News | Beiträge ab Seite 264
Medizin
Insulinresistenz bei chronischer metabolischer Azidose behandeln
Bicarbonat dient zur Behandlung der metabolischen Azidose bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Nun wiesen Bellasi et al. (1) in einer Studie nach einjähriger Therapie mit Bicarbonat gegenüber einer Kontrollgruppe ohne Bicarbonatmedikation eine Abnahme der Insulinresistenz sowie ein Absinken der Serumspiegel von Glukose, HbA1c und Insulin nach.
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Medizin
Digitale Angebote zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
Für Betroffene mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und für Ärzte wurde jetzt das Service-Portfolio von Takeda erweitert: Die interaktive App „vyoapp“ ist der ideale Begleiter für CED-Patienten, die mit dem Integrin-Antagonisten Entyvio® (Vedolizumab) behandelt werden. Übersichtlich und unterhaltsam vermittelt sie Wissen rund um CED und liefert alle wichtigen Details zur Therapie.
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Medizin
Alterung und Verjüngung von Nischen beeinflussen Stammzellen
Der Alterungsprozess blutbildender Stammzellen wird mit einer verminderten Immunantwort sowie einer erhöhten Blutkrebsrate assoziiert. Nun konnten Wissenschaftler zeigen, dass auch die Stammzellnischen altern – was wiederum ihre "Bewohner" beeinflusst. Der Forschergruppe ist es sogar gelungen, die Nischen und somit auch die entsprechenden blutbildenden Stammzellen zu "verjüngen".
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Gesundheitspolitik
Opioidtherapie: Rabattverträge für Oxycodon/Naloxon Krugmann®
Die Krugmann GmbH hat mit den Krankenkassen AOK Nordwest, AOK Nordost, AOK Rheinland-Hamburg, IKK Classic und der Techniker Krankenkasse Rabattverträge für Oxycodon/Naloxon Krugmann® Retardtabletten abgeschlossen. Mitglieder dieser Krankenkassen können mit Wirkung ab dem 1. März 2017 in ihren Apotheken diese wirtschaftliche Zweitmarke zu den vereinbarten Rabatten erhalten. Alle notwendigen Daten werden Arztpraxen und Apotheken ab dem 1. April 2017 über ihre jeweilige Software zur Verfügung stehen.
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Gesundheitspolitik
Smartphone-gestützte Therapie: E-health-Angebot zur Behandlung von Magersucht
Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz untersuchen, ob sich die Essstörung Magersucht mit Hilfe der Smartphone-App „Jourvie Research“ besser behandeln lässt. Diese App soll es Betroffenen erleichtern, ihr Essverhalten und die damit verbundenen Gefühle zu protokollieren. Zudem bietet sie ihnen in psychischen Krisen Tipps, um diese zu überwinden. Aktuell suchen die Wissenschaftler noch betroffene Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren, die unter der Essstörung Anorexia nervosa leiden und an der Studie teilnehmen möchten.
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Medizin
Verfügbarkeit von Nabilon – Fertigarzneimittel auf Cannabinoidbasis
Menschen mit schweren Erkrankungen müssen Zugang zu allen Behandlungsmethoden haben, die ihnen realistische Aussicht auf Heilung oder Linderung bieten, besagt das Gesetz, welches Ende Januar 2017 im Bundestag verabschiedet worden ist und die Verkehrs- und Verschreibungsfähigkeit von Cannabisarzneimitteln definiert (1). Damit können Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen bei entsprechender Indikationsstellung vom therapeutischen Nutzen der Cannabinoide profitieren. Kurz vor Inkrafttreten der Gesetzänderung ist nun auch in Deutschland Nabilon (Canemes®), das einzige vollsynthetisch hergestellte Cannabinoid in Kapselform, als Arzneimittel verfügbar.
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Medizin
Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung
Schmerzwahrnehmung ist etwas sehr Subjektives. Wie stark und auf welche Art wir einen Schmerz erleben, wissen nur wir selbst. Um unser Schmerzerleben anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen, bedarf es der Sprache. Doch was ist, wenn ein Patient nicht in der Lage ist, über seinen Schmerz zu reden? Ulmer Wissenschaftler setzen in diesem Fall auf Künstliche Intelligenz. Ihr Ziel: die automatisierte Schmerzerkennung.
