Journal MED

Medizin | Beiträge ab Seite 18

Medizin
Merkmal der IgG4-assoziierten Erkrankung sind die zu Beginn meist stark erhöhten Serum IgG4-Werte.
DGIM

IgG4-assoziierte Erkrankung: Symptome, Diagnostik und Therapie

Die IgG4-assoziierte Erkrankung (IgG4-RD) stellt eine Herausforderung dar, die es im multidisziplinären Team zu lösen gilt. Die Symptomvielfalt ist groß. Fast alle Organsysteme können von dieser chronischen, systemischen, fibroinflammatorischen Erkrankung betroffen sein, darunter häufig die Bauchspeicheldrüse und der hepatobiliäre Trakt. Überschneidungen im klinischen Erscheinungsbild mit anderen Erkrankungen, darunter Autoimmun-, entzündliche und Krebserkrankungen sowie Infektionen sind häufig. Um diese einordnen zu können, ist die multidisziplinäre Zusammenarbeit essenziell, wie Experten im Rahmen eines Symposiums anlässlich des 131. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) betonten.
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Medizin

OSA-Versorgung im Wandel: Neue Ansätze für eine individualisierte Langzeitstrategie

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) betrifft weltweit etwa 936 Millionen Erwachsene, davon leiden rund 425 Millionen an einer moderaten bis schweren Ausprägung. In Deutschland wird die Zahl der Betroffenen auf bis zu 14 Millionen geschätzt [1]. Trotz dieser hohen Prävalenz basiert die Versorgung in Deutschland weitgehend auf veralteten Strukturen der 1990er-Jahre. Darauf machte Holger Wöhrle, Ulm, auf einem Symposium im Rahmen des DGP-Kongresses 2025 aufmerksam.
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Hämatologie
ASCO 2025

Verbesserte Langzeitüberlebenschancen nach allogener Stammzelltransplantation

Fortschritte in der allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) haben die Überlebenschancen vieler Patient:innen mit hämatologischen Erkrankungen erheblich verbessert. Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 wurden neue Daten zu langfristigen Überlebensraten und Risikofaktoren bei Patient:innen vorgestellt, die 2 Jahre nach einer HSCT krankheitsfrei überlebt haben. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die Rolle der Cyclophosphamid (PTCy)-basierten Prophylaxe gegen die Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD).
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Long COVID
Post-COVID-Syndrom: Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Fatigue

Post-COVID-Syndrom: Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Fatigue?

Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien hat in einer aktuellen Studie neue Erkenntnisse über das Post-COVID-Syndrom (PCS) und die Relevanz eines gesunden Magen-Darm-Traktes dabei gewonnen. Die Untersuchung, die kürzlich im Fachjournal Allergy veröffentlicht wurde, zeigt, dass PCS-Patient:innen veränderte Entzündungsmarker und eine gestörte Darmbarriere aufweisen, was zur Entwicklung von postviraler Fatigue beitragen könnte [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Anti-TFPI-Therapie bei schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper: Erste Erfahrungen mit Marstacimab im Versorgungsalltag

Mit dem Anti-TFPI-Antikörper Marstacimab steht Patient:innen mit schwerer Hämophilie A oder schwerer Hämophilie B ohne Hemmkörper eine neue subkutane (s.c.) Behandlungsoption zur Routineprophylaxe von Blutungsepisoden zur Verfügung. Im Rahmen der GTH Highlights berichteten Expert:innen von ersten Erfahrungen aus der klinischen Praxis.
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Medizin

Knochenstruktur kann optimale Position für Schrauben bei Brüchen vorhersagen

Metallische Schrauben sind aus der Knochenchirurgie nicht wegzudenken – doch sie können unter alltäglicher Belastung versagen. Eine aktuelle Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) zeigt nun, dass sich dieses Risiko bereits vor der Implantation anhand detaillierter Knochenstrukturmessungen präzise abschätzen lässt. Durch die Kombination hochauflösender Mikro-CT-Aufnahmen mit Belastungstests wurden 2 entscheidende Parameter identifiziert, die bis zu 90% der Stabilitätsunterschiede erklären.
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Medizin
Cholesterinsenker wirken nicht antidepressiv

Cholesterinsenker wirken nicht antidepressiv

Statine werden bei hohen Cholesterinwerten verschrieben, um vor Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall zu schützen. Dass Cholesterinsenker außerdem antidepressiv wirken könnten, darauf weisen Ergebnisse kleinerer Studien hin. Dem gingen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin nun in einer kontrollierten Studie nach. Sie konnten allerdings keine antidepressiven Zusatzeffekte durch Statine nachweisen. Die Forschenden empfehlen daher die Verordnung von Statinen als Cholesterinsenker gemäß den allgemeinen Leitlinien, nicht aber zur Behandlung von Depressionen [1].
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Medizin
Schutz vor Herpes zoster bei Patient:innen mit Diabetes dringend nötig
DDG 2025

