News | Beiträge ab Seite 3
Medizin
2 Min|
Schwangerschaft nach CAR-T-Zelltherapie
Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes (SLE) betreffen vor allem junge Frauen, häufig in einer Lebensphase, in der ein Kinderwunsch besteht. Die Erkrankung selbst sowie notwendige immunsuppressive Therapien erschweren eine Schwangerschaft oder machen sie zeitweise unmöglich. CAR-T-Zellen können hier einen entscheidenden Vorteil für diese jungen Frauen bieten, da diese Therapie die Autoimmunerkrankung nachhaltig zum Stillstand bringen kann. Eine internationale Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Schett (Direktor der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)) zeigt erstmalig, dass Frauen mit Autoimmunerkrankungen nach einer erfolgreichen CAR-T-Zelltherapie eine normale und unproblematische Schwangerschaft erleben und gesunde Kinder zur Welt bringen können. Diese Ergebnisse wurden nun im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Neuer Höchstwert bei Arzneiverordnungen
Erwerbstätige haben nach einer Auswertung der größten deutschen Krankenkasse, Techniker Krankenkasse (TK), im vergangenen Jahr so viele Arzneimittel verschrieben bekommen wie noch nie. Insgesamt lösten die bei der TK versicherten 6,2 Millionen Erwerbspersonen Rezepte für mehr als 34 Millionen Präparate ein, wie die Auswertung zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
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Medizin
3 Min|
HIV-Therapie mit nur einer Tablette pro Woche wirksam
Eine internationale klinische Studie, an der das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn maßgeblich beteiligt waren, hat gezeigt, dass eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Behandlung genauso wirksam ist wie eine der derzeit führenden täglichen Therapien. Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte. Die Ergebnisse, die jetzt im New England Journal of Medicine veröffentlicht und auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Rio de Janeiro vorgestellt wurden, stammen aus der Phase-III-Studie ISLEND-1, in der eine einmal wöchentlich einzunehmende Tablette mit einer Kombination aus Islatravir und Lenacapavir bei Erwachsenen untersucht wurde, deren HIV-Infektion bereits gut unter Kontrolle war.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Abnehmspritzen bald auf Kassenkosten?
Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Ärzt:innen, Kliniken und Krankenkassen zeigt sich offen für eine Kostenübernahme bei bestimmten Abnehmmitteln durch die gesetzliche Krankenversicherung. „Wir führen in Deutschland eine rückständige Diskussion über Adipositas“, sagte Sonja Optendrenk dem „Spiegel“.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Primärversorgung: Künftig immer zuerst zum Hausarzt?
Patient:innen sollen voraussichtlich künftig weit stärker als bisher zuerst zu ihrer Hausarztpraxis gehen müssen. Das ist das erklärte Kernziel der für den Herbst angekündigten Gesundheitsreform. Für die Versicherten könnte das bedeuten, dass sie in der Hausarztpraxis vermehrt von Teams betreut werden, in denen ihre Ärztin oder ihr Arzt nur eine von mehreren Funktionen übernimmt. Ein Konzept des Sozialverbands Deutschland (SoVD), das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, zeigt, wie dies aussehen könnte.
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Medizin
3 Min|
Ruxolitinib-Creme bei atopischer Dermatitis zugelassen
Die Europäische Kommission hat Ruxolitinib-Creme zur Behandlung der mittelschweren atopischen Dermatitis (mAD) bei erwachsenen Patient:innen zugelassen, bei denen topische Kortikosteroide (TCS) und topische Calcineurin-Inhibitoren (TCI) unzureichend wirksam oder ungeeignet sind.
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Medizin
3 Min|
Wie reaktive Stoffwechselprodukte Blutzucker und Nieren schädigen können
Diabetes und diabetesinduzierte Folgeschäden können mit den gängigen Medikamenten und Lebensstil-Interventionen nur unzureichend verhindert werden. Daher forscht ein internationales Team um Professor Dr. Jens Kroll aus der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg an der Frage, ob bisher unerkannte Stoffwechselstörungen die Ursache für die mit Diabetes häufig einhergehenden Organveränderungen sein könnten – die also primär Gefäße und andere Gewebe verändern. Ergebnisse ihrer Forschung liefern jetzt neue Hinweise darauf, wie reaktive Stoffwechselprodukte ursächlich zur Entstehung von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen beitragen können. Das Team von Professor Kroll berichtet aktuell im Journal Nature Communications, dass die Verbindungen Methylglyoxal und Acrolein den Arginin-Stoffwechsel stören und dadurch einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) sowie Veränderungen der Nieren auslösen.
