Donnerstag, 21. Juni 2018
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Gesundheitspolitik

20. Juni 2018

Dem Nachwuchsmangel in der Diabetologie entgegenwirken

Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Diabetes. Der Bedarf an Diabetesexperten steigt, aber es droht ein Behandlungsengpass. Ein Grund ist, dass es immer weniger klinische Lehrstühle für Diabetologie/Endokrinologie gibt. Zudem sind diabetologische Inhalte im Medizinstudium unterrepräsentiert. Sie reichen nach Ansicht der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) nicht aus, um eine Versorgung von Menschen mit Diabetes auf neuestem wissenschaftlichen Stand zu garantieren. Wie eine erfolgreiche Nachwuchsförderung aussehen könnte und welche Rolle die Politik hier spielen muss, erläutern Experten auf einer Pressekonferenz am 28. Juni 2018 in Berlin.

Laumann: Patienten müssen leichter Schmerzensgeld erstreiten können

Patienten haben im Gesundheitswesen wenig Mitspracherecht. Auch wenn es um Behandlungsfehler geht, ist ihre Position gegenüber Ärzten oft schwach. Das könnte sich ändern. Bei Behandlungsfehlern sollten Patienten mehr Rechte bei Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen bekommen. Das forderte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) vor der am Mittwoch beginnenden Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf. Die Regeln zur Beweislast müssten erleichtert werden, sagte Laumann der Deutschen Presse-Agentur. Darüber will er bei mit seinen Ressortkollegen sprechen.

Krankenkassen für ausgedehntere Praxis-Öffnungszeiten

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) werben für ausgedehntere Praxis-Öffnungszeiten abends und am Wochenende, damit Kassenpatienten leichter an Termine kommen. Ärzte könnten mehr Sprechstunden zu Zeiten anbieten, in denen sie es bisher nicht tun, sagte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandschef des GKV-Spitzenverbands, am Dienstag im brandenburgischen Kremmen. So könnte Ärzten zum Beispiel ermöglicht werden, samstags von 7.00 bis 19.00 Uhr Sprechstunden anzubieten statt wie bisher bis 14.00 Uhr. Dafür seien dann auch Verbesserungen bei der Vergütung vorstellbar.

12. Juni 2018

BDI: Landarztquote in Nordrhein-Westfalen – purer Aktionismus

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt zum Wintersemester 2018 eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages um und führt die Landarztquote ein. Hiermit soll die hausärztliche Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten gestärkt werden. „Die Regelung greift zu kurz, weil der Begriff Landarztquote sich einzig und allein auf die Allgemeinmedizin bezieht“, urteilt Dr. Hans-Friedrich Spies, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI).

Österreichs Raucher-Politik auf dem Prüfstand

Die raucherfreundliche Politik der rechtskonservativen österreichischen Regierung wird nun zum Fall für das höchste Gericht des Landes. Die Wiener Landesregierung klagt nach einem Beschluss vom Dienstag vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH) gegen die Aufhebung des ursprünglich geplanten Rauchverbots in der Gastronomie. Die seit Dezember 2017 regierende ÖVP-FPÖ-Koalition hatte im März unter bestimmten Voraussetzungen das Rauchen in Lokalen weiter erlaubt.

Apotheker und Ärzte wollen mehr rezeptfreie Wirkstoffe

Sowohl Apotheker als auch Ärzte sprechen sich für weitere Switches – also für die Entlassung von Wirkstoffen aus der Verschreibungs- in die Apothekenpflicht –  aus. Auch Verbraucher stehen dem Thema positiv gegenüber. Das sind die Ergebnisse von drei repräsentativen Umfragen, die der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) in Auftrag gegeben hat und am Dienstag im Rahmen der 2. BAH Switch-Konferenz in Berlin vorstellt.

Intensivmediziner als Anwälte der Patienten

Die Lebenserwartung der Bevölkerung hat in den letzten Jahren zugenommen, der Zahl älterer Menschen mit Mehrfacherkrankungen wächst stetig. Laut Prognosen wird der Anteil der über 60-jährigen Patienten auf Intensivstationen weltweit von 12% im Jahr 2013 auf 21% in 2050 zunehmen und sich damit fast verdoppeln. „Die moderne Intensivmedizin steht vor großen Herausforderungen, die durch den demografischen Wandel bedingt sind“, sagt Professor Dr. Uwe Janssens, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital Eschweiler.

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