Montag, 11. Dezember 2017
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Gesundheitspolitik

07. Dezember 2017

Im Westen mehr MS-Patienten als im Osten

Im Jahr 2015 wurden bundesweit über 223.000 (223.748) gesetzlich krankenversicherte Patienten ambulant wegen Multipler Sklerose (MS) behandelt, 2009 waren es lediglich etwas über 172.000 (172.497) Patienten. Dies entspricht einem Zuwachs von 29% in 6 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler des Versorgungsatlas in einer neu erschienen Untersuchung, für die Abrechnungsdaten aus dem vertragsärztlichen Bereich ausgewertet wurden. Auffallend sind die unterschiedlichen regionalen Verteilungen der Erkrankungshäufigkeit und der Neuerkrankungen. Hier zeigt sich, dass die MS in Westdeutschland häufiger auftritt und jährlich mehr Menschen daran neu erkranken, als in Ostdeutschland. Eine Ausnahme bildet dabei Berlin, das sich auf Westniveau befindet.

DKG: GKV-Überschüsse für Zukunftsinvestitionen einsetzen

Zu den Finanzergebnissen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Januar bis September 2017 erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Das Finanzergebnis der Gesetzlichen Krankenversicherung in den ersten neun Monaten 2017 ist entgegen aller Horrorszenarien, die die Kassen an die Wand gemalt haben, erneut extrem positiv. Mittlerweile ist die Finanzreserve der Krankenkassen viermal so hoch wie vom Gesetz vorgesehen."

06. Dezember 2017

Richtlinie stellt Diagnostik und Behandlung von Männern mit Kinderwunsch sicher

Einer künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers durch Injektion eines Spermiums in eine Eizelle(1) muss seit wenigen Monaten eine Untersuchung des Mannes durch Ärztinnen oder Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Andrologie“(2) vorausgehen. Die Untersuchung umfasst neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung zwei Spermiogramme gemäß den aktuellen Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation. Ein Spermiogramm ist eine sehr genaue Analyse von Spermien und Samenflüssigkeit. Dadurch kann eine schwere männliche Störung der Fruchtbarkeit nachgewiesen werden.

BDI fordert sofortiges Ende der unsachlichen Debatte zur Neuordnung der Notfallversorgung

"Die Debatte in den letzten Tagen über die Neuordnung der Notfallversorgung in Deutschland zwischen den Selbstverwaltungspartnern zeigt wieder einmal, dass die Akteure nichts hinzugelernt haben. Gegenseitige polemische Vorwürfe passen in die Vergangenheit und sind nicht geeignet, gegenüber Versicherten, Patientinnen und Patienten, Bürgern und Bürger und zuletzt der Politik, ein funktionierendes System der Selbstverwaltung abzubilden. Leider scheinen alle gerade an der Grenze ambulant/stationär konfliktiv unterwegs zu sein, anstatt zu kooperieren.

Finanzreserve der Krankenversicherung steigt auf 24 Milliarden

Das Geldpolster der gesetzlichen Krankenversicherung ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres auf 24 Milliarden Euro gestiegen. Das sind knapp 2 Milliarden mehr als nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die einzelnen Kassen verzeichneten rund 2,52 Milliarden Euro Überschüsse, wie das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit stiegen die Reserven der Kassen bis Ende September auf 18,6 Milliarden Euro.

05. Dezember 2017

Bürgerversicherung: „Die Gespensterdebatte“

Kaum ist der „Jamaika-Traum“ geplatzt, kommt die Bürgerversicherung mit der Versprechung eines „gerechteren Gesundheitssystems“ wieder auf den Tisch und wird als Druckmittel für eine neue GroKo von der SPD eingesetzt. Dabei spielte im Wahlkampf die Bürgerversicherung nur noch bei der Linkspartei und bei Herrn Prof. Lauterbach eine Rolle. „Offensichtlich hatten die anderen Politiker verstanden, dass mit den so vehement von den Kassen geforderten Terminvergabestellen zur Abschaffung der Ungerechtigkeiten lediglich ein bürokratisches Monster geschaffen wurde, dass sich als nahezu bedeutungslos in der Nachfrage durch die GKV-Versicherten herausgestellt hat“, meint der ärztlichen Geschäftsführer der Uro-GmbH Dr. Michael Stephan-Odenthal.

01. Dezember 2017

ver.di und Marburger Bund unterzeichnen Vereinbarung zum Umgang mit Tarifeinheitsgesetz

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Marburger Bund (MB) haben an diesem Freitag eine Vereinbarung zum Umgang mit den Auswirkungen des Tarifeinheitsgesetzes unterzeichnet. Zuvor hatten die Beschlussgremien beider Seiten dem Anfang November dieses Jahres erreichten Verhandlungsergebnis zugestimmt. Mit der Vereinbarung soll verhindert werden, dass Arbeitgeber die Gewerkschaften auf Kosten der Beschäftigten gegeneinander ausspielen können. Die bisherige Möglichkeit tarifpluraler Regelungen – wenn also in einem Betrieb verschiedene Tarifverträge Anwendung finden – soll auch unter den Rahmenbedingungen des Tarifeinheitsgesetzes für die Zukunft erhalten bleiben.

DDG stellte „Code of Conduct Digital Health“ zur digitalen Transformation vor

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat ihre 11. Herbsttagung gemeinsam mit dem 41. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® erfolgreich abgeschlossen. Fast 4.000 Teilnehmer bildeten sich unter dem Motto „Volkskrankheiten Diabetes & Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln“ im Congress Center Rosengarten fort. Die DDG stellte auf der Herbsttagung zudem ihr Rahmenpapier „Code of Conduct Digital Health“ zur digitalen Transformation vor. Darin legt sie dar, zu welchen medizinisch basierten Ansprüchen sie sich bei der digitalen Transformation bekennt und welche Erwartungshaltungen sowie Forderungen sich hieraus nach innen und nach außen ergeben.

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