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Medizin | Beiträge ab Seite 156

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Zulassung für 25-minütigen COVID-19 PCR-Test

XPhyto Therapeutics hat die europäische Zulassung seines Point-of-Care SARS-CoV-2 (COVID-19) RT-PCR-Testsystems („Covid-ID Lab“) bekanntgegeben. Covid-ID Lab ist nun innerhalb der Europäischen Union als kommerzieller In-vitro-Diagnosetest (CE-IVD) registriert. „Unser Test ist einer der schnellsten PCR-basierten COVID-19 Tests, die aktuell zugelassen sind. Mit einer Laufzeit von der Probenentnahme bis zum Ergebnis von 25 Minuten kombiniert Covid-ID Lab die Geschwindigkeit eines Screening-Schnelltests mit der Genauigkeit der PCR-Diagnostik“, kommentierte Hugh Rogers, XPhyto. „Covid-ID Lab ist für Point-of-Care-Tests konzipiert, insbesondere in Satelliten- und Kleinlaboren, wie z.B. an Verkehrsknotenpunkten, Grenzen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Schulen und im Gastgewerbe.“
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CED: Vedolizumab adressiert zusätzliche Sicherheitsaspekte

Die Sicherheit einer medikamentösen Therapie spielt während der aktuellen Pandemiesituation eine noch größere Rolle als zu „normalen“ Zeiten. Dies gilt insbesondere für Menschen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung einer dauerhaften Medikation bedürfen. Zusätzliche Sicherheitsaspekte in der SARS-CoV-2-Pandemie adressiert der Darm-selektiv wirkende α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab (Entyvio®) bei der Behandlung von Patienten mit mittelschweren bis schweren aktiven Formen von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn: Der aktuellen Studienlage zufolge kommt es unter Vedolizumab zu keiner Erhöhung des Risikos für eine SARS-CoV-2-Infektion (1).
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Typ-2-Diabetes: Topline-Ergebnisse Tirzepatid vs. Semaglutid

Der GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist Tirzepatid zeigte in der SURPASS-2-Studie eine signifikant überlegene Wirksamkeit in Bezug auf die Reduktion von HbA1c und Körpergewicht über alle 3 Dosierungen (5 mg, 10 mg und 15 mg) gegenüber Semaglutid 1 mg. SURPASS-2 ist eine von 10 Studien des Phase-III-Studienprogramms, in denen Tirzepatid derzeit in verschiedenen Dosierungen als Mono-oder Kombinationstherapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) untersucht wird (1). Tirzepatid ist ein einmal wöchentlich zu verabreichender dualer Agonist, der sich aus einem Inkretinrezeptor-Agonisten GIP (glukoseabhängiges insulinotropes Peptid) und einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA) zusammensetzt. Der duale Wirkstoff vereint die Wirkung beider Inkretine in einem Molekül und stellt eine neue Wirkstoffklasse dar, die für die Behandlung von T2D untersucht wird.
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WHO-Impfrat empfiehlt Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff

Ein unabhängiger Expertenrat für Impfstoffe empfiehlt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Firmen Janssen und Johnson & Johnson. Das Mittel habe eine Effizienz von 93,1% gegen Krankenhauseinweisungen, sagte der Vorsitzende des Rates (SAGE), Alejandro Cravioto, am Mittwoch in Genf. Die Effizienz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 liege nach 28 Tagen bei 85,4%.
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Periphere neuropathische Schmerzen: Topisches Capsaicin

Bei unterschiedlichen peripheren neuropathischen Schmerzsyndromen hat sich die Behandlung mit einem kutanen Capsaicin-Pflaster einer systemischen Gabe des Standardmedikaments Pregabalin als ebenbürtig erwiesen. Es handelt sich dabei um eine gut verträgliche, wirksame und gut handhabbare Therapieoption, wie Dr. Marc Seibolt, Chefarzt der Schmerztagesklinik des Algesiologikums München, berichtete. Das Capsaicin-Pflaster ist einfach anzuwenden und reduziert schnell den Schmerz. Mögliche Nebenwirkungen beschränken sich auf die Applikationsstelle, sind selbstlimitierend und klingen rasch ab.
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Moderate bis schwere COPD: Exazerbationsrate mit neuer fixen Dreifachtherapie senken

