Journal MED

Infotheken | Beiträge ab Seite 2

Medizin
Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Upadacitinib verbessert Lebensqualität bei Colitis ulcerosa

Neue Interimsanalysen aus zwei Real-World-Studien bestätigen die schnelle Wirksamkeit und gut untersuchte Sicherheit von Upadacitinib bei einer breiten, heterogenen Population von Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa im Praxisalltag [1–3]. Neue Interimsanalysen der Real-World-Studien EUROPE und PROFUNDUS, die während des Kongresses der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) 2026 vorgestellt wurden, schlagen eine wichtige Brücke zwischen klinischen Endpunkten und der empfundenen Krankheitslast von Patient:innen mit Colitis ulcerosa. Sie zeigen nicht nur eine hohe klinische Effektivität [4, 5], sondern belegen eindrücklich eine schnelle und deutliche Reduktion der von Patient:innen berichteten Krankheitslast [4].
Lesen Sie mehr 
Orphan Diseases

Erste Therapie für die Behandlung der IgG4-assoziierten Erkrankung zugelassen

Die Zulassung für Inebilizumab wurde erweitert: Mit dem monoklonalen Anti-CD19-Antikörper (mAb) steht seit November 2025 erstmals eine spezifische Therapie für erwachsene Patient:innen mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) zur Verfügung [1]. In der Zulassungsstudie reduzierte Inebilizumab das Schubrisiko signifikant um 87% (vs. Placebo). Über die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission [2].
Lesen Sie mehr 
Medizin

SLE: Obinutuzumab reduziert Krankheitsaktivität signifikant

Aktuelle Daten der Phase-III-Studie ALLEGORY zeigen, dass Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) davon profitieren, wenn sie Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erhalten: 76,7% der Patient:innen erreichten in Woche 52 unter dem Obinutuzumab-Regime eine Verbesserung von ≥4 Punkten im SLE Responder Index 4 (SRI-4) [1]. Die aktuellen Daten der ALLEGORY-Studie wurden im Rahmen des 15. European Lupus Meetings (SLEuro 2026) vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie

Hämophilie: Konstanter Blutungsschutz und verbesserte Lebensqualität durch effektive Prophylaxe

Eine reine Blutungsprophylaxe bei Betroffenen mit Hämophilie A war gestern. Inzwischen findet ein Paradigmenwechsel hin zu einer verbesserten Lebensqualität statt. Die subkutane Applikation des bispezifischen Antikörpers Emicizumab verbindet einen konstanten Blutungsschutz mit langen Dosisintervallen. Dies zahlt auf die Lebensqualität der Erkrankten ein, wie aktuelle Real-World-Daten bestätigen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen

Mehr Fleisch, mehr Fett – wenig Evidenz: Vorsicht bei neuen US-Ernährungsempfehlungen

Zum „Tag der gesunden Ernährung“ warnt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) vor einer unkritischen Betrachtung und Übernahme neuer US-Ernährungsempfehlungen in Deutschland – etwa in den sozialen Medien. Die von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vorgestellten Leitlinien betonen tierische Proteinquellen und vollfette Milchprodukte deutlich stärker als bisher und setzen etwa bewährte Grenzwerte für die tägliche Eiweiß-Zufuhr deutlich nach oben. Die DGVS kritisiert genauso wie die American Society for Nutrition die wissenschaftliche Herleitung der Empfehlungen.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
GTH 2026

Moderne Hämophilie-Therapie verhindert Blutungen und hält Gelenke gesund

In einem effektiven Behandlungsmanagement der Hämophilie ist die Verhinderung von Blutungen lediglich der erste Schritt. Ebenso wichtig ist die Gesunderhaltung der Gelenke, Vermeidung von Gelenkveränderungen sowie Schmerzen, sodass eine Teilhabe gesichert ist. Als erster Vertreter einer neuen FVIII-Klasse steht mit Efanesoctocog alfa eine Therapieoption mit verlängerter Halbwertszeit zur Verfügung, die signifikant auf die Lebensqualität der Betroffenen einzahlt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
ECCO 2026

Mirikizumab: Drei Jahre steroidfreie klinische Remission bei Morbus Crohn

Auf dem 21. Kongress der European Crohn's and Colitis Organisation (ECCO) in Stockholm präsentierte Eli Lilly neue Langzeitdaten zu Mirikizumab [1] bei Morbus Crohn (MC): 91% der behandelten Patient:innen konnten eine in Woche 52 erzielte steroidfreie klinische Remission bis Woche 152 aufrechterhalten [2]. Mirikizumab ist damit der bislang erste und einzige Interleukin(IL)-23p19-Inhibitor mit nachgewiesener, anhaltender Wirksamkeit über drei Jahre bei MC und gleichzeitig über vier Jahre bei Colitis ulcerosa (CU) – verbunden mit einem überzeugenden Sicherheitsprofil [2-4]. In beiden Indikationen zeigen aktuell vorgestellte Daten darüber hinaus, dass Hospitalisierungs- und Operationsraten im Langzeitverlauf deutlich reduziert werden können [5, 6].
Lesen Sie mehr 
Medizin
Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Ob wir morgens eher Kohlenhydrate oder Fette essen, könnte mitbestimmen, wie unser Stoffwechsel arbeitet. Prof. Olga Ramich vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat gemeinsam mit ihrem Team nun erstmals am Menschen gezeigt, dass die zeitliche Verteilung der Aufnahme von Kohlenhydraten und Fetten die Aktivität von mehr als tausend Genen im Fettgewebe über den Tag hinweg verändert – darunter Gene, die den Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse steuern. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Food Research International veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin

Adipositas: Neue Studienergebnisse zu Häufigkeit und Gesundheitsrisiken

Eine internationale Forschungsgruppe hat untersucht, wie viele Menschen von präklinischer und klinischer Adipositas betroffen sind und welche Gesundheitsrisiken damit verbunden sind. Das Team unter der Leitung von Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) fand heraus, dass nahezu alle Menschen mit Adipositas, also einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 30 kg/m², weitere messbare Anzeichen erhöhter Körperfettmasse aufweisen und rund 80% der Betroffenen bereits gesundheitliche Folgeprobleme haben. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
GTH-Kongress

Non-Faktor-Therapie mit Marstacimab bei der Hämophilie: Positive Erfahrungen im Praxisalltag

Seit einem Jahr steht Marstacimab zur Routineprophylaxe bei Patient:innen mit schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper ab zwölf Jahren in Deutschland zur Verfügung. Mittlerweile werden bereits 30 Patient:innen mit dem monoklonalen Antikörper gegen den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) behandelt. Er wird einmal wöchentlich mittels Fertigpen in fixer Dosierung subkutan injiziert und hat damit das Potenzial, die Behandlungslast der Betroffenen zu verringern.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Inebilizumab erhält EU-Zulassung bei Myasthenia gravis

Inebilizumab erhält EU-Zulassung bei Myasthenia gravis

Die Europäische Kommission hat die Indikationserweiterung für Inebilizumab genehmigt [1]. Das Medikament ist nun als Zusatzbehandlung zur Standardtherapie für Erwachsene mit generalisierter Myasthenia gravis zugelassen, die positiv auf anti-Acetylcholinrezeptor (AChR)- oder anti-Muskel-spezifische Tyrosinkinase (MuSK)-Antikörper getestet wurden. Die neu zugelassene Indikationserweiterung kann Patient:innen eine neue, zielgerichtete Behandlungsoption bieten – mit dem Potenzial einer langfristigen Krankheitskontrolle durch zweimal jährliche Erhaltungsdosierungen nach zwei anfänglichen Initialdosierungen [1].
Lesen Sie mehr