Kongressberichte | Beiträge ab Seite 2
Adipositas
2 Min|
DGIM 2026
Semaglutid wirkt über den Gewichtsverlust hinaus
Ernährungs- und Bewegungsmodifikationen sind bei Adipositas durchaus sinnvoll, allerdings fallen die langfristigen Effekte meist gering aus. Mit GLP1-Rezeptoragonisten verlieren die Betroffenen nicht nur mehr Gewicht – die Substanzen wirken sich unter anderem auch positiv auf Herz und Leber aus.
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E-Health
3 Min|
DMEA 2026
Zwischen Hype und Alltag: Wie viel KI ist schon Realität?
Künstliche Intelligenz verspricht schnellere Diagnosen, bessere Behandlungen und Zeitgewinn. Eine Diskussion auf der DMEA 2026 in Berlin zeigte: Im klinischen Alltag hapert es noch an vielen Stellen. Während KI in der Radiologie bereits fest implementiert ist, sucht sie in der Pflege noch ihren Platz. Kleinteiligkeit und fehlende Schnittstellen verhindern, dass Daten fließen können. Klinikverantwortliche stehen aufgrund der hohen Dynamik vor die Entscheidung, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt einzukaufen.
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COPD
4 Min|
DGIM 2026
Kortikosteroide bei COPD: Segen oder Fluch?
Patient:innen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) können in bestimmten Situationen Kortikosteroide erhalten. Aber was bringt das wirklich – und schadet es möglicherweise mehr, als das es nutzt? Zwei Expert:innen diskutierten das auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
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E-Health
3 Min|
DCK 2026
Operieren uns bald Maschinen?
Künstliche Intelligenz (KI) erobert nach und nach die Medizin. Auch in die Chirurgie und Operationssäle hält sie Einzug – vom OP-Roboter über Bildanalyse bis hin zur personalisierten Therapieplanung und Qualitätskontrolle. Bereits jetzt eröffnen KI-Systeme viele neue Optionen in der chirurgischen Versorgung. Die Behandler:innen können sie indessen nicht ersetzen.
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RSV
2 Min|
DGIM 2026
Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV): Impfraten dringend steigern
Infektionen der unteren Atemwege gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen [1]. Das RS-Virus trägt einen Anteil daran. Lange galt RSV als typische Säuglingserkrankung. Aktuelle Daten zeigen jedoch: Auch ältere Erwachsene sind gefährdet, schwere Verläufe zu entwickeln [2]. Für Hausarztpraxen gewinnt das Thema damit deutlich an Relevanz.
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Medizin
2 Min|
DMEA 2026
Gesundheitskompetenz: Chancen und Grenzen von DiGA
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland weist eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Dies wirkt sich nicht nur auf die individuelle Gesundheit aus, sondern belastet das gesamte System. Patient:innen finden sich nicht zurecht, nehmen ungerechtfertigt Notfallkapazitäten in Anspruch oder bringen die notwendige Therapieadhärenz nicht auf. Welchen Beitrag digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) leisten können, war Gegenstand einer Diskussion auf der diesjährigen DMEA.
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Medizin
3 Min|
DMEA 2026
ePA: Gefüllt mit Chaos, aber schon nutzbar und nützlich
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist in der Versorgung angekommen und ihr Nutzen wird allmählich erfahrbar. Im Rahmen eines Diskussionsforums auf der DMEA – Messe für digitale Gesundheitsversorgung – wurde sie von den Panelisten als „Marathon“, „Gamechanger“, „Wachstumsprojekt“, „Informationsplattform und Versorgungstool“ und „Rohbau“ bezeichnet, der jetzt mit Anwendungen gefüllt werden muss.
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Medizin
2 Min|
DGIM 2026
Geneditierung hilft bei β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit
Die Geneditierungstherapie mit patienteneigenen Stammzellen ist eine neue Behandlungsoption für Menschen mit β-Thalassämie und Sichelzellkrankheit. Neue Daten belegen die Wirksamkeit anhand hoher Raten an Transfusionsunabhängigkeit und Freiheit von vaso-okklusiven Ereignissen.
