News | Beiträge ab Seite 3
Medizin
Baricitinib erhält EU-Zulassung für schwere Alopecia areata bei Jugendlichen
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den Januskinase(JAK)-Inhibitor Baricitinib zur Behandlung der schweren Alopecia areata (AA) bei Jugendlichen ab 12 Jahren erteilt. Aufgrund der Erfahrungen bei Erwachsenen in anderen Zulassungen (rheumatoiden Arthritis, atopischen Dermatitis und AA) liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vor. Ergänzt werden diese nun durch die Ergebnisse der Zulassungsstudie BRAVE-AA-PEDS. Darin erreichten 42% der Patient:innen mit schwerer AA nach 36 Wochen eine Kopfhaar Bedeckung von 80% oder mehr.
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Adipositas
Effektive Reduktion der zentralen Adipositas ist entscheidend
Bei kardiologischen Hochrisikopatient:innen muss die metabolische Therapie integraler Bestandteil der Therapiestrategie sein, betonte Prof. Dr. Rona Reibis, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Am Park Sanssouci, Potsdam, anlässlich eines Symposiums beim diesjährigen Kardiologenkongress. Denn aus kardiovaskulären Endpunktstudien zu Inkretin-basierten Therapien wisse man, dass die zentrale Adipositas die pathophysiologische Basis des heute weiter gefassten metabolischen Syndroms, des „cardiovascular-kidney-liver metabolic syndrome (CKLMS)“, ist.
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Gesundheitspolitik
Das Apotheken-Netz schrumpft noch weiter
Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1977 gesunken. Ende März gab es bundesweit 16.541 Apotheken und damit 60 weniger als zum Jahreswechsel, wie aus Daten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervorgeht. Die Branche macht angesichts steigender Betriebskosten Druck für lange ausgebliebene Honoraranhebungen. Die Pharmaindustrie warnt vor getrübten Geschäftsaussichten durch das geplante Sparpaket der Bundesregierung.
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Medizin
Neues Vorhersagemodell für Adipositas-Risiken übertrifft BMI
Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité und der Queen Mary University of London haben ein Modell aus 20 Gesundheitswerten erstellt, das vorhersagen kann, welche Menschen mit Übergewicht oder Adipositas das größte Risiko haben, 18 verschiedene Komplikationen wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen oder Nierenerkrankungen zu entwickeln [1]. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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COVID-19
DGIM 2026
COVID-19: Mit neuem mRNA-Impfstoff noch gezielter Risikogruppen schützen
Die Krankheitslast durch COVID-19 sei nach wie vor hoch, insbesondere in den Risikogruppen der älteren Personen und bei Komorbiditäten, wie Expert:innen im Rahmen einer Pressekonferenz diskutierten. Ein neuer Impfstoff auf Basis der Messenger (m)-RNA-Technologie erreichte bei niedrigerer Dosierung ein gute Impfwirksamkeit. Mit dieser Technologie könnten Impfstoffe schnell und gezielt an veränderte Virusvarianten angepasst werden.
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Medizin
Medizinische Angaben gegenüber KI sind oft lückenhaft
Eine neue Studie zeigt: Schildern Menschen ihre Krankheitssymptome einer KI statt ärztlichem Fachpersonal, sinkt die Qualität ihrer Angaben. Dies gefährdet die Genauigkeit digitaler Diagnosen und die Patient:innensicherheit.
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Gesundheitspolitik
Warkens Sparpaket bedroht Arznei-Standort
Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor schweren Folgen für den Arznei-Standort durch das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Der Verband forschender Pharma-Unternehmen (VFA) kritisiert, die geplanten Sparvorgaben für die Branche unterliefen das eigene Ziel der Bundesregierung, die Pharmaindustrie als Schlüsselbranche zu stärken.
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Gesundheitspolitik
Versand von Abtreibungspillen in den USA gestoppt
In den USA hat ein Bundesberufungsgericht den Zugang zu Abtreibungspillen per Post vorläufig stark eingeschränkt. Ein Richtergremium in New Orleans setzte am Freitag eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA aus, die den Versand des Medikaments Mifepriston nach telemedizinischer Verschreibung erlaubt hatte. Damit dürfen Anbieter das Mittel vorerst nur noch persönlich in Kliniken oder Arztpraxen ausgeben.
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Medizin
Neues Tuberkulose-Diagnoseverfahren per Zungenabstrich
Unter Leitung von Forschenden der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der University of California, San Francisco (USA), hat ein internationales Forschungsteam ein neues Verfahren zur Tuberkulose (TB)-Diagnose untersucht. Damit können TB-Bakterien unabhängig von Laboren, in kürzerer Zeit als bisher und über einen einfachen Abstrich nachgewiesen werden. Die Forschenden zeigten: Der Nachweis ist diagnostisch genau und kann auch von ungeschultem Personal durchgeführt werden. Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse trugen maßgeblich dazu bei, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den weltweiten Einsatz des Verfahrens bereits empfohlen hat [1].
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E-Health
DMEA 2026
Was tun gegen medizinische Desinformation?
