Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 149

Am 17. September ist „Welttag für Patientensicherheit" – dieser wird jährlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Der diesjährige Welttag steht unter dem Motto „Die Stimme der Patientinnen und Patienten stärken“. In Deutschland organisiert das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) zahlreiche Aktivitäten rund um diesen Tag. Ziel ist es, gemeinsam mit weiteren Akteuren im Gesundheitswesen das Bewusstsein dafür zu schärfen, Patient:innen aktiv an ihrer Behandlung zu beteiligen sowie ihre Bedürfnisse und Anliegen zu berücksichtigen. Das Universitätsklinikum Leipzig startet aus diesem Anlass eine Informationskampagne. Johanna Martin, Leiterin der Abteilung Risikomanagement und Patientensicherheit im Bereich Medizinmanagement erklärt, welche Bedeutung der Aktionstag für das UKL hat und wie ein Maximalversorger es schafft, ein Höchstmaß an Sicherheit für seine Patient:innen zu gewährleisten.
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Das Mikrobiom des Darms ist für die Entwicklung von Asthma verantwortlich, wie Forschende der University of California San Francisco herausgefunden haben. Jetzt nutzen sie dieses Wissen, um Neugeborene davor zu schützen, im Laufe ihres Lebens von dieser Lungenkrankheit befallen zu werden. „Unser Ziel ist es, das Darmmikrobiom von Säuglingen zu verändern“, sagt Sue Lynch, Direktorin des UCSF Benioff Center for Microbiome Medicine (BCMM) und Leiterin des Projekts.
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Medizin
 2 Min|

COVID: Angepasster Impfstoff wahrscheinlich bald verfügbar

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Beurteilung für die Marktzulassung des aktualisierten COVID-19-Impfstoffs von Moderna ausgesprochen. Der angepasste Impfstoff enthält mRNA für das Spike-Protein der XBB.1.5-Sublinie von SARS-CoV-2 und kann zur aktiven Immunisierung bei Personen ab einem Alter von 6 Monaten eingesetzt werden, um COVID-19, verursacht durch SARS-CoV-2, vorzubeugen. Nach der positiven Stellungnahme des CHMP muss die Europäische Kommission die Zulassung des aktualisierten COVID-19-Impfstoffs noch offiziell beschließen, damit er in dieser Impfsaison eingesetzt werden kann.
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Medizin
 4 Min|

Zusammenhang zwischen Typ-1-Diabetes und einer SARS-CoV-2 Infektion

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einem gestörten Glukosestoffwechsel führt und eine lebenslange Therapie mit Insulin verlangt. Während die genauen Ursachen der zugrundeliegenden Autoimmunreaktion noch unklar sind, werden Virusinfektionen bei Kleinkindern häufig als entscheidende Umweltfaktoren für die Entstehung von Typ-1-Diabetes angesehen. Ein internationales Forschungsteam der Globalen Plattform für die Prävention des Autoimmunen Diabetes (GPPAD) fand nun einen neuen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Typ-1-Diabetes und dem SARS-CoV-2 Virus. Das Forschungsteam untersuchte Kinder, die ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes haben. Unter diesen Kindern traten häufiger Inselautoantikörper auf, wenn sie vorher eine SARS-CoV-2 Infektion hatten. Inselautoantikörper dienen als Biomarker für Typ-1-Diabetes. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht (1).
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Medizin
 4 Min|

Antidepressiva bei körperlichen Erkrankungen und gleichzeitiger Depression

Menschen mit Erkrankungen wie Krebs oder Diabetes, nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall leiden nicht selten zusätzlich an einer Depression. Wie gut wirken bei ihnen Antidepressiva? Sind sie ebenso sicher wie bei Menschen ohne körperliche Erkrankung? Diesen Fragen sind Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Aarhus in Dänemark jetzt nachgegangen. In einer systematischen Übersichtsarbeit haben sie den weltweiten Forschungstand zusammengetragen und ausgewertet. Die klinisch hoch relevanten Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht (1).
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Medizin
 4 Min|

HFrEF: Empfehlung von Vericiguat bei Worsening Heart Failure

Neue klinische Empfehlungen für die Behandlung der sich verschlechternden Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (HFrEF) sprechen sich für Vericiguat als 5. Säule der Therapie für diese Patient:innen neben der HFrEF-Basistherapie aus. In einer unabhängigen, evidenzbasierten Übersichtsarbeit im Journal of the American College of Cardiology (JACC) wird empfohlen, Vericiguat zu Beginn einer sich verschlechternden HFrEF (WHF) einzusetzen und damit einen neuen Behandlungsansatz zu schaffen, um das verbleibende klinische Risiko maximal zu reduzieren (1).
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Medizin
 4 Min|

nvVHF: Höheres Risiko für Schlaganfälle bei Umstellung von Apixaban auf Rivaroxaban

