Journal MED

Kongressberichte | Beiträge ab Seite 4

Medizin
Lipodystrophie: seltene Fettverteilungsstörung mit Folgen für den Stoffwechsel
DDG 2025

Lipodystrophie: Seltene Fettverteilungsstörung mit Folgen für den Stoffwechsel

Sie erscheinen äußerlich schlank oder muskulös, kämpfen aber mit schwerer Insulinresistenz, Dyslipidämie und Leberverfettung, so wie Adipositas-Patient:innen: Menschen mit Lipodystrophie (LD). Die seltene Erkrankung des Fettgewebes stand im Fokus des Vortrags von Prof. Dr. Matthias Laudes (Kiel) beim Sciarc Symposium „Adipositas, Fettverteilung und Herzgesundheit“ im Rahmen des Diabetes-Kongresses in Berlin. Die Kernbotschaft: Nicht die Fettmenge, sondern die Fettverteilung entscheidet über das metabolische Risiko.
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Medizin
HNO-Heilkunde auf dem Weg in eine personalisierte Zukunft
HNO 2025

HNO-Heilkunde auf dem Weg in eine personalisierte Zukunft

Unter dem Motto „Individualisierung versus Standardisierung" findet vom 28. bis 31. Mai 2025 die 96. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie in Frankfurt am Main statt. Mit rund 3.000 Teilnehmenden gehört der HNO2025 zu den wichtigsten Fachkongressen für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Deutschland. Die Online-Pressekonferenz stellte schon vorab aktuelle Hot Topics der HNO-Heilkunde vor, darunter die Qualitätssicherung bei Cochlea-Implantaten, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der HNO-Heilkunde, Fortschritte in der roboterassistierten Chirurgie und bahnbrechende Therapien bei Kopf-Hals-Tumoren.
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Medizin
DGK 2025

ATTR-Amyloidose erkennen und zielgerichtet behandeln

Die Transthyretin-Amyloidose ist eine systemische Speichererkrankung, in deren Verlauf sich fehlgefaltetes Transthyretin (TTR) als pathogenes Amyloid im Extrazellularraum ablagert und zu irreversiblen Schäden führen kann. Neben genetischen Mutationen bei der hereditären ATTRv-Amyloidose können Alterungsprozesse für die ATTRwt (Wildtyp)-Amyloidose ursächlich sein. Während bei der ATTRwt-Amyloidose fast immer das Herz betroffen ist und neurologische Symptome in der Regel ergänzend auftreten, zeigt sich bei der hereditären Form bei der Mehrzahl der Patient:innen bereits bei Erstdiagnose ein gemischter Phänotyp mit kardialen sowie neurologischen Symptomen. Nur ein kleiner Anteil der Erkrankten weist ausschließlich neurologische oder ausschließlich kardiale Manifestationen auf.
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RSV
Adjuvantierter RSV-Impfstoff schützt über drei Saisons
DGIM 2025

Adjuvantierter RSV-Impfstoff schützt über drei Saisons

Infektionen mit dem respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) und RSV-bedingte Lungenerkrankungen (lower respiratory tract diseases, LRTD) können in allen Altersgruppen auftreten. Bekannt ist RSV vor allem bei Säuglingen, ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe mit Hospitalisierung besteht jedoch insbesondere bei älteren Menschen. Eine einmalige Immunisierung mit dem adjuvantierten Impfstoff kann die Mehrheit der Fälle von RSV-LRTD über bis zu 3 Jahre verhindern, wie Studiendaten belegen.
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Medizin
Kombinierte orale Kontrazeptiva verdreifachen das Risiko eines kryptogenen Schlaganfalls bei jungen Frauen
European Stroke Organisation Conference 2025

Kombinierte orale Kontrazeptiva verdreifachen das Risiko eines kryptogenen Schlaganfalls bei jungen Frauen

Neue Forschungsergebnisse, die auf der Konferenz der Europäischen Schlaganfall-Organisation (ESOC) 2025 vorgestellt wurden, zeigen, dass die Verwendung kombinierter oraler Kontrazeptiva (OCs) bei jungen Frauen mit einem dreifach erhöhten Risiko eines kryptogenen ischämischen Schlaganfalls (CIS) verbunden ist [1]. Die Ergebnisse fügen sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, die einen Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und vaskulärem Risiko bei Frauen im reproduktiven Alter herstellen.
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Medizin
Frühzeitige Behandlung der ATTR-CM verbessert Prognose
DGK 2025

Frühzeitige Behandlung der ATTR-CM verbessert Prognose

Aktuelle Entwicklungen in der Behandlung der Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) standen im Fokus eines Symposiums im Rahmen des Kongresses der Deutschen Kardiologischen Gesellschaft (DGK) in Mannheim. Die bisher unterdiagnostizierte Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) wird mittlerweile immer häufiger bereits früh erkannt und behandelt, wodurch die an sich schlechte Prognose der ATTR-CM deutlich verbessert werden kann.
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Typ-2-Diabetes
So bringt Empagliflozin die Fachdisziplinen zusammen
DGIM 2025

