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Medizin | Beiträge ab Seite 158

Medizin

Chronische Schmerzen: Intrathekale Analgesie als Opioid-Alternative

Die Behandlung starker chronischer Schmerzen mit konventionellen Medikationen wie z.B. Opioiden ist nicht bei allen Patienten zufriedenstellend möglich. Dies ist vor allem der Fall, wenn der Patient unter neuropathischen oder refraktären Schmerzen leidet oder die Schmerztherapie zu nicht tolerierbaren Nebenwirkungen führt. In diesen Fällen kann die intrathekale Analgesie (ITA) mit Ziconotid (Prialt®) eine zielführende Alternative darstellen (1-6). 
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Moderne Therapie des Bauchaortenaneurysmas: perkutane endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung

Bauchaortenaneurysmen (BAA) treten besonders häufig bei Männern im höheren Alter auf. Besonders gefährlich sind sie ab einem Durchmesser von 5,5 cm bei Männern und ab 4,5 cm bei Frauen. Um BAAs frühzeitig zu entdecken, steht seit 2017 allen Männern ab 65 Jahren einmalig eine kostenlose Ultraschalluntersuchung zu. Zur Behandlung hat sich inzwischen die perkutane endovaskuläre Aneurysma-Ausschaltung (PEVAR) etabliert. 
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Myokardinfarkt: Umfassende Studie zu SGLT2-Hemmer Empagliflozin

Die koronare Herzerkrankung, einschließlich Myokardinfarkt, ist die weltweit häufigste Todesursache (1). EMPACT-MI wird in Zusammenarbeit mit dem Duke Clinical Research Institute durchgeführt und ist die erste Studie, die SGLT2-Hemmer hinsichtlich der Prävention einer Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt bei Menschen mit und ohne Diabetes untersucht. Die Studie ist Bestandteil des EMPOWER-Programms, dem umfassendsten klinischen Studienprogramm für einen SGLT2-Hemmer. Dieses untersucht die Wirkung von Empagliflozin (Jardiance®) (2) auf Menschen mit kardio-renal-metabolischen Störungen.
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Nosokomiale Pneumonie: Imipenem/Cilastatin plus Relebactam genauso wirksam wie Piperacillin/Tazobactam

Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie RESTORE-IMI 2 liegen nun vor. In der randomisierten, kontrollierten doppelblinden Studie wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination von Imipenem/Cilastatin mit dem derzeit in klinischer Entwicklung befindlichen Beta-Laktamase-Inhibitor Relebactam bei erwachsenen Patienten mit nosokomial erworbener und beatmungsassoziierter Pneumonie mit Piperacillin/Tazobactam verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Imipenem/Cilastatin plus Relebactam im primären und in wichtigen sekundären Endpunkten der Vergleichstherapie nicht unterlegen war. Die Daten wurden in Abstracts zum 30. European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID) online publiziert (1-4).
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Adipositas: Multimorbidität – auch bei COVID-19

Der hohe Anteil von Menschen mit Adipositas an den schweren Verläufen von COVID-19 zeigt nach Ansicht des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, den bedeutenden Krankheitswert der Adipositas als chronische, entzündliche Krankheit auf. „Insbesondere Menschen mit hochgradiger Adipositas und Begleiterkrankungen muss die Gesetzliche Krankenversicherung endlich eine bedarfs- und leitliniengerechte Therapie der Adipositas anbieten“, fordert BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Bestehende Barrieren beim Zugang zu einer evidenzbasierten Therapie wie der Adipositas-Chirurgie müssten beseitigt werden.
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Nikotinabusus: Lungenexperten warnen vor E-Zigaretten als Entwöhnungsprogramm

Laut der „Europäischen Tabakkontrollskala 2019“, die im Rahmen der „European Conference on Tobacco or Health (ECToH)“ vorgestellt wurde, belegt Deutschland bei der Tabakprävention im europäischen Vergleich den letzten Platz (1). Fast ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht klassische Tabakzigaretten; bei Kindern und Jugendlichen sind es knapp 10% (2). Zwar geht der Anteil der jugendlichen Tabakraucher in Deutschland zurück, der Konsum von E-Zigaretten nimmt in der Bevölkerung – und vor allem bei jungen Erwachsenen – jedoch kontinuierlich zu. Dass E-Zigaretten Gesundheitsgefahren bergen und keine Alternative für Menschen sind, die mit dem Rauchen aufhören möchten, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP) anlässlich des Weltnichtrauchertages hin. Zur Rauchentwöhnung seien in erster Linie strukturierte Entwöhnungsprogramme zu empfehlen.
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Patientenumfrage: Wie Menschen mit Rheuma die Corona-Krise erleben

Zu den Menschen, die das Robert Koch-Institut (RKI) zur Risikogruppe für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 zählt, gehören Patienten mit aktiven entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sowie diejenigen unter immunsuppressiver Therapie. Wie sich die aktuelle Situation auf die rheumatologische Versorgung sowie die Grunderkrankung auswirkt, möchte die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) nun mithilfe einer Patientenbefragung klären.
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COVID-19: ABX464 hemmt Replikation von SARS-CoV-2 im Atemwegsepithelmodell

