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Infektiologie | Beiträge ab Seite 5

Beiträge zum Thema Infektiologie

Medizin
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Long COVID: Wie Autoantikörper das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen

Long COVID: Wie Autoantikörper das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen

Viele Menschen fühlen sich Monate nach einer Corona-Infektion noch immer erschöpft, kämpfen mit Herzrasen, Schwindel oder Blutdruckschwankungen. Diese Beschwerden werden heute unter Long COVID oder Post-COVID-Syndrom (PCS) zusammengefasst. Eine neue Studie von Prof. Dr. Boris Schmitz, Prof. Dr. Frank C. Mooren und ihrem Team vom Lehrstuhl für Rehabilitationswissenschaften der Universität Witten/Herdecke (UW/H) bringt nun mehr Klarheit in eine der zentralen Fragen: Warum bleiben manche Menschen so lange krank? Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bestimmte Autoantikörper dabei eine wichtige Rolle spielen könnten.
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Medizin
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Keuchhustenimpfung in der Schwangerschaft stärkt die Abwehr bei Neugeborenen

2024 wurden in Deutschland die meisten Keuchhustenfälle seit Einführung der Meldepflicht 2013 verzeichnet. Mit fast 122 Fällen pro 100.000 Einwohner waren Säuglinge unter einem Jahr am stärksten betroffen. Für 2025 erwarten Expert:innen ähnlich hohe Fallzahlen. Schutz vor der hochansteckenden Erkrankung in den ersten Lebensmonaten bietet eine Impfung werdender Mütter gegen den Keuchhusten-Erreger, das Bakterium Bordetella pertussis. Eine internationale Studie unter Leitung von Charité und Universität Radboud zeigt die Effektivität der indirekten Immunisierung. Sie ist jetzt in The Lancet Microbe erschienen [1].
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Medizin
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Antibiotikaresistenz: Vorhersage mit KI weniger zuverlässig als angenommen

Um Antibiotikaresistenzen bei Krankheitserregern vorherzusagen, greifen Fachleute zunehmend auf maschinelles Lernen zurück. Mit dessen Hilfe lassen sich anhand der Genetik eines Erregers Resistenzmechanismen erkennen. Die Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten: Forschende des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) konnten nachweisen, dass die Modelle häufig weniger zuverlässig sind als angenommen. Ihre Erkenntnisse wurden im Fachmagazin PLOS Biology veröffentlicht [1]. Sie tragen dazu bei, verlässlichere Werkzeuge zur Vorhersage und Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.
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Medizin
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Real-World-Daten zeigen: RSV-Schutz nach Impfung auch in der zweiten Saison hoch

Neueste Versorgungsdaten aus Kalifornien konnten die Effektivität eines Impfstoffs gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Saison nach der Impfung feststellen [1]. Die Impfung weist somit eine hohe Effektivität gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege bei ≥ 60-Jährigen, die eine Hospitalisierung oder Behandlung in der Notaufnahme erfordern, auf.
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Medizin
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Neue STIKO-Empfehlung: MenACWY-Impfung ersetzt MenC-Impfung

Mit ihrem Beschluss vom 30. Oktober 2025 hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Impfempfehlungen zur Prävention invasiver Meningokokken-Erkrankungen (IME) aktualisiert: Die bisherige Standardimpfung gegen Meningokokken C (MenC) für Kleinkinder im Alter von zwölf Monaten sowie die mögliche Nachholimpfung bis zu einem Alter von < 18 Jahren entfällt fortan [1, 2]. Stattdessen empfiehlt die STIKO nun eine einmalige Standardimpfung, unabhängig vom Impfstatus, gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY) bei allen älteren Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren. Diese soll bis zum 25. Geburtstag nachgeholt werden.
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Infektiologie
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Schneller, flexibler und anhaltender FSME-Impfschutz auch schon für Kinder ab 1 Jahr

