Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 333

Gesundheitspolitik
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Hitze treibt Zahl bayerischer Notfall-Patienten in die Höhe

Die extremen Temperaturen treiben die Zahl der Notfall-Patienten in die Höhe. Nach Informationen der DAK-Gesundheit wurden zum Beispiel im Sommer 2013 in Bayern 77 Prozent mehr Menschen wegen direkter Hitzeprobleme in Kliniken eingeliefert wie im Jahr 2011. Laut offizieller Krankenhaus-Statistik des statistischen Bundesamtes wurden vor zwei Jahren im Freistaat insgesamt 396 Patienten mit einem „Sonnenstich“ (Diagnoseschlüssel T67.0) behandelt. Knapp ein Viertel der Betroffenen (96) waren Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren. Im Jahr 2011 gab es insgesamt landesweit nur 224 Hitzeopfer.

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Medizin
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Novo Nordisk stellt Vertrieb des Basalinsulins degludec in Deutschland Ende September ein

Novo Nordisk wird den Vertrieb seines innovativen Basalinsulins Insulin degludec (Tresiba®) in Deutschland Ende September 2015 einstellen. Das Unternehmen reagiert damit auf das Ergebnis des AMNOG-Prozesses zu dem Diabetesmedikament, der jetzt mit der Entscheidung der Schiedsstelle abgeschlossen wurde. Das Sicherheitsprofil von Tresiba® ist unverändert positiv. „Wir bedauern diesen Schritt sehr“, sagt die deutsche Geschäftsführerin Krisja Vermeylen: „Wir sehen uns durch den Spruch der Schiedsstelle dazu gezwungen, der im Wesentlichen den Forderungen des GKV-Spitzenverbands entspricht und den künftigen Listenpreis auf die Höhe der Kosten einer Therapie mit Humaninsulin festgesetzt hat.“

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Medizin
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Sonnencreme bremst Vitamin-D-Produktion: Frauenärzte der GenoGyn raten auch im Sommer zu ergänzenden Präparaten

Die Sonne wird gesucht, weil sie der Seele guttut. Der positive Nebeneffekt, dass die menschliche Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht das besonders wichtige Vitamin D selbst erzeugt, wird gern mitgenommen. Aber was geschieht, wenn Sonnenschutzmittel benutzt werden? Wird trotzdem Vitamin D produziert? "Solche Fragen gehören in diesen Wochen zu den häufigsten in unseren Praxen, denn viele Patientinnen wissen um die große Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit, etwa für den Knochenstoffwechsel", sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorsitzender der frauenärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Seine Antwort auf die Frage nach ausreichender körpereigener Vitamin-D-Produktion beim parallelen Einsatz wirksamer Sonnenschutzmittel ist ein eindeutiges Nein.

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Gesundheitspolitik
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Vorbereitung auf das Medizinstudium: Bewerbungsphase für neues Studienprogramm MedPrep an der Jacobs University in Bremen läuft

Studienplätze in Medizin sind begehrt. Das "Medical Preparatory Program", das die Jacobs University in diesem Jahr erstmals anbietet, führt gezielt auf ein solches Studium hin. Die Teilnehmer des Programms sammeln praktische Erfahrungen, vertiefen ihre Kenntnisse in relevanten Fächern und werden fit gemacht für die speziellen Eingangstests des Medizinstudiums. Bis zum 15. August können sich Interessierte noch bewerben.

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Gesundheitspolitik
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Frauenärzte der GenoGyn kritisieren: Präventionsgesetz vergibt große Potenziale

Drei Bundesregierungen haben vergeblich versucht, der Prävention eine gesetzliche Grundlage zu geben; die Große Koalition hat es nun geschafft: Heute hat der Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention verabschiedet. "So sehr wir dieses Gesetz begrüßen, so sehr kritisieren wir dessen mangelhafte Ausgestaltung, allem voran die fehlende Einbindung der Frauenärzte", sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Gynäkologe und geschäftsführender Vorstand der Ärzteorganisation GenoGyn, die sich seit 2008 für eine erweiterte Primärprävention in den gynäkologischen Praxen einsetzt und in eigenen zertifizierten Fortbildungen bereits über 330 Ärzte in Präventionsmedizin qualifiziert hat.

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Medizin
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Darmbakterien kooperieren, wenn das Leben hart wird

Forscher des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg haben mit Hilfe von Computer-Modellierungen herausgefunden, wie Darmbakterien auf Veränderungen in ihrer Umgebung - etwa Abnahme des Sauerstoffgehalts oder des Nahrungsangebots - reagieren: Mikroorganismen, die sonst konkurrieren oder sich sogar gegenseitig verdrängen, können unter veränderten Lebensbedingungen auf einen kooperativen Lebensstil umschalten: Sie produzieren dann Substanzen, die anderen Arten das Leben erleichtern und ihnen sogar beim Überleben helfen. So stabilisiert sich die gesamte Lebensgemeinschaft - und passt sich gemeinsam erfolgreich der neuen Situation an.

