Infotheken | Beiträge ab Seite 2
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Medizin
Adrenalinhaltiges Nasenspray zur Notfallbehandlung von Anaphylaxie bei Kindern zwischen 15 und 30 kg erhält EU-Zulassung
Die Europäische Kommission hat ein adrenalinhaltiges Nasenspray in einer Dosierung von 1 mg zur Notfallbehandlung allergischer Reaktionen in der Europäischen Union zugelassen. Das Präparat ist indiziert bei Anaphylaxie infolge von Insektenstichen/-bissen, Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Allergenen sowie bei idiopathischer oder belastungsinduzierter Anaphylaxie bei Kindern ab 4 Jahren mit einem Körpergewicht von 15 kg bis 30 kg.
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Medizin
HIIT-Training: Cochrane Review zeigt Vorteile
Fast ein Drittel der Weltbevölkerung bewegt sich weniger als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt – also pro Woche weniger als 150 Minuten in moderater Intensität bzw. weniger als 75 Minuten intensiv. Ein aktueller Cochrane Review hat jetzt untersucht: Inwiefern profitieren gesunde Menschen, denen es nach WHO-Standards bislang an Bewegung mangelte, von mehreren kurzen, aber intensiven Trainingsintervallen mit kurzen Pausen dazwischen?
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Medizin
Medizinische Versorgung von trans* Personen im Fokus
Für trans* Personen gibt es deutliche Mängel und Zugangsbarrieren bei der medizinischen Versorgung – das belegen jedenfalls internationale Studien. Doch wie sieht die Situation in Deutschland aus? Vor welchen Herausforderungen stehen trans* Personen in unserem Gesundheitssystem? Und inwiefern sind Versorgende für die Versorgung geschult? Diese und weitere Fragen möchte ein Forschungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammen mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Studie Trans*power beantworten.
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Medizin
Neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bieten mögliche Therapieansätze gegen Adipositas und Diabetes
Ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden der Universität Leipzig hat wichtige neue Erkenntnisse zur Regulation der Nahrungsaufnahme bei Säugetieren gewonnen. Die Studie, die gerade im wissenschaftlichen Journal PNAS veröffentlicht wurde, zeigt, dass die relative Verfügbarkeit von gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren im verzweigten Membransystem der Zelle (endoplasmatisches Retikulum – kurz ER) eine zentrale Rolle bei der Regulation der Nahrungsaufnahme spielt [1]. Zudem wurde ein möglicher genetischer Vorläufer der Rezeptorgruppe GLP-1R/GIPR identifiziert. Dies könnte neue Wege für die Entwicklung von Therapien gegen Adipositas und metabolische Störungen eröffnen.
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Medizin
Neues Verfahren zur Diagnose erblich bedingter Thrombozytenstörungen
Gestörte Blutstillung, große blaue Flecken ohne erkennbaren Grund seit dem Kindesalter: Hierfür kann eine angeborene Thrombozytenstörung verantwortlich sein. Mehr als 70 dieser erblichen Erkrankungen sind bekannt - aber sie sind schwer zu diagnostizieren. Betroffene Patient:innen haben oft einen jahrelangen Leidensweg hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird.
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Medizin
Finerenon bei Herzinsuffizienz mit LVEF ≥ 40% zugelassen
Die Europäische Kommission hat Finerenon, einem selektiven, nicht-steroidalen Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (nsMRA), die Zulassung in der Europäischen Union für die Behandlung von Erwachsenen mit Herzinsuffizienz (HF) und einer linksventrikulären Auswurfleistung (LVEF) von ≥40%, d.h. HF mit leicht reduzierter (HFmrEF) oder erhaltener LVEF (HFpEF) erteilt. In der EU ist Finerenon (10 mg, 20 mg, 40 mg) nun für die Behandlung der symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz mit einer LVEF von ≥40% bei Erwachsenen indiziert, was seine Anwendung über die bestehende Indikation bei erwachsenen Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) in Verbindung mit Typ-2-Diabetes hinaus erweitert.
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Medizin
Lebrikizumab und Tildrakizumab: Biologika verbessern Hautläsionen deutlich
Die First-Line-Biologika Lebrikizumab und Tildrakizumab überzeugen bei atopischer Dermatitis sowie Psoriasis mit einer frühen und starken Wirksamkeit – selbst in besonders belastenden Arealen wie Gesicht, Hals oder Kopfhaut. Das Wirkpotenzial der beiden Biologika im Versorgungsalltag wird durch aktuelle Real-World-Daten aus der ADlife-Studie zu Lebrikizumab und der POSITIVE-Studie zu Tildrakizumab bestätigt.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Hämophilie-Therapie: Patientenbedürfnisse im Fokus
Wie finden sich Ärzt:innen und Patient:innen im zunehmend komplexen „Hämophilie-Dschungel" zurecht? Diese Leitfrage stand im Zentrum eines Symposiums im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH). Ein Team aus renommierten Expert:innen unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Florian Langer vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bot Orientierung an. Im Fokus: ein fundierter Überblick über aktuelle und zukünftige Therapieoptionen bei Hämophilie A und B – ergänzt durch praxisnahe Erfahrungen bezogen auf Patientenbedürfnisse und entscheidende Faktoren bei der Umstellung. Deutlich wurde, dass angesichts einer stetig wachsenden und sich weiterentwickelnden Medikamentenauswahl der Weg zur optimalen Versorgung künftig nur im gemeinsamen Austausch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen erfolgreich gestaltet werden kann.
