Infotheken | Beiträge ab Seite 2
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Medizin
Inebilizumab erhält EU-Zulassung bei Myasthenia gravis
Die Europäische Kommission hat die Indikationserweiterung für Inebilizumab genehmigt [1]. Das Medikament ist nun als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für Erwachsene mit generalisierter Myasthenia gravis zugelassen, die positiv auf anti-Acetylcholinrezeptor (AChR)- oder anti-Muskel-spezifische Tyrosinkinase (MuSK)-Antikörper getestet wurden. Die neu zugelassene Indikationserweiterung kann Patient:innen eine neue, zielgerichtete Behandlungsoption bieten – mit dem Potenzial einer langfristigen Krankheitskontrolle durch zweimal jährliche Erhaltungsdosierungen nach zwei anfänglichen Initialdosierungen [1].
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Patienteninfos
Wie gut hilft Intervallfasten beim Abnehmen?
Intervallfasten liegt seit einiger Zeit sehr im Trend. Es soll angeblich Gewicht reduzieren und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. Eine neue veröffentlichte Übersichtsarbeit geht der Frage nach wie stark Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas durch Intervallfasten abnehmen. Dabei konnte gezeigt werden, dass Intervallfasten nicht wirksamer ist als andere Diäten, aber wahrscheinlich etwas mehr als ohne gezielte Ernährungsintervention [1].
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Schwerpunkte
Krankheitsbedingte Mangelernährung: oft übersehener Risikofaktor
Krankheitsbedingte Mangelernährung ist ein häufiges und lebensbedrohliches Problem. Doch die „stille Volkskrankheit“ bleibt oft unbeachtet, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Durch systematische leitliniengerechte Ernährungstherapie wären jährlich 50.000 Todesfälle vermeidbar.
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Medizin
EU-Zulassung für Depemokimab bei schwerem Asthma und chronischer Rhinosinusitis
Die Europäische Kommission hat Depemokimab für zwei Indikationen zugelassen. Als zusätzliche Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch die Anzahl der Eosinophilen im Blut, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren Arzneimittel zur Asthma-Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist, sowie als Zusatztherapie zu intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP), die mit systemischen Kortikosteroiden (SCS) und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
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Medizin
Mitochondrien als neuer Schlüsselfaktor bei Morbus Crohn identifiziert
Warum Patient:innen mit Morbus Crohn trotz klinischer Remission eine geschwächte Darmbarriere aufweisen, war bislang unklar. Forschende der Universität zu Lübeck zeigen nun gemeinsam mit Forschenden der Christian-Albrechts Universität Kiel, dass eine gestörte Energiegewinnung in Immunzellen des Darms die Produktion eines zentralen Schutzantikörpers verhindert. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den Forschungsschwerpunkt Universität im Bereich Antikörper- und Entzündungsforschung und liefert zugleich eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für das neue Graduiertenkolleg GRK 3095 „Protektive und pathogene Antikörperantworten an Barriereorganen".
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Medizin
Mepolizumab erhält als erster IL-5-Inhibitor die Zulassung für unkontrollierte eosinophile COPD
Kürzlich erhielt Mepolizumab die Zulassungserweiterung als zusätzliche Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patient:innen mit chronische obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die durch eine erhöhte Anzahl an Eosinophilen im Blut (≥ 300/µl) gekennzeichnet sind und die trotz einer Kombinationstherapie aus einem inhalativen Kortikosteroid (ICS), einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) sowie einem langwirksamen Muscarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) unzureichend kontrolliert sind. Mepolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der mit hoher Affinität und Spezifität an humanes Interleukin-5 (IL-5) bindet und damit gezielt in die Typ-2-Inflammation eingreift [6, 7]. Das ist klinisch relevant, denn bis zu 40% der COPD-Patient:innen weisen erhöhte Blut-Eosinophilenwerte auf – ein Marker für eine zugrunde liegende Typ-2-Inflammation, die das Exazerbationsrisiko und die Krankheitsprogression maßgeblich beeinflusst [1, 2]. Mit seiner einfachen monatlichen Dosierung kann Mepolizumab diesen Patient:innen eine wirksame Prävention von Exazerbationen und Hospitalisierungen bieten [1].