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Medizin
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Prmt5 Gen reguliert Aktivität und Funktion von Muskelstammzellen bei geschädigtem Skelettmuskel

Im Vergleich zu vielen anderen Organen hat die Skelettmuskulatur ein hohes Regenerationspotenzial. Bei einer Schädigung des Muskels beginnen zwischen einzelnen Muskelfasern angesiedelte Muskelstammzellen, die auch als Satellitenzellen bezeichnet werden, sich in kürzester Zeit zu teilen und die geschädigten Muskelzellen zu ersetzen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben entdeckt, dass ein als Prmt5 bezeichnetes Protein die Aktivität dieser Stammzellen wesentlich reguliert. Nun soll in weiteren Studien untersucht werden, welche Rolle das Prmt5 bei Muskelerkrankungen spielt.

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Medizin
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AGO und DGGG beziehen Stellung zur Morcellation bei der Entfernung von Tumoren der Gebärmutter

Eine Zerkleinerung des Gewebes in der Bauchhöhle, Morcellation genannt, ermöglicht eine schonende Entfernung von gutartigen Tumoren der Gebärmutter im Rahmen einer Bauchspiegelung, die kaum Narben hinterlässt. Die Gefahr, dass dabei ein bösartiger Tumor zerkleinert wird und die Morcellation zur Ausbreitung führt, ist aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO), eine selbstständige Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), gering. Die laparoskopische Uterusmorcellation bleibe eine wichtige Behandlungsoption, die nach der Aufklärung der Patientin weiter eingesetzt werden kann, heißt es in einer aktuell publizierten Stellungnahme verschiedener Arbeitsgemeinschaften der DGGG.

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Medizin
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Abwechslung in der Ernährungstherapie: Herzhafte Trinknahrung

Ab sofort gibt es von Fresenius Kabi Deutschland eine vollbilanzierte, hochkalorische Trinknahrung, Fresubin® Soup, in drei leckeren, herzhaften Geschmacksrichtungen: Tomate, Karotte und Grünes Gemüse. Die verzehrfertige Nahrung schmeckt erwärmt am besten. Die Zubereitung ist direkt im praktischen, mikrowellengeeigneten Becher möglich. Der Spezialist für Ernährungstherapie, Infusionen, Arzneimittel und Medizinprodukte vervollständigt damit sein Angebot für Patienten mit einem drohenden oder bestehenden Ernährungsdefizit, die einen erhöhten Energiebedarf haben. Fresubin® Soup ist erstattungsfähig.

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Gesundheitspolitik
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Laumann: Bürokratie in der Pflege ist Motivationskiller

Pflegepersonal soll von Dokumentationspflichten entlastet werden und damit mehr Zeit für die Patienten bekommen. Bisher müssten in der Pflegedokumentation viel zu viele Abläufe festgehalten werden, die im Alltag ganz normal seien, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Berlin. Künftig solle die Dokumentation auf das "wirklich Notwendige" beschränkt werden.

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Medizin
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Ultrafeine Partikel führen zu eingeschränkter Herzfunktion

Ultrafeine Partikel in der Umgebungsluft verändern schon nach wenigen Minuten die Herzvariabilität und führen so zu einem erhöhten Risiko insbesondere für Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel kommen vor allem im dichten Straßenverkehr vor und damit in den stark besiedelten Innenstadtbereichen. Die Herzratenvariabilität beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems an aktuelle Erfordernisse und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.

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Medizin
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Kausale Behandlungsoption unterstützt die Regeneration peripherer Nervenschädigungen

Eine aktuelle Studie untersuchte die additive, neurotrope Behandlung von Patienten mit schmerzhaften peripheren Nervenschädigungen unterschiedlicher Ursache. Innerhalb von zwei Monaten kam es zu einer erheblichen Reduktion der Schmerzen und neuropathischen Begleitsymptome (1). Der Leipziger Neurochirurg Dr. Jörg Döhnert hat die Studie und ihre Bedeutung für den Praxisalltag genauer unter die Lupe genommen. Im Rahmen eines Reviews erläutert der Experte, dass sich hinter peripheren Nervenschädigungen, wie den Wirbelsäulen-Syndromen, häufig eine Schädigung der Myelinschicht verbirgt. Die additive Gabe von Uridinmonophosphat (UMP) zusammen mit Vitamin B12 und Folsäure (Keltican® forte) unterstützt gezielt die körpereigenen Reparaturprozesse und greift so an der Beschwerden-Ursache an. Döhnert plädiert für eine kausale Behandlung sobald sich die ersten Hinweise auf eine Strukturschädigung peripherer Nerven bemerkbar machen.

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Medizin
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Atomoxetin als erste und einzige Fertiglösung für die ADHS-Therapie

Das Nicht-Stimulanz Atomoxetin steht nun zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) seit dem 15. April 2015 auch als Fertiglösung zur Verfügung. Die neue Strattera® Lösung wurde entwickelt, um die Adhärenz von Patienten zu verbessern, die eine flüssige Darreichungsform bevorzugen, z. B. aufgrund von Schwierigkeiten, Kapseln oder Tabletten zu schlucken.

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