Journal MED

News | Beiträge ab Seite 271

Medizin

CHMP-Zulassungsempfehlung für Lanadelumab zur Prophylaxe von HAE-Attacken

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung für Lanadelumab zur Prophylaxe von Attacken eines hereditären Angioödems (HAE) bei Patienten ab 12 Jahren empfohlen (1). Bei Zulassung wäre Lanadelumab der erste in der EU verfügbare humane monoklonale Antikörper, der spezifisch das Plasma-Kallikrein hemmt.
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Medizin

Neuer ALS-Bluttest: Hilfe bei der Differenzialdiagnose und Hinweise auf Krankheitsverlauf

Forschende der Universitäten Ulm und Mailand haben einen Bluttest entwickelt, der die Diagnose der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) erleichtert. Der neue Test hilft dabei, die ALS von anderen neurodegenerativen Erkrankungen zu unterscheiden. Weiterhin erlaubt er eine Prognose des Krankheitsverlaufs. Die Blutuntersuchung eignet sich besonders für größere Kohorten, beispielsweise im Zuge von klinischen Studien, sowie für Patienten, bei denen aus medizinischen Gründen keine Liquorpunktion möglich ist.
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Medizin

Versorgungsforschung: Positive Effekte von Tapentadol bei frühzeitigem Einsatz

Ein Thema der neuen Fortbildungsreihe DGS-Regionalkonferenzen „Update Schmerzmedizin 2018“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) war die Untersuchung der Effekte von Tapentadol bei der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen in Abhängigkeit vom Einsatzzeitpunkt. Bei der Auswertung von Real World Daten aus dem deutschen PraxisRegister Schmerz wurde deutlich, dass eine frühzeitige Umstellung von WHO-Stufe-1-Analgetika auf retardiertes Tapentadol (Palexia® retard) bei allen untersuchten Parametern vorteilhaft war. Dementsprechend sei der richtige Zeitpunkt für eine gute Response wichtig, folgerte PD. Dr. Michael A. Überall, Regionales Schmerzzentrum der DGS, Nürnberg.
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Medizin

Mikrobiom-Modulation bei Darmerkrankungen

Über neue Wege bei der Therapie von Darmerkrankungen referierten international renommierte Experten aus interdisziplinärer Forschung, Klinik und Praxis im Rahmen des Symposiums der Microbiotica GmbH auf der 73. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)*. Dabei klar im Vordergrund: Das Darmmikrobiom und seine Rolle bei gastrointestinalen Erkrankungen, wie dem Reizdarmsyndrom (RDS), der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit (SUD), Clostridium difficile-Infektionen (CDI) sowie Colitis ulcerosa (CU) und Pouchitis. Die gezielte Modulation des Mikrobioms durch eine Behandlung mit spezifischen, Evidenz-basierten Bakterienstämmen gilt als vielversprechender Therapieansatz, denn ein intaktes Darmmikrobiom schützt gegen die Ansiedlung pathogener Keime und trägt damit erheblich zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere und Funktionalität des Immunsystems bei (1-4). Darüber hinaus können die stammspezifischen funktionellen Eigenschaften, wie die Anregung der Mukosaproduktion oder Hemmung von Entzündungsreaktionen der Darmschleimhaut, direkten Einfluss auf die jeweils vorherrschende Pathophysiologie nehmen. Die wachsende Bedeutung der Darm-Mikrobiota zeigt sich in der exponentiell ansteigenden Zahl experimenteller und klinischer Publikationen. Mit ihnen steigt auch das Evidenzlevel für die Behandlung mit Mikrobiotika, die bereits vermehrt als wirksame Therapieoption Einzug in die unterschiedlichen Leitlinien finden.
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Gesundheitspolitik

DKG zur Anhörung zum Pflegepersonalstärkungsgesetz

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht mit Erwartungen zu Korrekturen und Nachbesserungen in die morgen stattfindende Anhörung zum Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. Das Reformgesetz hat eine grundsätzlich positive konzeptionelle Ausrichtung. "Die Rahmenbedingungen für die Finanzierung für ca. 400.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern und für den weiteren Personalaufbau in der Pflege einschließlich Förderung der Ausbildung werden über die verschiedensten Instrumente verbessert. An einigen Stellen geschieht dies aber nur halbherzig. Zudem greift die Konzentration auf die Förderung der Pflege zu kurz. Die Finanzierung des gesamten Personals eines Krankenhauses muss besser abgesichert werden", erklärte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.
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Medizin

