Journal MED

News | Beiträge ab Seite 274

Medizin

Gadolinium aus Kontrastmitteln und Arzneimittelrückstände weit verbreitet im deutschen Trinkwasser

Immer häufiger ist Wasser in Deutschland mit Arzneimittelrückständen verunreinigt. Nahezu in allen hiesigen Flüssen und Seen ist Gadolinium, ein Hochtechnologie-Metall und Element aus der Gruppe der Seltenen Erden, inzwischen in anomal hohen Konzentrationen zu finden. Gadolinium wird als Kontrastmittel bei der Magnetresonanztomographie (MRT) verwendet und gelangt über den Urin der Patienten ins Abwasser. Da es in Klärwerken nicht entfernt oder abgebaut werden kann, wird es mit dem gereinigten Abwasser in Flüsse und Seen eingeleitet und erreicht nach einiger Zeit das Grundwasser.

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Medizin

Pflanzenstoffe haben günstigen Effekt auf den Zuckerstoffwechsel von Leberzellen

Gemüse, Obst, Kräuter und Gewürze enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe. Wie ein Forscherteam um den Mediziner Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) nun erstmals zeigt, beeinflussen zwei dieser natürlichen Substanzen, Luteolin und Apigenin, die intrazellulären Signalwege des Botenstoffs Insulin und vermindern die Zucker- und Fettsynthese von in Kultur gehaltenen, menschlichen Leberzellen. "Unsere Ergebnisse lassen annehmen, dass beide Substanzen antidiabetisch wirken und könnten erklären, warum Gemüse und pflanzliche Nahrungsmittel bisweilen eine wichtige Rolle bei alternativen Diabetestherapien spielen", sagt Studienleiter Pfeiffer.

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Gesundheitspolitik

Blutiges Handwerk: Briten stellen auf Gipfel Feldmedizin vor

Abgerissene Beine, klaffende Wunden am Bauch, Kopfschüsse: Die Verletzungen, die Soldaten im Kampfeinsatz erleiden, sind in ihrer Entsetzlichkeit kaum vorstellbar. Die britische Armee entwickelt Möglichkeiten, Feldärzte so realistisch wie möglich auszubilden. Blutverschmiert liegt der Soldat auf dem OP-Tisch, über ihm nur ein Zelt. Ein Sprengsatz hat ihm beide Beine abgerissen, die Feldärzte kämpfen um das Leben des Verwundeten. Die Szene ist gestellt - hier, auf dem Gelände des Nato-Gipfels im walisischen Newport, wirkt die simulierte Kriegsrealität so ehrlich wie bizarr.

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Medizin

20 Jahre Fumarsäureester - ein Meilenstein verändert die systemische Psoriasistherapie

Etwa 20.000 Psoriasis-Patienten in Deutschland erhalten heute die seit zwei Jahrzehnten bewährte Therapie mit Fumarsäureestern. Für den Fumarsäureester Fumaderm® - in  Deutschland das am häufigsten angewendete Systemtherapeutikum bei Schuppenflechte - liegt seit Markzulassung eine Exposition von über 200.000 Patientenjahren vor. Im Rahmen der 24. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie diskutierten Experten das Einsatzspektrum des Wirkstoffs, neue Erkenntnisse aus der retrospektiven Anwendungsbeobachtung aus Bochum, aktuelle Daten zur Nagelpsoriasis sowie Aspekte der Versorgungsforschung. Das Fazit: Fumarsäureester sind eine wirksame und durch ein günstiges Sicherheitsprofil ausgezeichnete Psoriasistherapie für viele Lebenslagen.

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Medizin

Rituximab zugelassen als „2-Stunden-Infusion“

MabThera® (Rituximab Roche, RTX) in Kombination mit Methotrexat (MTX) ist seit 2006 für die Behandlung der schweren aktiven rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Neu ist nun eine Zulassungserweiterung für eine verkürzte Folgeinfusion über zwei Stunden, so dass Rituximab deutlich schneller appliziert werden kann (1). Davon profitieren sowohl Ärzte als auch Patienten, denn dies kann eine bis zu 53 prozentige Zeitersparnis mit sich bringen. Die Zulassungserweiterung macht die B-Zell-gerichtete Therapie praktikabler für den Praxisalltag - und dies bei vergleichbarer Verträglichkeit (2).

