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Medizin | Beiträge ab Seite 137

Medizin
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MS: Neue MRT-Technik könnte Diagnose und Therapie verbessern

Eine möglichst frühe Diagnose und Therapie ist bei Multipler Sklerose (MS) ausschlaggebend, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern. Dabei spielt die Magnetresonanztomographie (MRT) als bildgebendes Verfahren eine zentrale Rolle. Auf der Suche nach immer besseren Methoden wurde an der MedUni Wien im Rahmen eines Forschungsprojekts eine neue MRT-Technik angewandt, die den Weg zu einer schnelleren Bewertung der Krankheitsaktivität bei MS ebnen könnte. Die Studie wurde von einem Forschungsteam unter der Leitung von Wolfgang Bogner an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der MedUni Wien durchgeführt und kürzlich im Top-Journal Radiology veröffentlicht.
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Medizin
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Wissenschaftsministerium fördert Entwicklung von COVID-19-Medikament

Ein Spray gegen Lungenschäden bei Corona

Ein Start-up der Technischen Universität München (TUM) namens rnatics hat einen RNA-basierten Wirkstoff entwickelt, um entzündliche Lungenschäden zu verhindern. Diese treten besonders bei schweren Corona-Verläufen auf. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) unterstützt die weitere Entwicklung des Medikaments mit rund 7 Millionen Euro. Das rnatics-Team setzt dabei auf eine Substanz, die entzündungsfördernde microRNA blockiert. Der Ansatz ist unabhängig davon, welche Virusvariante die Schäden verursacht.
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Herzinsuffizienz
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Thromboembolie-Risiko bei Polycythaemia Vera: Prädiktive Marker durch Machine Learning

Thromboembolische Ereignisse (TE) sind gefährlich, häufig und tödlich für Patient:innen mit Polycythaemia Vera (PV). Vorrangiges Therapieziel ist deshalb die Verminderung dieser Komplikationen. Ein neuer Ansatz prädiktive Marker zu finden ist die Analyse großer Datenbanken mit Hilfe der künstlichen Intelligenz (KI) auf Basis eines lernenden Systems (Machine Learning).
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Medizin
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Xenotransplantation: Das Herz der Zukunft?

Erstmalig wurde im den USA ein genetisch modifiziertes Schweineherz einem männlichen, 57-jährigen Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz eingepflanzt. Diese Xenotransplantation wird von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) als ein wichtiger Entwicklungsschritt im Bereich der Transplantationsmedizin angesehen. „Schweineherzen sind anatomisch gesehen dem menschlichen Herzen sehr nahe. Größe und Funktion ähneln sich“, erklärt Prof. Dr. Jan Gummert, Vizepräsident der DGTHG. „Daher forscht die Transplantationsmedizin mit unterschiedlichen Ansätzen bereits seit 40 Jahren auf dem Gebiet der Xenotransplantation. Kürzlich erst wurden in einer Studie Pavianen gentechnologisch angepasste Schweinherzen transplantiert, die mehr als 6 Monate überlebten. Das Münchener Forscherteam um Herzchirurg Prof. Bruno Reichart hat hier Pionierarbeit geleistet; ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Xenotransplantation.“
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Medizin
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Parkinson: Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Trotz der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen in Deutschland seit 2016 leicht zurückgegangen. Während die bundesweiten Fallzahlen der Parkinson-Krankheit seit 2010 von 360.000 Patient:innen kontinuierlich angestiegen waren und 2016 mit knapp 400.000 Betroffenen den Höchststand erreicht hatten, sind diese Zahlen seitdem kontinuierlich gesunken. 2019 lag der Wert nur noch bei gut 380.000 Erkrankten.
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Medizin
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Atopische Dermatitis: Dupilumab bald auch für Kleinkinder verfügbar?

Positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie zeigten, dass die Gabe von Dupilumab zusätzlich zu einer Standardtherapie mit topischen Kortikosteroiden (TCS) bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren mit unkontrollierter mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) signifikant sowohl Hauterscheinungen verbesserte als auch den allgemeinen Schweregrad der Erkrankung sowie den Juckreiz verringerte. Die entsprechenden Daten wurden im Rahmen einer Late-Breaking-Session auf dem Kongress „Revolutionizing Atopic Dermatitis“ (RAD 2021) präsentiert (1).
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Medizin
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Typ-2-Diabetes: Metformin nur noch 1x täglich?

Metformin ist die First-Line-Therapie bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes nach Ausschöpfung der nicht-medikamentösen Basistherapie (1). Mit einer neuen Retardformulierung ist es nun möglich, die erforderliche Metformindosis bis 2.000 mg nur einmal täglich, abends einzunehmen (2). Dank der Retardformel wird der Wirkstoff mit dem stark blutzuckersenkenden Effekt über einen längeren Zeitraum als bei den bisher schnell freisetzenden Metformin-Präparaten abgegeben (2). Im direkten Vergleich zur Therapie mit einem schnellfreisetzenden Metformin kann die Adhärenz mit der Retardformel signifikant verbessert werden (3). Das neue Präparat ist in den Wirkstärken 500 mg, 750 mg und 1.000 mg erhältlich.
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COVID-19
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COVID-19-Pneumonie: Effektive Therapie mit Anakinra

„Deutschland ist mittlerweile ein Omikron-Land“, sagt Prof. Dr. Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Trotzdem sind immer noch 30% mit der weitaus gefährlicheren Delta-Variante infiziert; weitere pathogenere Varianten als Omikron können folgen. Deshalb werden Medikamente gegen COVID dringend benötigt.“ Eine medikamentöse Option ist Anakinra – ein Medikament, das seit 20 Jahren bei Patient:innen mit Rheumatoider Arthritis (RA) eingesetzt wird.
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Medizin
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App auf Rezept: Selbsthilfe bei Fibromyalgie-Syndrom

