Journal MED

News | Beiträge ab Seite 29

Auch genetisch identische Bakterien können sich in Form und Größe erheblich unterscheiden. Aber hat das funktionelle Auswirkungen? Forschende des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und des Lehrstuhls für Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) haben die funktionellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen der Darmmikrobe Bacteroides thetaiotaomicron nun genauer untersucht. Dabei konnten sie zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen Zelltyp und Stoffwechselfunktion besteht. Die Ergebnisse geben tiefere Einblicke in die mikrobielle Vielfalt des Darms und eröffnen neue Möglichkeiten für mikrobiombasierte Therapien. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal Cell Reports veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik

SPD will volle Transparenz zu Maskenkäufen in Corona-Krise

Die SPD dringt auf umfassende Transparenz zu den umstrittenen Maskenkäufen des Bundesgesundheitsministeriums in der Corona-Krise. „Nur durch vollständige Offenlegung aller relevanten Informationen können wir aus Fehlern lernen und das Vertrauen in staatliches Handeln stärken“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christos Pantazis. Daher reiche auch „eine selektive oder gar kommentierte Veröffentlichung einzelner Passagen“ eines Berichts der Sonderermittlerin Margarethe Sudhof nicht aus.
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Medizin
Kardiale Amyloidose als Ursache der Herzinsuffizienz im Blick behalten
DGIM 2025

Kardiale Amyloidose als Ursache der Herzinsuffizienz im Blick behalten – Hinweise frühzeitig in der Hausarztpraxis erkennen

Die Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist eine Erkrankung, die oft erst spät als Ursache einer Herzinsuffizienz diagnostiziert wird [1]. Anlässlich eines Symposiums im Rahmen des 131. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) erörterten Experten, welche Hinweise in der hausärztlichen Praxis den Verdacht auf eine ATTR-CM erregen sollten und wie die Praxissoftware bei der Diagnose helfen kann.
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Medizin
Enlicitide Decanoat senkt LDL signifikant: Ergebnisse aus Phase-III-Studien

Enlicitid Decanoat senkt LDL signifikant: Ergebnisse aus Phase-III-Studien

Nach Auswertung der wichtigsten Studiendaten zeigen die beiden Phase-III-Studien CORALreef HeFH und CORALreef AddOn, dass Enlicitid Decanoat bei Erwachsenen mit Hypercholesterinämie, die bereits eine lipidsenkende Therapie einschließlich mindestens eines Statins erhalten, sowohl die primären als auch alle wichtigen sekundären Endpunkte erreicht. Die Ergebnisse belegen eine statistisch signifikante und klinisch relevante Senkung des LDL-Cholesterins gegenüber Placebo beziehungsweise gegenüber anderen oralen Nicht-Statin-Therapien.
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Gesundheitspolitik

DAK-Gesundheit fordert Rückzahlung der Coronahilfen

Die DAK-Gesundheit fordert von der Bundesregierung die kurzfristige Rückzahlung der von den Pflegekassen in Milliardenhöhe geleisteten Coronahilfen. Bereits im September 2024 hatte ein Rechtsgutachten im Auftrag der DAK-Gesundheit belegt, dass die Zahlungen während der Corona-Pandemie aus Beitragsgeldern der sozialen Pflegeversicherung rechtswidrig waren. DAK-Vorstandschef Andreas Storm hat die Dringlichkeit der Rückzahlung mehrfach deutlich gemacht. Fließen die 5,2 Milliarden Euro nicht kurzfristig zurück an die Pflegekassen, droht eine erneute Beitragserhöhung. Storm appelliert an die Bundesregierung, die Mittel in der kommenden Woche entsprechend im Bundeshaushalt für die Jahre 2025 und 2026 einzuplanen und die Rückzahlung umzusetzen. 
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Medizin
Risdiplam: Neue Filmtablette bei SMA ab 2 Jahren zugelassen

