Endokrinologie
Medizin
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Adipositas und Typ-2-Diabetes: CHMP empfiehlt Zulassung von Orforglipron
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Empfehlung für Orforglipron ausgesprochen. Diese gilt für zwei Anwendungsgebiete, jeweils als Ergänzung zu gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität: zum Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m²) oder Übergewicht (BMI ≥ 27 bis < 30 kg/m²) mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung sowie zur Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes.
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Typ-2-Diabetes
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EASD-Jahrestagung 2026
Neue Adipositas- und Diabetestherapien in der Pipeline
Anlässlich der 62. Jahrestagung der EASD (European Association for the Study of Diabetes) in Mailand wurden im Rahmen eines internationalen Pressebriefings aktuelle Daten zu neuartigen Diabetes- und Adipositas-Therapien vorgestellt. Es geht um mehr als hohen Gewichtsverlust.
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Adipositas
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Adipositas: Therapiefortschritte durch moderne Inkretinanaloga
Adipositas ist mit über 200 Komorbiditäten assoziiert. Die Zahl der Betroffenen wächst ständig; mittlerweile leben in Deutschland etwa 16 Millionen Menschen mit einem BMI von mindestens 30 kg/m2. Seit 2020 gilt Adipositas offiziell als Krankheit. Die bariatrische Chirurgie hilft vielen Patient:innen, und im Bereich der konservativen Therapien können moderne Inkretinanaloga die dauerhafte Gewichtsreduktion unterstützen.
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Adipositas
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Jetzt ist sie da – die Pille zur Gewichtsabnahme
Lange war es Wunschdenken, mit Hilfe einer biotechnologischen Innovation ist sie nun Realität: Semaglutid wurde als erster GLP-1-Rezeptoragonist in Tablettenform zugelassen und ist damit die erste Abnehmpille auf dem Markt. Bei gleicher Wirksamkeit und Sicherheit lässt sich die Adipositastherapie nun noch diskreter im Alltag integrieren.
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Adipositas
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Tirzepatid zeigt breite kardiometabolische Effekte
Typ-2-Diabetes, Adipositas und kardiovaskuläre Erkrankungen sind eng miteinander verknüpft. Der kardiovaskulären Risikoreduktion bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes und/oder Adipositas kommt daher ein hoher Stellenwert zu. Die Ergebnisse der Phase-III-Studien SURPASS-CVOT und SUMMIT sprechen für den kardiometabolischen Nutzen von Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und bestehender atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD) sowie bei Adipositas und Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF).
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Medizin
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Adipositas kann Rheuma-ähnliche Entzündung fördern
Adipositas betrifft in Deutschland etwa 19,7% der Erwachsenen [1]. Die Fettleibigkeit belastet nicht nur die Gelenke, sondern verändert auch das Immunsystem der Betroffenen. Leipziger Forschende fanden im Blut von Menschen mit Adipositas vermehrt dieselben entzündungsfördernden Immunzellen wie bei Menschen mit rheumatischen Erkrankungen [2, 3]. Nach einer Magenband-Operation und starkem Gewichtsverlust bildeten sich die Veränderungen weitgehend zurück [4]. Die Ergebnisse zeigen einen immunologischen Zusammenhang zwischen Adipositas und rheumatoider Arthritis (RA) – und werfen neue Fragen für die Behandlung auf [2-4].
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Medizin
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Orales Semaglutid: Neue Tablette erweitert Therapieoptionen bei Adipositas
Semaglutid ist seit September als orale Adipositastherapie in Deutschland offiziell erhältlich. Die orale Formulierung erweitert die therapeutischen Optionen für Patient:innen mit Adipositas oder Übergewicht mit einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung und kann so eine an individuelle Bedürfnisse angepasste Therapie erleichtern. Mit der Tablette konnte in der Zulassungsstudie OASIS-4 eine Gewichtsabnahme von rund 17% gezeigt werden.
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Medizin
3 Min|
Tirzepatid bei Typ-2-Diabetes und Adipositas senkt Herz- und Infektionsrisiken
Menschen mit Typ-2-Diabetes und Adipositas können von einer Behandlung mit dem Medikament Tirzepatid profitieren. Im Vergleich zu einem klassischen Diabetes-Medikament kann Tirzepatid, das unter dem Namen Mounjaro vertrieben wird, Risiken für Herzinfarkte und Krankenhauseinweisungen infolge von Infektionen um jeweils rund ein Drittel verringern. Das haben Forschende der Technischen Universität München (TUM) und der Harvard Medical School anhand von Versichertendaten nachgewiesen [1].