Eine erfundene Erkrankung schafft es durch Verbreitung über KI-Chatbots bis in ein Peer Reviewed Journal. Eine „Medfluencerin“ gibt auf TikTok evidenzfreie Tipps bei Panikattacken. Wie lässt sich verhindern, dass medizinische Falschinformationen große Reichweite erlangen, ganz gleich, ob sie von Menschen oder Maschinen verbreitet werden? Diese Frage war Gegenstand mehrerer Veranstaltungen auf der DMEA. Wie sich zeigte, sind Akteur:innen im medizinischen Kontext keineswegs machtlos, vorausgesetzt, sie behalten die Kontrolle und besetzen den digitalen Raum proaktiv.
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Gesundheitspolitik
Mehrheit gegen Kürzungen von Pflegeleistungen
Eine große Mehrheit der Bevölkerung lehnt nach einer neuen Umfrage mögliche Kürzungen bei den Leistungen der Pflegeversicherung ab. So halten 77% der erwachsenen Bundesbürger einen erschwerten Zugang zu Pflegegraden für überhaupt oder eher „nicht akzeptabel“, wie die repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Sozialverbands VdK zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.
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Kardiologie
DGIM 2026
Kardiale ATTR-Amyloidose häufiger als angenommen
Eine kardiale ATTR-Amyloidose kann lebensbedrohlich sein. Bei einer Amyloidose kommt es hereditär oder altersbedingt (Wildtyp) zu einer Destabilisierung des Transthyretin (TTR)-Proteins und zur Bildung von fehlgefalteten TTR-Proteinen. Sie bilden Amyloidfibrillen, die sich an unterschiedlichen Organen, wie dem Herzen, ablagern können und schädigen [1].
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Adipositas
DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
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Medizin
Wie das Immunsystem lebenslange Virusinfektionen bekämpft
Millionen Menschen weltweit tragen ein Leben lang Virusinfektionen in sich, die ihnen bei der Geburt übertragen wurden. Lange ging man davon aus, dass das Immunsystem diese Erreger kaum bekämpft. Forschende der Universität Basel zeigen nun: Die körpereigene Abwehr geht durchaus gegen das Virus vor. Dies könnte ein Ausgangspunkt für neue Therapien sein.
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Gesundheitspolitik
Verbraucherschützer: Zuckerabgabe wäre „Meilenstein“
Verbraucherschützer haben die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer Abgabe auf zuckergesüßte Getränke begrüßt. „Die Zuckerabgabe kommt. Das ist eine gute Nachricht. Sie ist ein zentraler Baustein für eine gesündere Ernährung und entlastet langfristig unser Gesundheitssystem“, sagte die Vorständin des Verbraucherzentralen-Bundesverbands, Ramona Pop.
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Medizin
CHMP empfiehlt Atogepant zur Akutbehandlung der Migräne
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Zulassungserweiterung für den oralen Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptorantagonisten Atogepant empfohlen. Gegenwärtig ist Atogepant zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat zugelassen. Im Fall einer erweiterten Zulassung könnte Atogepant zudem zur Akutbehandlung von Migräne mit oder ohne Aura bei Erwachsenen angewendet werden. Die Empfehlung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie ECLIPSE.
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Gesundheitspolitik
Breite Missbilligung des Gesundheits-Sparpakets
Das vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Sparpaket für stabile Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen trifft auf breite Kritik. Der Sozialverband Deutschland nannte die Reformpläne einen „Schlag ins Gesicht der Versicherten“. Die geplante Kürzung des Bundeszuschusses bei einer nur verzögerten Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldbezieher:innen sei „ein perfider Deal zulasten der Solidargemeinschaft“. Zugleich trieben höhere Zuzahlungen und weitere Leistungskürzungen die finanzielle Belastung vieler Menschen weiter nach oben, sagte Verbandschefin Michaela Engelmeier.
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Medizin
DMEA 2026
Blinder Fleck in der Medizin: der weibliche Zyklus
Medizin wurde jahrhundertelang aus männlicher Perspektive gedacht und betrieben. Die Folgen sind spürbar – in Form von mangelnder Evidenz Versorgungslücken und fehlender Individualisierung. Am Beispiel der zyklusbezogenen Gesundheit diskutierten Expertinnen im Rahmen der DMEA 2026 über dringend notwendige Veränderungen, damit systematisch mehr relevante Daten erfasst, beforscht und entsprechende Erkenntnisse in die klinische Praxis überführt werden können.
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Adipositas
DGIM 2026
Semaglutid wirkt über den Gewichtsverlust hinaus
Ernährungs- und Bewegungsmodifikationen sind bei Adipositas durchaus sinnvoll, allerdings fallen die langfristigen Effekte meist gering aus. Mit GLP1-Rezeptoragonisten verlieren die Betroffenen nicht nur mehr Gewicht – die Substanzen wirken sich unter anderem auch positiv auf Herz und Leber aus.
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Medizin
Neues Erklärmodell: ADHS als Energiedefizit im Gehirn
Die Zahl der ADHS-Diagnosen haben in Europa seit Jahren kontinuierlich zugenommen – bei Kindern, insbesondere aber bei Erwachsenen und Frauen. Gleichzeitig bleibt die Frage, warum Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit bei Betroffenen so stark schwanken, oft unbeantwortet. Eine aktuelle Studie liefert nun einen neuen Erklärungsansatz: ADHS könnte weniger ein Aufmerksamkeitsdefizit sein als vielmehr ein Problem der Energieversorgung im Gehirn. Ein Neurobiologe der Freie Universität Berlin stellt in der Fachzeitschrift Neuroscience & Biobehavioral Reviews das Modell der „Energy Deficit Hyperactivity Disorder" (EDHD) vor.
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