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Asthma
2 Min|
DGIM 2026
Asthma & COPD: Exazerbation durch frühzeitige Triple-Therapie vermeiden
Die aktuellen GOLD-Empfehlungen und die neuen GINA-Updates setzen klare Signale: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Asthma müssen früher, konsequenter und individueller behandelt werden [1, 2]. Zeitige Kombinationstherapien, insbesondere die Triple-Therapie (LAMA/LABA/ICS), verbessern die Symptomkontrolle, verhindern Exazerbationen und stabilisieren die Erkrankung langfristig.
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Ernährung und Lebensstil
2 Min|
DGIM 2026
Stille Entzündungen machen uns krank im Alter
Entzündliche Prozesse stünden in einem direkten Zusammenhang mit verschiedenen Alterskrankheiten, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Leiterin der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf der Pressekonferenz des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden. Mit einer angepassten Ernährung könnten Patient:innen hier gegensteuern.
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Orphan Diseases
2 Min|
GPN 2026
Ravulizumab effektiv bei Kindern mit atypischem Hämolytisch-urämischem Syndrom
Patient:innen mit der sehr seltenen Erkrankung atypisches hämolytisch-urämisches Syndrom (aHUS) profitieren von intravenösen Infusionen mit einem C5-Komplement-Inhibitor. Während dies bei Eculizumab alle zwei Wochen erforderlich ist, muss das seit einigen Jahren verfügbare Ravulizumab dank seiner längeren Halbwertzeit nur noch alle acht Wochen infundiert werden, bei Kindern ≥ 10 bis < 20 kg Körpergewicht alle vier Wochen.
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HIV
2 Min|
Münchner AIDS- und Infektiologie-Tage 2026
Moderne HIV-Therapie – Die ART bleibt selten allein
Moderne antiretrovirale Therapien (ARTs) erhöhen heute dank großer Fortschritte in der HIV-Medizin die Chance für Betroffene auf eine nahezu gleiche Lebenserwartung wie in der Allgemeinbevölkerung bei guter Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter, Multimorbidität und der Einnahme weiterer Substanzen kann es jedoch zu Wechselwirkungen kommen, die den Therapieerfolg einer ART beeinträchtigen können. Wenn dafür ein Risiko besteht, sollte das Regime vorausschauend umgestellt werden.
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Asthma
2 Min|
DGP 2026
Real-World-Daten zur Triple-Therapie bei Asthma
Die nicht-interventionelle Real-World-Studie TriMaximize liefert erstmals umfassende Versorgungsdaten zur extrafeinen inhalativen Dreifach-Fixkombination Beclometason/Formoterol/Glycopyrronium (BDP/FF/G) bei Patient:innen mit mittelgradigem bis schwerem Asthma [1]. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Pressedinners beim DGP-Kongress 2026 diskutiert.
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Pneumologie
2 Min|
DGP 2026
Neues Biologikum: Ultra-langwirksame Therapieoption für CRSwNP und Asthma
Die chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) ist eine überwiegend durch Typ-2-Inflammation vermittelte Erkrankung mit hoher Krankheitslast und ausgeprägter Symptomatik. Trotz verfügbarer Therapien kommt es häufig zu Rezidiven, auch nach chirurgischen Eingriffen oder systemischer Kortikosteroidtherapie.
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Medizin
2 Min|
ECCO 2026
Mirikizumab: Drei Jahre steroidfreie klinische Remission bei Morbus Crohn
Auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) in Stockholm präsentierte Eli Lilly neue Langzeitdaten zu Mirikizumab [1] bei Morbus Crohn (MC): 91% der behandelten Patient:innen konnten eine in Woche 52 erzielte steroidfreie klinische Remission bis Woche 152 aufrechterhalten [2]. Mirikizumab ist damit der bislang erste und einzige Interleukin(IL)-23p19-Inhibitor mit nachgewiesener, anhaltender Wirksamkeit über drei Jahre bei MC und gleichzeitig über vier Jahre bei Colitis ulcerosa (CU) – verbunden mit einem überzeugenden Sicherheitsprofil [2-4]. In beiden Indikationen zeigen aktuell vorgestellte Daten darüber hinaus, dass Hospitalisierungs- und Operationsraten im Langzeitverlauf deutlich reduziert werden können [5, 6].
