Samstag, 15. August 2020
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Gesundheitspolitik

August 2020

Hartmannbund: Qualität der Weiterbildung ist wichtiger Garant für die künftige Versorgung in der Fläche

Der Hartmannbund in Niedersachsen hat an die Bedeutung von Krankenhausstrukturen für die ärztliche Weiterbildung erinnert. „Natürlich schauen wir gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen bei der Krankenhaus-Landschaft zunächst auf die Versorgung der Bevölkerung. Soll diese auch in der Fläche nachhaltig gesichert sein, dann dürfen wir das nicht ohne das Thema Weiterbildung denken", sagte die Vorsitzende des Verbandes, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat.

Keine Reisen nach Australien: Down Under lässt Grenzen vorerst zu

Australien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch "einige Monate" dauern, bis wieder Ausländer einreisen dürften, sagte Premierminister Scott Morrison. "Wir haben beschlossen, dass die internationalen Reisebeschränkungen für Ankünfte in Australien in ihrer derzeitigen Form fortgesetzt werden sollen", so Morrison. Er hoffe aber, dass die Regeln "irgendwann in der Zukunft" geändert werde könnten.

Althusmann: Zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat angesichts steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen vor einem zweiten Lockdown gewarnt. "Ich blicke mit großer Sorge auf die Zeit nach dem Ende der Sommerferien", sagte der CDU-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" am Freitag. "Wir müssen jetzt schon unser Pandemie-Management erweitern, denn einen zweiten allgemeinen Shutdown können wir uns nicht leisten. Das wäre wirtschaftlich und gesellschaftlich eine Katastrophe." Er sei aber optimistisch, dass dies verhindert...

Mehr als 50.000 Corona-Todesopfer in Mexiko

Mexiko hat als drittes Land der Welt die Marke von 50.000 registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 überschritten. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Donnerstag (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 819 auf 50.517. Knapp eine Woche zuvor hatte Mexiko Großbritannien überholt und war weltweit auf die dritte Stelle vorgerückt. Auf Platz eins bei den Todesopfern stehen nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität die USA mit mehr als 160.000, gefolgt von Brasilien mit mehr als 98.000.

Polizeigewerkschaften verteidigen Zugriffsrechte auf Gästelisten

Polizeigewerkschaften haben die Kritik an der Praxis zurückgewiesen, Daten von sogenannten Corona-Gästelisten für Ermittlungszwecke zu nutzen. "Es gehört zu den Kernaufgaben der Polizei, Gefahren abzuwehren und Straftaten zu verfolgen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. "Dazu kann auch – je nach landesrechtlicher Konkretisierung der Regelungen – die Möglichkeit gehören, Dokumente einzusehen, wie etwa solche Corona-Gästelisten."

Juli 2020

Angst vor zweiter Corona-Welle: England verlängert Selbstisolation

Mit Blick auf eine zweite drohende Coronavirus-Welle hat England eine Pandemie-Maßnahme verschärft. Wer positiv auf den Erreger getestet wurde oder typische Symptome wie hohes Fieber oder Riech- und Geschmacksverlust hat, muss künftig mindestens zehn Tage in Selbstisolation. Bisher waren mindestens sieben Tage vorgesehen. Es sei nicht auszuschließen, dass Infizierte auch noch nach einer Woche den Erreger verbreiten könnten, begründete der britische Gesundheitsminister Matt Hancock den Schritt am Donnerstag in London.

Remdesivir für 30.000 Europäer: EU-Kommission sichert Bezug

Zur Versorgung von 30.000 schwerkranken Covid-19-Patienten mit dem Mittel Remdesivir hat die EU-Kommission einen Bezugsvertrag mit dem Hersteller Gilead geschlossen. Der Wirkstoff – die bisher einzige in Europa zugelassene Arznei gegen schwere Fälle der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit – werde ab Anfang August geliefert, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die Menge reiche für den dringenden Bedarf in der EU und Großbritannien und werde gerecht verteilt.

Bund übernimmt Kosten von Corona-Tests für Reiserückkehrer

Die geplanten zusätzlichen Testmöglichkeiten auf das Coronavirus für Reiserückkehrer nach Deutschland will der Bund finanzieren. Die Kosten würden durch einen erhöhten Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die entsprechende Verordnung soll in dieser Woche in Kraft treten. Die Ressortchefs von Bund und Ländern hatten freiwillige Tests für alle Rückkehrer aus dem Ausland beschlossen, die für die Reisenden kostenfrei sein sollen.

Umfrage: Kassenpatienten bekommen Arzttermine etwas öfter sofort

Kassenpatienten kommen laut einer neuen Umfrage etwas häufiger sofort an Termine beim Arzt. Gar keine Wartezeit bis zum Praxisbesuch hatten nun 31% der gesetzlich Versicherten, wie die Befragung im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab – das waren zwei Punkte mehr als in der vorigen Umfrage 2019. Bei Privatpatienten mussten nach eigenen Angaben unverändert 30% gar nicht warten. Einen Tag bis drei Tage Geduld brauchten nun 12% der gesetzlich und 16% der privat Versicherten.

Grüne: Bund und Länder sollten gemeinsam zweite Corona-Welle stoppen

Angesichts steigender Infektionszahlen fordern die Grünen im Bundestag, dass sich Bund und Länder besser abstimmen im Kampf gegen eine mögliche zweite Corona-Welle. "Das hektische Fahren auf Sicht bereitet mir große Sorgen. Stattdessen brauchen wir ein vorausschauendes und einheitliches Vorgehen von Bund und Ländern, um eine zweite Welle zu verhindern", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem "Spiegel". "Konkret: zwischen Bund und Ländern vereinbarte Pandemieschutzpläne, ein verbindliches Konzept für bundesweite...

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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
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