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News | Beiträge ab Seite 174

Medizin
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EU-Zulassungserweiterung für Finerenon bei frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes

Die Europäische Kommission hat für Finerenon die Zulassung für eine Indikationserweiterung auf frühe Stadien der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes (T2D) erteilt und Erkenntnisse aus den kardiovaskulären (CV) Ergebnissen der Phase-III-Studie FIGARO-DKD einbezogen. FIGARO-DKD umfasste etwa 7.400 Patient:innen über ein breites Spektrum an Schweregraden der Erkrankung, einschließlich der CKD Stadien 1–4 mit Albuminurie in Verbindung mit T2D, und zeigte, dass Finerenon im Vergleich zu Placebo das Risiko von kardiovaskulären Ereignissen bei erwachsenen Patient:innen mit CKD und T2D signifikant senkte. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie FIGARO-DKD wurden auf dem ESC (European Society of Cardiology)-Kongress 2021 vorgestellt und gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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Medizin
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Lasso-Peptid Cloacaenodin tötet Antibiotika-resistente Bakterien

Mit dem Lasso-Peptid Cloacaenodin konnten Forschende der Princeton University School of Engineering Bakterien abtöten, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind (1). Das Peptid zielt auf eine Gruppe von Krankheitserregern der Gattung Enterobacter, die von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) als Hauptursache für die sich beschleunigende globale Krise der Antibiotikaresistenz identifiziert wurde.
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Gesundheitspolitik
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Lauterbach: Manche Corona-Maßnahmen waren „Schwachsinn“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat erneut Fehler bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kritisiert. „Was Schwachsinn gewesen ist, wenn ich so frei sprechen darf, sind diese Regeln draußen“, sagte Lauterbach in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Er bezog sich etwa auf das zeitweise ausgesprochene Verbot, ohne Maske joggen zu gehen. „Das ist natürlich klar, das sind Exzesse gewesen“, sagte Lauterbach, der seit Dezember 2021 Gesundheitsminister ist. Die Länder hätten massiv überreizt, insbesondere Bayern. Auch die langen Kita- und Schulschließungen seien ein Fehler gewesen.
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Medizin
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COPD: Dyspnoe reduzieren mit LAMA/LABA-Fixkombinationen

Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) reduzieren häufig ihre Alltagsaktivität, u. a. abhängig von ihrer Krankheitsschwere und Atemnot (1). Die internationalen GOLD-Empfehlungen (2) und nationale Leitlinien, wie von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) (3), sprechen sich dabei für Bewegung als ergänzende, nicht-pharmakologische Maßnahme bei COPD aus. Die LAMA (langwirksame Anticholinergika)/LABA (langwirksame Beta-2-Agonisten)-Fixkombination Aclidinium/Formoterol kann die Bronchien erweitern und somit Luftnot reduzieren (4).
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Medizin
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Diagnostischer Test zur Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen Infektionen

Die Symptome von bakteriellen und viralen Infektionen sind klinisch oft nicht voneinander zu unterscheiden, was Ärzt:innen vor die Herausforderung stellt zu entscheiden, ob sie Patient:innen mit Antibiotika behandeln sollen oder nicht. Diese Unklarheit kann bedauerlicherweise zu einem zu geringen oder übermäßigen Einsatz von Antibiotika führen. Das Immunantwort-Diagnostikum MeMed BV ist in der Lage, zwischen bakteriellen und viralen Infektionen zu unterscheiden.
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Gesundheitspolitik
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Tuberkuloseausbruch in Chemnitz zieht Kreise in andere Bundesländer

