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Aktuelles | Beiträge ab Seite 113

Gesundheitspolitik
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Lauterbach: „Explosionsartiger“ Anstieg bei Pflegebedürftigen

Trotz eines massiven Anstiegs bei den Pflegebedürftigen sieht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) keine Chance mehr auf eine Pflegereform in dieser Wahlperiode. „Demografisch bedingt wäre 2023 nur mit einem Zuwachs von rund 50.000 Personen zu rechnen gewesen. Doch tatsächlich beträgt das Plus über 360 000“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Woran das liegt, verstehen wir noch nicht genau.“ In der Pflegeversicherung gebe es „ein akutes Problem“.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Europawahl 2024: BAH fordert starke Maßnahmen für Europas Pharmaindustrie

Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, der mitgliederstärkste Pharmaverband Deutschlands, appelliert an die zukünftigen Mitglieder des Europäischen Parlaments, sich für eine starke, gerechte und wettbewerbsfähige europäische Pharmaindustrie einzusetzen. Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann betont die zentrale Rolle der EU in der Arzneimittelversorgung und fordert eine Stärkung des Pharmastandorts Europa: „Die Zukunft der europäischen Pharmaindustrie steht auf dem Spiel. Wir brauchen politische Maßnahmen, um eine sichere Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben.“
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Medizin
 7 Min|

Vitiligo – eine behandlungsbedürftige Autoimmunerkrankung interdisziplinär betrachten

Vitiligo kann mit hohen psychosozialen Belastungen einhergehen und Betroffene fühlen sich aufgrund ihrer Hautläsionen von der Gesellschaft häufig stigmatisiert. Wie dem zu begegnen ist, warum eine Klassifizierung der Erkrankung wichtig ist und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, beleuchteten Expert:innen aus der Dermatologie/ Psychodermatologie auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Neben der Bedeutung einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Hausärzt:innen und Dermatolog:innen für eine bessere Versorgung von Vitiligo-Patient:innen wurde auch die Notwendigkeit einer adäquaten Therapie deutlich. In diesem Zusammenhang wurde die erste und einzige explizit zur Behandlung der nichtsegmentalen Vitiligo (NSV) zugelassene Therapie-Creme vorgestellt.
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Medizin
 4 Min|
Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Myrrhe-Arzneimittel können Darmbeschwerden lindern und „Leaky Gut“ reparieren

Ein Leaky-Gut-Syndrom wird als Mitauslöser verschiedener chronischer Darmerkrankungen wie Reizdarm, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn diskutiert. 2 Beobachtungsstudien (1, 2), die erstmals auf dem 130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) 2024 vorgestellt wurden, zeigen, dass Arzneimittel mit Myrrhe häufige Beschwerden von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) lindern und gleichzeitig die Darmbarriere stabilisieren können. „Unsere Ergebnisse sprechen für den Einsatz pflanzlicher Arzneimittel mit Myrrhe bei Darmerkrankungen, die mit einer Störung der Darmbarriere und Beschwerden wie Durchfall oder Krämpfen einhergehen“, erklärte Studienautor Prof. Jost Langhorst, Bamberg.
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Medizin
 3 Min|

Deutschland fällt bei Lebenserwartung in Westeuropa weiter zurück

Deutschland gehört in Westeuropa zu den Schlusslichtern bei der Lebenserwartung und verliert weiter an Anschluss. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Mitarbeitenden des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, für die Sterblichkeitstrends über mehrere Jahrzehnte untersucht wurden. Betrug der Rückstand Deutschlands auf die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt im restlichen Westeuropa im Jahr 2000 rund 0,7 Jahre, so hat sich der Abstand bis 2022 auf 1,7 Jahre vergrößert.
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Medizin
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ATS 2024: BUD/GLY/FORM bietet höhere Lungendeposition im Vergleich zu BDP/GLY/FORM

Aktuelle Daten vom Kongress der American Thoracic Society (ATS) zeigen: Mit der Triple-Therapie Trixeo Aerosphere (Budesonid/Glycopyrronium/Formoterol, BUD/GLY/FORM) konnte im Vergleich zu Beclomethason/Glycopyrronium/Formoterol (BDP/GLY/FORM) und Fluticasonfuroat/Umeclidinium/Vilanterol (FF/UMEC/VI) eine höhere Deposition in der gesamten Lunge und den großen Atemwegen erreicht werden. Auch die Lungendeposition des inhalativen Corticosteroides (ICS) in den kleinen Atemwegen war im Rahmen der Studie unter BUD/GLY/FORM am höchsten (1). Diese Daten untermauern die einzigartige Evidenz zur Wirksamkeit der Triple-Therapie BUD/GLY/FORM. So hatte die ETHOS-Studie erstmalig für ein Dosieraerosol gezeigt, dass BUD/GLY/FORM das hohe Gesamtmortalitätsrisiko von Patient:innen mit COPD senken konnte (2).# Aufgrund der hohen Gesamtmortalität bei COPD ist deren Reduktion erklärtes Therapieziel in der aktuellen GOLD-Empfehlung. Die Daten der ETHOS-Studie hatten hier einen Hinweis erbracht, dass Mortalitätssenkung möglich ist (3).
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Medizin
 4 Min|

Experten appellieren: Bei Diabetes-Patienten mit Neuropathie den Vitamin-B1-Status beachten

Wenn bei Diabetes-Patienten Neuropathien auftreten, ist nicht immer nur von der Hyperglykämie als Ursache auszugehen. Daran erinnerten Experten bei einer Veranstaltung im Vorfeld des Diabetes-Kongresses 2024 und betonten die Bedeutung der Differenzialdiagnose. So spielt unter anderem der Vitamin-B1-Mangel eine wesentliche pathogenetische Rolle. Das eröffnet therapeutische Chancen.  
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Gesundheitspolitik
 5 Min|

Pflege in Not - Was gegen Überlastung und Frust getan werden soll

Patient:innen, Pflegebedürftige und Angehörige bekommen Stress und Personalnot in der Pflege in Deutschland längst zu spüren. Die Suche nach einem Heimplatz oder einer ambulanten Pflege ist oft zermürbend. Patient:innen und Heimbewohner:innen berichten über mangelnde Zuwendung. Und immer wieder kommen Pflege-Missstände in Klinken mit Personalnot ans Licht. Zum Tag der Pflegenden an diesem Sonntag sind Aktionen von Gewerkschaften und Pflegenden an vielen Orten Deutschlands geplant, aber auch Feiern von Arbeitgeber:innen, um die Arbeit der Pflegekräfte zu würdigen. Die Situation der Pflege, die Perspektiven und die politischen Pläne im Überblick:
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Raucher bekommen Zugang zu bisher eingeschränkter Lungenkrebs-Vorsorge

Starke Raucher:innen sollen künftig eine Lungenkrebsvorsorge in Anspruch nehmen dürfen, die ihnen bislang nicht zugänglich war. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Umweltministeriums hervor. Demnach hat das Haus eine Verordnung erlassen, wonach sich künftig auch starke Raucher:innen im Alter von 50 bis 75 Jahren einer Lungenkrebsfrüherkennung mittels der sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie (CT) unterziehen dürfen. Bislang seien derartige Untersuchungen an Menschen, die keine Krankheitssymptome aufweisen und bei denen kein konkreter Krankheitsverdacht besteht, wegen der strahlenbedingten Risiken verboten gewesen.
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