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News | Beiträge ab Seite 6

Gesundheitspolitik
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AOK: Kinderkrankentage nehmen meistens Frauen

Wenn erkrankte Kinder betreut werden müssen, bleiben dafür laut einer Auswertung der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) nach wie vor meistens berufstätige Frauen zu Hause. Fast drei Viertel der Kinderkrankentage (73%) im vergangenen Jahr nahmen weibliche Kassenmitglieder, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Der Anteil der Männer lag bundesweit bei 27%. In Bayern war er am niedrigsten mit 23%, am höchsten in Sachsen mit fast 31%.
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Gesundheitspolitik
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Einbeziehen von Vermögen in Pflegefinanzierung

Im Ringen um eine finanzielle Stabilisierung der Pflege werden Vorbehalte gegen ein stärkeres Einbeziehen eigenen Vermögens deutlich. „Wer fordert, selbstgenutztes Wohneigentum oder private Rücklagen künftig stärker zur Finanzierung von Pflege heranzuziehen, muss den Menschen ehrlich sagen, was das konkret bedeutet“, sagte SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für viele Familien sei das Eigenheim „keine Luxusreserve“. Menschen erwarteten Sicherheit, wenn sie im Alter auf Pflege angewiesen sind - nicht die Sorge, ihre Lebensleistung zu verlieren.
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Medizin
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Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch dem Gehirn

Zum Weltnichtrauchertag: Rauchen schadet auch dem Gehirn

Rauchen schädigt nicht nur Lunge und Herz – auch das Gehirn leidet massiv unter Tabakkonsum. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz, ALS, Migräne oder Polyneuropathien treten bei Raucherinnen und Rauchern häufiger auf oder verlaufen z.T. schwerer. Viele dieser Zusammenhänge sind in der Öffentlichkeit bislang kaum bekannt. Zum Weltnichtrauchertag 2026 am 31. Mai macht die Deutsche Gesellschaft für Neurologie auf die oft unterschätzten neurologischen Folgen des Rauchens aufmerksam.
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Gesundheitspolitik
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Konzept für Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Warken verzögert sich

Konzept für Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Warken verzögert sich

Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigte Reformkonzept für die Pflegeversicherung verzögert sich. „Wir sind dabei schon weit vorangekommen, aber ein paar Detailfragen sind noch offen", sagte ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage in Berlin. Über diese werde regierungsintern diskutiert, dann werde es schnellstmöglich vorgelegt. Einen Zeitplan nannte der Sprecher mit Verweis auf laufende Abstimmungen nicht. Es gehe um eine große Reform mit finanziellen wie strukturellen Themen.
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Gesundheitspolitik
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Geflüchtete stoßen auf Hürden bei Arztbesuchen

Geflüchtete stoßen auf Hürden bei Arztbesuchen

Wer nach Deutschland flüchtet, stößt vor allem in den ersten Jahren nach der Ankunft auf Hürden beim Zugang zur Gesundheitsversorgung. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), für die in den Jahren 2023 und 2024 Geflüchtete, die zwischen 2013 und 2022 eingereist waren, befragt wurden. Neben langen Wartezeiten erschwerten auch finanzielle Belastungen und teils große Entfernungen eine rasche Behandlung. Zudem fällt es vielen Geflüchteten demnach schwer, sich im deutschen Gesundheitssystem zu orientieren.
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Medizin
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Entzündungen treiben Atherosklerose an – und können sie zugleich begrenzen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Entzündungen treiben Atherosklerose an – und können sie zugleich begrenzen

Herz und Gehirn sind auf eine kontinuierliche Sauerstoffversorgung angewiesen. Schon kurze Unterbrechungen des Blutflusses können schwerwiegende Folgen haben – etwa dann, wenn ein Gefäß durch Ablagerungen verengt oder verschlossen wird. Besonders anfällig für solche Ablagerungen sind die Verzweigungen der Blutgefäße. Dort lagern sich Fette wie Cholesterin leichter in der Gefäßwand ab. Es entsteht Atherosklerose – eine schleichende Veränderung der Arterien, die Herzinfarkte und Schlaganfälle begünstigt.
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Medizin
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Immuno-Infrarot-Sensor erkennt Alzheimer und Parkinson im Blut

Immuno-Infrarot-Sensor erkennt Alzheimer und Parkinson im Blut

Für Alzheimer stehen inzwischen erstmals therapeutisch wirksame Medikamente zur Verfügung. Auch für Parkinson existieren wirksame symptomatische Therapien. Voraussetzung für eine erfolgreichen Behandlung ist jedoch eine frühzeitige Diagnose – idealerweise durch einen einfachen Bluttest im Rahmen der Vorsorge, noch bevor klinische Symptome auftreten. Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Klaus Gerwert aus der Ruhr-Universität Bochum hat einen solchen Bluttest entwickelt. Grundlage ist der sogenannte Immuno-Infrarot-Sensor, eine neuartige Plattformtechnologie.
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Medizin
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Erste Anwendung von Spender-CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankung in Deutschland

