffentlichen Konsultation im Internet bereit. Jeder ist eingeladen, den Text kritisch zu lesen und Kommentare an das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zurückzumelden.
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Medizin
Neue S2k-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung“ online
Die neue S2k-Leitline der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) – „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonoxidvergiftung" – ist bei der AWMF veröffentlicht. Besonderen Wert bei der Erstellung hat das Expertengremium auf praxisorientierte Empfehlungen entsprechend des Versorgungsablaufes gelegt. „Wir hatten immer als Ziel vor Augen, Ärzt:innen, Feuerwehrpersonal, Personal von Rettungsdiensten und weiterem medizinischem Assistenzpersonal dabei zu helfen, Menschen mit einer Kohlenmonoxidvergiftung besser medizinisch versorgen und die Behandlung bestmöglich planen zu können“, so Prof. Dr. med. Björn Jüttner, Sprecher der Sektion Hyperbarmedizin in der DIVI. Unter der Registernummer 040-012 werden bereits seit November auf 38 Seiten die aktuellen Erkenntnisse und Empfehlungen in der Diagnostik und Behandlung von Patient:innen mit Kohlenmonoxidvergiftung dargestellt. Unter der Federführung der DIVI arbeiteten weitere 12 Fachgesellschaften 5 Jahre lang an der Erstellung.
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Medizin
Mit künstlicher Bauchspeicheldrüse zu mehr Lebensqualität
Die Behandlung von Typ-1-Diabetes bei Kleinkindern ist aufwendig und raubt Eltern im wahrsten Sinn des Worts den Schlaf. Nicht nur untertags muss der Blutzucker mehrmals gemessen und je nach Kohlenhydrataufnahme die entsprechende Insulindosis berechnet und verabreicht werden. Auch während der Nacht bedarf es mehrmaliger Blutzucker-Kontrollen und gegebenenfalls einer Insulin- oder Kohlenhydratzufuhr. Kleinkinder haben ausgeprägte Blutzuckerschwankungen, einen sehr geringen Insulinbedarf und ein unvorhersehbares Ess- und Bewegungsverhalten und sind somit gefährdet, gefährlich niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) und hohe Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) zu haben. Sinkt der Blutzucker zu stark und plötzlich, kann das zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen führen, ein zu lange anhaltender hoher Blutzuckerspiegel erhöht die Gefahr der akuten schweren Stoffwechselentgleisung und Entwicklung der lebensbedrohlichen diabetischen Ketoazidose. Moderne Technologien wie die sensorunterstützte Insulinpumpentherapie haben sich bei Kindern bereits bewährt. Bei den bisherigen Systemen ist jedoch die Unterstützung der Eltern, die den Glukosespiegel ihres Kindes laufend überprüfen und dann die von der Pumpe verabreichte Insulinmenge manuell anpassen müssen, notwendig.
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Medizin
Sicherheitsbedrohungen für medizinische Geräte und Systeme
Das Internet der Dinge (IoT) ist in zahlreichen Branchen vertreten, die Gesundheitsbranche bildet dabei keine Ausnahme. Vernetzte medizinische Geräte und Systeme, die wichtige Gesundheitsdaten sammeln, übertragen und speichern können, eröffnen neue Möglichkeiten der Patientenüberwachung und medizinischen Ferndiagnose. So helfen diese Lösungen dabei, Herausforderungen, wie Personalmangel und steigende Gesundheitskosten, durch schnellere Diagnose und Behandlung zu bewältigen und bieten gleichzeitig mehr Komfort für die Patient:innen. Angesichts dieser Perspektiven wird erwartet, dass der weltweite Markt für Medizinprodukte von 455,34 Mrd. USD im Jahr 2021 auf 657,98 Mrd. USD im Jahr 2028 wächst (1). Das stellt ein enormes Potenzial für Entwickler und Hersteller dar, bringt jedoch auch große Herausforderungen mit sich. Die offensichtlichste und am häufigsten diskutierte, ist die Sicherheit – zumal Sicherheitslücken in einem an ein Netzwerk-angeschlossenen Gerät Cyberkriminellen ein Tor zu einem viel umfangreicheren Netzwerk öffnen können. R&D-Spezialist Bittium beleuchtet aktuelle und zukünftige Hauptbedrohungen, die Systemdesigner berücksichtigen sollten.