Ob nun als Stich oder Biss bezeichnet, die Übertragung von Krankheitserregern durch Zecken löst mitunter schwerwiegende Infektionskrankheiten aus, die allerdings im Falle der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) durch Impfung vermeidbar sind. Angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen und der schlecht zu kalkulierenden allgemeinen Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor Zeckenbefall erscheint eine rechtzeitige wirksame Immunisierung gegen FSME immer wichtiger. Das betonte Prof. Dr. Jörg Schelling, München, und verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit per Schnell-Schema eine vollständige Grundimmunisierung mit drei Impfdosen innerhalb von drei Wochen zu gewährleisten. Dieses beschleunigte Impfschema zu den Tagen 0, 7 und 21 könne inzwischen auch bei Kindern ab 1 Jahr eingesetzt werden.
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Medizin
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Neuer Arzeistoff-Kandidat gegen resistente Tuberkulose-Erreger

Neuer Arzeistoff-Kandidat gegen resistente Tuberkulose-Erreger

Einen neuen vielversprechenden Wirkstoff gegen Tuberkulosebakterien haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) entwickelt. Im Labor stellte das Team eine Verbindung her, die die Energieproduktion der Krankheitserreger hemmt und sie absterben lässt. Etablierte Medikamente wirken auf ähnliche Weise, allerdings wird der Erreger zunehmend resistent gegen diese Arzneimittel. Die Ergebnisse der Studie, an der weitere Forschende aus Deutschland, den USA und Kanada beteiligt waren, wurden im „Journal of Medicinal Chemistry“ veröffentlicht [1].
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Infektiologie
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STIKO empfiehlt einmalige Impfung mit MenACWY bei 12-14-Jährigen

STIKO empfiehlt einmalige Impfung mit MenACWY bei 12- bis 14-Jährigen

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum des Menschen ansiedeln. Etwa 10% der Bevölkerung sind asymptomatische Träger, wobei Jugendliche und junge Erwachsene die höchste Meningokokken-Besiedlung aufweisen. An einer invasiven Meningokokken-Erkrankung (IME) erkranken am häufigsten Säuglinge und Kleinkinder, gefolgt von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und älteren Senioren [1].
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Medizin
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Parkinson-Wirkstoff als Basis für neue Antibiotika-Alternative

Parkinson-Wirkstoff als Basis für neue Antibiotika-Alternative

Infiziert der Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa den Menschen, nutzt er das zuckerbindende Protein LecA, um sich an menschliche Zellen anzuheften, diese zu befallen und sogenannte Biofilme zu bilden. Damit spielt LecA eine zentrale Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Infektionen mit diesem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besonders kritisch eingestuften Erreger. Forschende des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben nun herausgefunden, dass der zugelassene Parkinson-Wirkstoff Tolcapon dazu in der Lage ist, die Aktivität von LecA gezielt zu hemmen. Diese Erkenntnis erlaubt es dem Forschungsteam, neue Strategien zur Bekämpfung von Pseudomonas-Infektionen zu entwickeln. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forschenden in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie International Edition [1].
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Medizin
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Grippe-Saison beginnt ungewöhnlich früh - EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt sofortige Impfung

Grippe-Saison beginnt ungewöhnlich früh - EU-Gesundheitsbehörde empfiehlt sofortige Impfung

Die Grippe-Saison beginnt nach Auskunft der EU-Gesundheitsbehörde ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) in diesem Jahr besonders früh. Sie rät daher zur unverzüglichen Grippeimpfung. Im Europäischen Wirtschaftsraum – EU mit Liechtenstein, Island und Norwegen – gebe es derzeit einen etwa drei bis vier Wochen früheren Anstieg von Influenzafällen als in den beiden vergangenen Grippe-Saisons, berichtete die Behörde.
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Medizin
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Bakteriophagen als neue Waffe gegen Antibiotikaresistenz?

Bakteriophagen als neue Waffe gegen Antibiotikaresistenz?

