Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 41

Kanzleramtschef Thorsten Frei setzt auf eine Verständigung von Bund und Ländern in dieser Woche, um die Krankenkassenbeiträge zum neuen Jahr zu stabilisieren. Er sei zuversichtlich, dass man an diesem Mittwoch im Vermittlungsausschuss eine Lösung finde, die dann am Freitag im Bundesrat zur Zustimmung führen werde, sagte der CDU-Politiker nach Sitzungen der Spitzengremien seiner Partei in Berlin. Die Beiträge würden steigen, wenn man eine geplante Entlastung von zwei Milliarden Euro nicht hinbekommen würde.
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Ob nun als Stich oder Biss bezeichnet, die Übertragung von Krankheitserregern durch Zecken löst mitunter schwerwiegende Infektionskrankheiten aus, die allerdings im Falle der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) durch Impfung vermeidbar sind. Angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen und der schlecht zu kalkulierenden allgemeinen Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Zeckenbefall erscheint eine rechtzeitige wirksame Immunisierung gegen FSME immer wichtiger. Das betonte Prof. Dr. Jörg Schelling, München, und verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit per Schnell-Schema eine vollständige Grundimmunisierung mit drei Impfdosen innerhalb von drei Wochen zu gewährleisten. Dieses beschleunigte Impfschema zu den Tagen 0, 7 und 21 könne inzwischen auch bei Kindern ab 1 Jahr eingesetzt werden.
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Medizin
 1 Min|

Zulassungsempfehlung für Mepolizumab zur Behandlung von COPD

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur hat die Zulassung des monoklonalen Antikörpers gegen Interleukin-5 (IL-5) Mepolizumab als Zusatztherapie zur Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit unkontrollierter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die durch erhöhte Eosinophilenzahlen im Blut gekennzeichnet ist, in Kombination mit einem inhalativen Kortikosteroid (ICS), einem langwirksamen Beta2-Agonisten (LABA) und einem langwirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA) empfohlen.
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Medizin
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AHA 2025

Fortgeschrittene Herzinsuffizienz: Positive klinische Ergebnisse zum Einsatz des Herzpflasters

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der American Heart Association (AHA) in New Orleans wurden neue Ergebnisse der klinischen Studie BioVAT-HF-DZHK201 zum „Herzpflaster“ vorgestellt. Die Studie untersucht, unter welchen Bedingungen künstliches Herzgewebe in der Behandlung von Patient:innen mit Herzschwäche im Endstadium – einer terminalen Herzinsuffizienz – sicher eingesetzt werden kann. Die Daten zeigen, dass die BioVAT-Transplantate gut vertragen wurden und ein angemessenes Sicherheitsprofil aufweisen.
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Medizin
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Prävention senkt Gefahr von Nierenschäden nach OPs: Biomarker helfen, gefährdete Patient:innen früh zu erkennen

Prävention senkt Gefahr von Nierenschäden nach OPs: Biomarker helfen, gefährdete Patient:innen früh zu erkennen

Ein internationales Forschungsteam um Dr. Thilo von Groote und Prof. Dr. Alexander Zarbock von der Universität Münster belegt in einer aktuellen Studie, die jetzt im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde [1], dass eine gezielte präventive Behandlungsstrategie nach großen Operationen die Gefahr schwerer Nierenschäden deutlich verringert.
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Medizin
 3 Min|
Neuer Arzeistoff-Kandidat gegen resistente Tuberkulose-Erreger

Neuer Arzeistoff-Kandidat gegen resistente Tuberkulose-Erreger

Einen neuen vielversprechenden Wirkstoff gegen Tuberkulosebakterien haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) entwickelt. Im Labor stellte das Team eine Verbindung her, die die Energieproduktion der Krankheitserreger hemmt und sie absterben lässt. Etablierte Medikamente wirken auf ähnliche Weise, allerdings wird der Erreger zunehmend resistent gegen diese Arzneimittel. Die Ergebnisse der Studie, an der weitere Forschende aus Deutschland, den USA und Kanada beteiligt waren, wurden im „Journal of Medicinal Chemistry“ veröffentlicht [1].
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Medizin
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Hypertonie-Leitlinien in der Kritik: Zu umfangreich und praxisfern

Nationale und internationale Hypertonie-Leitlinien gelten als zu umfangreich und im Praxisalltag nur bedingt umsetzbar. Eine Umfrage unter 437 Ärzt:innen zeigt: Die Implementierung ist mit zahlreichen organisatorischen und technischen Hürden verbunden und scheitert häufig an fehlender Zeit, mangelnden Ressourcen und fehlendem Praxisbezug. Die Umfrage, die auf dem Deutschen Hypertonie Kongress 2025 in Heidelberg vorgestellt wurde, macht zudem deutlich, dass die Patientenperspektive in Hypertonie-Leitlinien stärker berücksichtigt werden sollte [1].
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Medizin
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Arzt in Patientengespräch