Für Patienten mit moderater bis schwerer chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) steht mit Trixeo Aerosphere® eine neue fixe Dreifachkombination mit den Wirkstoffen Formoterolfumarat (FF), Glycopyrronium (G) und Budesonid (B) zur Erhaltungstherapie zur Verfügung. Mit der Triplettherapie wurde im Vergleich zur dualen Kombinationstherapie LABA/LAMA das Risiko für mittelschwere bzw. schwere Exazerbationen um bis zu 50% gesenkt.
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Einstieg in die Insulintherapie erleichtern: Basalinsulin mit flachem und stabilem Wirkprofil wählen

Auch wenn der Zeitpunkt für den Einstieg in die Insulintherapie heutzutage erst in einem späteren Stadium des Typ-2-Diabetes erreicht wird, ist dessen hoher Stellenwert dennoch weiter unbestritten. Um Patienten diesen wichtigen Schritt zu erleichtern, sollte der behandelnde Arzt versuchen, Insulinangst und eine „psychologische Insulinresistenz“ abzubauen.    
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U-ACCOMPLISH-Studie zu Upadacitinib bestätigt verbesserte klinische, endoskopische und histologische Ergebnisse bei Colitis ulcerosa

Upadacitinib (45mg, einmal täglich) hat den primären Endpunkt der klinischen Remission (nach adaptiertem Mayo-Score) sowie sämtliche gewichteten sekundären Endpunkte der Phase-III-Induktionsstudie U-ACCOMPLISH erreicht (1). Bei 33% der Patient*innen unter Upadacitinib wurde in Woche 8 der Studie eine klinische Remission (gemäß angepasstem Mayo-Score) beobachtet, im Vergleich zu 4% der Patient*innen, die Placebo erhalten hatten (p< 0,001) (1). U-ACCOMPLISH ist die zweite von 2 Phase-III-Induktionsstudien zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Upadacitinib bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa (1).
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Psoriasis-Arthritis: Interleukin-23-Inhibitor neue Option für Biologika-Erstlinien-Therapie

Mit Guselkumab (Tremfya®) bei Psoriasis-Arthritis wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, um den medizinischen Bedarf bei dieser heterogenen chronisch-entzündlichen Erkrankung zu decken. Seit kurzem ist der erste reine Interleukin(IL)-23-Inhibitor zur Therapie der Psoriasis-Arthritis indiziert (1). Professor Dr. med. Georg Schett, Erlangen, und Professor Dr. med. Kristian Reich, Hamburg, referierten über IL-23 als Masterzytokin bei Psoriasis-Arthritis und Plaque-Psoriasis und ordneten die Daten der Zulassungsstudien DISCOVER-12 und -23 für ihren Praxisalltag ein.
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Hypertonie und Covid-19: Wie sich der Körper gegen Corona schützt

Ein körpereigenes Enzym könnte den Verlauf von Covid-19-Infektionen positiv beeinflussen und als Grundlage für neue Behandlungsmethoden dienen. Eine Forschungsgruppe um die Wiener Mediziner Manfred Hecking und Roman Reindl-Schwaighofer fand nun Anzeichen dafür, dass der Körper die Konzentration des Enzyms bei schweren Verläufen der Infektion von selbst erhöht. Das könnte Auswirkungen auf ein bereits in Erprobung befindliches Medikament haben.
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Morbus Crohn: Signifikante Verbesserung der klinischen Remission unter Risankizumab

In den beiden Phase‑III-Induktionsstudien ADVANCE und MOTIVATE bei erwachsenen Patient*innen mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn erreichten die Patient*innen unter den beiden Risankizumab-Dosierungen (600 mg und 1.200 mg) die primären Endpunkte klinische Remission und endoskopisches Ansprechen in Woche 12 (1, 2). In die ADVANCE-Studie wurden Patient*innen aufgenommen, die unzureichend auf eine konventionelle und/oder biologische Therapie angesprochen oder diese nicht vertragen hatten (1). Die MOTIVATE-Studie umfasste Patient*innen, die auf eine Biologikatherapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen hatten (2).
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Plaque-Psoriasis: Deucravacitinib erreicht alle Endpunkte in zulassungsrelevanter Studie

