Journal MED

Medizin | Beiträge ab Seite 179

Medizin
 2 Min|

ARTS-HF-Studie: Drittgenerations-Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist Finerenon zeigt geringere Gesamtmortalität und weniger Hospitalisierungen

Auf dem Europäischen Kardiologie-Kongress 2015 in London wurde die ARTS-HF-Studie mit Finerenon, einem neuen Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten (MRA) vorgestellt. Bei >1.000 Patienten, Durchschnittsalter 71 Jahre, mit Verschlechterung einer Herzinsuffizienz und Typ-2-Diabetes und/oder chronischer Nierenkrankheit bewirkte Finerenon zwar keine stärkere Reduktion des primären Endpunktes NT-proBNP als Eplerenon, jedoch signifikant bessere Resultate beim kombinierten sekundären Endpunkt aus Gesamtmortalität, kardiovaskulärer Hospitalisation sowie Krankenhausaufnahme wegen zunehmender Herzinsuffizienz (1).

Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Fuchsbandwurm: Risiko für Leib und Leber

Bis vor einigen Jahren wurde die Infektion, die durch das Larvenstadium des Fuchsbandwurms ausgelöst wird, hauptsächlich bei Landwirten oder Jägern diagnostiziert. Doch zunehmend sind auch Städter betroffen: Als Kulturfolger passt sich der Fuchs dem Stadtleben an und hinterlässt seinen Kot, der Bandwurmeier enthalten kann und oft monatelang ansteckend bleibt, in Sandkästen oder auf Gemüsebeeten. Einmal vom Menschen - zum Beispiel durch unzureichend gewaschene Nahrung - aufgenommen, wandern die Eier vermutlich über den Zwölffingerdarm in die Leber. Der genaue Übertragungsweg ist aber noch nicht eindeutig geklärt und ob eine Person erkrankt, scheint auch genetisch bedingt zu sein. Im Falle einer Ansteckung breitet sich die potentiell tödliche Krankheit zunächst schleichend aus: Unbehandelt wird die Leber zerstört - in seltenen Fällen sind auch Lunge und Gehirn betroffen. „Oft wird die Diagnose erst nach Jahren gestellt. Patienten klagen teilweise über Oberbauchschmerzen, Gelbsucht oder bei ärztlichen Untersuchungen wird eine Raumforderung in der Leber festgestellt“, weiß Dr. Andreas Hillenbrand, Oberarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Medizin-Nobelpreis für Naturstoffe: Auftrieb für die Phytomedizin

Die diesjährige Vergabe des Medizin-Nobelpreises wird in Fachkreisen als großartige Entscheidung für die Pflanzenheilkunde angesehen. Es sei bemerkenswert und ein großes Glück für das gesamte Feld der Phytomedizin, dass der Naturstoff Artemisinin durch die Preisverleihung ins Scheinwerferlicht der akademischen und der allgemeinen Öffentlichkeit gelangt, so Univ.-Prof. Dr. Thomas Efferth von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). „Das Nobelkomitee hat mit seiner Entscheidung die Naturstoffe in den Fokus gerückt und damit ein wichtiges Signal für künftige Forschungsfelder und Aufgaben gegeben“ teilte der Mainzer Wissenschaftler mit, der selbst auf dem Gebiet arbeitet.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Kakao-Flavanole erhalten die kardiovaskuläre Gesundheit während des Alterungsprozesses

Zwei aktuell publizierte Studien in Age und dem British Journal of Nutrition (BJN) zeigen, dass Kakao-Flavanole die Herz- und Gefäßfunktion verbessern und die Beanspruchung des Herzens während des Alterungsprozesses verringert. Die Studien liefern damit neue Daten, die darauf hinweisen, dass die regelmäßige Aufnahme von Kakao-Flavanolen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senkt. Flavanole sind sekundäre Pflanzenstoffe der Kakaobohne, die zur Gruppe der Polyphenole gehören.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Neue Tageshöchstdosis für retardiertes Oxycodon/Naloxon zugelassen: 160 mg/80 mg

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) eine Erhöhung der Tagesdosis genehmigt. Seit dem 20. Juli 2015 kann das Analgetikum in der neuen Dosierung von 160 mg Oxycodon und 80 mg Naloxon angewendet werden, etwa durch Einnahme von zwei Tabletten in der Wirkstärke von 40 mg/20 mg zweimal täglich (1). Ärzte können die Schmerztherapie dadurch noch flexibler titrieren und individueller an die Bedürfnisse von Patienten anpassen, ohne Kompromisse in der Verträglichkeit eingehen zu müssen.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