RKI-Erhebung: Deutsche schätzen ihre Gesundheit schlechter ein

Die Menschen in Deutschland haben im Jahr 2024 ihre gesundheitliche Lage als weniger gut angesehen als noch ein Jahr zuvor. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Bericht „Gesundheit in Deutschland“ schreibt, schätzten im vergangenen Jahr 64,2% der Erwachsenen ihre Gesundheit als sehr gut oder gut ein. Altersstandardisiert entspreche das einem Rückgang um mehr als drei Prozentpunkte gegenüber 2023.
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Medizin
 2 Min|

Lupus-Nephritis: EU-Zulassung von Obinutuzumab in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil

Obinutuzumab ist ab sofort in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil (MMF) für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit Lupus-Nephritis (LN) der aktiven Klasse III oder IV mit oder ohne begleitende Klasse V zugelassen. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie REGENCY zeigen, dass unter der Obinutuzumab-Kombination signifikant mehr Patient:innen in Woche 76 ein vollständiges renales Ansprechen (CRR) im Vergleich zum Placebo-Arm erreichten [1].
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Medizin
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Mehr als ein Drittel der Demenzfälle in Deutschland wäre vermeidbar

Rund 36% der Demenzfälle in Deutschland hängen mit Risikofaktoren zusammen, die sich grundsätzlich beeinflussen lassen. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) am Standort Rostock/Greifswald und der Harvard Medical School. Grundlage der Studie sind aktuelle Daten aus dem Deutschen Alterssurvey 2023 – einer bundesweiten, repräsentativen Befragung von Menschen ab 40 Jahren [1].
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Infektiologie
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STIKO empfiehlt einmalige Impfung mit MenACWY bei 12-14-Jährigen

STIKO empfiehlt einmalige Impfung mit MenACWY bei 12- bis 14-Jährigen

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum des Menschen ansiedeln. Etwa 10% der Bevölkerung sind asymptomatische Träger, wobei Jugendliche und junge Erwachsene die höchste Meningokokken-Besiedlung aufweisen. An einer invasiven Meningokokken-Erkrankung (IME) erkranken am häufigsten Säuglinge und Kleinkinder, gefolgt von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und älteren Senioren [1].
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Medizin
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Atogepant zeigt Wirksamkeit bei akuter Migränebehandlung
Europäischer Kopfschmerz-Kongress 2025

Atogepant zeigt Wirksamkeit bei akuter Migränebehandlung

Beim diesjährigen Europäischen Kopfschmerz-Kongress (European Headache Congress, EHC) wurden erstmals Ergebnisse der Phase-III-Studie ECLIPSE vorgestellt. Die Studie untersuchte die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit von Atogepant zur Akutbehandlung der Migräne bei Erwachsenen im Vergleich zu Placebo. Unter Atogepant zeigte sich eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo sowohl im Hinblick auf das Erreichen von Schmerzfreiheit als auch der Freiheit vom am meisten belastenden Symptom zwei Stunden nach Behandlung der ersten Migräneattacke [1].
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Medizin
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KI-Modell erkennt Gewichtszunahme-Risiko bei psychischen Erkrankungen

KI-Modell erkennt Gewichtszunahme-Risiko bei psychischen Erkrankungen

Forschende entwickelten ein KI-Modell, das den Body Mass Index (BMI) aus Gehirnaufnahmen abschätzt. Besonders bei jüngeren Menschen mit einem hohen Psychoserisiko korrelierten die Schätzungen der KI mit späterer Gewichtszunahme. Diese Ergebnisse legen nahe, dass krankheitsbedingte Veränderungen im Gehirn eine Rolle bei metabolischen Erkrankungen spielen. KI kann dabei unterstützen, diese Erkrankungen bei psychiatrischen Patient:innen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
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Gesundheitspolitik
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Krankenkassen mit Plus - aber Ausgaben steigen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Überschuss verbucht - aber auch stark steigende Ausgaben. Bis Ende September stand bei den 94 Kassen ein Plus von 3,6 Milliarden Euro, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. Hintergrund waren kräftige Beitragsanhebungen zu Jahresbeginn. Die Ausgaben für medizinische Leistungen stiegen in den ersten drei Quartalen aber mit 8% deutlich stärker als die Beitragseinnahmen mit 5,3%.
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