Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 265

Wenn im mittleren Alter plötzlich Ehering und Schuhe nicht mehr passen und vermehrtes Schwitzen, Kopfschmerzen oder Schnarchen auftreten, könnten dies Symptome für einen gutartigen Tumor der Hirnanhangdrüse sein. Er führt dazu, dass die Hypophyse zu viel Wachstumshormone ausschüttet. Dadurch werden Knochen und innere Organe unwiederbringlich dicker. Eine frühzeitige Diagnostik der Akromegalie ist wichtig, betont die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Denn die Veränderungen beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern können auch das Leben verkürzen. Rechtzeitig erkannt und behandelt, gelinge die Heilung durch Operation in über 90% der Fälle. Leider vergingen oft viele Jahre bis zur Diagnose. Denn häufig werde die langsame Vergröberung des Aussehens als Ausdruck des normalen Alterungsprozesses fehlgedeutet.
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Medizin
 3 Min|

Erster DGS-PraxisLeitfaden zur Behandlung akuter Kreuz- und Rückenschmerzen veröffentlicht

Um Ärztinnen und Ärzte in der Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu unterstützen, hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) den „DGS-PraxisLeitfaden zur Behandlung akuter Kreuz-/Rückenschmerzen“ herausgegeben. Eine der zentralen Aussagen darin: Hauptursache für die Zunahme von Rückenschmerzen ist die weitverbreitete Bewegungsarmut. Dieser PraxisLeitfaden ist der erste seiner Art und eine praxisnahe Alternative zu den bekannten ausführlicheren DGS-PraxisLeitlinien. PraxisLeitfäden zu weiteren Kernthemen der DGS sollen folgen.
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Medizin
 3 Min|

Seltene Erkrankungen: Multiplex-Netzwerk verbessert Diagnose und Analyse

Seltene Erkrankungen sind meist auf einen einzelnen Gendefekt zurückzuführen. Dennoch gestaltet sich die Suche nach der Ursache und die Einschätzung der Auswirkungen als höchst komplex und schwierig. Jörg Menche, Adjunct Principal Investigator am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Professor an der Universität Wien sowie Forschungsgruppenleiter an den Max Perutz Labs (ein Joint Venture der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien), und sein Team entwickelten nun ein sogenanntes Multiplex-Netzwerk, das sämtliche Gene und ihre Interaktionen auf mehreren Ebenen abbildet und die Identifikation von Gendefekten sowie die Einschätzung ihrer Folgen verbessert.
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Medizin
 3 Min|
Gesund im Gesundheitswesen

Business-Netzwerk Healthcare Frauen mit Leadership Programm

Der Mensch im Mittelpunkt – das ist der Leitgedanke des neuen Leadership Programms, das das Führungsnetzwerk HCF Healthcare Frauen e.V. im Rahmen der alljährlich stattfindenden Herbsttagung des Vereins präsentierte. Das Konzept stellt die Menschen im Gesundheitswesen in den
Mittelpunkt. – „Denn gerade für die in diesem Sektor dringend benötigten neuen Lösungen brauchen wir mehr Menschen, die in ihrer vollen Kraft sind und für sich und Andere diese Kraft entfalten können“, betonte HCF-Vorstand Jutta Kristen in Berlin.
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Medizin
 6 Min|
Viszeralmedizin 2021

Virushepatitiden: Das Management von Hepatitis C und D optimieren

Beim diesjährigen Hepatitis-Symposium von Gilead im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (Kongress Viszeralmedizin 2021) standen Infektionen mit dem Hepatitis-C- und Hepatitis-D-Virus im Fokus. Mit Bulevirtid steht seit Juli 2020 erstmals eine zugelassene Therapie zur Behandlung von Infektionen mit dem Hepatitis-Delta-Virus zur Verfügung. Der Entry-Hemmer erwies sich in der Hauptzulassungsstudie als wirksam und gut verträglich (1). Wenn es um die Auswahl eines Regimes zur Therapie der HCV geht, sind derzeit Arzneimittelwechselwirkungen in der Diskussion. Aktuelle Daten zeigen, dass unter den verschiedenen pangenotypischen direkt antiviral wirksamen Substanzen (pDAA) das Interaktionspotenzial von Sofosbuvir/Velpatasvir am geringsten ist (2, 3).
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Medizin
 4 Min|

COPD: Digitale Unterstützung bei Inhalationstherapien

Die Markteinführung von Kata® Clinical, einer neuen Version der Kata®-App mit erweiterter Funktionalität, wurde vor Kurzem bekannt gegeben. Mit Kata® Clinical will VisionHealth Sponsoren und Auftragsforschungsinstituten (CROs) ein neues Angebot für klinische Studien bei chronischen Lungenerkrankungen unterbreiten, das durch die Nutzung der Kata®-Technologie die Teilnehmererfahrung und gleichzeitig die Studienergebnisse verbessert.
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Medizin
 4 Min|

Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden

Ist die Schmerzfreiheit in der Behandlung chronischer Schmerzen mit Opioiden von größerer Bedeutung als die Lebensqualität? Warum die individuellen Bedürfnisse und Umstände der Schmerzpatienten und -patientinnen sowie ihre Zufriedenheit in der Schmerztherapie zentral sind, stellten Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, sowie Dr. Silvia Maurer, Bad Bergzabern, anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses am 22. Oktober in dem hybriden Symposium „Schmerztherapie: Klinik vs. Praxis“ vor.
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Medizin
 5 Min|

Ticagrelor: Langzeitprävention im Versorgungsalltag erneut bestätigt

AstraZeneca präsentierte auf den diesjährigen Herztagen 2021 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) aktuelle Daten aus dem Versorgungsalltag von Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom: Die Ergebnisse der großen internationalen Register-Studie ALETHEIA bestätigen erneut den Nutzen von Ticagrelor zur Langzeitprävention ischämischer Ereignisse bei Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom und vorangegangenen Myokardinfarkt im Versorgungsalltag. Zugleich geben sie Einblicke in die klinische Routinepraxis der dualen antithrombozytären Therapie (DAPT) mit Ticagrelor.
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Medizin
 2 Min|

Glioblastom und Autismus: Mechanismus für Fehlentwicklung entdeckt

Menschliche Zellen erzeugen nach dem Bauplan, den unsere DNA enthält, Proteine, die bestimmte Funktionen erfüllen. Ein wesentlicher Schritt dabei ist das Ablesen der DNA und das Umschreiben der Information in mRNA, die sogenannte Transkription. Eine multizentrische Studie unter maßgeblicher Beteiligung der MedUni Wien belegt nun erstmals, dass ein bestimmtes Protein, PHF3, eine wichtige Rolle in der Transkription spielt: Durch seine Bindung an das Enzym RNA-Polymerase II (POL II) wird der Ablesevorgang moduliert. PHF3 bindet über eine bestimmte Stelle auf seiner Oberfläche, die sogenannte SPOC-Domäne, an POL II. Ist SPOC defekt oder nicht vorhanden, kann PHF3 nicht anbinden und es kommt zu Fehlentwicklungen bei der Produktion von Nervenzellen. Dies könnte eine der Ursachen für Autismus und Glioblastome sein. Die Studie wurde nun im renommierten Journal Nature Communications veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
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Ambulante Operationen – Gleiche Bedingungen für gleiche Leistungen

„Vor 2 Jahren hat der Gesetzgeber die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte beauftragt, eine neu überarbeitete Liste aller ambulant erbringbaren und stationsersetzenden Untersuchungen und Behandlungen aufzustellen, die ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden können“, sagt Dr. Albert Beyer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Die dort verzeichneten Leistungen sollen dann von Kliniken und Praxen unter einheitlichen Bedingungen angeboten werden. Von einer Umsetzung sind wir allerdings immer immer noch weit entfernt.“
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Patienteninfos
 2 Min|

Erstes digitales DGU-Patientenforum

Auch in Zeiten digitaler Kongresse kümmert sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) um Patientinnen und Patienten: Statt der traditionell angebotenen Vor-Ort-Patientenveranstaltung anlässlich einer jeden DGU-Jahrestagung geht die PatientenAkademie der Fachgesellschaft neue Wege und bietet nun kostenlos und frei verfügbar das erste digitale Patientenforum in der Deutschen Urologie an. „Im Rahmen des 72. DGU-Kongresses, der vom 24. bis 26. September 2020 als Live-Stream aus dem Congress Center Leipzig gesendet wurde, haben wir 6 ausgewiesene Experten der DGU vor die Kamera gebeten und mit ihnen über die häufigsten urologischen Krankheitsbilder bei Frauen und Männern gesprochen. Sie beantworten die wichtigsten Patientenfragen und fassen Aktuelles vom diesjährigen Kongress unserer Fachgesellschaft zusammen“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.
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Medizin
 4 Min|

Tetanustoxin: Der erste Wirkstoff gegen Muskelabbau

Erstmals zeigen Forschende aus Göttingen und Berlin, dass das hochpotente Nervengift Tetanustoxin gegen Muskelschwund wirkt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Journal of Cachexia, Sarcopenia and Muscle. Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Rückenmarksverletzungen zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, bei denen es durch eine Störung im zentralen Nervensystem zu dauerhaften Lähmungen und Muskelschwund kommen kann. Bisher gibt es für eine Behandlung kein wirksames Medikament. Der Schwerpunkt der Therapie liegt daher auf Physio- und Ergotherapie. Um die Behandlungslücke schließen zu können, forschen Göttinger und Berliner Forschende um den Neurologen Prof. Dr. David Liebetanz, Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), seit etwa 10 Jahren an einer neuartigen medikamentösen Therapie. Im Fokus steht dabei das hochgiftige Tetanustoxin, bekannt als Auslöser von Wundstarrkrampf.
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