Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 152

Gesundheitspolitik
 3 Min|

Bund und Länder einig bei Grundzügen für Krankenhausreform

Nach wochenlangem Ringen haben sich Bund und Länder auf Grundzüge für eine Neuaufstellung der Kliniken in Deutschland verständigt. Man habe sich auf sehr detaillierte Eckpunkte einigen können, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach gemeinsamen Beratungen am Montag in Berlin. Über den Sommer solle nun auch mit Beteiligung der Länderseite ein Gesetzentwurf erarbeitet werden. Der Zeitplan steht demnach weiterhin, dass die Reform zum 1. Januar 2024 in Kraft treten soll. Die konkrete Umsetzung in den Kliniken vor Ort würde dann danach schrittweise anlaufen.
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COPD
 2 Min|

COPD: LAMA/LABA einmal täglich meistens ausreichend

In Deutschland gibt es circa 8 Millionen Menschen, die an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) erkrankt sind. Es ist deshalb wichtig, dass eine umfassende Diagnostik stattfindet, um eine adäquate und effektive Therapie einleiten zu können. Außerdem muss dabei bedacht werden, dass viele Patient:innen auch noch kardiale Probleme haben. Die GOLD-Leitlinie 2023 favorisiert bei neu diagnostizierten Patient:innen für die Mehrheit die LAMA/LABA Kombination.
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Medizin
 6 Min|

Zöliakie: Ernährung und medikamentöse Möglichkeiten

Eine Zöliakie wird immer noch zu selten diagnostiziert. Daher sollte bei gastrointestinalen Symptomen (z.B. chronische Diarrhoe oder Obstipation) und extraintestinalen Symptomen, wie chronische Müdigkeit, unklarer Gewichtverlust, verminderte Wachstumsgeschwindigkeit oder verspätete Pubertät, auch an eine Zöliakie gedacht werden. Da eine Zöliakie starke genetische Faktoren aufweist, sollte bei erstgradigen Verwandten ebenfalls eine Abklärung erfolgen. Im Rahmen der Serologie ist es empfehlenswert, die Antigen-Antikörper-Reaktionen von IgA-Endomysium oder IgG-Transglutaminase (TG) zu bestimmen. Die Diagnostik muss unter Gluten-haltiger Kost bzw. Gluten-Exposition erflogen. Zudem sollte ein selektiver IgA-Mangel ausgeschlossen werden.
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Medizin
 6 Min|

Stress und Herzgesundheit: Wenn die Psyche das Herz aus dem Takt bringt

Klimakrise und Inflation, Ärger am Arbeitsplatz, Streit in der Familie, Mobbing in sozialen Medien: Immer mehr Menschen stehen unter Druck. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der KKH (Kaufmännische Krankenkasse) fühlen sich 84% der 18- bis 70-Jährigen zumindest gelegentlich gestresst, 43% sogar häufig oder sehr häufig. Das Alarmierende: Die Belastung nimmt offenbar zu. So hat gut jede:r 2. Befragte das Gefühl, dass das Leben in den vergangenen 1 bis 2 Jahren anstrengender und stressiger geworden ist.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Richterbund erwartet keine Entlastung durch Cannabis-Gesetz

Die von der Bundesregierung geplante Cannabis-Legalisierung wird nach Ansicht des Deutschen Richterbunds (DRB) nicht zu einer Entlastung der Gerichte führen. Er widerspricht damit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), in dessen Gesetzentwurf entsprechende Berechnungen enthalten sind. „Die Annahme einer massiven Entlastung der Justiz ist völlig unrealistisch“, sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Bundesrat billigt Maßnahmen gegen Arzneimittel-Engpässe

Engpässe bei wichtigen Medikamenten vor allem für Kinder sollen künftig zuverlässiger abgewendet werden. Der Bundesrat billigte am Freitag ein vom Bundestag dazu beschlossenes Gesetz. Als Sicherheitspuffer machen die Regelungen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Vorräte von mehreren Monatsmengen für vielgenutzte Arzneimittel zur Pflicht. Preisregeln sollen gelockert werden, um Lieferungen nach Deutschland für Hersteller lohnender zu machen. Das Gesetz ebnet außerdem auch den Weg für eine dauerhafte Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne extra Praxisbesuch.
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E-Health
 8 Min|

Die ePA in der medizinischen Praxis: Bewertungen, Herausforderungen und Verbesserungen

Der Referentenentwurf zum Digital-Gesetz des Bundesgesundheitsministeriums sieht eine Verbesserung der digitalen Strukturen des Gesundheitssystems in Deutschland vor. Eine zentrale Rolle nimmt darin die elektronische Patientenakte (ePA) ein, die die Krankenkassen allen Versicherten, die nicht aktiv widersprechen, bis Januar 2025 zur Verfügung stellen sollen (Opt-Out Regelung). Ziel ist es, dass die ePA Daten zur Medikation, zu Laborbefunden, für den medizinischen Notfall und aus stationären Behandlungen enthalten soll. Doch wie wird die ePA von Ärzt:innen in der Praxis bewertet und welche Verbesserungen sind aus Sicht der Behandelnden noch nötig?
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Medizin
 3 Min|

Erste Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie veröffentlicht

Die Tatsache, dass es nun erstmals eine Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie (NVL) gibt, zeigt, dass es sich um eine Krankheit von großem gesellschaftlichem Ausmaß handelt. Viele Menschen sind betroffen, viele erleiden Folgeschäden trotz guter Therapiemöglichkeiten. Als Behandlungsziel gibt die Leitlinie 140/90 mmHg an und weicht damit nur geringfügig von der aktuellen europäischen Leitlinie ab. Neu in der NVL ist der Hinweis auf Einbeziehung der Betroffenen bei Therapieentscheidungen, die Leitlinie hält dafür spezielles Patientenmaterial vor. Wichtig ist jedoch: Die Zielwerte beziehen sich auf die Praxismessung. Bei Messungen zu Hause gilt unter 135/85 mmHg als Maximalwert.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Weniger Befristung, mehr Planungssicherheit für Ärzte an Unikliniken

Kurze Befristungen sind bei ärztlichen Arbeitsverhältnissen in Universitätskliniken weit verbreitet. Auch mit dem neuesten Gesetzesvorhaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird diesem Missstand nicht im erforderlichen Maße begegnet, kritisiert der Marburger Bund in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Gesetz zur Änderung des Befristungsrechts für die Wissenschaft.
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Medizin
 3 Min|

MS-Patient:innen können auf künstliche Intelligenz hoffen

Künstliche Intelligenz (KI) ist in der Medizin ein Hoffnungsträger geworden. Helfen soll sie auch bei der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS). Dazu unterstützt die Europäische Kommission im Rahmen der Innovative Health Initiative das Projekt CLAIMS (Clinical impact through AI-assisted MS care) für 4 Jahre mit fast 10 Millionen Euro. Beteiligt sind 15 Partner aus 9 Ländern. Zu ihnen gehört die Ruhr-Universität Bochum, vertreten durch das Institut für Neuroradiologie im St. Josef-Hospital.
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