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COPD
Mepolizumab: Neue gezielte Therapieoption bei schwerer COPD
In bis zu 40% aller Fälle von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) liegt eine Typ-2-Inflammation zugrunde – gekennzeichnet durch erhöhte Blut-Eosinophilenwerte. Mit der kürzlichen Zulassung von Mepolizumab bei unkontrollierter eosinophiler COPD steht nun eine effektive Option zur Prävention von Exazerbationen und Hospitalisierungen bereit.
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Medizin
Zulassungserweiterung: Adjuvantierter RSV-Impfstoff jetzt für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen
Die Europäische Kommission hat die Zulassung des adjuvantierten Impfstoffs gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) erweitert. Bislang war dieser Impfstoff für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen ab 50 Jahren mit bestimmten Risikofaktoren zur Prävention von RSV-bedingten Erkrankungen der unteren Atemwege (LRTD) zugelassen. Nun können damit alle Erwachsenen ab 18 Jahren gegen RSV immunisiert werden. Die Zulassung beruht auf Studiendaten zur Immunogenität des adjuvantierten Impfstoffs und zeigen, dass dieser in der Altersklasse der 18- bis 49-Jährigen derjenigen in der Altersklasse 60 plus nicht unterlegen ist.
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Adipositas
Adipositas ist nicht heilbar, aber immer besser behandelbar
Die medikamentöse Adipositas-Behandlung muss Kassenleistung werden. Das fordert die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem im Januar 2026 veröffentlichten Policy Brief [1]. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont in einer im Dezember 2025 veröffentlichten Leitlinie, dass GLP-1-Therapien und verwandte Medikamente eine wichtige Innovation zur Behandlung von Patient:innen mit Adipositas sind [2]. Dies kommen jedoch (noch) nicht bei den Patient:innen an: In einer Umfrage äußerte die Mehrheit den Wunsch nach Zugang zur modernen Adipositas-Medizin [3].
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Bioökonomie
Algen für die Wundheilung
In Medizin, Pharmazie und Kosmetik werden immer mehr biologisch aktive Verbindungen aus natürlichen Quellen genutzt. So wird auch die Behandlung chronischer Wunden durch Flüssigkeit-absorbierende Materialien wie Hydrokolloide aus Algen bereichert. Die Studienlage mit Blick auf den Nutzen ist noch unübersichtlich.
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Medizin
Neue Studiendaten zur Gentherapie bei Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie bei Kindern
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) wurden erstmals klinische Daten zur Gentherapie mit Exagamglogene autotemcel (Exa-cel) bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit schwerer Sichelzellkrankheit (SCD) oder transfusionsabhängiger Beta-Thalassämie (TDT) präsentiert. Zudem wurden Follow-up-Daten aus Studien mit Patient:innen ab zwölf Jahren vorgestellt. Exa-cel ist eine nicht-virale, ex vivo, auf CRISPR/Cas9-Geneditierung basierende Zelltherapie für geeignete Patient:innen mit SCD oder TDT, bei der die Patienten-eigenen hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen in der erythroid-spezifischen Enhancer-Regiondes BCL11A-Gens durch einen präzisen Doppelstrangbruch editiert werden.
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Ernährung und Lebensstil
Versorgungsprobleme an der Wurzel packen mit Value-Based Care
Im deutschen Gesundheitssystem wird viel Geld ausgegeben, trotzdem liegt die mittlere Lebenserwartung EU-weit nur im Mittelfeld. Ein Grund dafür sind systematische Fehlanreize. Kann ein neuer sektorenunabhängiger Versorgungsbereich, der sich an Value-based Healthcare orientiert, dieses Dilemma beheben? Vieles spricht dafür, wie die Diskussion eines Impulspapiers beim Kongress des Bundesverbands Managed Care (BMC) in Berlin zeigte.
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Ernährung und Lebensstil
Prävention: Gesund leben einfach machen – aber wie?
Zehn Jahre nach dem Inkrafttreten des Präventionsgesetzes ist die Bilanz ernüchternd. Im aktuellen Public Health Index (PHI) landete Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern auf den hinteren Plätzen. Das Thema hat großen Rückhalt in Politik und Bevölkerung. Warum sind die Ergebnisse dann so schlecht? Dieser Frage gingen die Teilnehmer:innen einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress des Bundesverbands Managed Care e.V. (BMC) in Berlin nach.
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Medizin
Geschlechtersensible Medizin: Luxus oder Notwendigkeit?