Das Digitale-Versorgung-Gesetz eröffnet neue Wege, die Teva mit seiner bekannten Marke ratiopharm als eines der ersten Pharmaunternehmen in Deutschland in Kooperation mit HelloBetter beschreitet: Gemeinsam bringen die beiden Unternehmen die digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) HelloBetter ratiopharm chronischer Schmerz auf den Markt. Der Online-Kurs wurde Mitte Dezember im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet und bietet vor allem Menschen mit Fibromyalgie-Syndrom (FMS) eine innovative Therapieoption.
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Medizin
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Pneumokokken: Zulassung für neuen Konjugat-Impfstoff

Die Europäische Kommission hat einen 15-valenten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff für die aktive Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zugelassen, um invasiven Pneumokokken-Erkrankungen und Pneumonien vorzubeugen, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden. Die Zulassung erlaubt den Vertrieb in allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Island, Norwegen und Liechtenstein. Die Gabe des Impfstoffs in der EU sollte gemäß der offiziellen Impfempfehlungen erfolgen.
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Medizin
 2 Min|

COVID-19: Schützt Tixagevimab + Cilgavimab gegen Omikron?

AZD7442 (Tixagevimab in Kombination mit Cilgavimab), eine langwirksame Antikörperkombination zur Prävention von COVID-19, behält seine neutralisierende Aktivität gegen die Omikron SARS-CoV-2-Variante (B.1.1.529) bei. Dies geht aus neuen Daten zur Neutralisierung von Lebendviren der University College Oxford aus Großbritannien und der Washington University School of Medicine in St. Louis aus den USA hervor.
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Medizin
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Herpes Zoster: Bald neuer mRNA-Impfstoff`?

Pfizer und BioNTech gaben eine neue Forschungs-, Entwicklungs- und Kommerzialisierungsvereinbarung zur Entwicklung eines potenziell ersten mRNA-basierten Impfstoffs zur Vorbeugung von Herpes-Zoster-Virus oder HZV bekannt. Herpes Zoster ist eine schwächende, entstellende und schmerzhafte Erkrankung, an der etwa einer von 3 US-Amerikanern einmal im Laufe seines Lebens erkrankt. Die Zusammenarbeit baut auf dem Erfolg der beiden Unternehmen auf, die den ersten zugelassenen und am weitesten verbreiteten mRNA-basierten Impfstoff zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung entwickelt haben. Dies ist die dritte Partnerschaft zwischen Pfizer und BioNTech im Bereich der Infektionserkrankungen. 2018 initiierten die Unternehmen die Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Grippeimpfstoffs, im Jahr 2020 startete die gemeinsame Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs.
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Medizin
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CF: Triplekombination + Ivacaftor jetzt auch für Kinder ab 6 Jahren zugelassen

Die Europäische Kommission hat jüngst die Zulassung für Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor in einer Kombinationsbehandlung mit Ivacaftor zur Behandlung von zystischer Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei Patient:innen im Alter von 6 bis 11 Jahren erweitert, die mindestens eine F508del-Mutation im CFTR-Gen (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) aufweisen. Die Behandlung mit der Tripel-Kombination ist damit auch in dieser Altersgruppe unabhängig davon möglich, welche Mutation das zweite Allel aufweist.
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Medizin
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ATTR-CM: Tafamidis verlängert Gesamtüberleben

Eine aktuell publizierte Post-hoc-Interimsanalyse der ATTR-ACT-Studie (Tafamidis in Transthyretin Amyloid Cardiomyopathy Clinical Trial) und ihrer Langzeitverlängerungsstudie zeigt, dass die Behandlung mit 80 mg Tafamidis-Meglumin bzw. 61 mg Tafamidis mit einem klinisch signifikanten Überlebensvorteil für Patient:innen mit Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) assoziiert ist (1). Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von fast 5 Jahren zeigt die jetzt veröffentlichte Analyse eine signifikante Reduktion des Gesamtmortalitätsrisikos um 41% bei ATTR-CM-Patient:innen, die kontinuierlich mit Tafamidis-Meglumin bzw. Tafamidis behandelt wurden (1).
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Medizin
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Aktuelle Information zu COVID-19

Wirkt Remdesivir auch gegen Omikron?

Gilead Sciences hat eine Analyse der derzeit vorliegenden genetischen Informationen zur Corona-Variante Omikron durchgeführt und im Vergleich zu früheren SARS-CoV-2-Varianten keine zusätzlichen prävalenten Mutationen in der viralen RNA-Polymerase identifiziert. Dies deutet darauf hin, dass Remdesivir gegen die Omikron-Variante wirksam sein wird. Gilead Sciences wird weitere Labortests durchführen, um diese Analyse zu bestätigen.
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Medizin
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Anakinra zur Behandlung der COVID-19 Pneumonie zugelassen

Anakinra hat die Zulassung zur Behandlung von Patient:innen mit COVID-19 Pneumonie erhalten. Der IL-1 Rezeptorantagonist wird künftig zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit COVID-19 Pneumonie eingesetzt, die eine Low- oder High-Flow-Sauerstoffzufuhr benötigen und ein Risiko für schweres Lungenversagen (SRF) haben, das durch suPAR-Spiegel (lösliche Form des Urokinase Plasminogen-Aktivator-Rezeptors) von ≥ 6 ng/ml bestimmt wurde.
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