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Rheumatologie

Beiträge zum Thema Rheumatologie

Medizin
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Neue S3-Leitlinie: Kardiovaskuläre Risiken bei rheumatischen Erkrankungen gezielt erkennen

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können neben Gelenken, Haut und inneren Organen auch Herz und Gefäße betreffen. Patient:innen erleiden häufiger kardiovaskuläre Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Gefäßerkrankungen und thromboembolische Ereignisse. Die nun veröffentlichte S3-Leitlinie „Management kardiovaskulärer Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen“ fasst verfügbares Wissen zusammen und gibt praxisnahe Empfehlungen für Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung. Sie wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) entwickelt [1].
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Medizin
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Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Nipocalimab senkt SLE-Krankheitsaktivität in Phase-II-Studie

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden Daten aus der Phase-II-Studie JASMINE zu Nipocalimab – dem ersten Blocker des neonatalen Fc-Rezeptors (FcRn), der bei systemischem Lupus erythematodes (SLE) untersucht wurde – vorgestellt. Im Rahmen der Studie konnte gezeigt werden, dass Nipocalimab den primären Endpunkt einer Verringerung der Krankheitsaktivität, gemessen anhand des SRI-4*, bei Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem SLE nach 24 Wochen erreicht hat. Dies konnte, gemessen anhand des SRI-4* sowie des LLDAS†, bis Woche 52 erhalten werden [1].
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Medizin
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EULAR 2026

Neue Daten zu Upadacitinib zeigen positive Effekte von Upadacitinib bei Therapiewechsel

Auf dem diesjährigen Kongress der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) wurden neue Daten zu Upadacitinib präsentiert, die zusätzliche Einblicke in die Behandlung von Patient:innen mit rheumatoider Arthritis (RA) und axialer Spondyloarthritis (axSpA) geben. Die Ergebnisse umfassen neue Auswertungen zur Therapie nach Tumornekrosefaktor-Inhibitor (TNFi)-Versagen bei RA sowie Real-World-Daten zur Wirkung auf unterschiedliche Schmerzmechanismen bei axSpA [1, 2].
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Medizin
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Neue Immuntherapie könnte Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen stoppen

Neue Immuntherapie könnte Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen stoppen

Lungenfibrosen zählen zu den schwerwiegendsten Komplikationen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen wie der systemischen Sklerose oder rheumatoiden Arthritis. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Rheumatologen und DGRh-Mitglieds Dr. Wolfgang Merkt vom Universitätsklinikum Heidelberg hat nun einen neuen immunologischen Ansatz identifiziert. Dieser könnte künftig ein neuartiges Therapieprinzip ermöglichen: Körpereigene natürliche Killerzellen (NK-Zellen) werden dabei reaktiviert, um krankhaft veränderte Fibrosezellen gezielt zu beseitigen. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) bewertet die Ergebnisse als wichtigen innovativen Impuls für die rheumatologische Forschung.
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Orphan Diseases
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Erste Therapie für die Behandlung der IgG4-assoziierten Erkrankung zugelassen

Die Zulassung für Inebilizumab wurde erweitert: Mit dem monoklonalen Anti-CD19-Antikörper (mAb) steht seit November 2025 erstmals eine spezifische Therapie für erwachsene Patient:innen mit aktiver Immunglobulin-G4-assoziierter Erkrankung (IgG4-RD) zur Verfügung [1]. In der Zulassungsstudie reduzierte Inebilizumab das Schubrisiko signifikant um 87% (vs. Placebo). Über die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission [2].
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Medizin
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SLE: Obinutuzumab reduziert Krankheitsaktivität signifikant

Aktuelle Daten der Phase-III-Studie ALLEGORY zeigen, dass Patient:innen mit systemischem Lupus erythematodes (SLE) davon profitieren, wenn sie Obinutuzumab zusätzlich zur Standardtherapie erhalten: 76,7% der Patient:innen erreichten in Woche 52 unter dem Obinutuzumab-Regime eine Verbesserung von ≥4 Punkten im SLE Responder Index 4 (SRI-4) [1]. Die aktuellen Daten der ALLEGORY-Studie wurden im Rahmen des 15. European Lupus Meetings (SLEuro 2026) vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine (NEJM) publiziert.
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Schwerpunkte
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Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Von der Onkologie zur gezielten Immunmodulation: CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie

