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Rheumatologie

Beiträge zum Thema Rheumatologie

Medizin
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Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Obinutuzumab: Neue Daten zeigen Remissionsvorteile bei SLE und Lupus-Nephritis

Aktuelle Phase-III-Daten zu Obinutuzumab zeigen, dass sowohl Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) als auch Patient:innen mit dessen häufigster Organmanifestation, der Lupus-Nephritis (LN), signifikant häufiger das Therapieziel der Remission erreichen, wenn sie den Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab zusätzlich zur bisherigen Standardtherapie erhalten [1-3].
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Medizin
 3 Min|
Deutscher Rheumatologiekongress 2026

Alt werden mit Rheuma: nicht weniger, sondern präziser behandeln

Im Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch das Immunsystem. Infekte verlaufen schwerer als noch in jüngeren Jahren, Impfungen können schwächer wirken, und zugleich nimmt die Neigung zu chronischen Entzündungen zu. Was diese Immunalterung für die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen bedeutet, diskutierten Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinischen Immunologie e. V. (DGRh) auf der Kongress-Pressekonferenz am 12. September 2026. Diese fand anlässlich des Deutschen Rheumatologiekongresses 2026 statt.
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Medizin
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Adipositas kann Rheuma-ähnliche Entzündung fördern

Adipositas kann Rheuma-ähnliche Entzündung fördern

Adipositas betrifft in Deutschland etwa 19,7% der Erwachsenen [1]. Die Fettleibigkeit belastet nicht nur die Gelenke, sondern verändert auch das Immunsystem der Betroffenen. Leipziger Forschende fanden im Blut von Menschen mit Adipositas vermehrt dieselben entzündungsfördernden Immunzellen wie bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen [2, 3]. Nach einer Magenband-Operation und starkem Gewichtsverlust bildeten sich die Veränderungen weitgehend zurück [4]. Die Ergebnisse zeigen einen immunologischen Zusammenhang zwischen Adipositas und rheumatoider Arthritis (RA) – und werfen neue Fragen für die Behandlung auf [2-4].
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Medizin
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Grafik: CAR-T-Zellen
Wirksamkeit von CD19-CAR-T-Zellen

Charité: CAR-T-Zell-Therapie bei schwerer rheumatoider Arthritis

Immuntherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie werden vor allem bei Krebserkrankungen eingesetzt. Künftig sollen die aus eigenen Abwehrzellen hergestellten Präparate auch Autoimmunerkrankungen heilen helfen. An der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt sechs Patient:innen mit schwerster rheumatoider Arthritis eine solche Behandlung erhalten. Das Ergebnis dieser weltweit ersten klinischen Studie: Bei allen Teilnehmenden ging die Krankheitsaktivität deutlich zurück, so die Forschenden in Nature Medicine [1]. Drei der Behandelten konnten am Ende auf jegliche Medikamente gegen rheumatoide Arthritis verzichten.
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Medizin
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Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Rheumatoide Arthritis: Neue Leitlinie zur frühen Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) veröffentlicht eine neue S3-Leitlinie zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten. Die Therapie soll unmittelbar nach gesicherter Diagnose beginnen – mit dem Ziel der Remission. Ist dies nicht erreichbar, wird zumindest eine geringe Krankheitsaktivität angestrebt. Neu geregelt sind vor allem die weiteren Behandlungsschritte bei unzureichendem Therapieerfolg, individuellen Risiken, ein kurzer Einsatz von Kortisonpräparaten und die kontrollierte Verringerung der Therapie bei anhaltender Remission.
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Medizin
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Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie

Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes (SLE) betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR-T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese jungen Frauen bieten, da diese Therapie die Autoimmunerkrankung nachhaltig zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett (Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)) zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Diese Ergebnisse wurden nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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Medizin
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Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmunerkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen [1].
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Medizin
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Neue S3-Leitlinie: Kardiovaskuläre Risiken bei rheumatischen Erkrankungen gezielt erkennen

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können neben Gelenken, Haut und inneren Organen auch Herz und Gefäße betreffen. Patient:innen erleiden häufiger kardiovaskuläre Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Gefäßerkrankungen und thromboembolische Ereignisse. Die nun veröffentlichte S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ fasst verfügbares Wissen zusammen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung. Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) entwickelt [1].
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Medizin
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Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden Daten aus der Phase-II-Studie JASMINE zu Nipocalimab – dem ersten Blocker des neonatalen Fc-Rezeptors (FcRn), der bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) untersucht wurde – vorgestellt. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Nipocalimab den primären Endpunkt einer Verringerung der Krankheitsaktivität, gemessen anhand des SRI-4*, bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem SLE nach 24 Wochen erreicht hat. Dies konnte, gemessen anhand des SRI-4* sowie des LLDAS†, bis Woche 52 erhalten werden [1].
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Medizin
 3 Min|
EULAR 2026