Still-Syndrom: Frühe Therapie mit Anakinra bietet Aussicht auf Remission

Die Zulassung von Anakinra (Kineret®) zur Behandlung des Still-Syndroms (SJIA und AOSD) eröffnet neue Perspektiven. Dies machten die Vortragenden bei einem Frühstückssymposium der Firma Sobi auf dem 46. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Mannheim (1) deutlich. Erstmals ist es jetzt möglich, bei SJIA und AOSD im Label frühzeitig, auch firstline, ein Biologikum einzusetzen. Dabei öffnet der frühe Therapiebeginn ein „window of opportunity“: Erste Langzeitdaten über 3 Jahre zeigen, dass die alleinige Gabe von Anakinra einen hohen Anteil der Patienten in die vollständige Remission führt (1). Die frühe Behandlung könnte gerade die Prognose von Kindern verändern, die den rekombinanten Interleukin (IL)-1-Rezeptorantagonisten bereits ab dem achten Lebensmonat erhalten dürfen.
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Medizin

Maligne Hyperthermie: S1-Leitlinie empfiehlt Bevorratung von mind. 36–48 Injektionsflaschen Dantrolen

Über die Hälfte der deutschen Kliniken bevorratet zu wenig Dantrolen – so die Daten einer 2017 publizierten bundesweiten Online-Umfrage. Eine ungenügende Bevorratung ist jedoch als äußerst kritisch zu werten (1). Bei einer Malignen-Hyperthermie-Krise bleibt nur wenig Zeit, um den Patienten zu stabilisieren und sein Überleben zu sichern (2). Unbehandelt verläuft sie in ca. 80% der Fälle letal (3). Grundvoraussetzung für die leitliniengerechte Therapie dieser Komplikation in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin ist die Bevorratung von mind. 10 mg/kg KG Dantrolen (4); dies entspricht 36-48 Injektionsflaschen Dantrolen i.v. (5).
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Gesundheitspolitik

Think Tank für Strukturwandel am CEM

Globalisierung, Digitalisierung, Dekarbonisierung: Die Rahmenbedingungen für die Industrie ändern sich kontinuierlich und in steigendem Tempo. Das Center for Economics of Materials CEM berät mit technologisch orientierten werkstoff-ökonomischen Analysen. Bei einem Besuch am CEM in Halle (Saale) informierten sich Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Dieter Spath, Präsident von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, und Prof. Dr. Christian Tietje, Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, darüber, wie innovative und nachhaltige Werkstoffe und Technologien zu einem gelungenen Strukturwandel beitragen können.
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Medizin

MS: Selektive Immun-Rekonstitution durch Cladribin

Multiple Sklerose (MS)-Therapien können in 2 Hauptkategorien unterschieden werden: Erhaltungs- und Immun-Rekonstitutions-Therapien. Bei letzteren differenziert man zwischen selektiven und nicht-selektiven Therapien (1). Cladribin (MAVENCLAD®) gilt als selektive Immun-Rekonstitutions-Therapie (SIRT) und ist seit September 2017 auf dem deutschen Markt erhältlich (2). „Die neue Therapie kann zu nachhaltigen qualitativen Veränderungen des Immunsystems führen und das erworbene Immunsystem selektiv beeinflussen“, erklärte Prof. Dr. Dr. Sven Meuth vom Universitätsklinikum Münster beim 14. MS-Symposium von Merck. Denn sowohl T- und B-Zellen, die maßgeblich an der Pathogenese der MS beteiligt sind, werden vorübergehend reduziert (3). Anschließend erholt sich die Lymphozytenpopulation wieder (Abb. 1), ihre Zusammensetzung jedoch scheint nach neuesten Daten nachhaltig verändert zu sein (Rekonstitution) (4,5). Durch dieses Targeting bleibt das angeborene Immunsystem erhalten (6).
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Gesundheitspolitik

