News | Beiträge ab Seite 217
Medizin
HeFH: Zulassungserweiterung von Evolocumab
Die Europäische Kommission hat am 26. November 2021 die Zulassungserweiterung von Evolocumab zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 Jahren und älter mit heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie sowie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 Jahren und älter mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie genehmigt. Die Zulassungserweiterung basiert auf den Daten der randomisierten klinischen Phase-IIIb-Studie HAUSER, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Evolocumab in dieser Patientenpopulation belegt hat (1).
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Medizin
Neuer Corona-PCR-Test bestimmt zugleich die Omikron- und Delta-Variante
Zwei auf einen Streich: Die Biotech Firma GenXPro hat einen innovativen PCR-Test entwickelt, der in einem Schritt die Omikron- und Delta-Variante gleich eindeutig miterkennt. Dieser neue Coronatest spart wertvolle Zeit und aktuell kostbare Laborkapazität. Die Firma GenXPro GmbH aus Frankfurt hat einen PCR-Test entwickelt, der gleichzeitig eindeutig erkennt, ob es sich um die neue Omikron- oder die Delta-Variante des SARS-CoV-2 handelt. Der neue „VoXcreen“-Test ermöglicht, das bisher übliche zeitraubende Mehr-Stufen-Prinzip in den Laboren einzusparen.
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Medizin
ESC-Leitlinien empfehlen Herzpumpe
Die Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) 2021 für die Behandlung von Patient:innen mit akuter Herzinsuffizienz sowie von Patient:innen mit kardiogenem Schock enthalten eine höhere Empfehlungsstufe für kurzfristige mechanische Kreislaufunterstützungs-systeme wie beispielsweise Impella Herzpumpen. Die Empfehlung wurde von Klasse IIb („kann in Erwägung gezogen werden“) auf Klasse IIa („sollte in Erwägung gezogen werden“) erhöht. Darüber hinaus haben die Autor:innen den Patient:innenkreis, der von Technologien wie der Impella Herzpumpe profitieren kann, auf Patient:innen mit geringfügig reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion ausgedehnt.
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Medizin
TMA – selten, aber lebensbedrohlich
Thrombotische Mikroangiopathien (TMA) sind seltene, aber bisweilen akut lebensbedrohliche Erkrankungen. Wichtig ist deshalb eine frühe Diagnose als Voraussetzung für einen möglichst schnellen Therapiestart. Um einen fundierten Überblick über neueste Forschungsergebnisse und Entwicklungen in diesem Bereich zu geben und einen fachgruppenübergreifenden Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, findet am 04.und 05.02.2022 das „2. Kölner TMA Symposium“ unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Paul Brinkkötter, Köln statt.
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Gesundheitspolitik
Perspektiven eines vernetzten Gesundheitsdatenökosystems
Auf dem am 15. Dezember 2021 live aus Berlin übertragenen Nationalen Digital Health Symposium 2021 wurden die Chancen und Perspektiven eines vernetzten Gesundheitsdatenökosystems vor dem Hintergrund des aktuellen Koalitionsvertrages diskutiert. Die beteiligten Expertinnen und Experten waren sich einig, dass die vom Koalitionsvertrag vorgesehene digitale Transformation des Gesundheitswesens schneller und nachhaltiger vorangetrieben werden muss und dass es dafür einer besseren Vernetzung und Kommunikation zwischen den Stakeholdern des Gesundheitswesens bedarf. Veranstalter des Symposiums war die TMF – Technologie und Methodenpattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V.
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Medizin
Erste S3-Leitlinie zur Divertikelkrankheit/Divertikulitis: Weitreichende Diagnose- und Therapieempfehlungen
Ungefähr die Hälfte der deutschen Bevölkerung über 70 Jahre leidet nach Angaben von Gesundheitsinformation.de unter Divertikeln, ein Teil davon entwickelt eine Divertikulitis, wie auch Papst Franziskus sie im Sommer hatte. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e. V. veröffentlicht nun erstmals gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) eine S3-Leitlinie. Diese umfasst die gesamte Patient Journey – von der Diagnose bis zur ambulanten sowie stationären Therapie – und soll Ärzt:innen klare Handlungsempfehlungen geben.
