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AGO und DGGG beziehen Stellung zur Morcellation bei der Entfernung von Tumoren der Gebärmutter
Eine Zerkleinerung des Gewebes in der Bauchhöhle, Morcellation genannt, ermöglicht eine schonende Entfernung von gutartigen Tumoren der Gebärmutter im Rahmen einer Bauchspiegelung, die kaum Narben hinterlässt. Die Gefahr, dass dabei ein bösartiger Tumor zerkleinert wird und die Morcellation zur Ausbreitung führt, ist aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO), eine selbstständige Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), gering. Die laparoskopische Uterusmorcellation bleibe eine wichtige Behandlungsoption, die nach der Aufklärung der Patientin weiter eingesetzt werden kann, heißt es in einer aktuell publizierten Stellungnahme verschiedener Arbeitsgemeinschaften der DGGG.
Abwechslung in der Ernährungstherapie: Herzhafte Trinknahrung
Ab sofort gibt es von Fresenius Kabi Deutschland eine vollbilanzierte, hochkalorische Trinknahrung, Fresubin® Soup, in drei leckeren, herzhaften Geschmacksrichtungen: Tomate, Karotte und Grünes Gemüse. Die verzehrfertige Nahrung schmeckt erwärmt am besten. Die Zubereitung ist direkt im praktischen, mikrowellengeeigneten Becher möglich. Der Spezialist für Ernährungstherapie, Infusionen, Arzneimittel und Medizinprodukte vervollständigt damit sein Angebot für Patienten mit einem drohenden oder bestehenden Ernährungsdefizit, die einen erhöhten Energiebedarf haben. Fresubin® Soup ist erstattungsfähig.
Laumann: Bürokratie in der Pflege ist Motivationskiller
Pflegepersonal soll von Dokumentationspflichten entlastet werden und damit mehr Zeit für die Patienten bekommen. Bisher müssten in der Pflegedokumentation viel zu viele Abläufe festgehalten werden, die im Alltag ganz normal seien, sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), am Montag in Berlin. Künftig solle die Dokumentation auf das "wirklich Notwendige" beschränkt werden.
Ultrafeine Partikel führen zu eingeschränkter Herzfunktion
Ultrafeine Partikel in der Umgebungsluft verändern schon nach wenigen Minuten die Herzvariabilität und führen so zu einem erhöhten Risiko insbesondere für Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel kommen vor allem im dichten Straßenverkehr vor und damit in den stark besiedelten Innenstadtbereichen. Die Herzratenvariabilität beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems an aktuelle Erfordernisse und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.
Kausale Behandlungsoption unterstützt die Regeneration peripherer Nervenschädigungen
Eine aktuelle Studie untersuchte die additive, neurotrope Behandlung von Patienten mit schmerzhaften peripheren Nervenschädigungen unterschiedlicher Ursache. Innerhalb von zwei Monaten kam es zu einer erheblichen Reduktion der Schmerzen und neuropathischen Begleitsymptome (1). Der Leipziger Neurochirurg Dr. Jörg Döhnert hat die Studie und ihre Bedeutung für den Praxisalltag genauer unter die Lupe genommen. Im Rahmen eines Reviews erläutert der Experte, dass sich hinter peripheren Nervenschädigungen, wie den Wirbelsäulen-Syndromen, häufig eine Schädigung der Myelinschicht verbirgt. Die additive Gabe von Uridinmonophosphat (UMP) zusammen mit Vitamin B12 und Folsäure (Keltican® forte) unterstützt gezielt die körpereigenen Reparaturprozesse und greift so an der Beschwerden-Ursache an. Döhnert plädiert für eine kausale Behandlung sobald sich die ersten Hinweise auf eine Strukturschädigung peripherer Nerven bemerkbar machen.
Uniklinik Jena: Erste Professur für Notfallmedizin in Deutschland
Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat deutschlandweit die erste Professur für Notfallmedizin an einer Uniklinik besetzt: Anfang April trat Prof. Wilhelm Behringer sein Amt an. Er leitet damit auch das Zentrum für Notfallmedizin am einzigen Thüringer Universitätsklinikum.