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Medizin
2 Min|
DGKN 2026
Epilepsie: Wie Wearables und Sensoren Anfälle, Alltag und Therapie verändern
Das Therapiemonitoring bei kurzzeitigen, wiederkehrenden Symptomen wie epileptischen Anfällen ist bislang schwierig und stützt sich häufig auf fehleranfällige Symptomtagebücher und punktuelle Untersuchungen ohne klaren zeitlichen Bezug zur Krankheitsdynamik. Epileptische Anfälle können potenziell lebensbedrohlich sein und zu schweren Verletzungen oder zum plötzlichen Epilepsietod (sudden unexpected death in epilepsy, SUDEP) führen. Klinisch geprüfte Wearables zur Detektion könnten das Risiko reduzieren [1].
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Hämatologie
3 Min|
GTH-Kongress
Non-Faktor-Therapie mit Marstacimab bei der Hämophilie: Positive Erfahrungen im Praxisalltag
Seit einem Jahr steht Marstacimab zur Routineprophylaxe bei Patient:innen mit schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper ab zwölf Jahren in Deutschland zur Verfügung. Mittlerweile werden bereits 30 Patient:innen mit dem monoklonalen Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) behandelt. Er wird einmal wöchentlich mittels Fertigpen in fixer Dosierung subkutan injiziert und hat damit das Potenzial, die Behandlungslast der Betroffenen zu verringern.
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Medizin
2 Min|
International Stroke Conference 2026
Asundexian reduziert sekundäre Schlaganfälle ohne erhöhtes Blutungsrisiko
Auf der International Stroke Conference präsentierte Ergebnisse der Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE zeigen, dass Asundexian ischämische Schlaganfälle bei Patient:innen nach einem nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder einer Hochrisiko-Transitorischen ischämischen Attacke (TIA) im Vergleich zu Placebo signifikant um 26% reduziert, ohne das Risiko schwerer ISTH-Blutungen (International Society on Thrombosis and Hemostasis) zu erhöhen.
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Medizin
4 Min|
DGPPN 2025
Erstmals Real-World-Daten zum klinischen Akuteinsatz von Risperidon ISM® bei exazerbierter Schizophrenie
Der frühzeitige Einsatz von Depot-Antipsychotika steigert die Chance auf langfristigen Behandlungserfolg bei Schizophrenie, erklärte Prof. Dr. Christoph U. Correll, Berlin, bei einem Satellitensymposium [1] zur DGPPN-Jahrestagung 2025. Für das schnell wirksame Depot Risperidon ISM® liegt jetzt neue Evidenz unter klinischen Alltagsbedingungen vor. Die prospektive, nicht-interventionelle RESHAPE-Studie hat die Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Schizophrenie-Patient:innen, die aufgrund eines Rückfalls stationär behandelt wurden, untersucht [2]. Ersten Erkenntnissen nach profitieren Patient:innen mit Risperidon ISM® auch unter Routinebedingungen, u. a. von einem schnellen Wirkeintritt und einer raschen Verbesserung der Funktionsfähigkeit, sagte Prof. Dr. Thomas Messer, Pfaffenhofen [3, 4].
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Medizin
3 Min|
GNP-Kongress 2025
Komorbiditäten beim Rett-Syndrom: Eine Herausforderung für Ärzte und Familien
Bei einer seltenen Erkrankung wie dem Rett-Syndrom gilt es, trotz des breit gefächerten Spektrums an teils unspezifischen Symptomen, Fehldiagnosen zu vermeiden. Diese Herausforderung wurde beim Kongress der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP-Kongress) in Bern im Rahmen von Symposiumsbeiträgen rund um das Thema Rett-Syndrom in den Fokus gestellt.
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