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Medizin
Weaning-Zentrum steigert Lebensqualität der Patient:innen
Im Weaning-Zentrum des Diakonissenkrankenhaus Leipzig arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Intensivmedizin, Pneumologie, Atmungstherapie sowie spezialisierter Physiotherapie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Blankenburg und dem Leitenden Oberarzt Dr. Alexander Rothe daran, Menschen mit einer invasiven Beatmung wieder zum eigenständigen Atmen zu bringen. Durch die gemeinsame Arbeit der Spezialist:innen konnten allein im letzten Jahr 32 von 47 Behandelten ohne Beatmung entlassen werden. Das Diakonissenkrankenhaus betreut zudem auch Patient:innen aus anderen Häusern der Region. So wurden in den ersten 10 Monaten dieses Jahres bereits 49 Menschen hierher verlegt. Durch die Expertise des Weaning-Zentrums können somit auch andere Krankenhäuser ihre Intensivstationen entlasten. Zudem müssen diese keine Abschläge durch das neue Intensivpflege- und Rehabilitationsgesetz fürchten.
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Medizin
Reizdarmsyndrom: Individuelle Behandlung mit STW 5-II
„30% der Patient:innen, die sich in gastroenterologischen Schwerpunktpraxen vor allem zur Diagnostik vorstellen, haben funktionelle Magen-Darm-Beschwerden,“ schätzt Madisch den Anteil seiner Patient:innen mit häufig wiederkehrenden oder länger anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden.
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Medizin
Zulassung für neues Medikament gegen schwere atopische Dermatitis
Die Europäische Kommission hat Abrocitinib für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD), die für eine systemische Therapie infrage kommen, zugelassen. Die Zulassung des einmal täglich oral anzuwendenden Januskinase 1 (JAK1)-Inhibitors erfolgte für die Dosierungen 100 mg und 200 mg. Darüber hinaus wurde eine Dosis von 50 mg zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer AD speziell bei Patient:nnen mit mittelschwerer und schwerer Niereninsuffizienz oder bei bestimmten Patient:nnen, die mit Cytochrom-P450 (CYP) 2C19 inhibierenden Wirkstoffen behandelt werden, zugelassen (1).
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Medizin
Wie geht es weiter mit der Digitalisierung?
Ein gern gesehener Gast auf der Digital Health Conference war an seinem letzten Tag im Amt nicht mehr dabei. Da bot es sich an, Jens Spahns Verdienste zu würdigen, aber auch einen kritischen Rückblick zu wagen. Spürbar war eine gewisse Unsicherheit, was vom neuen Gesundheitsminister zu erwarten ist, aber auch Freude über das klare Bekenntnis der Regierung zur Digitalisierung. Die ersten Schritte sind gemacht, nun müssen die Lösungen in der breiten Versorgung ankommen.
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Gesundheitspolitik
Förderprojekt zur Famulatur auf dem Land geht in die 8. Runde
Seit 7 Jahren wecken die Stiftung Bayerischer Hausärzteverband und die Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern bei Medizinstudierenden das Interesse an der Hausarztmedizin. „Auch 2022 können wir bis zu 35 Medizinstudentinnen und -studenten mit einer Pauschale von bis zu 600 Euro unterstützen – vorausgesetzt ihre Lehrpraxis liegt in einer ländlichen Region in Bayern“, sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern.
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Medizin
MS: Cladribin + COVID-Impfung möglich?
Im Rahmen einer interdisziplinären Talkrunde unter dem Titel „COVID-19-Impfansprechen & MS – Einordnung und klinische Implikation“ diskutierten Expert:innen über die Relevanz der COVID-19-Impfung und die dadurch hervorgehobene Sonderstellung der Cladribin-Tablettentherapie. Im Fokus der Diskussionsrunde stand die Impfsituation in Deutschland mit Blick auf MS-Patient:innen.
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Medizin
Kolorektales Karzinom: Vielversprechender Ansatz zur Verbesserung der Therapie entdeckt
Kolorektale Karzinome verlaufen im späten Stadium oft tödlich. Daher sind neue Therapieansätze erforderlich. Einem Forschungsteam der TU Kaiserslautern um den Toxikologen Prof. Dr. Jörg Fahrer ist es gelungen, mit der Substanz Devimistat einen Wirkstoffkandidaten zu identifizieren, der die Therapie verbessern kann. Das Team hat im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes gezeigt, dass Devimistat vor allem in Darmkrebszellen seine toxische Wirkung entfaltet, indem es die Mitochondrien als Kraftwerke der Zelle angreift. Dadurch wird die Empfindlichkeit der Krebszellen gegenüber Zytostatika erhöht und das Ansprechen auf die Tumortherapie verbessert.
