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Gastroenterologie

Beiträge zum Thema Gastroenterologie

Medizin
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Pankreatitis: IL-1-Blockade als Therapieansatz

Pankreatitis: IL-1-Blockade als Therapieansatz

Forschende der Universitätsmedizin Greifswald haben im Tiermodell gezeigt, dass der Wirkstoff Anakinra die entzündungsbedingten Schäden bei einer akuten Pankreatitis verringert und bei einer chronischen Erkrankung die fortschreitende Vernarbung der Bauchspeicheldrüse verlangsamt. Das Medikament unterbricht einen Signalweg, der die ursprüngliche Schädigung des Organs mit der Immunreaktion und der späteren Vernarbung verbindet. Weil Anakinra bereits seit vielen Jahren gegen andere entzündliche Erkrankungen eingesetzt wird, könnte der Wirkstoff grundsätzlich schneller für eine neue Anwendung geprüft werden. Die Ergebnisse wurden im internationalen Fachmagazin Advanced Science veröffentlicht.
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Medizin
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Hepatitis E erhöht Risiko für akutes Leberversagen bei Leberzirrhose

Hepatitis E erhöht Risiko für akutes Leberversagen bei Leberzirrhose

Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) sind weltweit die häufigste Ursache für eine akute virusbedingte Leberentzündung. Bei Gesunden heilen sie meist unbemerkt aus. Für Menschen mit einer vorgeschädigten Leber können sie dagegen schwerwiegende Folgen haben. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat gezeigt, dass HEV-Infektionen bei Leberzirrhose in der Hälfte der Fälle zu akutem Leberversagen führen [1]. HEV-Infektionen sind jedoch unterdiagnostiziert. Um die Infektionen rechtzeitig zu entdecken und mit antiviralen Therapien in den Griff zu bekommen, wünschen sich die Forschenden ein größeres Bewusstsein für HEV-Infektionen beim medizinischen Personal sowie mehr Routinetests.
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CME: Schluckstörungen – ein interdisziplinärer Blick auf die eosinophile Ösophagitis

Persistierende Dysphagie oder wiederkehrende Bolusobstruktionen können auf eine eosinophile Ösophagitis (EoE) hinweisen – eine häufig übersehene, chronisch entzündliche Erkrankung der Speiseröhre. Drei Experten vermitteln praxisorientiert, wie eine frühzeitige Diagnose und Therapie Folgeschäden verhindern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Sichern Sie sich 2 CME-Punkte.
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Medizin
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Darmmikrobiom: Menge der Bakterien könnte wichtiger sein als ihre Zusammensetzung

Das Darmmikrobiom gilt als wichtiger Schlüssel für Gesundheit und Krankheit. Dennoch haben bisher nur wenige Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung den Weg in die klinische Anwendung gefunden. Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart zeigen nun, dass ein grundlegender Perspektivwechsel nötig sein könnte: Nicht nur die Zusammensetzung des Mikrobioms, sondern auch die absolute Menge an Darmbakterien könnte entscheidend sein. Dies würde erklären, warum eine ballaststoffreiche Ernährung eine vergleichbar gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet, wie das sogenannte Intervall-Fasten, obwohl sie unterschiedliche Effekte auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben. Quantitative Mikrobiomparameter könnten somit künftig neue Ansätze für Diagnostik und Therapie eröffnen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht [1].
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Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Fast jeder Mensch trägt Candida albicans in sich. Der Hefepilz besiedelt menschliche Schleimhäute wie beispielsweise im Mund oder im Darm – und das meist still und meist ohne Beschwerden. Das Immunsystem lernt früh, mit ihm umzugehen. Es bildet spezialisierte Abwehrzellen, sogenannte Th17-Zellen, die den Pilz in Schach halten. Was diese Zellen im gesunden Körper genau tun, wo sie entstehen und warum sie bei Morbus Crohn gefährlich werden können, hat ein Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation" (PMI) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nun erstmals systematisch aufgedeckt [1].
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Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankung bei Kindern entdeckt

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen identifiziert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht [1].
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Wie ein Cardiolipin-Mangel chronische Darmentzündungen verursacht