Forschung zu Altern und Neurogeneration: Oxidative Schädigungen im Cytosol

Die Frage, warum wir altern, ist eine der spannendsten Fragen der Menschheit, bislang aber nicht annähernd geklärt. Wissenschaftler am FMP sind der Antwort näher gekommen. In einer Studie konnten sie erstmals zeigen, dass das Endoplasmatische Retikulum im Alter seine oxidative Eigenschaft verliert. Geht dieses Lebenselixier verloren, können viele Proteine nicht mehr korrekt reifen. Zeitgleich reichern sich oxidative Schädigungen im Cytosol. Dieses Wechselspiel war bisher unbekannt und eröffnet ein neues Verständnis vom Altern, aber auch von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Sekundärer Wirkverlust unter Biologika-Therapie: Strategien bei Vorliegen von neutralisierenden Antikörpern

Etwa 30% der Patienten mit Rheumatoider Arthritis sprechen nicht auf eine Therapie mit einem TNF-Inhibitor an. Bei rund der Hälfte ist dies auf ein sekundäres Therapieversagen zurückzuführen, das oft durch die Bildung von neutralisierenden Anti-Drug-Antikörpern verursacht wird, und laut Privatdozent Dr. Eugen Feist, Charité Universitätsmedizin Berlin, Rheumatologie/klinische Immunologie, ein relevantes Problem in der Praxis darstellt. Der Bildung von Anti-Drug-Antikörpern kann durch eine Kombinationstherapie mit MTX vorgebeugt werden. Bei MTX-Kontraindikation oder -Unverträglichkeit kann von vornherein ein Biologikum mit geringer Immunogenität gewählt werden. Somit ist das unterschiedliche immunogene Potenzial der TNF-Inhibitoren ein Kriterium, das in die Therapieentscheidung einbezogen werden sollte. Das einzige humane lösliche TNF-α-Rezeptorfusionsprotein Etanercept (Enbrel®) besitzt keine klinisch signifikante Immunogenität.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 1 Min|

EU-Zulassung für Adalimumab zur Behandlung von Erwachsenen mit aktiver mittelschwerer bis schwerer Acne inversa

AbbVie gibt bekannt, dass Adalimumab (HUMIRA®) die Zulassung zur Behandlung von Erwachsenen mit aktiver mittelschwerer bis schwerer Acne inversa erhalten hat, die unzureichend auf eine konventionelle systemische Therapie angesprochen haben. Adalimumab ist somit das erste und einzige in der Europäischen Union (EU) zugelassene Medikament zur Behandlung der AI.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Aktivierte TRP-Kanäle leiten Schmerzprozesse ein, Kaliumkanal TRESK schwächt sie ab

Schmerzen sind eines der fünf klassischen Merkmale von Entzündungen. Verantwortlich für diese Art von Schmerz sind spezielle Entzündungssubstanzen, die Nervenzellen im betroffenen Gewebe sensibilisieren. In der Folge leitet die Nervenzelle ein elektrisches Signal verstärkt zum Gehirn weiter und löst dort die Schmerzempfindung aus. Tatsächlich ist das Geschehen jedoch deutlich komplexer als bisher bekannt. Wissenschaftlern der Universität Würzburg ist jetzt der Nachweis gelungen, dass diese Entzündungssubstanzen nicht nur Schmerzen verursachen. Professor Erhard Wischmeyer, Privatdozent Dr. Frank Döring und die Diplom-Biologin Sina Kollert vom Physiologischen Institut der Uni konnten zeigen, dass die Substanzen gleichzeitig eine zweite Art von Kanälen in den Nervenzellwänden aktivieren und damit der Schmerzentstehung entgegen wirken. In der Fachzeitschrift Scientific Reports stellen sie ihre Arbeit vor.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Kosten-Nutzen-Analyse: SPG-Stimulationstherapie ist medikamentöser Behandlung bei Clusterkopfschmerz langfristig überlegen

In einer kürzlich im Journal of Headache Pain veröffentlichten Studie (1) wurde die SPG-Stimulationstherapie mit den gängigen medikamentösen Therapien in Bezug auf Kosten und Nutzen verglichen. Dabei zeigte sich, dass die erstattungsfähige Methode der Standardtherapie mit Medikamenten bei der Behandlung von Clusterkopfschmerz langfristig überlegen ist - aus ökonomischer Sicht und in Bezug auf die Lebensqualität der Betroffenen.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Mehrzahl der Raucher ist lungenkrank

Deutlich mehr Raucher als bisher angenommen - rund 80 anstatt der mit gängigen Diagnosetests ermittelten ca. 50% - entwickeln eine sogenannte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die mit fortschreitenden Lungenschäden einhergeht. Das ist das Ergebnis einer Studie der führenden US-amerikanischen Lungenfachklinik National Jewish Health mit mehr als 8.800 Rauchern, an der auch ein Radiologe des Universitätsklinikums Heidelberg beteiligt war.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 1 Min|