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Medizin
Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa
Neue Interimsanalysen aus zwei Real-World-Studien bestätigen die schnelle Wirksamkeit und gut untersuchte Sicherheit von Upadacitinib bei einer breiten, heterogenen Population von Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa im Praxisalltag [1–3]. Neue Interimsanalysen der Real-World-Studien EUROPE und PROFUNDUS, die während des Kongresses der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) 2026 vorgestellt wurden, schlagen eine wichtige Brücke zwischen klinischen Endpunkten und der empfundenen Krankheitslast von Patient:innen mit Colitis ulcerosa. Sie zeigen nicht nur eine hohe klinische Effektivität [4, 5], sondern belegen eindrücklich eine schnelle und deutliche Reduktion der von Patient:innen berichteten Krankheitslast [4].
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Medizin
Virusinfekte können Allergien verschärfen
Warum verlaufen allergische Reaktionen während einer Virusinfektion oft besonders schwer? Ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen hat nun einen entscheidenden Mechanismus identifiziert: Bestimmte Immunzellen geraten im antiviralen Alarmzustand außer Kontrolle und können lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen.
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Orphan Diseases
Erste Therapie für die Behandlung der IgG4-assoziierten Erkrankung zugelassen
Die Zulassung für Inebilizumab wurde erweitert: Mit dem monoklonalen Anti-CD19-Antikörper (mAb) steht seit November 2025 erstmals eine spezifische Therapie für erwachsene Patient:innen mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) zur Verfügung [1]. In der Zulassungsstudie reduzierte Inebilizumab das Schubrisiko signifikant um 87% (vs. Placebo). Über die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission [2].
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Schwerpunkte
Digitalgesetze: Das ändert sich 2026 für Arztpraxen
Die elektronische Patientenakte ist im Praxisalltag angekommen. Aber drohen in 2026 Honorarkürzen bei Nicht-Befüllung? Die Gesetzeslage hierzu ist unklar. Weitere Regelungen, die den digitalen Austausch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen betreffen, treten 2026 in Kraft.
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Typ-2-Diabetes
Etabliert und optimiert: Semaglutid in höherer Dosierung für stärkere Effekte
Der GLP1-Rezeptoragonist (GLP1-RA) Semaglutid hat sich sowohl im Management des Typ-2-Diabetes als auch der Adipositas als effektiv und gut verträglich etabliert. Für eine noch höhere Gewichtsabnahme bei stabiler Muskelmasse sowie stärkere HbA1c-Senkung ist das Original nun in beiden Indikationen mit höheren Dosisstärken zugelassen.
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Bioökonomie
Kunststoffrecycling im Gesundheitswesen: Funktion und Sicherheit gehen vor
Mehr als die Hälfte aller Medizinprodukte sind im Einweg zugelassen. Für das Recycling im Sinne der Kreislaufwirtschaft sind alle Stakeholder gefragt, um die Balance von Patientensicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu halten.
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Medizin
SLE: Obinutuzumab reduziert Krankheitsaktivität signifikant
Aktuelle Daten der Phase-III-Studie ALLEGORY zeigen, dass Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) davon profitieren, wenn sie Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erhalten: 76,7% der Patient:innen erreichten in Woche 52 unter dem Obinutuzumab-Regime eine Verbesserung von ≥4 Punkten im SLE Responder Index 4 (SRI-4) [1]. Die aktuellen Daten der ALLEGORY-Studie wurden im Rahmen des 15. European Lupus Meetings (SLEuro 2026) vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert.
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Hämatologie
Hämophilie: Konstanter Blutungsschutz und verbesserte Lebensqualität durch effektive Prophylaxe
Eine reine Blutungsprophylaxe bei Betroffenen mit Hämophilie A war gestern. Inzwischen findet ein Paradigmenwechsel hin zu einer verbesserten Lebensqualität statt. Die subkutane Applikation des bispezifischen Antikörpers Emicizumab verbindet einen konstanten Blutungsschutz mit langen Dosisintervallen. Dies zahlt auf die Lebensqualität der Erkrankten ein, wie aktuelle Real-World-Daten bestätigen.
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Leberzirrhose
Primäre Cholangitiden: Kombitherapien zögern Zirrhose hinaus
Sowohl bei der primär biliären Cholangitis (PBC) als auch bei der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) gilt es, die Zirrhose, den Pfortaderhochdruck und somit den Zeitpunkt zur Lebertransplantation so weit wie möglich hinauszuzögern. Mit neuen Kombinationstherapien kann dies gelingen.
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Medizin
Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen
Zum „Tag der gesunden Ernährung“ warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) vor einer unkritischen Betrachtung und Übernahme neuer US-Ernährungsempfehlungen in Deutschland – etwa in den sozialen Medien. Die von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorgestellten Leitlinien betonen tierische Proteinquellen und vollfette Milchprodukte deutlich stärker als bisher und setzen etwa bewährte Grenzwerte für die tägliche Eiweiß-Zufuhr deutlich nach oben. Die DGVS kritisiert genauso wie die American Society for Nutrition die wissenschaftliche Herleitung der Empfehlungen.
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Medizin
Neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose in Liquor entdeckt
Forschende des Max-Planck-Instituts für Biochemie und der Technischen Universität München haben neue diagnostische Marker für Multiple Sklerose (MS) entdeckt. Dazu wurden von 5.000 Patient:innen die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit mithilfe der Massenspektrometrie untersucht. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cell veröffentlicht [1].
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Bioökonomie
Algen bieten mehr als Lifestyle-Produkte: von Neuroprotektion bis Hydrokolloide
Mikro- und Makroalgen bilden eine Vielzahl von Substanzen mit antiinflammatorischem bis neuroprotektivem Potenzial. Auch industriell nutzbare Polymere haben von vielen unbemerkt schon Einzug in Ernährung, Arzneimittel und Industrieprodukte gefunden.
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