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Medizin
Mangelernährung: Sollte Screening zur klinischen Routine werden?
Menschen, die wegen akuter oder chronischer Erkrankungen in der Klinik behandelt werden müssen, sind häufig in keinem guten Ernährungszustand. Krebserkrankungen, Entzündungen, Krankheiten der Verdauungsorgane, aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten können den Appetit oder die Nährstoffaufnahme so stark beeinträchtigen, dass Mangelzustände drohen. Ein Screening auf Mangelernährung sowie – bei Bedarf – eine individuelle ernährungsmedizinische Begleitung sollten daher feste Bestandteile der klinischen Behandlung sein, fordert die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM). Nachdruck wird dieser Forderung durch eine aktuelle Übersichtsarbeit verliehen, die in der Fachzeitschrift Lancet erschienen ist und einmal mehr belegt, dass eine gezielte Ernährungstherapie die Heilungs- und sogar die Überlebenschancen der Betroffenen wesentlich steigern kann.
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Medizin
Colitis ulcerosa: EMA unterstützt klinische Phase-III-Testung von ABX464
Die klinische Testung von 25 mg und 50 mg ABX464 in einem Phase-III-Programm zur Behandlung der Colitis ulcerosa wird von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) unterstützt.
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Medizin
MS: Neue MRT-Technik könnte Diagnose und Therapie verbessern
Eine möglichst frühe Diagnose und Therapie ist bei Multipler Sklerose (MS) ausschlaggebend, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Dabei spielt die Magnetresonanztomographie (MRT) als bildgebendes Verfahren eine zentrale Rolle. Auf der Suche nach immer besseren Methoden wurde an der MedUni Wien im Rahmen eines Forschungsprojekts eine neue MRT-Technik angewandt, die den Weg zu einer schnelleren Bewertung der Krankheitsaktivität bei MS ebnen könnte. Die Studie wurde von einem Forschungsteam unter der Leitung von Wolfgang Bogner an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien durchgeführt und kürzlich im Top-Journal Radiology veröffentlicht.
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Medizin
Wissenschaftsministerium fördert Entwicklung von COVID-19-Medikament
Ein Spray gegen Lungenschäden bei Corona
Ein Start-up der Technischen Universität München (TUM) namens rnatics hat einen RNA-basierten Wirkstoff entwickelt, um entzündliche Lungenschäden zu verhindern. Diese treten besonders bei schweren Corona-Verläufen auf. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) unterstützt die weitere Entwicklung des Medikaments mit rund 7 Millionen Euro. Das rnatics-Team setzt dabei auf eine Substanz, die entzündungsfördernde microRNA blockiert. Der Ansatz ist unabhängig davon, welche Virusvariante die Schäden verursacht.
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Herzinsuffizienz
Thromboembolie-Risiko bei Polycythaemia Vera: Prädiktive Marker durch Machine Learning
Thromboembolische Ereignisse (TE) sind gefährlich, häufig und tödlich für Patient:innen mit Polycythaemia Vera (PV). Vorrangiges Therapieziel ist deshalb die Verminderung dieser Komplikationen. Ein neuer Ansatz prädiktive Marker zu finden ist die Analyse großer Datenbanken mit Hilfe der künstlichen Intelligenz (KI) auf Basis eines lernenden Systems (Machine Learning).
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Medizin
Xenotransplantation: Das Herz der Zukunft?
Erstmalig wurde im den USA ein genetisch modifiziertes Schweineherz einem männlichen, 57-jährigen Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz eingepflanzt. Diese Xenotransplantation wird von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) als ein wichtiger Entwicklungsschritt im Bereich der Transplantationsmedizin angesehen. „Schweineherzen sind anatomisch gesehen dem menschlichen Herzen sehr nahe. Größe und Funktion ähneln sich“, erklärt Prof. Dr. Jan Gummert, Vizepräsident der DGTHG. „Daher forscht die Transplantationsmedizin mit unterschiedlichen Ansätzen bereits seit 40 Jahren auf dem Gebiet der Xenotransplantation. Kürzlich erst wurden in einer Studie Pavianen gentechnologisch angepasste Schweinherzen transplantiert, die mehr als 6 Monate überlebten. Das Münchener Forscherteam um Herzchirurg Prof. Bruno Reichart hat hier Pionierarbeit geleistet; ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Xenotransplantation.“
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