Schutz vor Herpes zoster bei Patient:innen mit Diabetes dringend nötig

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 2025 beleuchteten Prof. Dr. Baptist Gallwitz (Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V.), Prof. Dr. Norbert Stefan (Universitätsklinikum Tübingen), Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland (Universitätsklinikum der RWTH Aachen) sowie Dr. Tobias Wiesner (MVZ Stoffwechselmedizin Leipzig) die weiterhin unzureichenden Impfquoten vieler impfpräventabler Erkrankungen und gaben Tipps für die Impfprävention im Praxisalltag. Patient:innen mit Diabetes mellitus – aber auch mit anderen chronischen Erkrankungen – haben ein höheres Risiko, an einem Herpes zoster zu erkranken.
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Medizin
Asthma-Medikament hilft bei seltener neurologischer Erkrankung

Internationale Studie: Asthma-Medikament hilft bei seltener neurologischer Erkrankung

Das Asthma-Mittel Theophyllin ist ein geeignetes Medikament zur Behandlung der ADCY5-abhängigen Dyskinesie. Das zeigt eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die im Fachmagazin „Movement Disorders“ veröffentlicht wurde [1]. Die Betroffenen berichten über eine deutliche Linderung ihrer Symptome und eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Ursache für die Krankheit ist ein seltener Gendefekt, der bereits im Kleinkindalter zu Zuckungen und unkontrollierten Bewegungen führt. Bislang gibt es keine Möglichkeit, die ADCY5-abhängige Dyskinesie zu heilen.
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Medizin
Kombinationstherapie bei Aortenstenose und gleichzeitige Herzamyloidose

Kombinationstherapie bei Aortenstenose und gleichzeitiger Herzamyloidose

Eine Aortenklappenverengung (Aortenstenose) mit gleichzeitiger kardialer Amyoidose ist eine schwere Herzerkrankung des höheren Alters, die mit einem hohen Sterberisiko verbunden ist. Bisher besteht die Therapie in einem Klappeneingriff, während die Amyloidose genannten Ablagerungen im Herzmuskel oft unbehandelt bleiben. Ein Forschungsteam konnte nun erstmals nachweisen, dass die kombinierte Behandlung aus Herzklappenersatz und spezifischer medikamentöser Therapie einen deutlichen Überlebensvorteil für die Patient:innen bringt. Die Studienergebnisse wurden akutell im „European Heart Journal“ publiziert [1].
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Medizin
Doppelte CAR-T-Zelltherapie zeigt Erfolg bei seltener Autoimmunerkrankung

Doppelte CAR-T-Zelltherapie zeigt Erfolg bei seltener Autoimmunerkrankung

Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen ist es gelungen, eine Patientin mit einer besonders schweren Form einer Autoimmunerkrankung nacheinander mit zwei unterschiedlichen Typen von CAR-T-Zellen zu behandeln. Die 45-jährige Frau, die am Antisynthetase-Syndrom litt, ist inzwischen seit über neun Monaten beschwerdefrei, ohne irgendwelche Medikamente einzunehmen. Die Ergebnisse sind nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht worden und könnten den Weg zu neuen Behandlungsstrategien ebnen [1].
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Medizin
Text - Chronische Darmentzündung: Neuer Ansatz zur Krebsprävention | Text |

Chronische Darmentzündung: Neuer Ansatz zur Krebsprävention

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind schwer behandelbar und bergen Komplikationsrisiken, darunter das Entstehen von Darmkrebs. Betroffen sind insbesondere junge Menschen: Kommen Veranlagung und bestimmte Faktoren zusammen, treten Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn meist zwischen dem 15. und 29. Lebensjahr zutage – eine Zeit, in der Ausbildung und Berufsstart im Zentrum stehen. Entscheidend sind eine zügige Diagnose und Behandlung. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt einen therapeutischen Angriffspunkt entdeckt, der maßgeblich dazu beiträgt, die Entzündungsprozesse zu stoppen [1].
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Medizin
VELOCITY-Studie: Vericiguat mit höherer Startdosis sicher bei HFrEF

VELOCITY-Studie: Vericiguat mit höherer Startdosis sicher bei HFrEF

Auf dem diesjährigen Heart Failure Kongress der European Society of Cardiology (ESC) wurden die Ergebnisse der Phase-IIb-Studie VELOCITY vorgestellt. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt und bestätigte Sicherheit und Verträglichkeit einer höheren Startdosis von Vericiguat bei Patient:innen mit Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), unabhängig von einer kürzlichen Verschlechterung der Herzinsuffizienz (WHF).
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