Frauen und Männer sind anders krank. Diese klinisch sehr relevanten Unterschiede beeinflussen die Versorgung maßgeblich. Das macht das Geschlecht zu einem zentralen medizinischen Faktor und eine geschlechtersensible Medizin unverzichtbar.
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Medizin
Vonicog alfa auch als Therapieoption für Kinder mit Von-Willebrand-Erkrankung zugelassen
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassung für Vonicog alfa auf die On-Demand-Behandlung von Blutungen bei Kindern und Jugendlichen mit Von-Willebrand-Erkrankung (VWE) erweitert [1]. Das rekombinante Von-Willebrand-Faktor-Präparat ist das einzige seiner Art.
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Medizin
Neue Empfehlungen: Meningokokken-Prophylaxe unter Komplementinhibitor-Therapie
Komplementinhibitoren werden erfolgreich zur Therapie verschiedener Autoimmunerkrankungen eingesetzt [1]. Aufgrund ihres Wirkmechanismus ist jedoch das Risiko für eine Infektion mit bekapselten Bakterien erhöht und insbesondere die Vorbeugung einer Infektion mit Meningokokken von großer Bedeutung. Doch wie gestaltet sich die Meningokokkenprophylaxe im Rahmen einer komplementinhibierenden Therapie von Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen konkret? Eine Gruppe aus fünfzehn Expert:innen hat hierzu ein Konsensuspapier erarbeitet, das in der August-Ausgabe 2025 der Online-Zeitschrift DGNeurologie veröffentlicht wurde [2]. Die unter Federführung von Prof. Dr. Achim Berthele, Leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie des TUM Universitätsklinikum München, entstandene Publikation stellt einen wichtigen Beitrag für eine effektive und sichere Behandlung neurologischer Erkrankungen in der DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz)-Region dar.
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Medizin
Spinale Muskelatrophie: Europäische Kommission erweitert Zulassung für höherdosierte Nusinersen-Therapie
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für eine höherdosierte Therapie mit Nusinersen zur Behandlung der 5q-assoziierten Spinalen Muskelatrophie (5q-SMA) erteilt. Damit wurde die Zulassung des Antisense-Oligonukleotids erweitert: Das neue Dosierungsschema umfasst eine kürzere Aufsättigungsphase mit zwei Aufsättigungsdosen von je 50 mg/5 ml im Abstand von 14 Tagen und anschließend alle vier Monate eine Erhaltungsdosis von 28 mg/5 ml. Patient:innen, die von der bestehenden 12/12-mg-Dosis auf die höhere Dosierung umgestellt werden, erhalten anstelle der nächsten 12-mg-Dosis eine 50-mg-Dosis, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 28 mg alle vier Monate [1].
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Medizin
Hämophilie A-Therapie: Fokus verschiebt sich auf Gelenkgesundheit und körperliche Aktivität
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurden neue Daten präsentiert, die den Fokus in der Behandlung von Hämophilie A verschieben. Weg von der reinen Blutungsrate hin zu funktionellen Endpunkten wie Gelenkgesundheit und physische Belastbarkeit [1]. Zudem bietet der vielversprechende Wirkstoff-Kandidat NXT007 einen spannenden Ausblick auf die nächste Generation therapeutischer Innovationen in der Therapie der Hämophilie A [2, 3].
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Medizin
EU-Zulassung für Pegcetacoplan zur Behandlung von C3G und pIC-MPGN
Am 16. Januar 2026 erteilte die Europäische Kommission die Zulassung für Pegcetacoplan zur Behandlung von erwachsenen und jugendlichen Patient:innen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit C3-Glomerulopathie (C3G) oder primärer immunkomplexvermittelter membranoproliferativer Glomerulonephritis (pIC-MPGN). Die Anwendung erfolgt in Kombination mit einem Renin-Angiotensin-System (RAS)-Inhibitor, es sei denn, dieser wird nicht vertragen oder ist kontraindiziert.
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Medizin
Alzheimer-Medikament zeigt Wirkung bei Sichelzellanämie
Das seit Langem zugelassene Alzheimer-Medikament Memantin könnte künftig auch Patient:innen mit Sichelzellanämie helfen. Erste klinische Daten einer internationalen Forschungsgruppe, dass der Wirkstoff gut verträglich ist, die Beschwerden verringert und die Lebensqualität trotz Erbkrankheit verbessert.
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