So bringt Empagliflozin die Fachdisziplinen zusammen

Vor 10 Jahren begann mit der EMPA-REG OUTCOME®-Studie eine neue Ära in der inneren Medizin. Zusätzlich zu Typ-2-Diabetes ist Empagliflozin heute zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz und der chronischen Nierenerkrankung zugelassen. Das Fazit auf einer Jubiläumsveranstaltung auf dem DGIM: Durch organprotektive Substanzen wie SGLT2-Inhibitoren (SGLT2i) und GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP1-RA) rücken die Fachgebiete näher zusammen – es gibt aber noch viel tun.
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Hypertonie
Blutdruckmanagement: Ärzt:innen und Patient:innen sollten gut zusammenarbeiten
DGIM 2025

Blutdruckmanagement: Ärzt:innen und Patient:innen sollten gut zusammenarbeiten

Ein gut eingestellter Blutdruck hilft, die Gesundheit von Herz, Nieren, Hirn und Augen zu schützen. Der Weg dorthin ist allerdings oft steinig. Ärzt:innen und Patient:innen haben manchmal unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie der Zielblutdruck erreicht werden kann. Bei den häufig gleichzeitig auftretenden Depressionen ergibt sich ein vergleichbares Bild. Neue Therapiemodalitäten können Lösungen bieten.
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Pneumologie
Asthma und COPD: Adhärenz und Gesundheitskompetenz in der Hausarztpraxis fördern
DGIM 2025

Asthma und COPD: Adhärenz und Gesundheitskompetenz in der Hausarztpraxis fördern

Es geht um die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft: Zunehmender Versorgungsbedarf, Zunahme von Multimorbidität, Demenz und Hinfälligkeit treffen auf wachsende, komplexere Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten sowie Polypharmazie – und das alles sollen Hausärzt:innen für ihre Patient:innen steuern. „Wir koordinieren ja schon die gesamte Versorgung unserer Patienten und reichen Informationen hin und her“, sagte Dr. Irmgard Landgraf, Berlin, anlässlich eines Symposiums auf dem 131. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Medizin e. V. (DGIM) in Wiesbaden. Zudem stellte sie klar, dass Deutschland im internationalen Vergleich in puncto „Gesundheitskompetenz“ Schlusslicht ist.
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Adipositas
Tirzepatid: Mehr als Blutzucker kontrollieren und Gewicht reduzieren
DGIM 2025

Tirzepatid: Mehr als Blutzucker kontrollieren und Gewicht reduzieren

Der duale unbalancierte GIP/GLP-1-Rezeptoragonist Tirzepatid ist zur Behandlung von Diabetes mellitus und von Adipositas zugelassen. Wie Studien zeigen konnten, ist der doppelte Wirkmechanismus effektiver in Bezug auf die HbA1c-Senkung als ein GLP-1-Rezeptoragonist allein. Die Wirkung auf die Reduktion des Körpergewichts ist bei Adipösen ohne Diabetes höher als bei Diabetes-Patient:innen.
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Kardiologie
DGIM 2025

Weißbuch unterstützt verbesserte Versorgungsstruktur für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Stellen Sie sich vor, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nr. 1 und keinen interessiert es. Das ist aktuell die Realität in Deutschland. Hier setzt das neue Weißbuch „Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Versorgungssituation in Deutschland“ an. Ziel ist eine Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit mit Senkung der Krankheitslast und Sterblichkeit.
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Asthma
DGP 2025

Anti-IL-5-Antikörper ermöglichen nicht nur Asthma-Kontrolle, sondern auch -Remission

Eine Remission des schweren Asthma bronchiale hielt man vor nicht einmal 15 Jahren noch für undenkbar. Dies scheint sich jetzt aufgrund der erreichten Fortschritte in der Charakterisierung der zugrundeliegenden immunologischen Prozesse, der entsprechenden Phänotypisierung der unterschiedlichen Krankheitsausprägungen und der Einführung von demzufolge zielgerichtet immunmodulatorisch wirksamen Asthma-Therapien radikal zu wandeln.
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Medizin
Mangelhafte Kompetenz und ineffiziente Strukturen: Die Notfallversorgung in Deutschland ist schlecht aufgestellt
Die Not mit dem Notfall | DGIM 2025

Mangelhafte Kompetenz und ineffiziente Strukturen: Die Notfallversorgung in Deutschland ist schlecht aufgestellt

Bei medizinischen Notfällen ist schnelle Hilfe oftmals lebensrettend. Doch bei der Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen gibt es laut dem Wiesbadener Internist Prof. Dr. Thomas Weber erhebliche Defizite in der Bevölkerung. So gaben 78% der Teilnehmer einer Umfrage in Wiesbaden an, sich bei einem Notfall nicht ausreichend kompetent zu fühlen, um einzugreifen und zu helfen oder sogar eine Herzdruckmassage durchzuführen. „Das ist alarmierend“. Je länger ein Erste-Hilfe-Kurs zurück liegt, sofern er überhaupt absolviert wurde, desto größer ist die Unsicherheit, so Prof. Weber weiter.
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