Atomoxetin als erste und einzige Fertiglösung für die ADHS-Therapie
Das Nicht-Stimulanz Atomoxetin steht nun zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) seit dem 15. April 2015 auch als Fertiglösung zur Verfügung. Die neue Strattera® Lösung wurde entwickelt, um die Adhärenz von Patienten zu verbessern, die eine flüssige Darreichungsform bevorzugen, z. B. aufgrund von Schwierigkeiten, Kapseln oder Tabletten zu schlucken.
Besserer Therapie-Erfolg bei Asthma und COPD mit einem Inhalator, der Fehler verzeiht
Bisher scheitert die Therapie chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen oft an komplizierten Inhalatoren: Bis zu 80 % der Patienten machen Fehler bei der Applikation. Gefragt sind deshalb einfache Devices wie der Trockenpulver-Inhalator Spiromax®.
Neuer Rekord: 6 Millionen registrierte Spender in Deutschland
"Die 6-Millionen-Marke bei den registrierten Blutstammzellspendern wurde geknackt" freut sich Dr. Carlheinz Müller, Geschäftsführer des Zentralen Knochenmarkspender-Registers Deutschland (ZKRD). Für Patienten, die an Leukämie oder einer anderen Erkrankung des blutbildenden Systems leiden, bedeutet diese Spendenbereitschaft enorm viel. Jeder registrierte Spender erhöht die Chance der Patienten, den für sie genau passenden Spender zu finden. "Dass es in Deutschland so viele hochmotivierte Spender gibt, haben wir dem unermüdlichen Einsatz der 27 Spenderdateien und deren zahllosen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken", so Müller.
Infobus von „Herzenssache Schlaganfall“ tourt durch Deutschland
Jährlich erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Dabei könnten sich 50 bis 70% aller Schlaganfall-Erkrankungen durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und die Förderung einer gesunden Lebensweise verhindern lassen. Die von Boehringer Ingelheim initiierte und in Kooperation mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH) sowie der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) umgesetzte bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Schlaganfall“ setzt genau hier an: Ziel ist es, den Informationsstand über Ursachen, Risikofaktoren und Vorsorgeoptionen in der Bevölkerung deutlich zu verbessern und somit die Anzahl der Schlaganfälle zu reduzieren.
Adipositas: Gefährliche Ausschüttung von Zytokinen im Fettgewebe
Das Fettgewebe von Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) ist mehr als nur ein Energiespeicher. Es mischt sich in den Stoffwechsel, die Immunabwehr und sogar in die Psyche der Betroffenen ein. Eine interdisziplinäre Studie des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig konnte zeigen, dass bei Adipositas mehr Signalstoffe des Immunsystems im Fettgewebe produziert und ins Blut abgegeben werden als bisher angenommen. Diese so genannten Zytokine können dann im gesamten Körper zu entzündlichen Prozessen führen.
Systematischer Review zur Bedeutung von Keratolytika und Emollentien bei Psoriasis: Innovatives physikalisches Wirkprinzip - verträgliche Alternativen zu Salicylsäure
Die topische Therapie mit Emollentien und Keratolytika ist integraler Bestandteil im Management der Psoriasis. Doch die Datenlage ist dünn, wie ein aktueller systematischer Review (1) nun zeigte, der sich auf 60 Publikationen zwischen 1983 und 2013 stützt. Als am besten untersuchtes Keratolytikum wurde Salicylsäure identifiziert. Die Autoren des Reviews, Dr. Arnd Jacobi, Prof. Dr. Matthias Augustin und Dr. Anke Mayer vom Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, betonen aber gleichzeitig die erheblichen Limitationen der Salicylsäure aufgrund ihrer systemischen Toxizität.
Hirnforscher belegt Erfolg der Musiktherapie bei Tinnitus: Gehirn verändert sich binnen fünf Tagen
Der Hirnforscher Christoph Krick an der Universität des Saarlandes hat untersucht, warum eine Musiktherapie bei Tinnitus so gut wirkt. Die von Heidelberger Forschern entwickelte Therapie hilft dabei, lästige Ohrgeräusche buchstäblich "wegzusummen". 80% der Patienten empfanden nach dieser Behandlung den Tinnitus nicht mehr als quälend, bei acht Prozent verschwand er ganz. Über Aufnahmen im Magnetresonanz-Tomographen (MRT) konnte Krick nachweisen, dass sich schon nach fünf Tagen die Gehirnstrukturen verändern. Der Lernfortschritt während der Musiktherapie reorganisiert jenes Hirngewebe im Gehörkortex, das aufgrund der Tinnitus-Störung zunächst abgebaut wurde.