BAH: Anteil der Arzneimittelausgaben in der GKV gesunken

Der Anteil der Arzneimittelausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist in den vergangenen zehn Jahren gesunken – und zwar von 17,6% im Jahr 2008 auf 16,4% im Jahr 2017. „Von "einer Verschärfung eines Hochpreistrends" bei Arzneimitteln kann also keine Rede sein“, kommentiert Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH), den Arzneiverordnungs-Report 2018 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Er verweist auf die jüngsten Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).
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Gesundheitspolitik

Digitalisierung revolutioniert die Pflege

Im politischen Raum hat die Digitalisierung der Sozial- und Gesundheitsbranche in den letzten Jahren zunächst wenig Anklang gefunden. Seitdem sich Jens Spahn auf Bundesebene mit dem Sofortprogramm Pflege (1) für eine Entlastung der Pflegenden durch digitale Maßnahmen aussprach und eine Bezuschussung befürwortet hat, regen sich die Gemüter und das Thema weitet sich auch auf Landesebene aus. Die nordrhein-westfälische Regierung forderte unlängst eine Verpflichtung von WLAN in allen Pflegeeinrichtungen.
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Medizin

Dauer-Stress gefährdet Hormongleichgewicht – Erholung oft langwierig

Ständige Überforderung und Überreizung können den Körper unter chronischen Stress setzen. Wenn er nicht ausgeglichen wird, droht eine Entgleisung des natürlichen Hormongleichgewichts – mit negativen Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Neben Schlafstörungen und Beeinträchtigungen des Denkvermögens gehören auch schwerwiegende Krankheiten wie Depressionen, Bluthochdruck oder Krebs zu den möglichen Folgen. Ist der Stresshormon-Regelkreis erst einmal nachhaltig gestört, kann seine Erholung Monate bis Jahre dauern.
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Medizin

Sporadische Lymphangioleiomyomatose (LAM): Sirolimus erhält EU-Zulassungserweiterung

Die Europäischen Kommission (EC) hat Sirolimus zur Behandlung von Patienten mit sporadischer Lymphangioleiomyomatose (LAM) zugelassen hat. Sirolimus ist nun auch für die Behandlung dieser seltenen progredienten Lungenerkrankung indiziert. Sirolimus (Rapamune®) ist damit die erste zugelassene medikamentöse Therapie für Patienten mit sporadischer LAM, um deren Lungenfunktion zu stabilisieren.
„Die Zulassung von Sirolimus ist ein enorm wichtiger Schritt für Patientinnen, die an dieser seltenen Lungenerkrankung leiden. Unser Ziel ist es, dass Menschen mit einer Seltenen Erkrankung die gleiche Chance auf eine effektive und sichere Versorgung erfahren wie Menschen mit häufigen Erkrankungen“ so Nicole Schlautmann, Leiterin der Geschäftseinheit Rare Disease bei Pfizer in Deutschland.
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Gesundheitspolitik

Versorgungsforschung in der Geriatrie

Wie müssen Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige am besten zusammenarbeiten, um betagte Patienten zu versorgen? Dieser Frage widmet sich die Versorgungsforschung. Warum sie gerade für das Wohlergehen alter Menschen essenziell ist, erläutert Professor Cornel Sieber in seiner Keynote „Stand der Versorgungsforschung in der Geriatrie“ beim Gerontologie- und Geriatrie-Kongress in Köln. Dazu laden die Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) vom 6. bis 8. September auf den Campus der Universität zu Köln ein.
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Medizin

ESC 2018: Entwicklungen in der Herz-Medizin betreffen Millionen Menschen

Von 25. bis 29. August 2018 werden in München auf dem Europäischen Kardiologiekongress 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern erwartet, was den Kongress der European Society of Cardiology (ESC) zu einem der weltweit größten Medizinkongresse macht. Kongress-Themen sind sämtliche Gesichtspunkte der modernen Herz-Medizin: Von der Verbreitung von Herz-Kreislauf-Krankheiten über Risikofaktoren und Prävention, bis hin zu den medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien, inklusive aller bahnbrechenden Innovationen in diesen Bereichen. Der Kongress bietet auch eine eindrucksvolle Leistungsschau der deutschen Herz-Medizin und kardiologischen Versorgung.
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