Neue Daten zu Upadacitinib zeigen positive Effekte von Upadacitinib bei Therapiewechsel

Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Daten zu Upadacitinib präsentiert, die zusätzliche Einblicke in die Behandlung von Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und axialer Spondyloarthritis (axSpA) geben. Die Ergebnisse umfassen neue Auswertungen zur Therapie nach Tumornekrosefaktor-Inhibitor (TNFi)-Versagen bei RA sowie Real-World-Daten zur Wirkung auf unterschiedliche Schmerzmechanismen bei axSpA [1, 2].
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Medizin
 2 Min|
Neue Immuntherapie könnte Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen stoppen

Neue Immuntherapie könnte Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen stoppen

Lungenfibrosen zählen zu den schwerwiegendsten Komplikationen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen wie der systemischen Sklerose oder rheumatoiden Arthritis. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Rheumatologen und DGRh-Mitglieds Dr. Wolfgang Merkt vom Universitätsklinikum Heidelberg hat nun einen neuen immunologischen Ansatz identifiziert. Dieser könnte künftig ein neuartiges Therapieprinzip ermöglichen: Körpereigene natürliche Killerzellen (NK-Zellen) werden dabei reaktiviert, um krankhaft veränderte Fibrosezellen gezielt zu beseitigen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) bewertet die Ergebnisse als wichtigen innovativen Impuls für die rheumatologische Forschung.
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Orphan Diseases
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Erste Therapie für die Behandlung der IgG4-assoziierten Erkrankung zugelassen

Die Zulassung für Inebilizumab wurde erweitert: Mit dem monoklonalen Anti-CD19-Antikörper (mAb) steht seit November 2025 erstmals eine spezifische Therapie für erwachsene Patient:innen mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) zur Verfügung [1]. In der Zulassungsstudie reduzierte Inebilizumab das Schubrisiko signifikant um 87% (vs. Placebo). Über die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission [2].
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Medizin
 2 Min|

SLE: Obinutuzumab reduziert Krankheitsaktivität signifikant

Aktuelle Daten der Phase-III-Studie ALLEGORY zeigen, dass Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) davon profitieren, wenn sie Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erhalten: 76,7% der Patient:innen erreichten in Woche 52 unter dem Obinutuzumab-Regime eine Verbesserung von ≥4 Punkten im SLE Responder Index 4 (SRI-4) [1]. Die aktuellen Daten der ALLEGORY-Studie wurden im Rahmen des 15. European Lupus Meetings (SLEuro 2026) vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert.
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Schwerpunkte
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Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Die CAR-T-Zelltherapie wurde ursprünglich für hämatologische Neoplasien entwickelt, gewinnt derzeit aber auch zunehmend an Bedeutung für die Behandlung autoimmuner rheumatischer Erkrankungen. Durch eine genetische Umprogrammierung von T-Zellen werden Autoantikörper-produzierende B-Zellen gezielt eliminiert. Erste klinische Studien berichten über rasche und anhaltende Remissionen mit Normalisierung immunologischer Parameter. Die klinische Anwendung befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist mit Herausforderungen wie Sicherheitsrisiken, hohen Kosten und komplexer Herstellung verbunden. Ergänzend werden CAR-basierte Plattformen der nächsten Generation, darunter genetisch modifizierte natürliche Killerzellen (CAR-NK-Zellen), chimäre Autoantikörper-Rezeptor-T-Zellen (CAAR-T-Zellen) und chimäre Antigen-Rezeptor regulatorische T-Zellen (CAR-Tregs), entwickelt, um Spezifität und Sicherheit weiter zu verbessern.
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Medizin
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Guselkumab erhält Zulassung zur Behandlung von Jugendlichen und Kindern mit Plaque-Psoriasis

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die Zulassungserweiterung von Guselkumab für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque‑Psoriasis bei pädiatrischen Patient:innen erteilt. Der Interleukin‑23‑Inhibitor kann jetzt auch bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren eingesetzt werden, die für eine systemische Therapie in Frage kommen. Seit November 2017 ist der IL-23-Inhibitor bereits für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.
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Medizin
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Lupus-Nephritis: EU-Zulassung von Obinutuzumab in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil

Obinutuzumab ist ab sofort in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil (MMF) für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit Lupus-Nephritis (LN) der aktiven Klasse III oder IV mit oder ohne begleitende Klasse V zugelassen. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie REGENCY zeigen, dass unter der Obinutuzumab-Kombination signifikant mehr Patient:innen in Woche 76 ein vollständiges renales Ansprechen (CRR) im Vergleich zum Placebo-Arm erreichten [1].
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