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News | Beiträge ab Seite 294

Medizin
 4 Min|

Versteckte HI-Viren im Visier

Das AIDS-Virus macht es der medizinischen Forschung nicht leicht. Zwar kann man die Virusvermehrung mit antiviralen Medikamenten wirksam verhindern, für eine Heilung müssen jedoch auch die latenten HIV-Reservoire in den Zellen aufgespürt und eliminiert werden. Ulmer Forscher wollen ein neues Verfahren entwickeln, um „schlafende“ HI-Viren gezielt zu aktivieren und sie dadurch empfänglich für die Immunantwort und antivirale Wirkstoffe zu machen. Die VolkswagenStiftung unterstützt dieses ungewöhnliche Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Experiment!“ mit 100 000 Euro.
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Medizin
 2 Min|

Vitamin D senkt Insulinbedarf und verbessert HbAc bei Typ 1-Diabetes

Bogdanou et al. werteten Befunde von 39 Typ-1-Diabetespatienten aus, die in einer randomisierten Studie über 3 Monate mit 4.000 E/Tag Cholecalciferol (Vitamin D) oder Plazebo behandelt wurden (1). Das primäre Studienziel, eine Änderung der regulatorischen T-Zellen als Indikator für zugrundeliegende Immunvorgänge, wurde durch die Vitamin D-Gabe nicht erzielt, wenn auch die intraindividuellen Unterschiede bei den Männern (n=20) signifikant stärker waren als bei den Frauen (n= 19). Wohl aber wurde unter Vitamin D ein deutlicher Unterschied bei dem sekundären Studienziel, dem Insulinbedarf und dem HbA1c gefunden: Beide nahmen signifikant ab. Die C-Peptidspiegel stiegen bei 6 Patienten während der Verumphase an, bei diesen bestand ein Trend zu vermindertem Insulinbedarf.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Mit Zuckersteuer und Lebensmittel-Ampel gegen Adipositas

Übergewicht und Adipositas breiten sich unter der Bevölkerung in Deutschland unaufhaltsam aus. Normalgewichtige Erwachsene sind hierzulande längst in der Unterzahl. Unter zu vielen Pfunden leiden aber nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Die Folgen des Phänomens sind für Jung und Alt schwerwiegend, denn Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Auslöser für Dutzende schwerer Erkrankungen.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Psychische Belastung am Arbeitsplatz ist allgegenwärtig

Arbeiten in Deutschland bedeutet für viele vor allem eines: Stress. So haben fast drei Viertel (71%) der Arbeitnehmer das Gefühl, im Arbeitsalltag größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als gut für ihre Gesundheit ist. Fast die Hälfte (49%) klagt darüber, dass Stress ihre Leistungsfähigkeit einschränkt. Ebenso viele befürchten sogar, deshalb in einen Burnout zu geraten. Das ergab eine repräsentative Umfrage zur psychischen Belastung der Deutschen am Arbeitsplatz, die die Allianz zusammen mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführt hat. In einem Interview wurden der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari Fragen zum Stress im Job gestellt:
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Arbeitsmedizin: Schlechte Haltung durch Smart Devices

Auch kleine Geräte können große Auswirkungen haben: ähnlich wie die traditionellen Computertechnologien beanspruchen auch Smartphone und Tablet-PC, sogenannte Smart Devices, das Muskel- und Skelettsystem. Bei intensiver Nutzung können statische Körperhaltung, häufige Bewegungswiederholungen und hohe Muskelaktivitäten auftreten, die den Bewegungsapparat belasten können. Zu diesem Ergebnis kommt die Übersichtsarbeit „Review zu physischer Beanspruchung bei der Nutzung von Smart Mobile Devices“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die jetzt veröffentlicht wurde.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Studiengang Digitale Dentale Technologie an der praxisHochschule

Der Studiengang Digitale Dentale Technologie an der praxishochschule in Köln kooperiert mit dem Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg Troisdorf. Am 09. November 2016 wurde eine bundesweit einmalige Kooperation besiegelt, die den angehenden Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern eine einzigartige Möglichkeit eröffnet. Schulleiter Günter Schmidt unterschrieb den Kooperationsvertrag gemeinsam mit Professor Dr. Wolfram Hahn, Präsident der praxisHochschule in Anwesenheit des Schulamtsleiter Hans Clasen. Ziel der Kooperationsvereinbarung ist die Entwicklung eines dual-integrativen Studienprogrammes.
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Medizin
 2 Min|

Rolle der Makrophagen und des Mas-Rezeptors bei Multipler Sklerose

Das Renin-Angiotensin-System (RAS) spielt eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und den Blutdruck. Ein neuer Signalweg des RAS kann aber auch Immunzellen entscheidend beeinflussen. Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vor allem bei jungen Erwachsenen auftritt und zu unterschiedlichen neurologischen Ausfällen sowie bleibender Behinderung führen kann. Genauso wie bei der Gefäßkrankheit Arteriosklerose spielen die Fresszellen des Immunsystems eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit.
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Gesundheitspolitik
 8 Min|

Workshop: Zertifiziertes Curriculum für Ärzte in der Regenerativen Medizin

Qualitätssicherung  in der Regenerativen Medizin zum Nutzen und  zur Sicherheit des Patienten – dies war das Anliegen des 14. Workshops der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin e.V. (GRM) im Fraunhofer-Forum, Berlin.  Ziel war am vergangenen Freitag die Erarbeitung eines Curriculums zur  zertifizierten Fortbildung für Kliniker und niedergelassene Ärzte, um künftig innovative Therapieverfahren in der Praxis sicher anwenden zu können: Translation.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Schwieriger Arztwechsel: Wenn chronisch kranke Kinder groß werden

