News | Beiträge ab Seite 215
Medizin
Parkinson: Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Trotz der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen in Deutschland seit 2016 leicht zurückgegangen. Während die bundesweiten Fallzahlen der Parkinson-Krankheit seit 2010 von 360.000 Patient:innen kontinuierlich angestiegen waren und 2016 mit knapp 400.000 Betroffenen den Höchststand erreicht hatten, sind diese Zahlen seitdem kontinuierlich gesunken. 2019 lag der Wert nur noch bei gut 380.000 Erkrankten.
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Gesundheitspolitik
AMNOG-Report 2022: Preisexplosion bei Arzneimitteln geht weiter
Die Preisexplosion bei Arzneimitteln geht unvermindert weiter: Die Kosten für neu zugelassene Orphan Drugs – also Therapien für seltene Krankheiten – haben sich seit 2011 verfünffacht und liegen im Jahr 2020 im Durchschnitt bei 540.000 Euro pro Jahr und Patient. Das geht aus dem aktuellen AMNOG-Report 2022 der DAK-Gesundheit hervor. Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit Andreas Storm begrüßt die Verfügbarkeit neuer Therapieformen, kritisiert jedoch die Preisfindung insbesondere bei Orphan Drugs. Um „Mondpreisen“ künftig effektiv entgegenzuwirken, sollten Orphan Drugs bei Markteintritt vollumfänglich der Nutzenbewertung unterzogen werden. Damit unterstützt die DAK-Gesundheit die jüngsten Forderungen des IQWiG.
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Herzinsuffizienz
Neue Beratungsleistung für Hausärzt:innen: Organspende
Alle 2 Jahre können Hausärzt:innen nun ihre Patient:innen zur Organ- und Gewebespende beraten. Die Änderung des Transplantationsgesetztes tritt zum 01.03.2022 in Kraft.
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Medizin
Atopische Dermatitis: Dupilumab bald auch für Kleinkinder verfügbar?
Positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie zeigten, dass die Gabe von Dupilumab zusätzlich zu einer Standardtherapie mit topischen Kortikosteroiden (TCS) bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren mit unkontrollierter mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) signifikant sowohl Hauterscheinungen verbesserte als auch den allgemeinen Schweregrad der Erkrankung sowie den Juckreiz verringerte. Die entsprechenden Daten wurden im Rahmen einer Late-Breaking-Session auf dem Kongress „Revolutionizing Atopic Dermatitis“ (RAD 2021) präsentiert (1).
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Medizin
Warum werden wir krank?
Warum werden wir krank? Schon lange versucht die Wissenschaft, das Rätsel um den Zusammenhang zwischen Genetik und Epigenetik bei der Entstehung von Krankheiten zu lösen. Dabei erzielten Forschende von Helmholtz Munich und dem Imperial College London neue Erkenntnisse. Die Studie hilft, umweltbedingte Erkrankungen besser zu verstehen und könnte sogar neue Biomarker und Wirkstoffziele für klinische Studien ausfindig machen.
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Medizin
Neuer Algorithmus klassifiziert Hautkrankheiten
Dermatolog:innen klassifizieren Hautkrankheiten in der Regel auf der Grundlage mehrerer Datenquellen. Algorithmen, die diese Informationen zusammenführen, können die Klassifizierung unterstützen. Ein internationales Forschungsteam hat nun einen Algorithmus entwickelt, der durch ein neues Verfahren der Datenfusion Hautkrankheiten genauer als bisherige Algorithmen klassifiziert.
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Medizin
Typ-2-Diabetes: Metformin nur noch 1x täglich?
Metformin ist die First-Line-Therapie bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes nach Ausschöpfung der nicht-medikamentösen Basistherapie (1). Mit einer neuen Retardformulierung ist es nun möglich, die erforderliche Metformindosis bis 2.000 mg nur einmal täglich, abends einzunehmen (2). Dank der Retardformel wird der Wirkstoff mit dem stark blutzuckersenkenden Effekt über einen längeren Zeitraum als bei den bisher schnell freisetzenden Metformin-Präparaten abgegeben (2). Im direkten Vergleich zur Therapie mit einem schnellfreisetzenden Metformin kann die Adhärenz mit der Retardformel signifikant verbessert werden (3). Das neue Präparat ist in den Wirkstärken 500 mg, 750 mg und 1.000 mg erhältlich.
