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Gastroenterologie

Beiträge zum Thema Gastroenterologie

Medizin

Neue Erkenntnisse für die Praxis: Cholestatische Lebererkrankungen und Morbus Crohn

Klinische Forschung, die ankommt: Alle zwei Jahre richtet die Dr. Falk Pharma GmbH - Scientific & Educational Excellence Partner of Falk Foundation e.V. die Gastroenterologie-Seminarwoche in Titisee aus. Über neueste Entwicklungen in Diagnostik und Therapie gastroenterologischer und hepatologischer Erkrankungen informierte die hochkarätige Fortbildungsveranstaltung – praxisnah und organorientiert.
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Medizin
Welt-Adipositas-Tag 2026

Adipositas und Fettlebererkrankungen im Fokus

Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 stand unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity„ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich, dass uns Adipositas alle betrifft und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin.
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Medizin
ECCO 2026

Mirikizumab: Drei Jahre steroidfreie klinische Remission bei Morbus Crohn

Auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) in Stockholm präsentierte Eli Lilly neue Langzeitdaten zu Mirikizumab [1] bei Morbus Crohn (MC): 91% der behandelten Patient:innen konnten eine in Woche 52 erzielte steroidfreie klinische Remission bis Woche 152 aufrechterhalten [2]. Mirikizumab ist damit der bislang erste und einzige Interleukin(IL)-23p19-Inhibitor mit nachgewiesener, anhaltender Wirksamkeit über drei Jahre bei MC und gleichzeitig über vier Jahre bei Colitis ulcerosa (CU) – verbunden mit einem überzeugenden Sicherheitsprofil [2-4]. In beiden Indikationen zeigen aktuell vorgestellte Daten darüber hinaus, dass Hospitalisierungs- und Operationsraten im Langzeitverlauf deutlich reduziert werden können [5, 6].
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Morbus Crohn
Morbus Crohn: Evidenzbasierte Wege zu besseren Outcomes

Morbus Crohn: Evidenzbasierte Wege zu besseren Outcomes

Im Rahmen des European Crohn’s and Colitis Organisation Congress 2026 in Stockholm, Schweden, widmete sich das Symposium „Raising the bar in Crohn’s disease treatment: Finding a path to improved outcomes“ aktuellen Strategien zur Behandlung des Morbus Crohn. Vorhandene Therapien wurden in unterschiedliche klinische Szenarien eingeordnet und Wege zu verbesserten Behandlungsergebnissen aufgezeigt. Die wissenschaftlichen Beiträge wurden unter anderem von Joana Torres (Hospital Beatriz Ângelo, Loures, Portugal) und Geert D’Haens (University Medical Center, Amsterdam, Niederlande) präsentiert.
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Medizin
Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert

Warum Patient:innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen".
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Medizin
Vedolizumab zeigt bei frühem Morbus Crohn besonders starke Effekte

Vedolizumab zeigt bei frühem Morbus Crohn besonders starke Effekte

Morbus Crohn verläuft chronisch progredient, mit dem Risiko struktureller Schäden, Hospitalisierungen und Operationen [1]. Frühere Studien zu Biologika, insbesondere Anti-TNFα-Therapien, legen nahe, dass ein früher Einsatz fortgeschrittener Therapien zu besseren Verläufen führen kann [2]. Für Vedolizumab, das selektiv das Integrin α4β7 blockiert und so die Migration von Lymphozyten in die Darmmukosa hemmt, lagen bislang jedoch keine prospektiven Daten vor, die Patient:innen mit frühem versus spätem Morbus Crohn systematisch vergleichen. Genau dies war Ziel der LOVE-CD-Studie [3].
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Medizin
Darmmikrobiom sagt Komplikationen nach Pankreatitis voraus

Darmmikrobiom sagt Komplikationen nach Pankreatitis voraus

Ein europaweite Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zeigt, dass die mikrobielle Zusammensetzung des Darms, das sogenannte Darmmikrobiom, Langzeitkomplikationen nach einer schweren akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung vorhersagen kann. Dazu wurde das Darmmikrobiom bei Krankenhausaufnahme analysiert und basierend auf diesen Daten ein computergestütztes Modell entwickelt, das spätere Komplikationen mit den mikrobiellen Veränderungen in Zusammenhang setzt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gut veröffentlicht [1].
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Medizin
Mundbakterien im Darm verschlimmern chronische Lebererkrankung

Mundbakterien im Darm verschlimmern chronische Lebererkrankung

Ob im Darm, im Mund oder auf der Haut: Der Körper ist von verschiedenen, meist nützlichen Bakterien besiedelt, deren Zusammensetzung sich in den jeweiligen Körperregionen unterscheidet. Ein Forschungsteam unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) und des King's College London hat nun deutliche Hinweise darauf gefunden, dass bei chronischer Lebererkrankung Bakterien aus dem Mund den Darm besiedeln. Es hat auch aufgedeckt, wie sich dadurch das Krankheitsbild verschlechtern kann.
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Gastroenterologie
Gastroenterologinnen und Viszeralmedizinerinnen sollen sichtbarer werden