Die CAR-T-Zelltherapie wurde ursprünglich für hämatologische Neoplasien entwickelt, gewinnt derzeit aber auch zunehmend an Bedeutung für die Behandlung autoimmuner rheumatischer Erkrankungen. Durch eine genetische Umprogrammierung von T-Zellen werden Autoantikörper-produzierende B-Zellen gezielt eliminiert. Erste klinische Studien berichten über rasche und anhaltende Remissionen mit Normalisierung immunologischer Parameter. Die klinische Anwendung befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium und ist mit Herausforderungen wie Sicherheitsrisiken, hohen Kosten und komplexer Herstellung verbunden. Ergänzend werden CAR-basierte Plattformen der nächsten Generation, darunter genetisch modifizierte natürliche Killerzellen (CAR-NK-Zellen), chimäre Autoantikörper-Rezeptor-T-Zellen (CAAR-T-Zellen) und chimäre Antigen-Rezeptor regulatorische T-Zellen (CAR-Tregs), entwickelt, um Spezifität und Sicherheit weiter zu verbessern.
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Medizin
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Guselkumab erhält Zulassung zur Behandlung von Jugendlichen und Kindern mit Plaque-Psoriasis

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die Zulassungserweiterung von Guselkumab für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque‑Psoriasis bei pädiatrischen Patient:innen erteilt. Der Interleukin‑23‑Inhibitor kann jetzt auch bei Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren eingesetzt werden, die für eine systemische Therapie in Frage kommen. Seit November 2017 ist der IL-23-Inhibitor bereits für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.
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Lupus-Nephritis: EU-Zulassung von Obinutuzumab in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil

Obinutuzumab ist ab sofort in Kombination mit Mycophenolat-Mofetil (MMF) für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit Lupus-Nephritis (LN) der aktiven Klasse III oder IV mit oder ohne begleitende Klasse V zugelassen. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie REGENCY zeigen, dass unter der Obinutuzumab-Kombination signifikant mehr Patient:innen in Woche 76 ein vollständiges renales Ansprechen (CRR) im Vergleich zum Placebo-Arm erreichten [1].
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SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

SERENA-Studie: PsA-Prävention mit Secukinumab bei Plaque-Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung

Bei Patient:innen mit Plaque-Psoriasis und Nagelbeteiligung entwickeln 20 bis 30% eine Psoriasis-Arthritis (PsA) [1]. Nagelveränderungen gelten als wichtiger Risikofaktor und können der Gelenkerkrankung Jahre vorausgehen. Eine neue Analyse der SERENA-Studie wies nun nach, dass die Behandlung mit dem Interleukin (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab das Risiko einer PsA-Erkrankung bei diesen Patient:innen erheblich reduzieren kann [2]. So zeigte die langfristige Behandlung mit Secukinumab eine etwa 82% niedrigere PsA-Inzidenz bei Psoriasis-Patient:innen mit Nagelbeteiligung im Vergleich zu einer historischen Kohorte ohne Biologika-Behandlung [2].
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Rheumatoide Arthritis: Upadacitinib überzeugt nach TNF-Inhibitor-Versagen