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Medizin

Lebensmittelkeim gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Ein Darmkeim, der eigentlich Lebensmittelvergiftungen auslöst, könnte zukünftig in der Krebstherapie eingesetzt werden: Das Bakterium Clostridium perfringens sondert einen Giftstoff ab, die Hülle von Tumorzellen durchlöchert und diese so zerstört. Berliner Wissenschaftler untersuchen derzeit die Wirksamkeit des Bakteriengiftes gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 240.000 Euro.

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Medizin

Forscher finden Wirkstoff gegen den Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa

Kein Zugang für Bakterien: Wissenschaftlern der Universität Freiburg ist es gelungen, dem Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa mit einem Zuckerwirkstoff den Eintritt in Wirtszellen zu verwehren. Dr. Thorsten Eierhoff und Juniorprofessor Dr. Winfried Römer vom Institut für Biologie II, Mitglieder des Exzellenzclusters BIOSS Centre for Biological Signalling Studies der Universität Freiburg, haben in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Nicolas Winssinger von der Universität Genf/Schweiz und Dr. Anne Imberty von der Universität Grenoble/Frankreich einen Zuckerkomplex identifiziert, der das Bakterienprotein LecA bindet. Dieses Protein ermöglicht es dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa, in menschliche Lungenzellen einzudringen. Die Forscherinnen und Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie".

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Medizin

Plaque-Marker sPLA2-IIA: Risikopatienten für Schlaganfall und Herzinfarkt identifizieren und überwachen

Die sezernierte Phospholipase A2-IIA (sPLA2-IIA) ist ursächlich an der Entstehung von Atherosklerose-Plaques beteiligt. Erhöhte Werte zeigen unabhängig von anderen Risikofaktoren ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall an. Mit der schnellen patienten­nahen Messung der sPLA2-IIA lassen sich Risikopatienten identifizieren und überwachen sowie die Wirksamkeit therapeutischer Interventionen prüfen.

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Gesundheitspolitik

Schwerstbehinderte haben Anspruch auf Dauerassistenz zu Hause

Benötigt ein Schwerstbehinderter eine Dauerassistenz, um in der eigenen Wohnung zu leben, muss der Sozialhilfeträger dies bezahlen. Dies hat in einem Eilverfahren das Sächsische Landessozialgericht (Az.: L 8 SO 132/13 B ER) entschieden, wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Sozialrecht sehe den Vorrang ambulanter Leistungen vor stationären Leistungen im Heim vor.

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Medizin

Packungsgrößenumstellung bei Palexia retard: 4 Tabletten mehr in N1 und N2

Palexia® retard kann von Anfang an eine wirksame und verträgliche Therapieoption zur Behandlung starker chronischer Schmerzen sein. Seit Anfang Juni bietet Grünenthal bei allen Wirkstärken von Palexia® retard die Packungsgrößen 24 (N1) und 54 (N2) statt vorher 20 und 50 aus. Das bedeutet für den Patienten: mehr Tabletten bei gleicher Zuzahlung. Die Aktualisierung der Arzneimitteldatenbanken in den Arztinformationssystemen erfolgt ab dem 1.7.2014. In der Übergangsphase sind alle Packungsgrößen verfügbar.

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Gesundheitspolitik

Ärzte beziehen Patienten zu wenig in Therapieentscheidungen ein

Viele Patienten wollen die Entscheidung, welche Therapie für sie die richtige ist, nicht allein ihrem Arzt überlassen. Wunsch und Realität klaffen allerdings auseinander: Während 55 % der Patienten in die Wahl zwischen verschiedenen Therapiealternativen einbezogen werden wollen, wurden 58 % von ihrem Arzt noch nie vor Alternativen gestellt. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von knapp 12.800 Patienten im Rahmen des Gesundheitsmonitors der Bertelsmann Stiftung und der BARMER GEK.