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COVID-19
COVID-19-Pneumonie: Effektive Therapie mit Anakinra
„Deutschland ist mittlerweile ein Omikron-Land“, sagt Prof. Dr. Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Trotzdem sind immer noch 30% mit der weitaus gefährlicheren Delta-Variante infiziert; weitere pathogenere Varianten als Omikron können folgen. Deshalb werden Medikamente gegen COVID dringend benötigt.“ Eine medikamentöse Option ist Anakinra – ein Medikament, das seit 20 Jahren bei Patient:innen mit Rheumatoider Arthritis (RA) eingesetzt wird.
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Gesundheitspolitik
EU-HTA: BPI fordert enge Einbindung der pharmazeutischen Industrie
Die neue Verordnung zur Europäischen Nutzenbewertung (EU-HTA) trat am 11. Januar 2022 in Kraft. Nach einer dreijährigen Implementierungsphase ist sie ab dem 12. Januar 2025 vollständig anwendbar. Für den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) ist es unerlässlich, die pharmazeutische Industrie in den kommenden 3 Jahren eng in die Umsetzung einzubeziehen.
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Medizin
App auf Rezept: Selbsthilfe bei Fibromyalgie-Syndrom
Das Digitale-Versorgung-Gesetz eröffnet neue Wege, die Teva mit seiner bekannten Marke ratiopharm als eines der ersten Pharmaunternehmen in Deutschland in Kooperation mit HelloBetter beschreitet: Gemeinsam bringen die beiden Unternehmen die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) HelloBetter ratiopharm chronischer Schmerz auf den Markt. Der Online-Kurs wurde Mitte Dezember im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet und bietet vor allem Menschen mit Fibromyalgie-Syndrom (FMS) eine innovative Therapieoption.
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Medizin
Pneumokokken: Zulassung für neuen Konjugat-Impfstoff
Die Europäische Kommission hat einen 15-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff für die aktive Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zugelassen, um invasiven Pneumokokken-Erkrankungen und Pneumonien vorzubeugen, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden. Die Zulassung erlaubt den Vertrieb in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Norwegen und Liechtenstein. Die Gabe des Impfstoffs in der EU sollte gemäß der offiziellen Impfempfehlungen erfolgen.
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Medizin
COVID-19: Schützt Tixagevimab + Cilgavimab gegen Omikron?
AZD7442 (Tixagevimab in Kombination mit Cilgavimab), eine langwirksame Antikörperkombination zur Prävention von COVID-19, behält seine neutralisierende Aktivität gegen die Omikron SARS-CoV-2-Variante (B.1.1.529) bei. Dies geht aus neuen Daten zur Neutralisierung von Lebendviren der University College Oxford aus Großbritannien und der Washington University School of Medicine in St. Louis aus den USA hervor.
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Medizin
Herpes Zoster: Bald neuer mRNA-Impfstoff`?
Pfizer und BioNTech gaben eine neue Forschungs-, Entwicklungs- und Kommerzialisierungsvereinbarung zur Entwicklung eines potenziell ersten mRNA-basierten Impfstoffs zur Vorbeugung von Herpes-Zoster-Virus oder HZV bekannt. Herpes Zoster ist eine schwächende, entstellende und schmerzhafte Erkrankung, an der etwa einer von 3 US-Amerikanern einmal im Laufe seines Lebens erkrankt. Die Zusammenarbeit baut auf dem Erfolg der beiden Unternehmen auf, die den ersten zugelassenen und am weitesten verbreiteten mRNA-basierten Impfstoff zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung entwickelt haben. Dies ist die dritte Partnerschaft zwischen Pfizer und BioNTech im Bereich der Infektionserkrankungen. 2018 initiierten die Unternehmen die Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Grippeimpfstoffs, im Jahr 2020 startete die gemeinsame Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs.
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Medizin
CF: Triplekombination + Ivacaftor jetzt auch für Kinder ab 6 Jahren zugelassen
Die Europäische Kommission hat jüngst die Zulassung für Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor in einer Kombinationsbehandlung mit Ivacaftor zur Behandlung von zystischer Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patient:innen im Alter von 6 bis 11 Jahren erweitert, die mindestens eine F508del-Mutation im CFTR-Gen (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) aufweisen. Die Behandlung mit der Tripel-Kombination ist damit auch in dieser Altersgruppe unabhängig davon möglich, welche Mutation das zweite Allel aufweist.
