News | Beiträge ab Seite 208
Medizin
Medikamentöse Therapien bei COVID-19: S3-Leitlinie aktualisiert
Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN) und der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI) haben die Leitlinie zur stationären Therapie von COVID-19-Patienten aktualisiert. Federführend beteiligt waren außerdem die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), weitere 13 Fachgesellschaften haben mitgewirkt. Die Leitlinie enthält Empfehlungen zu allen derzeit verfügbaren und wirksamen COVID-19-Medikamenten.
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Medizin
Die weitreichenden Folgen chronischer Schmerzen
Schmerzbedingte Einschränkungen sind für die Betroffenen oft bedeutsamer als der Schmerz selbst. Dieser beeinträchtigt nicht nur die soziale Funktion im Alltag, in der Familie oder beim Hobby, sondern belastet auch die seelische Gesundheit. Depressionen, Bewegungsangst und die Einnahme einer Vermeidungshaltung sind häufig und führen letztendlich zu einem Muskelabbau. Die daraus folgende schlechte Fitness beeinträchtigt die Mobilität und damit auch alltägliche sowie berufliche Tätigkeiten. Es kommt zu Schlafbeeinträchtigungen und einer weiteren Chronifizierung. Ziel der Schmerztherapie sollte es daher sein, nicht nur Schmerz zu reduzieren, sondern auch die alltägliche Funktionsfähigkeit Patient:innen-individuell zu verbessern (1).
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Gesundheitspolitik
Erfolg für Eltern eines Transgender-Kindes vor Gericht in Texas
Eltern eines Trans-Kindes im US-Bundesstaat Texas haben im Kampf gegen einen heftig kritisierten Erlass einen ersten Erfolg vor Gericht erzielt. Richterin Amy Clark Meachum erließ am Mittwochabend (Ortszeit) eine einstweilige Verfügung, die den Bundesstaat daran hindert, gegen die Eltern eines Teenagers wegen geschlechtsangleichender Behandlungen zu ermitteln. Die Richterin erklärte, dass den Klägern ein „nicht wiedergutzumachender Schaden“ drohe. Transmenschen sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen.
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Gesundheitspolitik
600 Millionen Euro für außeruniversitäre Corona-Forschung in 2020
Deutschland hat im ersten Pandemie-Jahr 600 Millionen Euro für außeruniversitäre Forschung mit Corona-Bezug ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden vom Donnerstag hervor. Insgesamt wurden 2020 für außeruniversitäre Forschung 15,6 Milliarden Euro ausgegeben. Das waren rund 4% mehr als im Vorjahr.
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Gesundheitspolitik
Psychiatrische Pflege: hoch belastet und wenig beachtet
Die Herausforderungen, mit denen Pflegende in sämtlichen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen täglich konfrontiert sind, werden in der Pandemie-Situation überdeutlich. Psychiatrisch Pflegende versorgen hoch belastete und äußerst vulnerable Patient:innen, werden aber häufig nicht wahrgenommen – und bei Bonus-Zahlungen regelmäßig nicht berücksichtigt.
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Gesundheitspolitik
Orphan Drugs: Erstattungs- und Versorgungsherausforderungen
Seit 2011 wird die Nutzungsbewertung von Arzneimitteln, die sich an die Zulassung anschließt, in Deutschland durch das Arzneimittelneuordnungsgesetz, kurz AMNOG geregelt. Diese Nutzungsbewertung hat einen großen Einfluss auf den Preis, der durch die gesetzlichen Krankenkassen für ein neues Arzneimittel bezahlt wird, da sie als Grundlage für Verhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen dient. 28% dieser neuzugelassenen Arzneimittel sind Orphan Drugs. Sie ermöglichen die Behandlung seltener Erkrankungen und bieten somit, häufig zum ersten Mal, die Möglichkeit zu einer zielgerechten Behandlung. Für die Betroffenen bedeutet das in vielen Fällen eine Chance auf Heilung oder zumindest dauerhafte Linderung. Jedoch stellen die hohen Preise dieser Therapien das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen.
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News
Letalitätsrate ausgewählter Virusausbrüche im Zeitraum von 1967 bis 2022
Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen mit der Lungenkrankheit COVID-19 beläuft sich bis Februar 2022 auf insgesamt über 426 Millionen. Die Zahl der weltweiten Todesfälle stieg bis zu diesem Tag auf über 5,9 Millionen. Die derzeitige Letalitätsrate beläuft sich auf rund 1,64 Prozent.