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Gesundheitspolitik
Rx-Trendbericht mit erweiterten Funktionen
Wie haben sich die Verordnungen der Generika im Lauf der Zeit entwickelt? In welchen Quartalen verordnen Ärzte Antibiotika besonders häufig? Welche Medikamente gehören aktuell zu den Umsatztreibern – und welche nicht? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert der Rx-Trendbericht für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat diese Datenbank nun aufgefrischt und um wichtige Funktionen erweitert.
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Medizin
Nährstoffaufnahme beeinflusst postprandiale Immunantwort
Dass es beim Typ-2-Diabetes zu einer chronischen Entzündung mit negativen Auswirkungen kommt, ist bekannt. In mehreren klinischen Studien wird daher als Diabetestherapie die Überproduktion von Interleukin-1beta (IL-1beta) gehemmt. Dieser Botenstoff löst bei Diabetespatienten eine chronische Entzündung aus und lässt die Insulin-produzierenden Betazellen absterben. Dieselbe Entzündung hat aber auch positive Aspekte, wie Forschende von der Abteilung Biomedizin Universität und Universitätsspital Basel berichten: Wenn die Entzündungsreaktion kurzfristig auftritt, spielt sie bei Gesunden eine wichtige Rolle bei der Glukoseaufnahme und der Aktivierung des Abwehrsystems.
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Medizin
Europäisches Kinderablationsregister – Ablationserfolge und Senkung der Rezidivrate
Die Katheterablation bei Herzrhythmusstörungen wird seit 25 Jahren auch im Kindesalter durchgeführt. Über die ersten Ergebnisse aus dem europäischen pädiatrischen Katheterablationsregister wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) in Leipzig berichtet.
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Gesundheitspolitik
Medizinischer Dienst: Viele IGeL eher schädlich
Der Nutzen von privat zu bezahlenden sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) ist weiter hoch umstritten. Die Schaden-Nutzen-Bilanz dieser Leistungen, die jeder zweite Patient in der Arztpraxis angeboten bekommt, fällt oft eher negativ aus, wie der Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (MDS) am Donnerstag in Berlin mitteilte.
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Medizin
Neurokognitive Nebenwirkungen von PCSK9-Hemmern
An die PCSK9-Hemmer, Medikamente zur Absenkung überhöhter LDL-Cholesterinspiegel, werden gegenwärtig große Hoffnungen geknüpft. Bisher wurde nur über eine geringe Nebenwirkungsrate berichtet, meist über lokale Hautreaktionen an der s.c. Einstichstelle der Antikörper, aber auch über seltene neurokognitive Ereignisse. Jetzt erscheint im Januar 2017 eine Metaanalyse der Nebenwirkungen in 11 vorliegenden Studien, darunter den zwei großen Studien mit Alirocumab (Praluent® von Regeneron/Sanofi, ODYSSEY LONG TERM-Studie) und Evolocumab (Repatha® von Amgen, OSLER-Studie). Während sich bei den muskuloskelettalen Ereignissen und beim Schlaganfall kein Unterschied zu Plazebo zeigte, waren unter den PCSK9-Hemmern die schon vorher vereinzelte beobachteten neurokognitiven Ereignisse signifikant vermehrt (4).
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Medizin
Locked-in-Syndrom bei ALS: Eyetracking-basierte Kommunikation ermöglicht Selbstbestimmung
Eine aktuelle Studie der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden belegt, dass Patienten, die im fortgeschrittenen Stadium der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter dem Locked-in-Syndrom (LIS) leiden, ihre Lebensqualität erheblich besser einschätzen als ihre nächsten Angehörigen. Daraus folgern die Dresdner Wissenschaftler, dass sich Ärzte insbesondere bei Fragen zu lebenserhaltenden oder -verlängernden Maßnahmen nicht uneingeschränkt auf den durch die Angehörigen geäußerten mutmaßlichen Willen der Betroffenen verlassen können.