DGP 2015: Roflumilast reduziert COPD-Exazerbationen und Hospitalisierungen on Top zu Triple-Therapie
Das Risikomanagement ist ein wichtiges Therapieziel bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Neue Studiendaten belegen, dass Roflumilast (Daxas®) die wesentlichen Risiken wie die Zahl an mittleren und schweren Exazerbationen sowie die Zahl an Hospitalisierungen nochmals signifikant reduzieren kann, wenn Patienten bereits eine maximale Therapie bestehend aus LABA, LAMA und ICS erhalten. Die Ergebnisse der REACT-Studie wurden weltweit zum ersten Mal auf dem 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) vorgestellt.
Prevenar 13 erhält Zulassungserweiterung zur Prävention der Pneumokokken-Pneumonie bei Erwachsenen ab 18 Jahren
Die Europäische Kommission hat die zugelassenen Indikationen für Prevenar 13® erweitert: Der 13-valente Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV13) ist ab sofort auch für die Prävention einer Pneumokokken-Pneumonie bei Erwachsenen ab 18 Jahren zugelassen. Gleichzeitig wurden Ergebnisse der Zulassungsstudie CAPiTA (Community-Acquired Pneumonia Immunization Trial in Adults) in die Fachinformation aufgenommen: Die Studie konnte einen signifikanten Rückgang erster Episoden einer Impfstoff-Serotyp-bedingten CAP mit nicht-bakteriämischem/nicht-invasivem Verlauf sowie einer Impfstoff-Serotyp-bedingten invasiven Pneumokokken-Erkrankung (IPD) bei Erwachsenen über 65 Jahre nachweisen.
„Gras“ auf Rezept: überfällige Reform oder riskanter Hype?
Am Mittwoch beginnt in Frankfurt der "Deutsche Schmerztag". Ein Thema auf dem viertägigen Kongress: Cannabis auf Rezept für Schwerstkranke.
Kassen: Individuelle Gesundheitsleistungen größtenteils nutzlos
Ein Großteil der von Ärzten angebotenen individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) hat für die Patienten keinen messbaren Nutzen und ist zum Teil sogar schädlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) drei Jahre nach dem Start des sogenannten IGeL-Monitors. Die Mehrheit der 37 auf der Webseite bewerteten Leistungen schneide nicht gut ab - und einige sogar richtig schlecht, sagte MDS-Geschäftsführer Peter Pick am Donnerstag in Berlin. Die Leistungen, die Patienten aus eigener Tasche zahlen, seien "in der Regel medizinisch nicht notwendig".
Infliximab jetzt auch als Biosimilar verfügbar
Remsima® wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) als erstes Biosimilar des TNF-alpha-Blockers Infliximab zugelassen. Damit bietet sich für Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen eine neue therapeutische Option. Die Indikationen sind rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis, Psoriasis sowie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Essener Mediziner: Ethikrat verunsichert Bürger bei Organspende
Der Essener Mediziner Eckhard Nagel hat dem Deutschen Ethikrat vorgehalten, mit seiner Stellungnahme zu Hirntod und Organspende die Verunsicherung in der Bevölkerung zu schüren. Eine akademische Diskussion über juristische oder die menschliche Existenz betreffende Probleme sollte nicht dazu beitragen, die Patienten in den Wartezimmern und Krankenhäusern, die auf Heilung hoffen, zu vergessen.
Grüne: Mehr Anstrengungen gegen Zwangsbehandlung von Patienten
Nach Entscheidungen des Bundesgerichtshofes sind seit zwei Jahren ärztliche Zwangsbehandlungen von psychisch Kranken wieder zugelassen. Die Grünen verlangen nun eine lückenlose Dokumentation aller Einzelfälle.