Risdiplam: Neue Filmtablette bei SMA ab 2 Jahren zugelassen

Die Europäische Kommission hat Risdiplam in einer neuen Darreichungsform als Filmtablette für Patient:innen mit spinaler Muskelatrophie (SMA) ab 2 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 20 kg zugelassen. Die Zulassung basiert auf der Bioäquivalenzstudie BABE, welche eine vergleichbare Wirkstoffexposition zur bisherigen oralen Lösung belegt [1]. Die Filmtablette bietet eine alternative, einfacher handhabbare Verabreichungsform bei gleichbleibender Wirksamkeit und Sicherheit [1-6]. Die orale Lösung bleibt weiterhin verfügbar.
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Gesundheitspolitik

Spahn zu Maskenbericht: „Ich habe nichts zu verbergen“

Der frühere Gesundheitsminister Jens Spahn ist für eine Veröffentlichung des Berichts zur Corona-Maskenaffäre. „Für mich wäre es aktuell sicher einfacher, wenn der Bericht bekannt wäre. Ich habe nichts zu verbergen“, sagte der heutige Unionsfraktionschef der „Rheinischen Post“. Er stehe zu seinen Entscheidungen und übernehme Verantwortung. „Wir haben die Pandemie in Deutschland insgesamt erfolgreich bewältigt, dabei aber auch Fehler gemacht“, sagte Spahn.
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Medizin
Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib bei RA und axSpA
EULAR 2025

Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib in der rheumatoiden Arthritis und axialen Spondyloarthritis

Neue Real-World-Daten aus internationalen Beobachtungsstudien, die auf dem europäischen Rheumatologiekongress (EULAR) 2025 vorgestellt wurden, bestätigen die klinische Wirksamkeit und das bekannte Sicherheitsprofil von Upadacitinib (UPA) bei Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und axialer Spondyloarthritis (axSpA) [1-3]. Die Ergebnisse der UPHOLD-Studie [1] zeigen, dass ein relevanter Anteil der RA-Patient:innen unter UPA eine anhaltende Remission erreicht. Für die axSpA liegen mit UPSPINE [2] und UPSTAND [3] erstmals Real-World-Daten zur frühen Wirksamkeit und Schmerzlinderung vor. Ergänzend dazu belegen integrierte Sicherheitsdaten aus fast 17.000 Patientenjahren (PJ) die langfristige Sicherheit des Wirkstoffs [4].
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Medizin
Primär sklerosierende Cholangitis: Epstein-Barr-Virus als möglicher Auslöser identifiziert

Primär sklerosierende Cholangitis: Epstein-Barr-Virus als möglicher Auslöser identifiziert

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gallengänge, die durch anhaltende Entzündungen und Vernarbungen zu Verengungen der Gallenwege führen kann. In fortgeschrittenen Stadien bleibt häufig nur die Lebertransplantation als Therapieoption. Trotz ihrer Seltenheit verursacht die Erkrankung in Nordeuropa und den USA 10–15% aller Lebertransplantationen. Rund 60–80% der Betroffenen leiden zusätzlich unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Genetische Veranlagungen und fehlgesteuerte Immunreaktionen werden jedoch als mögliche Auslöser diskutiert.
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Gesundheitspolitik
Umfrage: Hausärzt:innen planen Ausstieg oder Stundenreduzierung

Umfrage: Hausärzt:innen planen Ausstieg oder Stundenreduzierung

Im Versorgungsnetz der Hausärzt:innen werden sich in den kommenden Jahren noch größere Lücken auftun. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter den bundesweit knapp 56.000 Hausärzt:innen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Uni Marburg. Laut den Antworten der knapp 3.700 Teilnehme:innen plant ein Viertel der Befragten seine Arbeit in den nächsten 5 Jahren aufzugeben. Wer den Job weitermacht, will eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um im Schnitt 2 Stunden umsetzen.
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Medizin
EULAR 2025

Secukinumab als potenzielle Therapieoption bei Polymyalgia rheumatica?

