Endokrinologie
Medizin
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Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken
Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas können von einer Behandlung mit dem Medikament Tirzepatid profitieren. Im Vergleich zu einem klassischen Diabetes-Medikament kann Tirzepatid, das unter dem Namen Mounjaro vertrieben wird, Risiken für Herzinfarkte und Krankenhauseinweisungen infolge von Infektionen um jeweils rund ein Drittel verringern. Das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard Medical School anhand von Versichertendaten nachgewiesen [1].
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Medizin
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Folgen des Absetzens von GLP-1-Medikamenten für suchtbedingte Krankenhausaufnahmen
Menschen mit Typ-2-Diabetes wurden während einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten seltener aufgrund von Alkohol- oder Substanzkonsumstörungen im Krankenhaus behandelt. Dies zeigt eine große schwedische Registerstudie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI). Die Forschenden untersuchten erstmals, wie sich die beobachteten Zusammenhänge nach dem Absetzen der Medikamente entwickeln. Dabei zeigte sich, dass die Verringerung alkoholbezogener Krankenhausaufnahmen zunächst noch bis zu sechs Monate nach Therapieende nachweisbar war, nach zwölf Monaten jedoch nicht mehr. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlicht [1].
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Medizin
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Parallele Anwendung von Ixekizumab und Tirzepatid bei Plaque-Psoriasis und Adipositas
Im Rahmen eines Symposiums auf der 30. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI) wurde die Phase-IIIb-Studie TOGETHER-PsO vorgestellt. Diese untersuchte die parallele Anwendung des Interleukin(IL)-17A-Inhibitors Ixekizumab mit dem dualen GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid bei Plaque-Psoriasis und Übergewicht oder Adipositas.
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Medizin
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Ideen zur Verbesserung der Versorgungssituation mit SGLT2-Inhibitoren
Typ-2-Diabetes, chronische Herzinsuffizienz und chronische Nierenkrankheit beeinflussen sich wechselseitig und erfordern ein intergiertes Behandlungskonzept. Obwohl Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften unisono den frühen Einsatz von SGLT2 (sodium-dependent glucose co-transporter 2)-Inhibitoren wie Empagliflozin empfehlen, werden sie in der Praxis häufig erst spät verschrieben [1-3]. Wie verschiedene Daten belegen, klafft zwischen Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis eine erhebliche Lücke [4-8]. Gründe dafür und mögliche Lösungsansätze diskutierten Dr. Dieter Burchert, Dipl.-Med. Ingrid Dänschel, Prof. Sabine Genth-Zotz sowie Prof. Jörg Latus unter der Moderation von Dr. Petra Sandow im Rahmen eines Roundtables im Juni in Frankfurt.
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Medizin
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Obstipation unter GLP-1-basierten Therapien: Was Sie beachten sollten
GLP-1-basierte Therapien haben sich in kurzer Zeit fest in der Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes etabliert. Sie zählen zu den inkretinbasierten Behandlungsansätzen und nutzen die Wirkung körpereigener Darmhormone. Mit diesem Wirkprinzip gehen jedoch auch gastrointestinale Nebenwirkungen einher. Neben abdominellen Schmerzen, Übelkeit, Blähungen und Diarrhö tritt – bei etwa drei von zehn Anwender:innen – auch Obstipation auf [1]. Bleibt eine Obstipation unbehandelt oder wird zu spät erkannt, drohen Dosisreduktionen oder sogar Therapieabbrüche – und damit der Verlust wichtiger kardiometabolischer Effekte [2, 3]. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst internationale Expertenempfehlungen zum Management der Obstipation unter inkretinbasierten Therapien zusammen und liefert pra-xisrelevante Hinweise für Diagnostik und Therapie [4].
