Journal MED

Endokrinologie

Medizin
Welt-Adipositas-Tag 2026

Adipositas und Fettlebererkrankungen im Fokus

Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März 2026 stand unter dem übergeordneten Kampagnen-Gedanken „8 Billion Reasons to Act on Obesity„ – „8 Milliarden Gründe, gegen Adipositas aktiv zu werden“. Die Kampagne macht deutlich, dass uns Adipositas alle betrifft und ihre Prävention und Behandlung ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben bereits heute mit Adipositas. Auch in Deutschland sind immer mehr Erwachsene und Kinder stark übergewichtig – mit weiter steigender Tendenz. Anlässlich des Aktionstages weist die Deutsche Leberstiftung insbesondere auf die enge Verbindung zwischen Adipositas und Fettlebererkrankungen hin.
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Medizin

Adipositas: Neue Studienergebnisse zu Häufigkeit und Gesundheitsrisiken

Eine internationale Forschungsgruppe hat untersucht, wie viele Menschen von präklinischer und klinischer Adipositas betroffen sind und welche Gesundheitsrisiken damit verbunden sind. Das Team unter der Leitung von Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) fand heraus, dass nahezu alle Menschen mit Adipositas, also einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 30 kg/m², weitere messbare Anzeichen erhöhter Körperfettmasse aufweisen und rund 80% der Betroffenen bereits gesundheitliche Folgeprobleme haben. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht [1].
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Medizin
Patient:innen mit seltenen endokrinologischen Erkrankungen warten oft jahrelang
Cushing-Syndrom: Vier Jahre bis zur Diagnose

Patient:innen mit seltenen endokrinologischen Erkrankungen warten oft jahrelang

Vier Jahre lang warten Menschen, die am lebensbedrohlichen Cushing-Syndrom leiden, im Schnitt auf die richtige Diagnose. Die Folgen für die Betroffenen: Komplizierte Verläufe und ein bis zu dreifach erhöhtes Sterberisiko. Eine heute veröffentlichte Übersichtsarbeit zur Versorgungslage in der Endokrinologie hat jetzt Ausmaß und Ursachen von Versorgungslücken bei seltenen hormonellen Erkrankungen herausgearbeitet. Ein entscheidender Faktor: Im Vergleich zu anderen europäischen Gesundheitssystemen gibt es hierzulande deutlich weniger Fachärzt:innen für Endokrinologie. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) fordert deshalb gemeinsam mit den Autor:innen der Arbeit mehr Weiterbildungsstellen, eine bessere Vernetzung der Versorgung und eine gezielte Stärkung der Früherkennung.
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Adipositas
Adipositas ist nicht heilbar, aber immer besser behandelbar

Adipositas ist nicht heilbar, aber immer besser behandelbar

Die medikamentöse Adipositas-Behandlung muss Kassenleistung werden. Das fordert die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem im Januar 2026 veröffentlichten Policy Brief [1]. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont in einer im Dezember 2025 veröffentlichten Leitlinie, dass GLP-1-Therapien und verwand­te Medikamente eine wichtige Innovation zur Behandlung von Patient:innen mit Adipositas sind [2]. Dies kommen jedoch (noch) nicht bei den Patient:innen an: In einer Umfrage äußerte die Mehrheit den Wunsch nach Zugang zur modernen Adipositas-Medizin [3].
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Schwerpunkte
Hashimoto ganzheitlich betrachten: Wie Ernährung, Darmgesundheit und Bewegung die Autoimmunerkrankung beeinflussen

Hashimoto ganzheitlich betrachten: Wie Ernährung, Darmgesundheit und Bewegung die Autoimmunerkrankung beeinflussen

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse und eine der häufigsten Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion. Neben hormonellen Veränderungen spielen immunologische Prozesse, Entzündungen und individuelle Lebensstilfaktoren eine zentrale Rolle im Krankheitsverlauf. Zunehmend rückt auch der Einfluss des Darms und der Ernährung in den Fokus, da sie das Immunsystem und die Entzündungsaktivität maßgeblich mitsteuern. Auch der Versorgungsstatus mit Vitaminen und Mineralstoffen kann Symptome sowie Krankheitsaktivität beeinflussen. Darüber hinaus wird deutlich, dass Hashimoto nicht nur die Schilddrüse betrifft, sondern vielfältige weitere Auswirkungen auf den Körper und das Wohlbefinden haben kann.
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Medizin
Elternprogramme gegen Adipositas bei Kleinkindern wirkungslos