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Multiple Sklerose
2 Min|
Mehr Flexibilität in der Familienplanung für Frauen mit Multipler Sklerose
Multiple Sklerose (MS) betrifft zu einem großen Teil Frauen im gebärfähigen Alter. Die Familienplanung war bisher dadurch erheblich eingeschränkt. Zudem erhalten Frauen seltener krankheitsmodifizierende Therapien als Männer. Das muss nicht sein – und sollte nicht sein. Eine Zulassungsanpassung beim Anti-CD20-Antikörper Ofatumumab bringt jetzt mehr Flexibilität bei der Therapieanpassung.
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Medizin
2 Min|
Europäische Zulassung für Netzhautimplantat bei geographischer Atrophie
Ein neuartiges Netzhautimplantat eröffnet Menschen mit geographischer Atrophie erstmals die Möglichkeit, einen Teil ihres zentralen Sehvermögens zurückzugewinnen. Die Erkrankung ist eine schwere Spätform der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Ein internationales Forschungsteam um Prof. Frank. G. Holz vom Universitätsklinikum Bonn (UKB) und der Universität Bonn konnte in einer internationalen klinischen Studie nachweisen, dass die Mehrzahl der Teilnehmenden deutliche Verbesserungen der Sehschärfe zeigte – mehr als 84% konnten nach der Implantation wieder Buchstaben, Zahlen oder Wörter erkennen. Jetzt ist die neuartige Netzhaut-Implantattechnologie außerhalb von Studien für die reguläre Krankenversorgung für den europäischen Markt zugelassen.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Fast 10.000 Hitzetote in Deutschland bis Mitte Juli 2026
Während Deutschland erneut auf Temperaturen bis 39 Grad zusteuert, ist die Zahl der Menschen, die wegen hoher Temperaturen gestorben sind, in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bereits auf fast 10.000 gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dürfte sich der Juli zudem unter den zehn wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen einreihen.
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Medizin
2 Min|
Veränderungen im mütterlichen Immunsystem können auf eine mögliche Frühgeburt hinweisen
Forschende der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der amerikanischen Stanford University haben Hinweise darauf gefunden, dass sich spontane Frühgeburten bereits Wochen bis Monate vor ihrem Auftreten im Immunsystem der Mutter ankündigen. Die Studie eröffnet Perspektiven für eine frühere Erkennung und gezielte Vorbeugung spontaner Frühgeburten und wurde jetzt in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht [1].
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Medizin
4 Min|
Hepatitis E erhöht Risiko für akutes Leberversagen bei Leberzirrhose
Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) sind weltweit die häufigste Ursache für eine akute virusbedingte Leberentzündung. Bei Gesunden heilen sie meist unbemerkt aus. Für Menschen mit einer vorgeschädigten Leber können sie dagegen schwerwiegende Folgen haben. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat gezeigt, dass HEV-Infektionen bei Leberzirrhose in der Hälfte der Fälle zu akutem Leberversagen führen [1]. HEV-Infektionen sind jedoch unterdiagnostiziert. Um die Infektionen rechtzeitig zu entdecken und mit antiviralen Therapien in den Griff zu bekommen, wünschen sich die Forschenden ein größeres Bewusstsein für HEV-Infektionen beim medizinischen Personal sowie mehr Routinetests.
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Hämatologie
2 Min|
ISTH 2026
Hämophilie A: Starker Blutungsschutz für langfristiges Wohlbefinden
Bei der Behandlung von Patient:innen mit Hämophilie A geht es heutzutage um mehr als nur das Blutungsrisiko zu minimieren. Die zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichen den Patient:innen, aktiv und ohne Einschränkungen am täglichen Leben teilzunehmen – und das bei deutlich geringerer Belastung durch die Therapie. Dadurch fühlen sich viele Patient:innen auch mental weniger belastet [1, 2].