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Medizin
DMEA 2022: Anbieter für die Telematikinfrastruktur
„Unsere Leistungen zielen darauf ab, die sichere und einfache Kommunikation im Medizinwesen auf Basis der Telematikinfrastruktur voranzutreiben, sei es für niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kassen oder für die beteiligten Softwarehersteller“, fasst Dirk Aagaard, Geschäftsführer für den Bereich Gesundheitswesen von der akquinet AG, das Messepaket für die DMEA 2022 zusammen. Basis der Leistungen sind dabei die BSI-zertifizierten, deutschen Rechenzentren von AKQUINET. Seine Angebote stellt das IT-Unternehmen an Stand B-109 in Halle 1.2 vor.
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Medizin
COPD: Wie kann die Schlafqualität verbessert werden?
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) äußert sich u. a. durch Husten, Dyspnoe und Fatigue (1). Die Symptome variieren im Tagesverlauf und sind nachts sowie früh morgens meist schlimmer, insbesondere bei schwerer COPD (1). Nächtliche Symptome sind darüber hinaus ein Prädiktor für erhöhte Mortalität und häufigere Exazerbationen (1). Nächtliche und frühmorgendliche COPD-Symptome sind ein Aspekt der Krankheit, der sich gut mit der 2x täglichen Gabe von Bronchodilatatoren, z. B. Brimica Genuair (400*/12 μg) adressieren ließe, da die abendliche Dosis die Schwere selbiger beeinflussen kann (1).
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Medizin
Psoriasis: Wann sollten Topika eingesetzt werden?
Zur Therapie der Psoriasis stehen sowohl topische als auch systemische Arzneimittel zur Verfügung. Doch wann sollte welche Therapie zum Einsatz kommen? „Ein Großteil der Psoriasis-Patient:innen kann gut mit Topika behandelt werden“, führte Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz, Universitätsklinik Mainz, auf der DDG-Tagung „Dermatologie KOMPAKT & PRAXISNAH 2022“ aus, „jedoch ist die Darreichungsform und damit die Galenik entscheidend.“
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Medizin
Colitis ulcerosa: Mehrheit der Patient:innen erreicht unter Ozanimod kortikosteroidfreie Remission
Kürzlich wurden die Interimsergebnisse der Open-Label-Extensionsstudie zur Zulassungsstudie TRUE NORTH bekanntgegeben. Die Studie untersucht das langfristige Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Ozanimod bei Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa (CU) (1). Die Ergebnisse zeigen, dass der prozentuale Anteil an Patient:innen, die eine klinische Remission, ein klinisches Ansprechen, eine endoskopisch nachgewiesene Verbesserung und eine kortikosteroidfreie Remission erreichten, bis Woche 142 erhalten blieb. Neue Sicherheitssignale wurden im Rahmen der Studie nicht beobachtet (1).
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Gesundheitspolitik
Kehrtwende bei Impfpflicht für Mediziner und Pflegekräfte in England
Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen in England müssen sich anders als geplant doch nicht verpflichtend gegen das Coronavirus impfen lassen. Die britische Regierung bestätigte damit am Dienstagabend eine Kehrtwende, die sich bereits angedeutet hatte. Ursprünglich sollten Pflegekräfte und Beschäftigte des englischen Gesundheitsdienstes NHS ab dem 1. April vollständig geimpft sein müssen, um ihren Job weiterhin ausüben zu dürfen. Andernfalls drohte ihnen die Kündigung. Für Beschäftigte in Pflegeheimen galt dies bereits seit dem vergangenen Jahr.
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Gesundheitspolitik
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Halles Oberbürgermeister
Die Staatsanwaltschaft in Halle hat in der sogenannten Impf-Affäre Anklage gegen den suspendierten Oberbürgermeister der Saalestadt, Bernd Wiegand (parteilos), und eine frühere Mitarbeiterin erhoben. Es stehe der Verdacht der gemeinschaftlichen veruntreuenden Unterschlagung und Fälschung beweiserheblicher Daten im besonders schweren Fall im Raum, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Wiegand war am Mittwochmorgen für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Zunächst hatte die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet.
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Praxismanagement
Kopfschmerzen: Wie Sie Ihre Patient:innen besser versorgen
Zu lange Wartezeit auf einen Termin in der Kopfschmerzpraxis, unrealistische Erwartungen der Patienti:nnen sowie unzureichende Kostenerstattung der Kopfschmerztherapien. So lautet die Top-3-Mängelliste von 300 Hausärzt:innen, die an einer Umfrage der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) im Rahmen der Initiative „Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen“ teilgenommen haben. Außerdem wünschte sich fast die Hälfte der Befragten einen intensiveren fachlichen Austausch mit Kopfschmerzspezialist:innen.