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Medizin
3 Min|
Folgen des Absetzens von GLP-1-Medikamenten für suchtbedingte Krankenhausaufnahmen
Menschen mit Typ-2-Diabetes wurden während einer Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten seltener aufgrund von Alkohol- oder Substanzkonsumstörungen im Krankenhaus behandelt. Dies zeigt eine große schwedische Registerstudie unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI). Die Forschenden untersuchten erstmals, wie sich die beobachteten Zusammenhänge nach dem Absetzen der Medikamente entwickeln. Dabei zeigte sich, dass die Verringerung alkoholbezogener Krankenhausaufnahmen zunächst noch bis zu sechs Monate nach Therapieende nachweisbar war, nach zwölf Monaten jedoch nicht mehr. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlicht [1].
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Medizin
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Parallele Anwendung von Ixekizumab und Tirzepatid bei Plaque-Psoriasis und Adipositas
Im Rahmen eines Symposiums auf der 30. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI) wurde die Phase-IIIb-Studie TOGETHER-PsO vorgestellt. Diese untersuchte die parallele Anwendung des Interleukin(IL)-17A-Inhibitors Ixekizumab mit dem dualen GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonisten Tirzepatid bei Plaque-Psoriasis und Übergewicht oder Adipositas.
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Medizin
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Ideen zur Verbesserung der Versorgungssituation mit SGLT2-Inhibitoren
Typ-2-Diabetes, chronische Herzinsuffizienz und chronische Nierenkrankheit beeinflussen sich wechselseitig und erfordern ein intergiertes Behandlungskonzept. Obwohl Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften unisono den frühen Einsatz von SGLT2 (sodium-dependent glucose co-transporter 2)-Inhibitoren wie Empagliflozin empfehlen, werden sie in der Praxis häufig erst spät verschrieben [1-3]. Wie verschiedene Daten belegen, klafft zwischen Leitlinienempfehlungen und klinischer Praxis eine erhebliche Lücke [4-8]. Gründe dafür und mögliche Lösungsansätze diskutierten Dr. Dieter Burchert, Dipl.-Med. Ingrid Dänschel, Prof. Sabine Genth-Zotz sowie Prof. Jörg Latus unter der Moderation von Dr. Petra Sandow im Rahmen eines Roundtables im Juni in Frankfurt.
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Medizin
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Obstipation unter GLP-1-basierten Therapien: Was Sie beachten sollten
GLP-1-basierte Therapien haben sich in kurzer Zeit fest in der Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes etabliert. Sie zählen zu den inkretinbasierten Behandlungsansätzen und nutzen die Wirkung körpereigener Darmhormone. Mit diesem Wirkprinzip gehen jedoch auch gastrointestinale Nebenwirkungen einher. Neben abdominellen Schmerzen, Übelkeit, Blähungen und Diarrhö tritt – bei etwa drei von zehn Anwender:innen – auch Obstipation auf [1]. Bleibt eine Obstipation unbehandelt oder wird zu spät erkannt, drohen Dosisreduktionen oder sogar Therapieabbrüche – und damit der Verlust wichtiger kardiometabolischer Effekte [2, 3]. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst internationale Expertenempfehlungen zum Management der Obstipation unter inkretinbasierten Therapien zusammen und liefert pra-xisrelevante Hinweise für Diagnostik und Therapie [4].
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Medizin
3 Min|
ECO 2026
Adipositastherapie in der Menopause
Neue Studiendaten, präsentiert beim European Congress on Obesity (ECO 2026), haben die Effekte von Semaglutid speziell bei Frauen mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung oder Adipositas beleuchtet. Die Auswertungen deuten darauf hin, dass die Therapie bei Frauen in verschiedenen Phasen der Menopause mit einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie mit einem geringeren Risiko für Migräne, Depressionen und kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert sein kann.
