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Medizin | Beiträge ab Seite 113

Medizin
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Diabetes: nasales Glukagon auch bei sehr niedrigen Temperaturen stabil

Für Menschen, die ihren Diabetes mit Insulin behandeln, ist es wichtig, Vorkehrungen für mögliche Hypoglykämie-Notfälle zu treffen. Das gilt auch im Urlaub und insbesondere, wenn sportliche Aktivitäten geplant sind. Ein Glukagon-Notfallpräparat im Gepäck ermöglicht es Begleitpersonen, im Falle einer schweren Hypoglykämie gezielt Hilfe zu leisten. Besonders gut geeignet ist hierfür nasales Glukagon. Eine aktuelle Analyse ergab, dass dieses Medikament bei einer großen Bandbreite von Temperaturen stabil bleibt und daher bei fast jedem Wetter mitgenommen werden kann (1).
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Pneumonie
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Pneumokokken-Erkrankungen: Komorbide Patienten vervielfachen Risiko

Die kalte Jahreszeit steht bevor und damit auch neben COVID-19 die erhöhte Gefahr von Atemwegsinfektionen. Dazu zählen neben den Influenzaviren vor allem die bakteriellen Erreger wie Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae). Um Infektionen mit SARS-CoV-2 und Pneumokokken und/oder Influenzaviren zu vermeiden, sind die Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe (PCV) zu empfehlen. Besonders immungeschwächte Personen sind für eine Pneumokokken-Impfung prädestiniert.
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Medizin
 5 Min|

Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis: Europäische Arzneimittelagentur akzeptiert Zulassungsanträge für Bimekizumab

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die beiden Zulassungsanträge für Bimekizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit aktiver Psoriasis-Arthritis (PsA) und erwachsener Patient:innen mit aktiver axialer Spondyloarthritis (axSpA) zur Prüfung angenommen. Die Zulassungsanträge, die auf den Daten der Phase-III-Studien BE OPTIMAL und BE COMPLETE (PsA) sowie BE MOBILE 1 und BE MOBILE 2 (axSpA) basieren, stellen einen bedeutenden Meilenstein dar und sind ein wichtiger Schritt zur Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten für diese Erkrankungen. Wenn Bimekizumab für diese beiden neuen Indikationen zugelassen wird, wäre es die erste neue Behandlungsoption für Psoriasis-Arthritis und axiale Spondyloarthritis, die selektiv auf IL-17F und nicht nur auf IL-17A abzielt.
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Medizin
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MS: Welche Rolle spielen EBV-spezifische T-Zellen?

Was Multiple Sklerose (MS) auslöst, ist bis heute ungeklärt. Eine potenzielle Ursache ist das Epstein-Barr-Virus (EBV). Wie dieses Virus, das die meisten Menschen in sich tragen, ohne dadurch Probleme zu haben, eventuell eine Rolle bei dieser Autoimmunerkrankung spielt, wurde in Analysen aus Münster näher untersucht (1). Ergebnis: Das Virus könnte ursächlich sein für die schädlichen Prozesse, die bei MS im Nervensystem ablaufen. Darauf deutet eine auffällig hohe Zahl von EBV-spezifischen T-Zellen bei den Betroffenen hin, die für eine aktive – und dann folgenreiche – EBV-Infektion bei ihnen spricht.
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Medizin
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Kälteagglutinin-Krankheit: CHMP empfiehlt Zulassung von Sutimlimab zur Behandlung der hämolytischen Anämie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme für Sutimlimab abgegeben. Das CHMP empfiehlt die Zulassung des monoklonalen Antikörpers gegen den Komplementfaktor C1s zur Behandlung der hämolytischen Anämie bei erwachsenen Patient*innen mit Kälteagglutinin-Krankheit (CAD) in der Europäischen Union (EU). Die Kälteagglutinin-Krankheit ist eine seltene chronische, autoimmune hämolytische Anamie (AIHA), die lebensbedrohliche thromboembolische Ereignisse zur Folge haben kann.
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Medizin
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KI verbessert Darmkrebsfrüherkennung

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten und Krebs-bedingten Todesursachen in Europa. Da die Entwicklung aus zunächst gesunder Schleimhaut bis zur Entwicklung eines Kolonkarzinoms 10 Jahre dauern kann, spielt Früherkennung bei dieser Krebsart eine wichtige Rolle. Hierzu wird insbesondere die Darmspiegelung eingesetzt, bei Männern ab dem 50., bei Frauen ab dem 55. Lebensjahr. Falls Verwandte ersten Grades betroffen sind, so soll die Früherkennungsmaßnahme bereits 10 Jahre früher erfolgen.
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Medizin
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Online-Symposium „Biofaktoren und Bewegung“ – Aktuelles Praxiswissen und 3 CME-Punkte

Welche Relevanz haben Biofaktoren wie Vitamine und Mineralstoffe für Mobilität und Leistungsfähigkeit und welche gesundheitlichen Effekte von Bewegung, Sport und Biofaktoren können in der Patientenbetreuung genutzt werden? Welche Funktionen erfüllen Neurotransmitter im menschlichen motorischen Nervensystem und welche Bedeutung kommt den neurotropen B-Vitaminen zu? Was können Biofaktoren und Bewegung beim Metabolischen Syndrom und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewirken?
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Medizin
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HIV-1-Infektion: Aktuelle Informationen zu den Studienprogrammen mit Islatravir