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts zählen Antibiotika zu den größten Erfolgen der Medizin. Sie retten jedes Jahr Millionen Leben, verhindern Komplikationen bei Operationen und machen viele Therapien überhaupt erst möglich. Doch ihr Erfolg hat eine Kehrseite: Immer mehr Bakterien entwickeln Strategien, um den Angriffen dieser Medikamente zu entgehen. Weltweit breiten sich resistente Keime aus, gegen die kaum noch Mittel helfen.
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Medizin
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HIV: Adhärenz entscheidend für einen nachhaltigen Therapieerfolg
Workshop der dagnä 2025

HIV: Adhärenz entscheidend für einen nachhaltigen Therapieerfolg

Bei einem Symposium im Rahmen des 35. Workshops der deutschen Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin e.V. (dagnä) betonten die Expert:innen, dass die Therapieadhärenz der Patient:innen für den Erfolg einer antiretroviralen Therapie (ART) eine wesentliche Rolle spielt. Das Single-Tablet-Regime (STR) Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (BIC/FTC/TAF) kann bei vielen Menschen mit HIV dafür geeignet sein, Adhärenz zu fördern und einen nachhaltigen Therapieerfolg zu erreichen.
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RSV
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Bereit für den kommenden Winter: RSV-Prophylaxe in der Praxis angekommen
RSV-Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern

Bereit für den kommenden Winter: RSV-Prophylaxe in der Praxis angekommen

Seit Sommer 2024 empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) die Immunisierung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) mit Nirsevimab für alle Neugeborenen und Säuglinge einer RSV-Saison. In der letzten Wintersaison 2024/2025 wurde das Ziel, die Häufigkeit schwer verlaufender RSV-Erkrankungen zu verringern, bereits erreicht: Die Halbierung der RSV-Inzidenz bei den unter Einjährigen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt, dass die Prophylaxe breit eingesetzt wurde.
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Medizin
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Long-COVID: Zwei Botenstoffe verursachen anhaltende Entzündungen in der Nasenschleimhaut

Long-COVID: Zwei Botenstoffe verursachen anhaltende Entzündungen in der Nasenschleimhaut

Ein Forschungsteam hat neue Einblicke in die Entstehung des Post-COVID-Syndroms gewonnen. Die Wissenschaftler:innen kombinierten modernste Einzelzell-Transkriptomik (scRNA-seq) mit zellbiologischen Modellen. So konnten sie die zellulären und molekularen Mechanismen entschlüsseln, die hinter den langwierigen Beschwerden vieler Betroffener stehen. Die Studie identifizierte zwei Botenstoffe, die in der Nasenschleimhaut dauerhaft eine Entzündung auslösen. Dieser Entzündungsprozess hemmt offenbar die Regeneration des Gewebes und trägt somit zur anhaltenden Symptomatik bei Post-COVID bei. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht [1].
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Medizin
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Real-World-Daten bestätigen hohe Effektivität der RSV-Impfung im Versorgungsalltag

Real-World-Daten bestätigen hohe Effektivität der RSV-Impfung im Versorgungsalltag

Im vergangenen Herbst und Winter verzeichnete das Robert Koch-Institut (RKI) 67.000 laborbestätigte RSV-bedingte Atemwegsinfektionen, wobei das RKI und viele weitere Expert:innen von einer noch deutlich höheren Krankheitslast ausgehen [1, 2]. Für Erwachsene mit Vorerkrankungen sowie für ältere Erwachsene birgt eine RSV-Infektion ein hohes Risiko, da ihr Immunsystem eine Erkrankung nicht mehr richtig abwehren kann [3]. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit etwas mehr als einem Jahr die RSV-Impfung für Erwachsene ab 75 Jahren sowie für Erwachsene im Alter von 60 bis 74 Jahren, die mit einer schweren Grunderkrankung und/oder in Einrichtungen der Pflege leben [4, 5]. Um diese Menschen zu schützen, gilt es jetzt gegen RSV zu impfen. Aktuelle Real-World-Daten unterstreichen die Effektivität und Sicherheit der RSV-Impfung im Versorgungsalltag [6, 7]. Bei einer virtuellen Fachpressekonferenz wurde erörtert, worauf es bei der RSV-Prävention ankommt.
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