Tiotropium/Olodaterol jetzt auch in Deutschland zugelassen

Die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) hat Spiolto® (Tiotropium/Olodaterol) Respimat® als langwirksame Dauertherapie zur einmal täglichen Inhalation für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) in Deutschland zugelassen. Spiolto® Respimat® führt bei Patienten, die eine COPD-Dauertherapie benötigen, von Anfang an zu signifikanten Verbesserungen der Lungenfunktion, der Lebensqualität und der Atemnot sowie zum reduzierten Verbrauch an Notfallmedikation gegenüber Spiriva® alleine. Alle Patienten, die einer Dauertherapie bedürfen, können unabhängig vom Schweregrad ihrer Erkrankung von einer signifikanten Verbesserung der Lungenfunktion profitieren.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Fettleibigkeit: Chronische Dünndarm-Entzündung und Kolonisierung des Jejunum-Epithels durch T-Zellen

Forscher haben nachgewiesen, dass schwere Adipositas mit Entzündungen des Dünndarms und einer Stärkung der Immunabwehr in diesem Bereich einhergehen, wodurch sich die Krankheit verschlimmert. Die Forscher haben Jejunum-Proben von 185 Patienten mit schwerer Adipositas und von 33 Personen mit Normalgewicht studiert. Das Jejunum ist ein Teil des Dünndarms, der eine wichtige Rolle bei der Aufnahme von Lipiden und Kohlenhydraten spielt.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 1 Min|

COPD-Dauertherapie Tiotropium/Olodaterol in ersten europäischen Ländern zugelassen

Die Zulassungsbehörden in den ersten europäischen Ländern (UK, Irland, Kroatien, Dänemark, Slowakei, Österreich, Norwegen, Rumänien und Spanien) haben Spiolto® (Tiotropium/Olodaterol) Respimat® als langwirksame Dauertherapie zur einmal täglichen Inhalation für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Die Zulassung in weiteren europäischen Ländern - darunter Deutschland - wird in den kommenden Monaten erwartet.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Novo Nordisk stellt Vertrieb des Basalinsulins degludec in Deutschland Ende September ein

Novo Nordisk wird den Vertrieb seines innovativen Basalinsulins Insulin degludec (Tresiba®) in Deutschland Ende September 2015 einstellen. Das Unternehmen reagiert damit auf das Ergebnis des AMNOG-Prozesses zu dem Diabetesmedikament, der jetzt mit der Entscheidung der Schiedsstelle abgeschlossen wurde. Das Sicherheitsprofil von Tresiba® ist unverändert positiv. „Wir bedauern diesen Schritt sehr“, sagt die deutsche Geschäftsführerin Krisja Vermeylen: „Wir sehen uns durch den Spruch der Schiedsstelle dazu gezwungen, der im Wesentlichen den Forderungen des GKV-Spitzenverbands entspricht und den künftigen Listenpreis auf die Höhe der Kosten einer Therapie mit Humaninsulin festgesetzt hat.“

Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Sonnencreme bremst Vitamin-D-Produktion: Frauenärzte der GenoGyn raten auch im Sommer zu ergänzenden Präparaten

Die Sonne wird gesucht, weil sie der Seele guttut. Der positive Nebeneffekt, dass die menschliche Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht das besonders wichtige Vitamin D selbst erzeugt, wird gern mitgenommen. Aber was geschieht, wenn Sonnenschutzmittel benutzt werden? Wird trotzdem Vitamin D produziert? "Solche Fragen gehören in diesen Wochen zu den häufigsten in unseren Praxen, denn viele Patientinnen wissen um die große Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit, etwa für den Knochenstoffwechsel", sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorsitzender der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Seine Antwort auf die Frage nach ausreichender körpereigener Vitamin-D-Produktion beim parallelen Einsatz wirksamer Sonnenschutzmittel ist ein eindeutiges Nein.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Darmbakterien kooperieren, wenn das Leben hart wird

Forscher des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg haben mit Hilfe von Computer-Modellierungen herausgefunden, wie Darmbakterien auf Veränderungen in ihrer Umgebung - etwa Abnahme des Sauerstoffgehalts oder des Nahrungsangebots - reagieren: Mikroorganismen, die sonst konkurrieren oder sich sogar gegenseitig verdrängen, können unter veränderten Lebensbedingungen auf einen kooperativen Lebensstil umschalten: Sie produzieren dann Substanzen, die anderen Arten das Leben erleichtern und ihnen sogar beim Überleben helfen. So stabilisiert sich die gesamte Lebensgemeinschaft - und passt sich gemeinsam erfolgreich der neuen Situation an.

Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Prmt5 Gen reguliert Aktivität und Funktion von Muskelstammzellen bei geschädigtem Skelettmuskel

Im Vergleich zu vielen anderen Organen hat die Skelettmuskulatur ein hohes Regenerationspotenzial. Bei einer Schädigung des Muskels beginnen zwischen einzelnen Muskelfasern angesiedelte Muskelstammzellen, die auch als Satellitenzellen bezeichnet werden, sich in kürzester Zeit zu teilen und die geschädigten Muskelzellen zu ersetzen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben entdeckt, dass ein als Prmt5 bezeichnetes Protein die Aktivität dieser Stammzellen wesentlich reguliert. Nun soll in weiteren Studien untersucht werden, welche Rolle das Prmt5 bei Muskelerkrankungen spielt.

Lesen Sie mehr