Abivax SA hat bekanntgegeben, dass ABX464 die Replikation von SARS-CoV-2 in einem rekonstituierten menschlichen Lungenepithelzellmodell (in vitro) hemmt. Die Hemmung wurde durch Messung des trans-epithelialen, elektrischen Widerstands sowie mit Hilfe von RTqPCR (Virus-RNA-Analyse mit Hilfe der quantitativen real-time PCR) nachgewiesen. ABX464 hat sich bereits in der Behandlung von Colitis ulcerosa als wirksamer Medikamentenkandidat erwiesen. ABX464 ist für die spezifische Hochregulierung von miR-124 verantwortlich, welche der Dreifach-Wirkung des Medikamentenkandidaten zugrunde liegt: Hemmung der Virusreplikation, Herunterregulierung entzündungsinduzierender Zytokine und Gewebeheilung.
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Neues Portal für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen

In Zeiten von COVID-19 ist der Informationsbedarf zusätzlich erhöht, vor allem, da manche Patienten Bedenken wegen des Infektionsrisiko haben und einen Arztbesuch derzeit scheuen. Biogen hat daher seinen Service um das Portal www.meincareplus.de erweitert. Das umfangreiche Angebot entlastet den Facharzt und unterstützt u.a. Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), Morbus Crohn (MC), Colitis ulcerosa (CU) und Psoriasis (PSO), auch außerhalb der Praxiszeiten und von zu Hause, mit vielfältigen Informationen und nützlichen Tools.
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SARS-CoV-2: Nachweis über Neopterinwert

Neopterin ist ein spezifischer Marker des Immunsystems, der bei Th-1 vermittelten Immunreaktionen und Aktivierung vor allem durch Interferon-γ aufgrund z.B. einer Virusinfektion von Makrophagen freigesetzt wird und in Körperflüssigkeiten messbar ist. Erhöhte Neopterin-Konzentrationen sind ein sehr früher und sensitiver Marker für Infektionen mit Viren wie dem Erreger von SARS (dem Coronavirus SARS-CoV-1), COVID-19, HIV-1 (dem AIDS-Erreger), Röteln, CMV und vielen anderen Viruserkrankungen. Ein erhöhter Neopterinwert ist früher nachweisbar als spezifische Antikörper. Prof. Dr. Dietmar Fuchs, Innsbruck, Österreich, erläutert den praktischen Einsatz während der aktuellen Pandemie.
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Axiale Spondylarthritis: Zulassung für IL-17A-Inhibitor Secukinumab

Secukinumab (Cosentyx®) hat die Zulassung der Europäischen Kommission für die Behandlung von Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondylarthritis (nr-axSpA) in Europa erhalten. Damit ist Secukinumab der erste zugelassene vollhumane IL-17A-Inhibitor für Patienten mit nr-axSpA, was einen Teil des Krankheitsspektrums der axialen Spondyloarthritis (axSpA) darstellt. Der IL-17A-Inhibitor ist ebenfalls zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (PsO), Psoriasis-Arthritis (PsA) und ankylosierender Spondylitis (AS) zugelassen (1-3).
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Migräne: Effektive Prophylaxe mit CGRP-Antikörper Fremanezumab

Mit den CGRP-Antikörpern (Calcitonin Gene-Related Peptide) steht erstmals eine Substanzklasse zur Verfügung, die speziell für die Migräneprophylaxe entwickelt wurde. Der CGRP-Antikörper Fremanezumab (AJOVY®), der in Deutschland seit Mai 2019 auf dem Markt ist (1), reduziert signifikant die monatlichen Kopfschmerz- bzw. Migränetage sowohl bei episodischer als auch chronischer Migräne (2, 3) – neue Langzeitdaten untermauern diesen positiven Effekt (4, 5). Auch bei Patienten mit Komorbiditäten wie Medikamentenübergebrauch oder Depressionen kann das Migränemedikament erfolgreich eingesetzt werden. Seit dem 15. März 2020 steht Fremanezumab neben der Fertigspritze auch als Pen zur Verfügung. Die damit einhergehende einfache Handhabung und flexible Anwendung von Fremanezumab – einmal im Monat oder in einer höheren Dosierung nur einmal pro Quartal – geben den Patienten mehr Entscheidungsfreiraum im Alltag.
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Psoriasis vulgaris: Sprühschaum effektiver als Gel oder Salbe

Bei der topischen Therapie von Patienten mit Psoriasis vulgaris spielen nicht nur die Wirkstoffe eine Rolle, sondern auch deren Galenik (1). Besonders hervor tut sich hierbei Enstilar® Sprühschaum, der die Fixkombination aus Calcipotriol (Cal, 50 μg/g) und Betamethason Dipropionat (Bet, 0,5 mg/g) enthält (2). Dessen besondere Galenik ermöglicht eine bessere Bioverfügbarkeit als die wirkstoffgleiche Salbe bzw. das Gel und führt im Vergleich zu
einer signifikant überlegenen Wirksamkeit und einem schnelleren Wirkeintritt (3-5). Auch vor diesem Hintergrund sprechen sich die Autoren des Behandlungspfades „Topische Therapie bei Psoriasis vulgaris“ für den Einsatz der Cal/Bet-Fixkombination – die als Firstline-Therapie bei leichter
Psoriasis empfohlen wird – in der innovativen Sprühschaum-Galenik aus (6).
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