Es liegen positive Ergebnisse der Studie POETYKPSO-2 vor, der zweiten zulassungsrelevanten Phase-III-Studie zur klinischen Prüfung von Deucravacitinib, einem neuartigen oralen selektiven Tyrosinkinase-2 (TYK2)-Inhibitor, für die Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. In der Studie POETYK PSO-2 wurde die Dosierung von Deucravacitinib 6 mg einmal täglich untersucht und beide co-primären Endpunkte im Vergleich zu Placebo erreicht. Dabei erzielten nach 16 Wochen Behandlung mit Deucravacitinib signifikant mehr Patienten ein PASI-75-Ansprechen (Psoriasis Area and Severity Index von 75), definiert als eine PASI-Verbesserung um mindestens 75% gegenüber den Werten zu Studienbeginn, sowie einen sPGA-Score(Static Physician’s Global AssessmentScore) von 0/1 (frei oder fast frei von Hautläsionen).
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Diabetisches Makulaödem und neovaskuläre Makuladegeneration: Lange Therapieintervalle unter Faricimab

Die Prüfsubstanz Faricimab ist der erste bispezifische Antikörper, der für das Auge entwickelt wurde (1). Im Gegensatz zu den derzeitigen Therapien für DMÖ und nAMD, die den endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF)-Signalweg hemmen, zielt Faricimab über Angiopoietin-2 (Ang-2) und VEGF auf 2 verschiedene Signalwege ab, die eine Reihe von Netzhauterkrankungen begünstigen (1). Ang-2 und VEGF-A tragen zum Sehkraftverlust bei, indem sie die Blutgefäße destabilisieren, die Bildung neuer undichter Blutgefäße verursachen und Entzündungen verstärken (2). Durch die gleichzeitige Blockierung beider Signalwege, an denen Ang-2 und VEGF-A beteiligt sind, ist Faricimab dafür designt, die Blutgefäße zu stabilisieren und so die Sehkraft von Menschen mit Netzhauterkrankungen möglicherweise länger zu erhalten (2).
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COVID-19-Impfung nach Herzinfarkt oder Rhythmusstörungen

Herz-Kreislauf-Patienten gelten als besonders gefährdet für einen schweren Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus. Eine Impfung gegen COVID-19 trägt ohne Zweifel zum individuellen Schutz und zur Pandemieeindämmung bei. Deshalb rät die Herzstiftung Herz-Kreislauf-Patienten entschieden zur COVID-19-Impfung mit den Wirkstoffen auf mRNA-Basis (Biontech/Pfizer, Moderna) als auch auf Basis des neu zugelassenen Vektor-Impfstoffs.
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COVID-19: Fehlen eines Rezeptors im Immunsystem mit schweren Verläufen assoziiert

Die Interaktion zwischen dem Coronavirus SARS-CoV-2 und dem menschlichen Immunsystem beeinflusst maßgeblich den Verlauf und die Schwere der COVID-19-Erkrankung bei einzelnen PatientInnen. Die antivirale Immunantwort durch natürliche Killerzellen (NK-Zellen) ist im Normalfall ein wichtiger Schritt, um die Virusvermehrung bereits in der Anfangsphase der Infektion zu bekämpfen. Diese Killerzellen weisen auf ihrer Oberfläche spezielle, aktivierende Rezeptoren auf, unter anderem den NKG2C Rezeptor, der mit einer infizierten Zelle über eine ihrer spezifischen Oberflächenstrukturen, das HLA-E, kommuniziert. Diese Interaktion führt zur Zerstörung der virusinfizierten Zellen. Allerdings fehlt bei etwa 4% der Bevölkerung natürlicherweise aufgrund einer Gen-Variation der aktivierende Rezeptor NKG2C, bei ca. 30% der Population ist der Rezeptor nur teilweise vorhanden.
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