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Medizin
3 Min|
ECO 2026
Adipositastherapie in der Menopause
Neue Studiendaten, präsentiert beim European Congress on Obesity (ECO 2026), haben die Effekte von Semaglutid speziell bei Frauen mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung oder Adipositas beleuchtet. Die Auswertungen deuten darauf hin, dass die Therapie bei Frauen in verschiedenen Phasen der Menopause mit einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie mit einem geringeren Risiko für Migräne, Depressionen und kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert sein kann.
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Medizin
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Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können
Menschen mit Adipositas und Typ-zwei-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefäßschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese „gelesen„ werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen „Lesesignale“ in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefäßgesundheit.
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Medizin
2 Min|
DDG 2026
Lipodystrophie – eine unterschätzte Differenzialdiagnose in der Diabetologie
Lipodystrophien sind seltene, oft verkannte Erkrankungen mit schwerem metabolischem Phänotyp. Betroffene werden häufig in der diabetologischen Praxis vorstellig. Der selektive Verlust subkutanen Fetts führt über Leptinmangel und Lipotoxizität zu extremer Insulinresistenz, früher Diabetesmanifestation und schwerer Hypertriglyceridämie. Beim Kongress der Deutschen Diabetes-Gesellschaft 2026 stellte Prof. Dr. Martin Heni, Universitätsklinikum Ulm, Klassifikation, Pathophysiologie und klinische „Red Flags“ vor. Bei einer Diskrepanz zwischen Habitus und metabolischer Symptomatik sollte auch an eine Lipodystrophie gedacht werden, denn eine frühzeitige, differenzialdiagnostisch fundierte Abklärung ermöglicht eine zielgerichtete Therapie und verbessert die Prognose.
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Adipositas
2 Min|
Adipositas: Mehr Optionen für eine maßgeschneiderte Therapie mit Semaglutid
Die Adipositas-Prävalenz steigt weiter an [1]. Aber auch die medikamentöse Adipositas-Therapie entwickelt sich weiter. Seit 2018 sind weltweit rund 23 Millionen Patient:innen mit dem Glucagon-Like Peptide-1-Rezeptoragonist (GLP-1 RA) Semaglutid therapiert worden. Dosiseskalierungen und neue Darreichungsformen erweitern zukünftig das Therapiespektrum.
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Adipositas
2 Min|
Effektive Reduktion der zentralen Adipositas ist entscheidend
Bei kardiologischen Hochrisikopatient:innen muss die metabolische Therapie integraler Bestandteil der Therapiestrategie sein, betonte Prof. Dr. Rona Reibis, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Am Park Sanssouci, Potsdam, anlässlich eines Symposiums beim diesjährigen Kardiologenkongress. Denn aus kardiovaskulären Endpunktstudien zu Inkretin-basierten Therapien wisse man, dass die zentrale Adipositas die pathophysiologische Basis des heute weiter gefassten metabolischen Syndroms, des „cardiovascular-kidney-liver metabolic syndrome (CKLMS)“, ist.
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Medizin
3 Min|
Neues Vorhersagemodell für Adipositas-Risiken übertrifft BMI
Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité und der Queen Mary University of London haben ein Modell aus 20 Gesundheitswerten erstellt, das vorhersagen kann, welche Menschen mit Übergewicht oder Adipositas das größte Risiko haben, 18 verschiedene Komplikationen wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen oder Nierenerkrankungen zu entwickeln [1]. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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Adipositas
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DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
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Adipositas
2 Min|
DGIM 2026
Semaglutid wirkt über den Gewichtsverlust hinaus
Ernährungs- und Bewegungsmodifikationen sind bei Adipositas durchaus sinnvoll, allerdings fallen die langfristigen Effekte meist gering aus. Mit GLP1-Rezeptoragonisten verlieren die Betroffenen nicht nur mehr Gewicht – die Substanzen wirken sich unter anderem auch positiv auf Herz und Leber aus.