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Medizin
ATTR-CM: Tafamidis verlängert Gesamtüberleben
Eine aktuell publizierte Post-hoc-Interimsanalyse der ATTR-ACT-Studie (Tafamidis in Transthyretin Amyloid Cardiomyopathy Clinical Trial) und ihrer Langzeitverlängerungsstudie zeigt, dass die Behandlung mit 80 mg Tafamidis-Meglumin bzw. 61 mg Tafamidis mit einem klinisch signifikanten Überlebensvorteil für Patient:innen mit Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) assoziiert ist (1). Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von fast 5 Jahren zeigt die jetzt veröffentlichte Analyse eine signifikante Reduktion des Gesamtmortalitätsrisikos um 41% bei ATTR-CM-Patient:innen, die kontinuierlich mit Tafamidis-Meglumin bzw. Tafamidis behandelt wurden (1).
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Medizin
Asthma: Dupilumab auch bei jüngeren Kindern wirksam und sicher
Im New England Journal of Medicine wurden positive Ergebnisse einer Zulassungsstudie zu Dupilumab bei Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren mit unkontrolliertem mittelschwerem bis schwerem Asthma veröffentlicht (1). Diese Daten bilden die Grundlage für die Einreichung zur Zulassung von Dupilumab für diese Patientengruppe bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).
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Medizin
Aktuelle Information zu COVID-19
Wirkt Remdesivir auch gegen Omikron?
Gilead Sciences hat eine Analyse der derzeit vorliegenden genetischen Informationen zur Corona-Variante Omikron durchgeführt und im Vergleich zu früheren SARS-CoV-2-Varianten keine zusätzlichen prävalenten Mutationen in der viralen RNA-Polymerase identifiziert. Dies deutet darauf hin, dass Remdesivir gegen die Omikron-Variante wirksam sein wird. Gilead Sciences wird weitere Labortests durchführen, um diese Analyse zu bestätigen.
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Medizin
Anakinra zur Behandlung der COVID-19 Pneumonie zugelassen
Anakinra hat die Zulassung zur Behandlung von Patient:innen mit COVID-19 Pneumonie erhalten. Der IL-1 Rezeptorantagonist wird künftig zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit COVID-19 Pneumonie eingesetzt, die eine Low- oder High-Flow-Sauerstoffzufuhr benötigen und ein Risiko für schweres Lungenversagen (SRF) haben, das durch suPAR-Spiegel (lösliche Form des Urokinase Plasminogen-Aktivator-Rezeptors) von ≥ 6 ng/ml bestimmt wurde.
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Medizin
Diabetes mellitus: KI-Systeme enttäuschen bei der Beurteilung von Netzhautfotos
Computer-gestützte Diagnosesysteme können beim Erkennen einer diabetischen Retinopathie nicht durchgehend überzeugen – dies stellten Aaron Y Lee und Mitarbeiter in einer Studie fest, die kürzlich in der Zeitschrift „Diabetes Care“ veröffentlicht wurde. In der Studie wurde die Treffsicherheit von Bilderkennungssystemen bei der Beurteilung alltagstypischer Netzhautfotos von Patient:innen mit Diabetes mellitus mit der Leistung von menschlichen Gutachtern verglichen. Die Fotos des Augenhintergrundes stammten von Patienten amerikanischer „Veterans Affairs“-Krankenhäuser.
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Medizin
Rivaroxaban jetzt auch in den USA für Kinder mit VTE zugelassen
Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat 2 Indikationen für den oralen Gerinnungshemmer Rivaroxaban zur Anwendung bei Kindern zugelassen: die Behandlung von venösen Thromboembolien (VTE) sowie Prophylaxe von deren Rezidiven bei pädiatrischen Patient:innen unter 18 Jahren (Reifgeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) nach mindestens 5 Tagen initialer parenteraler Antikoagulationstherapie und die Thromboseprophylaxe nach der Fontan-Operation bei Patient:innen ab 2 Jahren mit angeborener Herzerkrankung.
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