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Gesundheitspolitik
Cannabis wird auf Rezept freigegeben
Cannabis auf Rezept wird für Schwerkranke in Deutschland freigegeben. Der Bundesrat gab am Freitag grünes Licht für einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Krankenkassen müssen die Therapie mit getrockneten Cannabisblüten dann bezahlen. Erwartet ein Arzt eine positive Wirkung auf Krankheitsverlauf oder Symptome, kann er Cannabis verschreiben. Helfen kann es etwa bei Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, schwerer Appetitlosigkeit oder Übelkeit infolge einer Chemotherapie. Cannabis als Rauschmittel bleibt weiter verboten.
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Gesundheitspolitik
Marburger Bund: Tarifverhandlungen mit Helios kommen nur schwer in Gang
Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Helios Kliniken GmbH am 8. Februar 2017 in Berlin konnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden. Vor allem die Vergütung der Arbeit zu ungünstigen Tageszeiten erwies sich als das erwartet schwierige Verhandlungsthema. Es geht um die Forderung des Marburger Bundes nach einer sachgerechteren Vergütung von Schichtarbeit und zeitversetzten Diensten der Ärzte, um so einen angemessenen Ausgleich für die damit verbundene zusätzliche Arbeitsbelastung zu schaffen.
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Gesundheitspolitik
Chancen von Menschen mit Autismus auf dem Arbeitsmarkt
Obwohl Asperger-Autisten oftmals außergewöhnliche Begabungen haben, findet nur ein kleiner Teil von ihnen Arbeit. Tipps, wie dies besser gelingen könnte, gab es am 7. Februar von drei Experten anlässlich einer Veranstaltung des Vereins der Freunde an der OTH Regensburg.
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Medizin
Metabolische Azidose: Organprotektion durch orales Bicarbonat
Nierenerkrankungen führen häufig zu einer metabolischen Azidose, die ihrerseits weiter die erkrankte Niere schädigt. Mit physiologischen Puffersubstanzen wie Bicarbonat lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen.
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Gesundheitspolitik
Behandlungsfehler: Verdachtsfälle steigen in Rheinland-Pfalz um 22%
Die Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler sind innerhalb eines Jahres in Rheinland-Pfalz um 22% angestiegen. Wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) am Montag mitteilt, hat sie im vergangenen Jahr 202 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler bei ihren rheinland-pfälzischen Versicherten verzeichnet nach 166 Fällen im Vorjahr. Hintergrund sei, dass die TK im vergangenen Jahr ihre Versicherten besonders intensiv über die Gefahr von Behandlungsfehlern und die Hilfsangebote für Betroffene informiert habe.
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Medizin
Alpha-1-Antitrypsinmangel: Substitution von A1-AT verringert Rückgang der Lungendichte
Bei schwerem Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT)-Mangel empfehlen Leitlinien eine Substitutionstherapie (1). Ein signifikanter Nutzen konnte jedoch lediglich für das Präparat Respreeza® belegt werden: Das Lungengewebe von A1-AT-Mangel-Patienten blieb deutlich besser erhalten, wenn sie Respreeza® anstatt Placebo bekamen (RAPID-Studie, p = 0,03) (2).* Wie jetzt die RAPID Extension-Studie bestätigt, bewirkt das humane A1-AT einen krankheitsmodifizierenden Effekt (3). Für Prof. Dr. Helmut Teschler aus dem Westdeutschen Lungenzentrum in Essen „zeigen die neuen Ergebnisse eindrucksvoll den Vorteil einer Substitution mit Respreeza® und legen nahe, damit so früh wie möglich zu starten“. Respreeza® ist das einzige Präparat auf dem deutschen Markt, das ohne Beschränkung auf einen bestimmten FEV1-Bereich als Erhaltungstherapie zugelassen ist, um das Fortschreiten eines Emphysems bei Erwachsenen mit nachgewiesenem, schweren A1-AT-Mangel** zu verzögern (4).
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Medizin
Saccharose im Urin schützt Nieren
Bei gesunden Menschen ist Glucose im Urin nicht nachweisbar, ihre Anwesenheit hingegen dient als Marker für Diabetes. Fructose ist im Urin vorhanden, kann aber in der Zelle umgewandelt und als Energiequelle genutzt werden. Kürzlich entdeckten Wissenschaftler, dass unser Urin Saccharose enthält, was für den Schutz der Nierenzellen eine wichtige Rolle spielen kann.
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