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Carsten Linnemann zum neuen Bundesgesundheitsminister ernannt
CDU-Politiker Carsten Linnemann wurde zum Bundesminister für Gesundheit ernannt und ersetzt damit Nina Warken. Der Wechsel ist Teil einer Umgestaltung, die Bundeskanzler Friedrich Merz an seinem Kabinett vornimmt.
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Medizin
2 Min|
Wie Darm-Immunzellen die Therapie bei Multipler Sklerose unterstützen
B-Zell-Depletionstherapien, bei denen B-Zellen des Immunsystems, die möglicherweise die Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) antreiben, vorübergehend entfernt werden, trugen in den letzten Jahren wesentlich zu einer verbesserten Behandlung Betroffener bei. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universitäten Bonn, Basel, Toronto und Yale sowie ihre Kooperationspartner haben einen bisher unbekannten Mechanismus aufgedeckt, durch den B-Zell-Depletionstherapien zu einem besseren Krankheitsverlauf bei Patient:innen mit MS beitragen. Überraschenderweise scheint die Behandlung einen Teil ihrer positiven Wirkung dadurch zu entfalten, dass sie regulatorische Immunzellen mobilisiert, die natürlicherweise im Darm ansässig sind. Diese Studie wurde nun in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlicht [1].
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Medizin
1 Min|
Zulassung von aktualisiertem COVID-19-Impfstoff gegen XFG-Variante empfohlen
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme abgegeben und die Zulassung einer aktualisierten Formulierung des COVID-19-Impfstoffs mRNA-1273 zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 bei Personen ab sechs Monaten empfohlen. Der neue Impfstoff richtet sich gegen die SARS-CoV-2-Variante XFG. Nach der positiven Stellungnahme des CHMP wird die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung des aktualisierten COVID-19-Impfstoffs für die Saison 2026/2027 erwartet.
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Medizin
3 Min|
Gemeinsame Hirnmuster bei Depression und Angst
Eine internationale Studie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) zeigt, dass Depressionen und Angststörungen mit individuellen, aber auf Gruppenebene reproduzierbaren Abweichungen der Hirnstruktur verbunden sind. Die Analyse von mehr als 50.000 MRT-Aufnahmen liefert einen möglichen Erklärungsansatz dafür, warum bislang kein eindeutiger biologischer Marker für diese Erkrankungen identifiziert werden konnte. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry veröffentlicht [1].
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Mehrkosten für Rollatoren und Hörgeräte steigen
Die Mehrkosten, die Krankenversicherte für Rollatoren, Hörgerät und andere Hilfsmittel aus eigener Tasche zahlen, sind im vergangenen Jahr im Schnitt um jeweils 10 auf 159 Euro gestiegen. Laut einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen bezogen die Versicherten 78% der Hilfsmittel mehrkostenfrei. Dies liege im Trend der vergangenen Jahre. Wer einen Rollator, ein Hörgerät oder Schuheinlagen benötigt, muss den Eigenanteil zahlen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Mehrheit der Bürger:innen für höhere Alkoholsteuer
Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger:innen auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten. Ein Drittel hält ihn für nicht sinnvoll.
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Medizin
3 Min|
Alzheimer früher erkennen: Proteinfehlfaltung schlägt P-tau
Die Fehlfaltung des Amyloid-β-Proteins ist der stärkste blutbasierte Prädiktor für die Alzheimer-Krankheit im symptomfreien Stadium. Sie zeigt das Risiko Jahre vor der klinischen Diagnose und deutlich früher an als der weit verbreitete Plasmabiomarker P-tau 217. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Gerwert (Ruhr-Universität Bochum). Das Forschungsteam analysierte Blutproben aus 17 Jahren von 779 Proband:innen der bevölkerungsbasierten ESTHER-Kohorte des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), um die Leistungsfähigkeit führender Blutbiomarker über den gesamten Verlauf der Alzheimer-Erkrankung zu vergleichen.
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