Wie ein Cardiolipin-Mangel chronische Darmentzündungen verursacht

Forschende des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln haben herausgefunden, dass das Lipid namens Cardiolipin essenziell ist, um die Immunreaktion im Darm unter Kontrolle zu halten. Diese Erkenntnisse eröffnen eine neue Sichtweise auf Entzündungen und können Aufschluss darüber geben, warum Krankheiten bei verschiedenen Patient:innen sehr unterschiedlich verlaufen.
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Erhöhte Glukagonspiegel und Fettleber: Ein übersehener Zusammenhang bei Typ-2-Diabetes

Erhöhte Glukagonspiegel und Fettleber: Ein übersehener Zusammenhang bei Typ-2-Diabetes

Im Mittelpunkt der Typ-2-Diabetes-Forschung stand bislang vor allem Insulin: Sprechen die Körperzellen schlechter auf das in der Bauchspeicheldrüse hergestellte Hormon an, steigt der Blutglukosespiegel langfristig an. Eine aktuelle Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums zeigt, dass auch das Hormon Glukagon bereits früh erhöht ist. Die Forschenden konnten nachweisen, dass ein erhöhter Glukagonspiegel mit einer metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD), umgangssprachlich Fettlebererkrankung, in Zusammenhang steht – einem engen Begleiter von Typ-2-Diabetes. Die Befunde werfen neue Fragen auf, die für die Entwicklung zukünftiger Therapien relevant sein könnten.
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Mesalazin: Therapie der ersten Wahl bei milder bis moderater Colitis ulcerosa (CU)

Bei milder bis moderater CU ist Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA) leitliniengerecht die erste Wahl.1 Das Therapieziel bei der CU ist heute allerdings nicht allein die klinische Remission, sondern auch eine endoskopische sowie histologische Remission, die mit einer günstigeren Langzeitprognose assoziiert sind.1 Mit oralem Mesalazin-Granulat können diese kombinierten Ziele – eine Disease Clearance – erreicht werden.2,3
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Vedolizumab bei pädiatrischer Colitis ulcerosa: KEPLER-Studie zeigt Wirksamkeit von Vedolizumab

Die zulassungsrelevante globale Phase-III-Studie KEPLER bestätigte die Wirksamkeit des intravenös verabreichten Integrin-Antikörpers Vedolizumab bei pädiatrischen Patient:innen mit Colitis ulcerosa (CU) im Alter von 2 bis 17 Jahren, die entweder auf konventionelle Therapie oder einen der Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα)-Antagonisten unzureichend angesprochen hatten. Fast die Hälfte der Patient:innen erreichte den primären Endpunkt der klinischen Remission in Woche 54. Diese Ergebnisse wurden auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) vorgestellt.
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Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Neue Interimsanalysen aus zwei Real-World-Studien bestätigen die schnelle Wirksamkeit und gut untersuchte Sicherheit von Upadacitinib bei einer breiten, heterogenen Population von Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa im Praxisalltag [1–3]. Neue Interimsanalysen der Real-World-Studien EUROPE und PROFUNDUS, die während des Kongresses der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) 2026 vorgestellt wurden, schlagen eine wichtige Brücke zwischen klinischen Endpunkten und der empfundenen Krankheitslast von Patient:innen mit Colitis ulcerosa. Sie zeigen nicht nur eine hohe klinische Effektivität [4, 5], sondern belegen eindrücklich eine schnelle und deutliche Reduktion der von Patient:innen berichteten Krankheitslast [4].
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Neue Erkenntnisse für die Praxis: Cholestatische Lebererkrankungen und Morbus Crohn

Klinische Forschung, die ankommt: Alle zwei Jahre richtet die Dr. Falk Pharma GmbH - Scientific & Educational Excellence Partner of Falk Foundation e.V. die Gastroenterologie-Seminarwoche in Titisee aus. Über neueste Entwicklungen in Diagnostik und Therapie gastroenterologischer und hepatologischer Erkrankungen informierte die hochkarätige Fortbildungsveranstaltung – praxisnah und organorientiert.
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Welt-Adipositas-Tag 2026

Adipositas und Fettlebererkrankungen im Fokus

Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 stand unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity„ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich, dass uns Adipositas alle betrifft und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin.
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