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Medizin
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Wie epigenetische Medikamente Blutgefäße bei Adipositas und Diabetes schützen können
Menschen mit Adipositas und Typ-zwei-Diabetes haben ein hohes Risiko für Gefäßschäden. Dies hängt nicht nur von den Genen einer Person ab, sondern auch, wie diese „gelesen„ werden. Ein von der Universität Zürich geleitetes Forschungsteam veränderte nun in Mäusen und menschlichem Gewebe die epigenetischen „Lesesignale“ in der dünnen Fettschicht, die Arterien und Venen umgibt. Resultat: weniger Entzündungen und bessere Gefäßgesundheit.
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Medizin
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DDG 2026
Lipodystrophie – eine unterschätzte Differenzialdiagnose in der Diabetologie
Lipodystrophien sind seltene, oft verkannte Erkrankungen mit schwerem metabolischem Phänotyp. Betroffene werden häufig in der diabetologischen Praxis vorstellig. Der selektive Verlust subkutanen Fetts führt über Leptinmangel und Lipotoxizität zu extremer Insulinresistenz, früher Diabetesmanifestation und schwerer Hypertriglyceridämie. Beim Kongress der Deutschen Diabetes-Gesellschaft 2026 stellte Prof. Dr. Martin Heni, Universitätsklinikum Ulm, Klassifikation, Pathophysiologie und klinische „Red Flags“ vor. Bei einer Diskrepanz zwischen Habitus und metabolischer Symptomatik sollte auch an eine Lipodystrophie gedacht werden, denn eine frühzeitige, differenzialdiagnostisch fundierte Abklärung ermöglicht eine zielgerichtete Therapie und verbessert die Prognose.
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Adipositas
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Adipositas: Mehr Optionen für eine maßgeschneiderte Therapie mit Semaglutid
Die Adipositas-Prävalenz steigt weiter an [1]. Aber auch die medikamentöse Adipositas-Therapie entwickelt sich weiter. Seit 2018 sind weltweit rund 23 Millionen Patient:innen mit dem Glucagon-Like Peptide-1-Rezeptoragonist (GLP-1 RA) Semaglutid therapiert worden. Dosiseskalierungen und neue Darreichungsformen erweitern zukünftig das Therapiespektrum.
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Adipositas
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Effektive Reduktion der zentralen Adipositas ist entscheidend
Bei kardiologischen Hochrisikopatient:innen muss die metabolische Therapie integraler Bestandteil der Therapiestrategie sein, betonte Prof. Dr. Rona Reibis, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Am Park Sanssouci, Potsdam, anlässlich eines Symposiums beim diesjährigen Kardiologenkongress. Denn aus kardiovaskulären Endpunktstudien zu Inkretin-basierten Therapien wisse man, dass die zentrale Adipositas die pathophysiologische Basis des heute weiter gefassten metabolischen Syndroms, des „cardiovascular-kidney-liver metabolic syndrome (CKLMS)“, ist.
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Medizin
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Neues Vorhersagemodell für Adipositas-Risiken übertrifft BMI
Forschende des Berlin Institute of Health in der Charité und der Queen Mary University of London haben ein Modell aus 20 Gesundheitswerten erstellt, das vorhersagen kann, welche Menschen mit Übergewicht oder Adipositas das größte Risiko haben, 18 verschiedene Komplikationen wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen oder Nierenerkrankungen zu entwickeln [1]. Die Forschenden veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Medicine.
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Adipositas
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DGIM 2026
Systemerkrankung Adipositas: Inkretinbasierte Therapien eröffnen neue Perspektiven
Adipositas ist eine hochmaligne, chronische Erkrankung mit weitreichenden metabolischen und kardiorenalen Folgen. Neue inkretinbasierte Therapieansätze rücken zunehmend in den Fokus der hausärztlichen Versorgung. In naher Zukunft wird eine orale inkretinbasierte Therapie erwartet.
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Adipositas
2 Min|
DGIM 2026
Semaglutid wirkt über den Gewichtsverlust hinaus
Ernährungs- und Bewegungsmodifikationen sind bei Adipositas durchaus sinnvoll, allerdings fallen die langfristigen Effekte meist gering aus. Mit GLP1-Rezeptoragonisten verlieren die Betroffenen nicht nur mehr Gewicht – die Substanzen wirken sich unter anderem auch positiv auf Herz und Leber aus.
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