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Adipositas
2 Min|
Weniger Gewicht für weniger kardiovaskuläre Ereignisse
Eine effektive Gewichtsreduktion reduziert bei Patient:innen mit Adipositas das Risiko für Folge- und Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes (T2D) oder schwere kardiovaskuläre Ereignisse. Daher ist bei Patient:innen mit Adipositas bzw. Übergewicht ein frühzeitiges Gewichtsmanagement von hoher Bedeutung, um die kardiometabolische Gesundheit zu erhalten.
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Medizin
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Neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bieten mögliche Therapieansätze gegen Adipositas und Diabetes
Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden der Universität Leipzig hat wichtige neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bei Säugetieren gewonnen. Die Studie, die gerade im wissenschaftlichen Journal PNAS veröffentlicht wurde, zeigt, dass die relative Verfügbarkeit von gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren im verzweigten Membransystem der Zelle (endoplasmatisches Retikulum – kurz ER) eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nahrungsaufnahme spielt [1]. Zudem wurde ein möglicher genetischer Vorläufer der Rezeptorgruppe GLP-1R/GIPR identifiziert. Dies könnte neue Wege für die Entwicklung von Therapien gegen Adipositas und metabolische Störungen eröffnen.
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Medizin
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Schilddrüsenknoten: Neue Leitlinie gegen Überdiagnostik
Ein fast schon klassisches Beispiel für Überdiagnostik ist der Umgang mit Schilddrüsenknoten. Um hier mehr Orientierung und Sicherheit zu vermitteln, hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine neue S3-Leitlinie vorgestellt.
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Typ-2-Diabetes
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Etabliert und optimiert: Semaglutid in höherer Dosierung für stärkere Effekte
Der GLP1-Rezeptoragonist (GLP1-RA) Semaglutid hat sich sowohl im Management des Typ-2-Diabetes als auch der Adipositas als effektiv und gut verträglich etabliert. Für eine noch höhere Gewichtsabnahme bei stabiler Muskelmasse sowie stärkere HbA1c-Senkung ist das Original nun in beiden Indikationen mit höheren Dosisstärken zugelassen.
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Medizin
4 Min|
Welt-Adipositas-Tag 2026
Adipositas und Fettlebererkrankungen im Fokus
Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 stand unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity„ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich, dass uns Adipositas alle betrifft und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin.
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Medizin
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Adipositas: Neue Studienergebnisse zu Häufigkeit und Gesundheitsrisiken
Eine internationale Forschungsgruppe hat untersucht, wie viele Menschen von präklinischer und klinischer Adipositas betroffen sind und welche Gesundheitsrisiken damit verbunden sind. Das Team unter der Leitung von Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) fand heraus, dass nahezu alle Menschen mit Adipositas, also einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 30 kg/m², weitere messbare Anzeichen erhöhter Körperfettmasse aufweisen und rund 80% der Betroffenen bereits gesundheitliche Folgeprobleme haben. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht [1].
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Cushing-Syndrom: Vier Jahre bis zur Diagnose
Patient:innen mit seltenen endokrinologischen Erkrankungen warten oft jahrelang
Vier Jahre lang warten Menschen, die am lebensbedrohlichen Cushing-Syndrom leiden, im Schnitt auf die richtige Diagnose. Die Folgen für die Betroffenen: Komplizierte Verläufe und ein bis zu dreifach erhöhtes Sterberisiko. Eine heute veröffentlichte Übersichtsarbeit zur Versorgungslage in der Endokrinologie hat jetzt Ausmaß und Ursachen von Versorgungslücken bei seltenen hormonellen Erkrankungen herausgearbeitet. Ein entscheidender Faktor: Im Vergleich zu anderen europäischen Gesundheitssystemen gibt es hierzulande deutlich weniger Fachärzt:innen für Endokrinologie. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) fordert deshalb gemeinsam mit den Autor:innen der Arbeit mehr Weiterbildungsstellen, eine bessere Vernetzung der Versorgung und eine gezielte Stärkung der Früherkennung.
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