Gastroenterologinnen und Viszeralmedizinerinnen sollen sichtbarer werden

Zu einer zweitägigen Veranstaltung in Berlin wurden Gastroenterologinnen und Viszeralmedizinerinnen eingeladen, weil heute mehr denn je Networking und Mentoring gefragt sind, um die ärztliche Versorgung auf qualitativ hohem Niveau gewährleisten zu können und das Fachgebiet weiblicher zu machen – und das auch in Führungspositionen. Damit Gastroenterologinnen und Viszeralmedizinerinnen sich aktiv vernetzen und austauschen können, hat Takeda die Initiative „GUT connected“ ins Leben gerufen. Frauen sollen sichtbarer werden.
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Medizin
Polyamine reaktivieren Darmregeneration im Alter

Polyamine reaktivieren Darmregeneration im Alter

Mit zunehmendem Alter verliert der Darm seine Fähigkeit, sich nach einer Schädigung vollständig zu regenerieren. Ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena und der Universität Turin hat nun herausgefunden, dass Polyamine, kleine Moleküle, die im Körper selbst produziert werden, dabei eine entscheidende Rolle spielen. Durch die gezielte Aktivierung des Polyaminstoffwechsels vor einer Schädigung gelang es den Forschenden, die Regenerationsfähigkeit alternder Darmzellen in einem Mausmodell wiederherzustellen. Ein möglicher neuer Ansatz zur Behandlung altersbedingter Gewebeschäden.
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Medizin
Lebertransplantation: Muster der chronischen Abstoßung entschlüsselt

Lebertransplantation: Muster der chronischen Abstoßung entschlüsselt

Eine Lebertransplantation rettet oft schwerkranke Patient:innen. Doch bleibt das Risiko, dass der Körper das neue Organ abstößt. Ärzt:innen unterscheiden zwischen akuter und chronischer Abstoßung. Während sich die akute Abstoßung gut diagnostizieren und behandeln lässt, schädigt die chronische das Organ nachhaltig und ist schwer zu erkennen – bisher nur durch Gewebeproben unter dem Mikroskop. Ein internationales Forschungsteam, geleitet von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), hat nun eindeutige molekulare Signaturen für die chronische Abstoßung nach einer Lebertransplantation entdeckt, die bei der Diagnose helfen könnten. Die Ergebnisse sind nach zehnjähriger Arbeit nun im Journal of Hepatology erschienen [1].
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Medizin
Guselkumab bei Colitis ulcerosa: 48-Wochen-Daten zur subkutanen Behandlung

Guselkumab bei Colitis ulcerosa: 48-Wochen-Daten zur subkutanen Behandlung

Auf der United European Gastroenterology Week (UEGW) wurden neue 48-Wochendaten der Phase-III-Studie ASTRO zur subkutanen Induktions- und Erhaltungstherapie mit Guselkumab bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa präsentiert [1]. Die Ergebnisse zeigen eine klinische und endoskopische Wirksamkeit von Guselkumab im Rahmen einer vollständig subkutanen Behandlung über 48 Wochen [1]. Guselkumab ist der erste IL23-Inhibitor, der Daten mit einem vollständigen subkutanen Regime zeigen konnte.
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Medizin
Filgotinib bei Colitis ulcerosa: Schnelle Remission ohne Kortikosteroide

Filgotinib bei Colitis ulcerosa: Schnelle Remission ohne Kortikosteroide

„Ein früher Therapieerfolg ist oft ein wichtiger Prädiktor für ein gutes Langzeitansprechen bei Colitis ulcerosa“, erklärte Prof. Dr. Torsten Kucharzik, Lüneburg, bei einem Symposium im Rahmen des Kongresses Viszeralmedizin 2025. Anhand einer Post-hoc-Analyse der randomisierten kontrollierten Studie SELECTION zeigte er, dass unter Filgotinib [1] eine rasche Verbesserung der Symptome erzielt werden kann: Biologika-naive Patient:innen erzielten innerhalb von neun Tagen und Biologika-erfahrene innerhalb von sieben Tagen eine symptomatische Remission [2]. Nach 58 Wochen hatten 61,8% der initialen Therapieansprecher unter Filgotinib eine Remission (pMCS) erreicht, im Vergleich zu 26,5% unter Placebo [2].
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Medizin

Colitis ulcerosa: Zulassung von subkutanem Guselkumab in der EU

Die Europäische Kommission hat die subkutane Formulierung von Guselkumab zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa zugelassen, die auf eine konventionelle Therapie oder eine biologische Behandlung unzureichend angesprochen haben, kein Ansprechen mehr zeigen oder diese nicht vertragen. Der IL-23-Inhibitor kann somit sowohl subkutan als auch intravenös als Induktionsdosis zur Behandlung von Colitis ulcerosa verabreicht werden.
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nicht-alkoholische Fettleber
Erstes Medikament zur Behandlung bei MASH mit Fibrose

Erstes Medikament zur Behandlung bei MASH mit Fibrose

Die metabolische Fettlebererkrankung MASLD ist in der Bevölkerung weit verbreitet und kann in eine nicht-alkoholische Steatohepatitis (MASH) mit Fibrose übergehen. Betroffene mit ausgeprägter Fibrose (Stadien F2 und F3) haben ein 10- bis 17-fach höheres Risiko für leberassoziierte Mortalität im Vergleich zu Patient:innen ohne Fibrose [1]. Mit Resmetirom steht in Deutschland jetzt eine leberspezifische Therapie für Patient:innen mit MASH (Metabolische Dysfunktion-assoziierter Steatohepatitis) und fortgeschrittener Leberfibrose zur Verfügung.
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