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Medizin
Weltadipositastag 2022: gemeinsamer Kampf gegen Adipositas im Fokus
Der 4. März 2022 bringt mit dem Weltadipositastag (World Obesity Day, WOD) Adipositas wieder in die Medien und die Köpfe der Bevölkerung. In Deutschland sind 13,9 Millionen Erwachsene von der chronischen Erkrankung betroffen – bis 2025 kommen voraussichtlich weitere knapp 3 Millionen hinzu (1). Doch viele Menschen mit Adipositas erhalten immer noch keine Diagnose und keine entsprechende Behandlung. Ärzt:innen können den Unterschied machen und ihren Patient:innen auf ihrem Weg zu einem gesünderen Gewicht helfen. Novo Nordisk setzt sich dafür ein, dass die Volkskrankheit Adipositas über den Aktionstag hinaus in den Köpfen bleibt. Denn als chronische Erkrankung bedarf sie permanenter Aufmerksamkeit und Unterstützung der Betroffenen.
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Psoriasis
Verbesserungsmöglichkeiten bei Psoriasis(-Arthritis) ausschöpfen
Über mögliche Verbesserung bei der Diagnose und Therapie der Psoriasis und der Psoriasis-Arthritis (PsoA) diskutierten die niedergelassene Dermatologin Dr. med. Maria Leibl, München, und der Rheumatologe PD Dr. med. Valentin Schäfer, auf einem von Amgen unterstützten Satellitensymposium während der Tagung „Dermatologie kompakt & praxisnah“. Gerade bei der PsoA bietet eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und Weiterbildung viele Vorteile.
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Gesundheitspolitik
PKG: Faire Vergütung statt willkürlicher Pauschale
Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) setzt sich seit Jahren dafür ein, Missstände im deutschen Gesundheitswesen anzusprechen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. So auch beim Thema fairer Kosten für die Instrumenten-Aufbereitung bei Operationen.
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Gesundheitspolitik
KI als Schlüsseltechnologie für nachhaltiges Wirtschaften
Künstliche Intelligenz (KI) kann einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Ausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft leisten. Der Einsatz der Technologie eröffnet Unternehmen neue Geschäftsmodelle, die etwa das Gelingen der Energiewende, eine emissionsarme Mobilität oder umweltschonende Landwirtschaft unterstützen. Allerdings ist der Energieverbrauch der KI-Systeme selbst oft hoch. Ein aktuelles Whitepaper der Plattform Lernende Systeme zeigt, wie mithilfe von KI nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen und benennt Gestaltungsoptionen, die den ökologischen Fußabdruck von KI-Systemen verringern können. Neben technologischen Maßnahmen empfehlen die Expertinnen und Experten den breiten Datenaustausch zwischen Unternehmen, Forschung und öffentlichen Behörden.
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Gesundheitspolitik
„Tag der Seltenen Erkrankungen“ – 4 Millionen Betroffene
Der „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am 28. Februar schafft Aufmerksamkeit für allein in Deutschland 4 Millionen Betroffene. Er informiert über die unter der Bezeichnung zusammengefassten Krankheiten, klärt auf und trägt zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Der Blut- und Plasmaspendedienst Haema unterstützt diesen internationalen Aktionstag. Ein Teil der Seltenen Erkrankungen kann mit Medikamenten behandelt werden, die aus dem vom Unternehmen gesammelten Blutplasma hergestellt werden.
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Gesundheitspolitik
Studie: Deutsche wünschen sich Beachtung von Genderunterschieden in der Medizin
Geschlechterunterschiede in der Medizin – dieses Thema ist in der Mitte der Bevölkerung angekommen. Laut einer neuen repräsentativen Studie der pronova BKK wissen 9 von 10 Deutschen, dass Männer für bestimmte Erkrankungen ein anderes Risiko haben als Frauen. Mehr als 8 von 10 Menschen sind zudem überzeugt, dass auch Krankheitssymptome geschlechterspezifisch sind. Gleichzeitig erhalten 67% der 1.000 Befragten von Ärzten keine Informationen über unterschiedliche Wirkungen von Medikamenten auf Frauen und Männer. Aus Sicht der Befragten wird dies weder in der Forschung noch im Arztgespräch ausreichend berücksichtigt.
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