Nach dem Tuberkuloseausbruch rund um eine Pflegefachschule im sächsischen Chemnitz werden nun mögliche Infektionsketten auch in andere Bundesländer überprüft. Konkret seien Kontakte nach Hamburg und Augsburg bekannt, die dortigen Behörden seien informiert, teilte die Stadt mit. Derzeit werden nach dem Ausbruch in Chemnitz 4 Menschen wegen einer Tuberkuloseerkrankung im Krankenhaus behandelt, bei zweien handelt es sich den Angaben nach um eine offene Tuberkulose. Das heißt, die Erkrankten scheiden Erreger aus und können so wiederum andere Menschen anstecken.
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Medizin
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Knochenbrüche sicher mit Ultraschall diagnostizieren – Neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) hat Anfang Februar 2023 in Zusammenarbeit mit 8 weiteren Fachgesellschaften eine neue S2e-Leitlinie zur Fraktursonografie veröffentlicht. Sie gibt einen Überblick, bei welchen Knochenbrüchen der Ultraschall eine Alternative oder Ergänzung zur Röntgenuntersuchung darstellt. Insbesondere bei Kindern eignet sich die Sonografie zur Diagnose, da sie schnell einsetzbar, schmerzarm in der Durchführung und gänzlich frei von ionisierender Strahlung ist. Im Wachstumsalter sieht die DEGUM es als lohnendes Ziel an, Strahlenbelastung möglichst weit zu reduzieren.
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Praxismanagement
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Bundesärztekammer aktualisiert Handreichung „Ärztinnen und Ärzte in sozialen Medien“

Die Nutzung sozialer Medien gehört für viele Ärzt:innen, Medizinstudierende sowie Patient:innen mittlerweile zum Alltag. Soziale Medien können eine sinnvolle Ergänzung zum direkten Gespräch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen sein. Wichtig ist jedoch, dass bei der Nutzung sozialer Medien stets die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz beachtet werden.
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Praxismanagement
 3 Min|

Videosprechstunde: Trotz hoher Qualität viel zu selten

Die Pandemie offenbarte die Bedeutung von Telemedizin im Kontext einer gesicherten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Dennoch gelang es in der vertragsärztlichen Versorgung bislang nicht, Videosprechstunden flächendeckend zu etablieren. Dies belegen offizielle Zahlen: Laut Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung (1) wurden im Jahr 2021 knapp 3,5 Millionen Videosprechstunden abgerechnet. Das sind 0,6% der jährlich 553 Millionen Behandlungsfälle (2). Eine kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag (3) offenbart zudem, dass 27.000 Vertragsärzt:innen (3) im ersten Quartal 2022 eine Videosprechstunde durchführten; das sind lediglich 15% der insgesamt mehr als 180.000 (4) Vertragsärzt:innen.
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Medizin
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Stress erhöht das Schlaganfallrisiko um bis zu 30%

Zu viel Stress ist ungesund – das ist allgemein bekannt. Wie sehr dieser das Schlaganfallrisiko erhöhen kann, belegt nun eine aktuelle Studie: In der internationalen, retrospektiven Fallstudie mit 26.812 Personen aus 32 Ländern wiesen Wissenschaftler:innen der Universität Galway (Irland) einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem Hirninfarkt und einem erhöhten Stresslevel nach (1). Das Ergebnis: Aus der Gruppe der Schlaganfall-Betroffenen berichteten rund 21% von einem erhöhten Maß an Stress, während es in der Kontrollgruppe, die sich aus Personen ohne einen Hirninfarkt zusammensetzte, nur 14% waren. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) weist auf dieses Risiko hin und rät dringend zur Stressprävention. Sie ruft weiter dazu auf, bei Schlaganfallsymptomen – Sprachstörungen oder Lähmungen – unverzüglich medizinische Hilfe zu suchen, um Langzeitschäden zu verhindern.
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Gesundheitspolitik
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Umfrage: Ruf des Gesundheitswesens leidet

Corona-Pandemie und Finanzprobleme haben nach einer neuen Umfrage das Ansehen des deutschen Gesundheitswesens in Mitleidenschaft gezogen. Das schreibt die Unternehmensberatung PwC in ihrem veröffentlichten „Healthcare Barometer“, einer jährlich erscheinenden repräsentativen Umfrage. Vor allem die Krankenhäuser haben demnach deutlich an Zustimmung verloren: Die Zufriedenheit mit der Versorgung im Krankenhaus ist laut PwC im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozentpunkte auf 51% gesunken.
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Gesundheitspolitik
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Deutlich mehr Hauptamtliche im Rettungsdienst – trotzdem Engpässe

Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter:innen im Rettungsdienst ist innerhalb von 10 Jahren um über 70% gestiegen. Im Jahr 2021 waren in Deutschland rund 85.000 Personen hauptamtlich im Rettungsdienst beschäftigt, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Europäischen Tages des Notrufes 112 am 11. Februar mitteilte. 2011 hatten rund 50.000 Personen im Rettungsdienst gearbeitet.
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