Ergebnisse der retrospektiven Datenanalyse aus dem Versorgungsalltag, ATHENS, zeigen, dass die Umstellung von Apixaban auf Rivaroxaban bei Patient:innen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle/systemische Embolien (SE) und schwere Blutungen assoziiert war als bei Patient:innen, die Apixaban weiter einnahmen. Diese Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in Amsterdam vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

BARMER: Krankenhausreform darf nicht nur hohle Fassade sein

Die BARMER warnt vor deutlichen Abstrichen beim geplanten Umbau der Krankenhauslandschaft in Deutschland. „Wir sehen mit großer Sorge, dass es bei der Krankenhausreform die Einteilung in Versorgungsstufen nicht wie ursprünglich angedacht geben wird. Das ist eine vertane Chance. Es besteht die Gefahr, dass die Länder viele Ausnahmen durchsetzen und die Reform zu Lasten der Versorgungsqualität stark verwässern“, sagte Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER, auf dem Versorgungs- und Forschungskongress der Krankenkasse am Mittwoch in Berlin.
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Patienteninfos
 2 Min|

Jeder dritte Erwachsene hat ein Risiko für Jodmangel

Eine ausreichende Jodversorgung ist für jeden Menschen in jeder Lebensphase wichtig – insbesondere aber in Schwangerschaft und Stillzeit. Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst bilden kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. Bei rund einem Drittel der Erwachsenen liegt die tägliche Jodzufuhr jedoch unterhalb des geschätzten durchschnittlichen Bedarfs. 44% der Kinder und Jugendlichen und 32% der Erwachsenen weisen laut Daten des Robert Koch-Institutes ein Risiko für eine zu geringe Jodzufuhr auf. Chronischer Jodmangel kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen mit Folgen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme, Konzentrationsstörungen sowie mentaler und körperlicher Leistungsminderung. Auf den rückläufigen Jodkonsum macht aktuell das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit seiner Informationsoffensive „Wenn Salz, dann Jodsalz“ aufmerksam. Verbraucher:innen sowie die Lebensmittelwirtschaft sollen über die Bedeutung von Jod für die Gesundheit informiert und für die Verwendung von jodiertem Speisesalz sensibilisiert werden.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Kabinett bringt Online-Atlas für Kliniken auf den Weg

Über Leistungen und Behandlungsqualität der Krankenhäuser in Deutschland sollen sich Patient:innen bald auf einem staatlichen Online-Portal informieren können. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor, die das Kabinett auf den Weg gebracht hat. Das „Transparenzverzeichnis“ soll im April 2024 starten und in verständlicher, interaktiver Form über das Angebot am jeweiligen Klinikstandort informieren. Das Gesetz soll eine geplante große Krankenhausreform mit Neuregelungen zur Finanzierung ergänzen, auf deren Grundzüge sich Bund und Länder mehrheitlich verständigt hatten.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Arztpraxen ohne Zukunftsperspektive

„In den letzten 10 Jahren hat allein die Inflation um mehr als 20% zugelegt. Der Orientierungspunktwert, mit dem die Höhe der kassenärztlichen Vergütung berechnet wird, stieg im selben Zeitraum dagegen lediglich um knapp 15%. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, sieht jeder, der rechnen kann!“ erklärt Dr. Markus Dreck vom Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) zum Auftakt des Jahreskongresses der Verdauungsmediziner in Hamburg, wo die präkäre Situation der ambulanten Versorgung ein zentrales Thema ist.
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Patienteninfos
 3 Min|

Weltdiabetestag 2023

Am 14. November ist Weltdiabetestag. Die #dedoc° Diabetes Online Community bündelt Angebote verschiedener Partner-Organisationen auf der Webseite und macht diese als Livestream für Menschen mit Diabetes und Interessierte verfügbar: Bereits am 12. November veranstaltet diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe einen Digitalen Patiententag mit wissenschaftlich-medizinischen Expertenvorträgen. Hier steht unter anderem der Beginn der modernen Diabetes-Therapie im Fokus. Medienpartner MedTriX/Kirchheim plant ein digitales Expertengespräch über die zukünftige Versorgung der Menschen mit Diabetes. Am Weltdiabetestag selbst lädt #dedoc° in Zusammenarbeit mit der International Diabetes Federation zu den #docday° Community-Events ein. Hauptthema ist in diesem Jahr der Umgang mit Stigmatisierung. Bereits zum 4. Mal findet der Virtuelle Weltdiabetestag als kostenfreies digitales Angebot statt.
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