In Kürze wird ein neues klinisches Phase-III-Programm zur 1x täglichen Einnahme von Islatravir zur Behandlung von Menschen mit HIV-1-Infektion starten. Die neuen Phase-III-Studien werden die Kombination aus 1x täglich oral einzunehmendem Doravirin 100 mg und einer niedrigeren Dosis Islatravir (DOR/ISL) untersuchen. Dabei wird DOR/ISL bei zuvor unbehandelten Erwachsenen mit HIV-1-Infektion sowie in 2 Studien als Umstellung der antiretroviralen Therapie (ART) bei Erwachsenen mit HIV-1-Infektion, die viral supprimiert sind, untersucht. Bestimmte Studienteilnehmer, die sich derzeit in Untersuchungen zur 1x täglichen Behandlung mit DOR 100 mg/ISL 0,75 mg befinden, haben die Möglichkeit, in eine neue Studie mit der niedrigeren Islatravir-Dosis zu wechseln.
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Medizin
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Schlaganfall: Physiotherapie hilft, wieder am Leben teilzunehmen

Rund 260.000 Menschen erleiden nach Angaben der Deutschen Schlaganfallgesellschaft jährlich einen Schlaganfall. Schnelle Hilfe kann entscheidend sein, um das Überleben bzw. das Überleben mit möglichst wenigen Beeinträchtigungen zu gewährleisten. Neben einer schnellen Erstversorgung ist auch die (physio-)therapeutische Versorgung danach von großer Bedeutung. „Physiotherapie ist ein wichtiger Baustein, um Folgeschäden und Einschränkungen möglichst gering zu halten“, sagt Ute Repschläger, Physiotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK e.V.).
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Medizin
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Valoctocogen Roxaparvovec: Erste Gentherapie für Erwachsene mit schwerer Hämophilie A

Bei Menschen mit schwerer Hämophilie A (Faktor VIII-Aktivität < 1 IE/dl) kommt es zu spontanen Einblutungen ins Gewebe und in die Gelenke (1). Trotz prophylaktischer Therapie entwickeln diese Patient:innen früher oder später Gelenkarthropathien (2). Weitere Folgen sind chronische Schmerzen und eine eingeschränkte Mobilität (1). Mit Valoctocogen Roxaparvovec steht nun die erste Gentherapie zur Verfügung für schwere Hämophilie A bei Erwachsenen, die keine Faktor-VIII-Inhibitoren in der Vorgeschichte hatten, und bei denen keine Antikörper gegen das Adeno-assoziierte Virus vom Serotyp 5 (AAV5) nachweisbar sind. Der Bedarf an Gerinnungsfaktorkonzentraten und die Rate jährlicher Blutungsereignisse ließen sich durch die einmalige Behandlung dramatisch senken (1). „Damit eröffnet sich für Betroffene eine neue Lebensperspektive“, so das Fazit der Expert:innen auf einer Veranstaltung von BioMarin (3).
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Medizin
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Neue Rekordzahlen erwartet: Höhere Prävalenz und volle Wartezimmer durch Depressionen?

Schon vor der Corona-Pandemie waren psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen und Angststörungen weltweit führende Ursachen von gesundheitlichen Belastungen. Die Pandemie hat das Problem weiter verschärft: Einem aktuellen systematischen Review im Lancet zufolge hat Corona in Deutschland bis zu 17% mehr Fälle an Depressionen verursacht – Frauen waren häufiger betroffen als Männer, jüngere Menschen häufiger als ältere (1). Was aber nun an weiteren belastenden Faktoren hinzukommt ist alarmierend. Die rasche Diagnose und adäquate Therapiemaßnahmen können die Situation der Betroffenen jedoch verbessern. Dabei hat sich gezeigt, dass hochdosierter Johanniskrautextrakt eine leitlinienkonforme First-Line-Therapie bei leichten und mittelschweren Depressionen ist (2).
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Medizin
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Restless-Legs-Syndrom: Neue S2k-Leitlinie

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) betrifft viele Menschen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen stark. Die Therapie ist nicht einfach, insbesondere angesichts des Risikos der Augmentation, einer Verstärkung der Symptome durch eine zu hoch dosierte dopaminerge Therapie. Daher empfiehlt die Leitlinie die Kontrolle und Optimierung des Eisenstoffwechsels und einen langsamen und symptomorientierten Einsatz medikamentöser und nicht medikamentösen Behandlungsoptionen.
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Medizin
 6 Min|

EADV-Highlights: neue Studien- und Real-World-Daten zu Baricitinib und Ixekizumab

Auf dem diesjährigen Kongresses der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) standen unter anderem neue Auswertungen zur Langzeitwirkung und -verträglichkeit des JAK-Inhibitors Baricitinib bei der atopischen Dermatitis (AD) (a) im Fokus (1, 2) sowie dessen Wirksamkeit bei der jüngsten Indikationszulassung, der Alopecia areata (AA) (b, 3). Ebenfalls wurden neue Vergleichsdaten von Ixekizumab gegen Guselkumab bei Plaque-Psoriasis (c) (4) sowie Daten der Real-World-Studie PSoHO (Psoriasis Study of Health Outcomes) zu Ixekizumab vorgestellt (5).
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Medizin
 4 Min|

Verteiltes maschinelles Lernen: Besserer Datenschutz für KI-Anwendungen?

Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt die Menschen in Medizin, Mobilität und im Arbeitsalltag. Grundlage für KI-Systeme ist das Training mit Daten – häufig auch personenbezogenen Informationen. Die Methode des verteilten maschinellen Lernens kann den Datenschutz bei der Entwicklung von KI-Anwendungen verbessern, da die verwendeten Daten dabei nicht zentral gebündelt werden, sondern auf den Endgeräten und damit bei den Usern verbleiben. Allerdings kann dies auch neue Angriffspunkte für Cyberkriminelle schaffen. Einen Überblick über Potenziale und Risiken des verteilten maschinellen Lernens gibt die erste Ausgabe von KI Kompakt, einer neuen Publikationsreihe der Plattform Lernende Systeme.
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