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Medizin
FDA-Notfallzulassung für Antikörperkombination Tixagevimab + Cilgavimab gegen SARS-CoV-2
AZD7442 (Tixagevimab in Kombination mit Cilgavimab), eine langwirksame Antikörperkombination (LAAB), hat in den USA eine Notfallzulassung (EUA) für die Präexpositions-Prophylaxe von COVID-19 erhalten. Die ersten Dosen werden dort innerhalb kürzester Zeit verfügbar sein. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) erteilte die Notfallzulassung (EUA) für AZD7442 zur Präexpositions-Prophylaxe von COVID-19 für Erwachsene und Jugendliche (12 Jahre oder älter, die mindestens 40 kg wiegen) mit einer moderaten bis schweren Immunschwäche aufgrund einer Erkrankung oder der Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten, die keine ausreichende Immunantwort nach einer COVID-19-Impfung aufbauen können. Die Zulassung gilt auch für diejenigen, für die eine COVID-19-Impfung nicht empfohlen wird. Die Betroffenen dürfen sich nicht kürzlich infiziert oder Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person gehabt haben.
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Medizin
Neues COVID-Medikament auch gegen SARS-CoV-2-Varianten wirksam?
Dank einer bisher einzigartigen weltweiten Zusammenarbeit gab es sehr schnell Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus. Bei der Entwicklung von Medikamenten gegen COVID-19 gab es bisher aber nur Teilerfolge. Gefördert von der Bayerischen Forschungsstiftung hat nun ein Münchener Forschungsteam ein Protein entwickelt, das im Zellversuch die Infektion durch das Virus und seine Varianten zuverlässig verhindert.
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Medizin
Herzrhythmusstörungen: Mikronährstoffkombinations-Tabletten sind jetzt gelb
Tromcardin® complex ist seit vielen Jahren als Basisempfehlung bei Herzrhythmusstörungen bekannt. Im Zuge einer Produktionsumstellung erhält die Mikronährstoffkombination nun einen neuen Überzug: Die Tablettenfarbe ist jetzt gelb, analog zum Tablettenkern, und nicht mehr weiß. Das bewährte Verhältnis der enthaltenen Mikronährstoffe Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin B12, Niacin und Coenzym Q10 bleibt identisch. Auch an der Einnahme-Empfehlung von 2 x 2 Tabletten täglich ändert sich nichts.
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Medizin
Erste Studienergebnisse aus interdisziplinärer Online-Umfrage in Tirol und Südtirol
Long-COVID nach milder SARS-CoV-2 Infektion: Krankheitsbild mit vielen Gesichtern
Ein interdisziplinäres Team von Ärzt:innen aus Tirol und Südtirol hat anhand einer Online-Befragung von COVID-19 erkrankten, aber nicht hospitalisierten Patient:innen die komplexen, langanhaltenden Symptome ermittelt und analysiert. Ziel der Studie „Gesundheit nach COVID-19“ war es, das Krankheitsbild Long-COVID besser zu charakterisieren. Das Fachjournal Clinical Infectious Diseases berichtet über die ersten Ergebnisse.
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Medizin
„AI-Academy“: Live-Webinare zur Infektiologie – mit CME-Punkten
Durch die COVID-19-Pandemie ist die Aufmerksamkeit rund um Infektionskrankheiten gestiegen. Um insbesondere Klinikärzt:innen Fortbildungen im Bereich der Infektiologie und Antiinfektiva anbieten zu können, hat Pfizer die digitale Weiterbildungsplattform „AI-Academy“ ins Leben gerufen.
Gestartet ist die AI-Academy im Mai 2021. Interessierte Infektiologen und Klinikärzte verschiedenster Fachdisziplinen finden die Fortbildungsplattform seither auf der Website von Pfizer mit Informationen speziell für Fachkreise.
Gestartet ist die AI-Academy im Mai 2021. Interessierte Infektiologen und Klinikärzte verschiedenster Fachdisziplinen finden die Fortbildungsplattform seither auf der Website von Pfizer mit Informationen speziell für Fachkreise.
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Medizin
SARS-CoV-2-Virus greift Nebennieren an – Ist das die Ursache von Long-COVID?
Wissenschaftler:innen der TU Dresden konnten gemeinsam mit Forschern aus Regensburg, London und Zürich zeigen, dass eine COVID-19-Erkrankung das zentrale Stressorgan des Menschen angreift.
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Medizin
Hirnatrophie bei RRMS: Hoffnung durch BTK-Inhibitor
Noch oftmals unterschätzt wird die Bedeutung der Hirnatrophie bei Menschen mit einer schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose (Relapsing Remitting Multiple Sclerosis, RRMS). Der Rückgang des Hirnvolumens ist direkt assoziiert mit einer forcierten Krankheits- und Behinderungsprogression und zudem von Relevanz für die Kognition. Therapeutisch sollte deshalb unbedingt versucht werden, die Entwicklung der Hirnatrophie bei Patient:innen mit RRMS so weit wie möglich abzuschwächen, betonte Prof. Dr. Mike P. Wattjes, Hannover, im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) unter Leitung von Prof. Dr. Luisa Klotz aus Münster.
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