News | Beiträge ab Seite 294
Eine schwere COPD führt oft auch zu Übersäuerung
Gesundheitsprävention: Medizin-Apps sollen Ärzten helfen
Versteckte HI-Viren im Visier
Vitamin D senkt Insulinbedarf und verbessert HbAc bei Typ 1-Diabetes
Mit Zuckersteuer und Lebensmittel-Ampel gegen Adipositas
Psychische Belastung am Arbeitsplatz ist allgegenwärtig
Arbeitsmedizin: Schlechte Haltung durch Smart Devices
Studiengang Digitale Dentale Technologie an der praxisHochschule
Rolle der Makrophagen und des Mas-Rezeptors bei Multipler Sklerose
Workshop: Zertifiziertes Curriculum für Ärzte in der Regenerativen Medizin
Schwieriger Arztwechsel: Wenn chronisch kranke Kinder groß werden
Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen werden heute deutlich älter als früher. Doch der Übergang in die Erwachsenenmedizin funktioniert nicht immer reibungslos. Strukturierte Programme sollen den Weg erleichtern. Am 18. Geburtstag ist in aller Regel Schluss: Dann können sich chronisch kranke Teenager nicht mehr von ihrem langjährigen Kinder- und Jugendarzt behandeln lassen. Sie müssen sich einen Haus- oder Facharzt suchen. Wenn sie bei diesem Schritt nicht begleitet werden, besteht die Gefahr, dass sie keinen geeigneten Arzt finden und im System verloren gehen. Das kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, erklärt Prof. Britta Siegmund, Internistin an der Charité Berlin und Transitions-Expertin. Als Transition bezeichnen Fachleute den Wechsel von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin.
Fettleber: Experimenteller Ansatz mit T3 und Glukagon
Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkreislauferkrankungen nehmen vor allem in Industrienationen unvermindert zu, weshalb intensiv an neuen Behandlungsmethoden geforscht wird. Ein Ansatz ist die sogenannte personalisierte Medizin, bei der individuelle Therapien für bestimmte Patientengruppen maßgeschneidert werden. Adipositas- und Diabetespatienten mit Fettleber bilden solch eine Untergruppe, für die es bisher kaum Präzisions-Therapeutika gibt. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist nun dem Wissenschaftlerteam um Dr. Timo Müller und Prof. Matthias Tschöp am Helmholtz Zentrum München gelungen.
Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben
Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.
Regierung bringt neue Preisbremse für Arzneimittel auf den Weg
Für neue, teure Arzneimittel soll künftig eine Preisgrenze von 250 Millionen Euro im ersten Jahr nach der Markteinführung gelten. Das sieht der Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Heute können neue Mittel zunächst zum frei von den Pharmafirmen festgesetzten Preis verkauft werden, bevor ihr Nutzen offiziell bewertet und über ihren Erstattungspreis verhandelt wird. Manche Mittel erzielen im ersten Jahr enorme Bruttoumsätze von mehreren hundert Millionen Euro.
Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben
Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.
Leitlinie: Entspannung und Sport wirksam gegen Migräne
Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Bei mehr als einem Drittel von ihnen könnten neben Medikamenten auch nicht-medikamentöse Therapien lindernd wirken. Die erste Leitlinie zu „Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutischen Interventionen zur Behandlung der Migräne“ zeigt: Vor allem progressive Muskelentspannung (PMR), kognitive Verhaltenstherapie, Ausdauersport und Biofeedback-Verfahren helfen den Patienten.
Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern: Ab U3 auch auf schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf achten
Seit Anfang September ist die neue Kinder-Richtlinie in Kraft getreten, die die Früherkennungsuntersuchungen - bekannt als U1 bis U9 - im Kindesalter regelt (1). In diesem Rahmen werden Eltern auch zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen beraten. Ab der U3, also der 4.-5. Lebenswoche, sollten bei Bedarf auch schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf thematisiert werden. In diesem Zusammenhang können Eltern ebenfalls über die Möglichkeit einer schonenden Keratolyse z. B. mit LOYON® informiert werden.
App warnt vor Medikamenten-Wechselwirkungen
Die App "MyRxProfile" verhindert, dass Patienten keinen für sie ungeeigneten Mix aus unterschiedlichen Medikamenten einnehmen. Die Software dokumentiert die eingenommenen Arzneien genau und weist dabei auf mögliche Wechselwirkungen hin. Allein in Amerika sind unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Arzneistoffen die vierthäufigste Todesursache. In Deutschland nehmen etwa 25% aller über 65-Jährigen regelmäßig drei oder mehr Medikamente ein, wie eine Forsa-Umfrage zeigt.
Versorgungsforschung: Experten fordern besseren Erkenntnistransfer
Medizinische Innovationen und neue Erkenntnisse zur Verbesserung der Krankenversorgung kommen oft nicht beim Patienten an. Zu diesem Schluss kamen Versorgungsforscher auf der Eröffnungspressekonferenz des 15. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung (DKVF) in Berlin. Die Experten forderten, dass künftig der unmittelbare Nutzen medizinischer Maßnahmen für den Patienten stärker in den Fokus von Forschung und Gesundheitspolitik rückt. Dabei gehe es nicht nur um die medizinisch messbare Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern unter anderem auch um eine aus Patientensicht angemessene Lebensqualität.
OLG Urteil: Nierenlebendspende 2007 an der Universitätsklinik Düsseldorf rechtswidrig
Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) hat am 25. August 2016 die Berufung des Universitätsklinikums Düsseldorf und zweier beklagter Ärzte gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf (LG), Aktenzeichen 3 O 388/10, das zuvor bereits zu Gunsten der Klägerin ergangen war, zurückgewiesen.