Erste Anwendung von Spender-CAR-T-Zellen bei Autoimmunerkrankung in Deutschland

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, wurde erstmals in Deutschland eine Autoimmunerkrankung mit Körper-Abwehrzellen eines gesunden Spenders behandelt. Bislang üblich ist, dass den Erkrankten selbst die Abwehrzellen entnommen und diese anschließend im Labor modifiziert werden (CAR-T-Zelltherapie). Die 55-jährige UKSH-Patient:in leidet an Myositis, einer Krankheit, bei der das Immunsystem Muskel- und Lungenstrukturen bekämpft und chronische Entzündungen auslöst. Fachleute der Rheumatologie und Onkologie arbeiten bei der Behandlung eng zusammen.
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Gesundheitspolitik
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Pflegekassen rechnen mit einer Milliarde Euro Defizit

Pflegekassen rechnen mit einer Milliarde Euro Defizit

Die Finanzlage der gesetzlichen Pflegeversicherung hat sich seit Jahresanfang nach neuen Zahlen weiter verschlechtert. Im ersten Quartal habe die Pflegeversicherung ein Minus von 667 Milliionen Euro verzeichnet, obwohl sie gleichzeitig 800 Millionen Euro aus einem Darlehen bekommen habe, teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) mit, der auch die Pflegekassen vertritt. Für dieses Jahr rechnet er nun mit einem Defizit von einer Milliarde Euro. Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet. Vor rund drei Monaten hatte der Verband für 2026 noch einen Überschuss von 400 Millionen Euro erwartet.
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Typ-2-Diabetes
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Das Ende der Fahnenstange im Management des Typ-2-Diabetes ist noch lange nicht erreicht
DDG 2026

Das Ende der Fahnenstange im Management des Typ-2-Diabetes ist noch lange nicht erreicht

Es ist inzwischen landläufig bekannt, dass Typ-2-Diabetes eng mit kardiovaskulären und renalen Komorbiditäten assoziiert ist. Trotz effektiver Behandlungsmöglichkeiten mit pleiotropen Effekten, wie beispielsweise mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, lässt die Versorgungssituation in Deutschland jedoch zu wünschen übrig. Mit teilweise fatalen Folgen, insbesondere für Frauen.
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Medizin
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Frühe Geburtseinleitung bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft senkt Komplikationsrisiko

Frühe Geburtseinleitung bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft senkt Komplikationsrisiko

Bluthochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft zählen weltweit zu den häufigsten Ursachen schwerer Komplikationen bei Müttern und Neugeborenen. Ein aktueller Cochrane Review zeigt: Wird die Geburt bei Schwangeren mit Bluthochdruck ab der 34. Woche früh eingeleitet, erleiden diese Frauen nur noch gut halb so viele Komplikationen wie wenn man abwartet – ohne dass die Kaiserschnittrate steigt. In Ländern mit niedrigem Einkommen fanden sich in den Daten Hinweise, dass eine geplante frühe Geburt die Zahl an tot geborenen Kindern verringern könnte. Ob dieser Effekt auf die Versorgungssituation in Deutschland übertragbar ist, bleibt unklar.
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Medizin
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Neue Strategie gegen antibiotikaresistente Bakterien

Neue Strategie gegen antibiotikaresistente Bakterien

Von antibiotikaresistenten Krankheitserregern geht eine der aktuell größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit aus. Durch die Falsch- und Übernutzung antibakterieller Wirkstoffe in den vergangenen Jahrzehnten sind inzwischen zahlreiche Krankheitskeime unempfindlich gegen Antibiotika geworden, einschließlich vieler sogenannter Reservewirkstoffe zur Behandlung besonders schwerer Krankheitsfälle. Die Ursache dieser globalen Gesundheitskrise liegt in drastisch steigenden Raten antimikrobieller Resistenzen (AMR) bei bakteriellen Krankheitskeimen. In naher Zukunft droht daher eine postantibiotische Ära, in der selbst vermeintlich harmlose Infektionen nicht mehr behandelbar sein könnten. Expert:innen schätzen, dass es in der Mitte des Jahrhunderts jährlich zu rund 50 Millionen AMR-bedingten Todesfällen weltweit kommen könnte.
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Gesundheitspolitik
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Beamte in gesetzliche Krankenversicherung

Beamte in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wirtschaftsweise Achim Truger spricht sich für die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus. „Dass Beamte aus der gesetzlichen Krankenversicherung rausgehalten werden, halte ich für völlig falsch. Durch ihr gutes Gehalt könnten sie die Kassenlage der GKV durchaus stärken“, sagte der Ökonom der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Beamt:innen sind in der Regel nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert.
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