Auf dem European Congress of Rheumatology (EULAR) wurden positive Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse der Phase-II-Studie TitAIN bekannt gegeben. Ziel der Analyse war es, die Behandlung mit Secukinumab im Vergleich zu Placebo bei Patient:innen mit neu diagnostizierter oder rezidivierender Riesenzellarteriitis (RZA) mit Symptomen einer Polymyalgia rheumatica (PMR) zu bewerten. Dabei zeigte sich unter Secukinumab im Vergleich zu Placebo eine geringere Inzidenz von PMR-Symptomen. Die Ergebnisse belegen nicht nur die Wirksamkeit des IL-17A-Hemmers bei RZA, sondern unterstützen auch die Weiterentwicklung von Secukinumab als potenzielle Therapieoption für die PMR.
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Gesundheitspolitik
Teilweise Mängel bei Wundversorgung in Pflegeheimen

Teilweise Mängel bei Wundversorgung in Pflegeheimen

Bei der Betreuung von Pflegebedürftigen im Heim gibt es aus Expertensicht teilweise Defizite. Insgesamt sei die Versorgungsqualität zufriedenstellend, teilte der Medizinische Bund nach Begutachtungen in rund 9.800 Heimen mit 72.000 Bewohner:innen im Jahr 2023 mit. So würden Pflegebedürftige in der Eingewöhnungsphase gut unterstützt. Hilfen beim Tagesablauf, bei Beschäftigung und Kommunikation seien ebenfalls positiv. Mängel gebe es dagegen unter anderem beim Umgang mit Wunden.
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Medizin

EU-Zulassung für Vutrisiran zur Behandlung der ATTR-Amyloidose mit Kardiomyopathie

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Vutrisiran zur Behandlung der Wildtyp- oder hereditären Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) bei erwachsenen Patient:innen erteilt [1]. Damit wurde die Indikation des RNAi-Therapeutikums erweitert. Vutrisiran ist nun zur Behandlung sowohl der hereditären Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie als auch der ATTR-CM bei Erwachsenen in der EU zugelassen.
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Gesundheitspolitik

DKG fordert vier Milliarden Euro Soforthilfe für Kliniken

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert angesichts der prekären Lage vieler Kliniken Soforthilfen von der Bundesregierung. „Bundesweit haben seit Anfang 2022 knapp 80 Standorte Insolvenz angemeldet. Manche überstehen das Verfahren, andere nicht. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Daher brauchen wir eine Soforthilfe“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der „Rheinischen Post“. 80 Prozent der Kliniken schreiben seinen Angaben nach rote Zahlen.
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Medizin
Biomarker S100A1 zeigt Zusammenhang mit Gebrechlichkeit bei älteren Herzpatient:innen

Biomarker S100A1 zeigt Zusammenhang mit Gebrechlichkeit bei älteren Herzpatient:innen

Gebrechlichkeit ist ein häufig auftretendes Syndrom bei älteren Menschen und spielt besonders bei Herzerkrankungen eine bedeutende Rolle. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat nun in der Muskulatur älterer Herzpatient:innen das Protein S100A1 als potenziellen Biomarker identifiziert. Ziel ist es, Mobilitätsverlust und Muskelschwäche frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken.
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Medizin
KI-gestützte Therapieentscheidung bei Schlaganfall kann Versorgung optimieren

KI-gestützte Therapieentscheidung bei Schlaganfall kann Versorgung optimieren

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute: Je früher medizinische Maßnahmen greifen, desto besser sind die Heilungschancen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter Leitung der Neurologin Prof. Dorothee Saur vom Universitätsklinikum Leipzig hat ein KI-Modell entwickelt, das Ärzt:innen bei der Entscheidungsfindung für oder gegen invasive Therapien unterstützen soll. Die Eigenentwicklung des Universitätsklinikums Leipzig analysiert Bild- und Patientendaten, um eine individuelle Prognose zu erstellen.
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