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Infotheken | Beiträge ab Seite 2

Medizin
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Aktualisierter COVID-19-Impfstoff gegen XFG-Variante zugelassen

Zulassung von aktualisiertem COVID-19-Impfstoff gegen XFG-Variante empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme abgegeben und die Zulassung einer aktualisierten Formulierung des COVID-19-Impfstoffs mRNA-1273 zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 bei Personen ab sechs Monaten empfohlen. Der neue Impfstoff richtet sich gegen die SARS-CoV-2-Variante XFG. Nach der positiven Stellungnahme des CHMP wird die Entscheidung der Europäischen Kommission über die Zulassung des aktualisierten COVID-19-Impfstoffs für die Saison 2026/2027 erwartet.
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3D-Grafik von Coronavirus

Überschießende Entzündungsreaktionen bei COVID und Autoimmunkrankheiten: Mechanismus entdeckt

Wissenschaftler:innen beobachteten zur Hochzeit der Corona-Pandemie bei einigen Patient:innen eine Hyperinflammation. Ein Team unter Federführung der Universitäten und Universitätskliniken des Saarlandes und Münster hat nun in Nature Communications einen möglichen Mechanismus beschrieben, der dafür verantwortlich sein könnte. Dieser Mechanismus ist auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen zu beobachten.
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Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Präzisionstherapie bei Sjögren-Krankheit in Sicht

Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen, eine entzündliche Autoimmunerkrankung. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle. Die Ergebnisse könnten mittelfristig die Entwicklung von Medikamenten gegen das chronische Leiden vereinfachen. Sie sind in der Fachzeitschrift Lancet Rheumatology erschienen [1].
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Darmmikrobiom: Menge der Bakterien könnte wichtiger sein als ihre Zusammensetzung

Das Darmmikrobiom gilt als wichtiger Schlüssel für Gesundheit und Krankheit. Dennoch haben bisher nur wenige Erkenntnisse aus der Mikrobiomforschung den Weg in die klinische Anwendung gefunden. Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart zeigen nun, dass ein grundlegender Perspektivwechsel nötig sein könnte: Nicht nur die Zusammensetzung des Mikrobioms, sondern auch die absolute Menge an Darmbakterien könnte entscheidend sein. Dies würde erklären, warum eine ballaststoffreiche Ernährung eine vergleichbar gesundheitsfördernde Wirkung entfaltet, wie das sogenannte Intervall-Fasten, obwohl sie unterschiedliche Effekte auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms haben. Quantitative Mikrobiomparameter könnten somit künftig neue Ansätze für Diagnostik und Therapie eröffnen. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Reports veröffentlicht [1].
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Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Morbus Crohn: Wie Candida-spezifische Immunzellen zur Entzündung beitragen

Fast jeder Mensch trägt Candida albicans in sich. Der Hefepilz besiedelt menschliche Schleimhäute wie beispielsweise im Mund oder im Darm – und das meist still und meist ohne Beschwerden. Das Immunsystem lernt früh, mit ihm umzugehen. Es bildet spezialisierte Abwehrzellen, sogenannte Th17-Zellen, die den Pilz in Schach halten. Was diese Zellen im gesunden Körper genau tun, wo sie entstehen und warum sie bei Morbus Crohn gefährlich werden können, hat ein Forschungsteam des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation" (PMI) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nun erstmals systematisch aufgedeckt [1].
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Morbus Addison: Seltene Nebennierenerkrankung mit unspezifischen Symptomen

Morbus Addison ist selten, kommt häufig mit unspezifischen Symptomen daher und wird gerade deshalb oft nicht entdeckt: Auf 1 Million Menschen kommen etwa 126 Fälle. Bei der Autoimmunerkrankung bilden die Nebennieren zu wenig lebenswichtige Hormone. Besonders in Belastungssituationen kann das gefährlich werden und unbehandelt zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) machten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz auf das wenig bekannte Krankheitsbild aufmerksam.
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Neue S3-Leitlinie: Kardiovaskuläre Risiken bei rheumatischen Erkrankungen gezielt erkennen

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können neben Gelenken, Haut und inneren Organen auch Herz und Gefäße betreffen. Patient:innen erleiden häufiger kardiovaskuläre Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Gefäßerkrankungen und thromboembolische Ereignisse. Die nun veröffentlichte S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ fasst verfügbares Wissen zusammen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung. Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) entwickelt [1].
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EAN 2026