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Medizin

ATS 2014 - COPD: Erste Phase-III-Daten zeigen zusätzlichen Effekt der Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol auf die Lungenfunktion gegenüber Tiotropium

Boehringer Ingelheim hat die ersten Phase-III-Daten zur einmal täglich zu inhalierenden Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol bekannt gegeben. VIVACITO™ ist eine 6-wöchige Phase-III-Studie im cross-over Design, die die Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol (T+O FDK) mit den Monotherapien Tiotropium oder Olodaterol sowie Placebo verglichen hat. In der Studie zeigte sich, dass mit der T+O FDK bei COPD-Patienten die Lungenfunktion (FEV1-Wert) auf ein Niveau verbessert werden kann, das signifikant über den Werten einer Tiotropium- bzw. Olodaterol-Monotherapie oder Placebo liegt. Die Studie bei Patienten mit einer mittelschweren bis schweren chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) wurde auf der Jahrestagung der American Thoracic Society (ATS) 2014 in San Diego erstmals vorgestellt. Weitere Daten aus dem Phase-III-Studienprogramm TOviTO™ zu der T+O FDK werden im Laufe des Jahres erwartet. Diese könnten die Datenlage zur Wirksamkeit und Sicherheit der Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol weiter untermauern und zeigen, wie die Patienten in ihrem täglichen Leben von der Verbesserung der Lungenfunktion profitieren können.

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Medizin

Asthma- und COPD: Patienten haben wieder Zugang zu innovativem Inhalator

Hexal kann jetzt Patienten in Deutschland eine Atemwegstherapie mit  einem neuen innovativen und wirtschaftlichen Inhalator ermöglichen.  GlaxoSmithKline hat seine einstweilige Verfügung (EV) vor dem  Oberlandesgericht Köln zurückgezogen, die Vermarktung, Vertrieb und Auslieferung des neuen Hexal-Atemwegspräparats Airflusal® Forspiro® zeitweilig verhindert hat. Die von GlaxoSmithKline erwirkte EV bezog sich im Wesentlichen auf die lila Farbe des Inhalators.

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Gesundheitspolitik

Sanofi bestätigt die Marktrücknahme - Lixisenatid bleibt nach dem Schiedsspruch nicht verfügbar

Sanofi gab das Ergebnis der Preisverhandlungen zum Erstattungsbetrag von Lyxumia® (Lixisenatid) in Deutschland bekannt. Die Schiedsstelle hat am 18. Juni 2014 einen neuen  Erstattungsbetrag für die Vermarktung von Lixisenatid in Deutschland festgesetzt. Auf Basis dieser Entscheidung wird Sanofi den Vertrieb von Lixisenatid in Deutschland nicht wieder aufnehmen. Der Schiedsstelle war angerufen worden, nachdem der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und Sanofi ihre Preisverhandlungen zu Lixisenatid ohne Konsens beendet hatten.
 

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Gesundheitspolitik

Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert IQWiG-Bericht: „Kombination Dapagliflozin plus Metformin hat klaren Zusatznutzen“

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat in einer Stellungnahme an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Bewertung der Fixdosiskombination von Dapagliflozin mit Metformin als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Das IQWiG war zum Ergebnis gekommen, dass für diese Tablettenkombination kein therapeutischer Zusatznutzen belegt sei. "Es ist aber wissenschaftlich unbestritten, dass bei einer Dapagliflozin-Therapie weniger schwere Unterzuckerungen auftreten als etwa bei Sulfonylharnstoffen", erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. "Hinzu kommt, dass bei einer Fixdosiskombination nur noch eine einzige Tablette eingenommen werden muss, was die Therapietreue erhöht." Erneut habe das IQWiG eine kritikwürdige Bewertung aufgrund praxisferner, formaler Kriterien abgegeben, so Siegel.

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