Elternprogramme gegen Adipositas bei Kleinkindern wirkungslos

Elternbasierte Programme zeigen keine Wirksamkeit zur frühen Vorbeugung von Übergewicht bei Kleinkindern – das ist das zentrale Ergebnis einer jetzt im Fachjournal The Lancet veröffentlichten internationalen Studie. Die groß angelegte Analyse von Daten aus zehn Ländern zeigt: Maßnahmen, die allein auf elterliches Verhalten wie Förderung von gesunder Ernährung oder mehr Bewegung abzielen, beeinflussen das Körpergewicht der Kinder im Alter von zwei Jahren nicht messbar. Prof. Dr. Anna Lene Seidler von der Universitätsmedizin Rostock hatte die wissenschaftliche Leitung der internationalen Forschungskooperation TOPCHILD inne und ist zugleich Seniorautorin der Studie. Die Erstautorin Dr. Kylie Hunter von der University of Sydney war für die praktische Umsetzung der Studie verantwortlich.
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Medizin
Darmmikrobiom liefert vielversprechenden Biomarker für Lebererkrankung bei fettleibigen Kindern

Darmmikrobiom liefert vielversprechenden Biomarker für Lebererkrankung bei fettleibigen Kindern

Eine Meta-Analyse von Pädiater:innen der Med Uni Innsbruck zeigt, dass Veränderungen in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms bei adipösen Kindern schon früh auf die Entwicklung einer stoffwechselbedingten Fettlebererkrankung hinweisen [1]. Die Forschenden nutzten bioinformatische Ansätze und Machine Learning, um Muster zu definieren, die Lebererkrankungen vorhersagen können. Mit der Identifikation solcher Biomarker könnte frühzeitig therapeutisch interveniert und das Krankheitsrisiko eingedämmt werden.
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Medizin
Lipodystrophie: seltene Fettverteilungsstörung mit Folgen für den Stoffwechsel
DDG 2025

Lipodystrophie: Seltene Fettverteilungsstörung mit Folgen für den Stoffwechsel

Sie erscheinen äußerlich schlank oder muskulös, kämpfen aber mit schwerer Insulinresistenz, Dyslipidämie und Leberverfettung, so wie Adipositas-Patient:innen: Menschen mit Lipodystrophie (LD). Die seltene Erkrankung des Fettgewebes stand im Fokus des Vortrags von Prof. Dr. Matthias Laudes (Kiel) beim Sciarc Symposium „Adipositas, Fettverteilung und Herzgesundheit“ im Rahmen des Diabetes-Kongresses in Berlin. Die Kernbotschaft: Nicht die Fettmenge, sondern die Fettverteilung entscheidet über das metabolische Risiko.
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Adipositas
Tirzepatid: Mehr als Blutzucker kontrollieren und Gewicht reduzieren
DGIM 2025

Tirzepatid: Mehr als Blutzucker kontrollieren und Gewicht reduzieren

Der duale unbalancierte GIP/GLP-1-Rezeptoragonist Tirzepatid ist zur Behandlung von Diabetes mellitus und von Adipositas zugelassen. Wie Studien zeigen konnten, ist der doppelte Wirkmechanismus effektiver in Bezug auf die HbA1c-Senkung als ein GLP-1-Rezeptoragonist allein. Die Wirkung auf die Reduktion des Körpergewichts ist bei Adipösen ohne Diabetes höher als bei Diabetes-Patient:innen.
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Medizin

Wer profitiert am meisten von einer bariatrischen OP?

Die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes bei übergewichtigen oder adipösen Personen ist von individuellen Faktoren abhängig. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich Personen mit erhöhtem Diabetesrisiko in verschiedene Subtypen einteilen lassen – mit Unterschieden im Krankheitsverlauf und dem Therapieerfolg nach bariatrischen Eingriffen. Dies eröffnet neue Chancen für eine präzisere Patientenselektion in der Adipositaschirurgie.
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Medizin

Adipositas: MACE-Risiko unter Semaglutid reduziert

Im Rahmen der 74. wissenschaftlichen Jahrestagung des American College of Cardiology (ACC) wurden neue Daten der Beobachtungsstudie SCORE präsentiert. Die Analyse zeigte, dass Semaglutid unter Alltagsbedingungen das relative Risiko kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas und etablierter kardiovaskulärer Erkrankung (CVD), aber ohne Diabetes, signifikant um 57% senken kann (1).
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Medizin
Hypoparathyreoidismus: Eneboparatid erreicht den primären Endpunkt in der CALYPSO-Studie

Hypoparathyreoidismus: Eneboparatid erreicht den primären Endpunkt in der CALYPSO-Studie

In der Phase-III-Studie CALYPSO hat Eneboparatid, ein Parathormon (PTH)-Rezeptor-1-Agonist in klinischer Entwicklung, nach 24 Wochen bei Erwachsenen mit chronischem Hypoparathyreoidismus (HypoPT) den primären Endpunkt im Vergleich zu Placebo signifikant erreicht. Der kombinierte Endpunkt umfasst die Normalisierung des Albumin-korrigierten Serumcalciumspiegels sowie die Unabhängigkeit von einer aktiven Vitamin-D- und oralen Calciumtherapie.
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