Neue Daten zu Nipocalimab bei generalisierter Myasthenia gravis

Auf dem diesjährigen EAN-Kongress wurden Abstracts zu Nipocalimab bei Erwachsenen mit anti-AChRa- oder anti-MuSKb-Antikörper-positiver generalisierter Myasthenia gravis (gMG) vorgestellt. Untersucht wurden unter anderem Patient:innen in frühen Erkrankungsstadien, mit geringerer Symptombelastung sowie Patient:innen kurz nach Infektionen. Darüber hinaus wurde das Studiendesign einer neuen Studie zum Einsatz von Nipocalimab in der Schwangerschaft vorgestellt.
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Obstipation unter GLP-1-basierten Therapien: Was Sie beachten sollten

GLP-1-basierte Therapien haben sich in kurzer Zeit fest in der Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes etabliert. Sie zählen zu den inkretinbasierten Behandlungsansätzen und nutzen die Wirkung körpereigener Darmhormone. Mit diesem Wirkprinzip gehen jedoch auch gastrointestinale Nebenwirkungen einher. Neben abdominellen Schmerzen, Übelkeit, Blähungen und Diarrhö tritt – bei etwa drei von zehn Anwender:innen – auch Obstipation auf [1]. Bleibt eine Obstipation unbehandelt oder wird zu spät erkannt, drohen Dosisreduktionen oder sogar Therapieabbrüche – und damit der Verlust wichtiger kardiometabolischer Effekte [2, 3]. Eine aktuelle Übersichtsarbeit fasst internationale Expertenempfehlungen zum Management der Obstipation unter inkretinbasierten Therapien zusammen und liefert pra-xisrelevante Hinweise für Diagnostik und Therapie [4].
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EU-Zulassung: Onasemnogen abeparvovec bei spinaler Muskelatrophie

Die Europäische Kommission hat die Zulassung von Onasemnogen abeparvovec als intrathekale Applikation für die Behandlung von Kindern ab zwei Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie (SMA) mit einer biallelischen Mutation im Survival-Motor-Neuron-1-Gen (SMN1) erteilt. Damit ist Onasemnogen abeparvovec als intrathekale Applikation die derzeit einzige, als Einmalgabe verabreichte und auf einem adeno-assoziierten viralen Vektor (AAV) basierende Genersatztherapie, die in der EU für SMA-Patient:innen zugelassen ist.
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Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankung bei Kindern entdeckt

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen nehmen weltweit zu. Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die zugrundeliegenden Ursachen der Erkrankung vielfach noch unzureichend verstanden. Ein internationales Forschungsteam hat eine bislang unbekannte genetische Ursache von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen identifiziert. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Gastroenterology veröffentlicht [1].
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EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C

EU-Zulassung von Glecaprevir/Pibrentasvir erweitert Therapieoptionen bei akuter Hepatitis C

Glecaprevir/Pibrentasvir erhält durch die Europäische Kommission die Zulassung zur Behandlung der akuten Hepatitis-C-Virusinfektion. Zugelassen ist die Therapie bei Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren. Mit dieser Indikationserweiterung ist Glecaprevir/Pibrentasvir die einzige in der Europäischen Union zugelassene Therapie zur Behandlung sowohl der akuten als auch der chronischen HCV-Infektion.
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Malaria-Einzeldosistherapie vor panafrikanischer klinischer Studie

Forschende des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben eine vielversprechende Malariatherapie entwickelt, die mit nur einer einzelnen Dosis auskommt. Sie könnte dazu beitragen, der zunehmenden Resistenz gegen bestehende Medikamente entgegenzuwirken und die Behandlung deutlich zu vereinfachen. Die Vier-Medikamenten-Kombination mit der Bezeichnung SPAP wird derzeit für groß angelegte klinische Studien in mehreren afrikanischen Ländern vorbereitet [1]. Das DZIF-Projekt wird unter anderem von Prof. Ghyslain Mombo-Ngoma geleitet, der für seine Beiträge zur globalen Gesundheitsforschung in die TIME100 Health 2026 aufgenommen wurde.
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Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden Daten aus der Phase-II-Studie JASMINE zu Nipocalimab – dem ersten Blocker des neonatalen Fc-Rezeptors (FcRn), der bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) untersucht wurde – vorgestellt. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Nipocalimab den primären Endpunkt einer Verringerung der Krankheitsaktivität, gemessen anhand des SRI-4*, bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem SLE nach 24 Wochen erreicht hat. Dies konnte, gemessen anhand des SRI-4* sowie des LLDAS†, bis Woche 52 erhalten werden [1].
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