Kinder mit schweren chronischen Erkrankungen werden heute deutlich älter als früher. Doch der Übergang in die Erwachsenenmedizin funktioniert nicht immer reibungslos. Strukturierte Programme sollen den Weg erleichtern. Am 18. Geburtstag ist in aller Regel Schluss: Dann können sich chronisch kranke Teenager nicht mehr von ihrem langjährigen Kinder- und Jugendarzt behandeln lassen. Sie müssen sich einen Haus- oder Facharzt suchen. Wenn sie bei diesem Schritt nicht begleitet werden, besteht die Gefahr, dass sie keinen geeigneten Arzt finden und im System verloren gehen. Das kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben, erklärt Prof. Britta Siegmund, Internistin an der Charité Berlin und Transitions-Expertin. Als Transition bezeichnen Fachleute den Wechsel von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin.

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Medizin
 3 Min|

Fettleber: Experimenteller Ansatz mit T3 und Glukagon

Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkreislauferkrankungen nehmen vor allem in Industrienationen unvermindert zu, weshalb intensiv an neuen Behandlungsmethoden geforscht wird. Ein Ansatz ist die sogenannte personalisierte Medizin, bei der individuelle Therapien für bestimmte Patientengruppen maßgeschneidert werden. Adipositas- und Diabetespatienten mit Fettleber bilden solch eine Untergruppe, für die es bisher kaum Präzisions-Therapeutika gibt. Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist nun dem Wissenschaftlerteam um Dr. Timo Müller und Prof. Matthias Tschöp am Helmholtz Zentrum München gelungen.

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Medizin
 2 Min|

Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben

Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.

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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Regierung bringt neue Preisbremse für Arzneimittel auf den Weg

Für neue, teure Arzneimittel soll künftig eine Preisgrenze von 250 Millionen Euro im ersten Jahr nach der Markteinführung gelten. Das sieht der Entwurf für ein Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Heute können neue Mittel zunächst zum frei von den Pharmafirmen festgesetzten Preis verkauft werden, bevor ihr Nutzen offiziell bewertet und über ihren Erstattungspreis verhandelt wird. Manche Mittel erzielen im ersten Jahr enorme Bruttoumsätze von mehreren hundert Millionen Euro.

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Medizin
 2 Min|

Hereditäres Angioödem: Seltene Erkrankung „im Hinterkopf“ haben

Hinter gravierenden, rezidivierenden Abdominalscherzen können mannigfaltige Ursachen stehen. Eine Appendizitis, ein Ileus, eine Divertikulitis oder eine Pankreatitis wären möglich - es könnte sich aber auch um ein hereditäre Angioödem (HAE) handeln. Darauf machten HAE-Experten auf einem von Shire unterstütztem Symposium während des aktuellen DGVS-Kongresses in Hamburg aufmerksam. Diese potenziell lebensbedrohliche Krankheit stellt für die Patienten eine erhebliche Belastung dar. Diese kann durch eine suffiziente Behandlung erheblich reduziert werden.

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Medizin
 2 Min|

Leitlinie: Entspannung und Sport wirksam gegen Migräne

Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne. Bei mehr als einem Drittel von ihnen könnten neben Medikamenten auch nicht-medikamentöse Therapien lindernd wirken. Die erste Leitlinie zu „Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutischen Interventionen zur Behandlung der Migräne“ zeigt: Vor allem progressive Muskelentspannung (PMR), kognitive Verhaltenstherapie, Ausdauersport und Biofeedback-Verfahren helfen den Patienten.

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Medizin
 4 Min|

Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern: Ab U3 auch auf schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf achten

Seit Anfang September ist die neue Kinder-Richtlinie in Kraft getreten, die die Früherkennungsuntersuchungen - bekannt als U1 bis U9 - im Kindesalter regelt (1). In diesem Rahmen werden Eltern auch zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen beraten. Ab der U3, also der 4.-5. Lebenswoche, sollten bei Bedarf auch schuppige Hautveränderungen wie Kopfgneis und Milchschorf thematisiert werden. In diesem Zusammenhang können Eltern ebenfalls über die Möglichkeit einer schonenden Keratolyse z. B. mit LOYON® informiert werden.

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Gesundheitspolitik
 2 Min|

App warnt vor Medikamenten-Wechselwirkungen

Die App "MyRxProfile" verhindert, dass Patienten keinen für sie ungeeigneten Mix aus unterschiedlichen Medikamenten einnehmen. Die Software dokumentiert die eingenommenen Arzneien genau und weist dabei auf mögliche Wechselwirkungen hin. Allein in Amerika sind unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Arzneistoffen die vierthäufigste Todesursache. In Deutschland nehmen etwa 25% aller über 65-Jährigen regelmäßig drei oder mehr Medikamente ein, wie eine Forsa-Umfrage zeigt.

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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Versorgungsforschung: Experten fordern besseren Erkenntnistransfer

Medizinische Innovationen und neue Erkenntnisse zur Verbesserung der Krankenversorgung kommen oft nicht beim Patienten an. Zu diesem Schluss kamen Versorgungsforscher auf der Eröffnungspressekonferenz des 15. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung (DKVF) in Berlin. Die Experten forderten, dass künftig der unmittelbare Nutzen medizinischer Maßnahmen für den Patienten stärker in den Fokus von Forschung und Gesundheitspolitik rückt. Dabei gehe es nicht nur um die medizinisch messbare Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern unter anderem auch um eine aus Patientensicht angemessene Lebensqualität.

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