Rheumatoide Arthritis: Upadacitinib überzeugt nach TNF-Inhibitor-Versagen

In der Phase-IIIb/IV-Studie SELECT-SWITCH wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Upadacitinib gegenüber Adalimumab bei erwachsenen Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis unter bestehender Basistherapie mit Methotrexat (MTX) verglichen. Insgesamt erreichten zu Woche 12 nahezu doppelt so viele Patient:innen unter Upadacitinib eine Remission oder niedrige Krankheitsaktivität, ohne dass neue Sicherheitssignale beobachtet wurden. Die Ergebnisse bestärken, dass nach TNFi-Versagen ein Wechsel auf Upadacitinib Vorteile für Patient:innen bringt, verglichen mit einer weiteren TNFi-Therapie
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Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Aktualisierte Psoriasis-Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Die aktualisierte S3-Leitlinie Therapie der Psoriasis vulgaris der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e. V. (DDG) beinhaltet nun auch die Medikamente Bimekizumab und Deucravacitinib. Zudem wurde die Interdisziplinarität deutlich verstärkt und neben den bisher schon beteiligten Fachgesellschaften erstmals auch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) sowie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) eingebunden. Dadurch konnten die Abschnitte zur Psoriasis-Therapie bei Patient:innen mit latenter Tuberkulose und bei Virus-Hepatitis umfänglich aktualisiert werden. Auch beim altbekannten Medikament Methotrexat gibt es Neuerungen.
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Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis
EADV 2025

Icotrokinra zeigt Überlegenheit bei Plaque-Psoriasis

Auf dem diesjährigen Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden Ergebnisse der Phase-III-Studien ICONIC-ADVANCE 1 und ICONIC-ADVANCE 2 präsentiert, in denen die Überlegenheit von Icotrokinra im Vergleich zu Deucravacitinib untersucht wurde [1]. Darüber hinaus wurden neue Langzeitdaten der Phase-III-Studie ICONIC-LEAD über 52 Wochen bei erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab zwölf Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis als Late-breaking-Abstract veröffentlicht [2]. Das Prüfpräparat Icotrokinra ist ein targeted oral peptide, das selektiv den IL-23-Rezeptor blockiert [1, 2].
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Paradigmenwechsel in der Behandlung der Polymyalgia rheumatica

Paradigmenwechsel in der Behandlung der Polymyalgia rheumatica

Im Rahmen eines Symposiums auf dem diesjährigen Deutschen Rheumatologie Kongress berichteten und diskutierten Expert:innen, über die Risiken einer langfristigen Glukokortikoid (GC)-Therapie bei Polymyalgia rheumatica (PMR), die Rolle von IL-6 in der Pathogenese der PMR sowie die aktualisierten Leitlinienempfehlungen zur IL-6Ri in der Behandlung. „Mit der Leitlinienempfehlung zum Einsatz der IL-6Ri und der Zulassung von Sarilumab als GC-sparende Therapie bei PMR wird ein Paradigmenwechsel in der PMR-Behandlung eingeleitet“, sagte Prof. Christian Dejaco im Rahmen des Symposiums.
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Ixekizumab: EU-Zulassung bei juveniler Arthritis

Ixekizumab: EU-Zulassung bei juveniler Arthritis

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für den IL-17A-Inhibitor Ixekizumab zur Behandlung der aktiven juvenilen Psoriasis-Arthritis (JPsA) und der aktiven Enthesitis-assoziierten Arthritis (EAA) bei Kindern ab sechs Jahren erteilt, die zuvor unzureichend auf krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) angesprochen oder diese nicht vertragen haben [2]. Damit umfasst das Behandlungsspektrum von Ixekizumab nun auch diese Erkrankungen, die zur Gruppe der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) zählen. Aufgrund der vielfältigen Erfahrungen in anderen Zulassungen für Erwachsene – seit neun Jahren in der Plaque-Psoriasis, seit acht Jahren in der Psoriasis-Arthritis (PsA) und seit fünf Jahren in der axialen Spondyloarthritis (axSpA) – liegen bereits umfassende Daten zur Wirksamkeit und zu einem in 25 Studien untersuchten Verträglichkeitsprofil vor [1, 3]. Die starke Wirksamkeit von Ixekizumab auf Gelenke und Haut wurde auch durch die jüngst auf dem 53. Deutschen Rheumatologiekongress vorgestellten Ergebnisse neuer Real-World-Daten deutlich [4].
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POSITIVE-Studie untersucht Langzeiteffekte von Tildrakizumab bei Psoriasis
EADV-Kongress

POSITIVE-Studie untersucht Langzeiteffekte von Tildrakizumab bei Psoriasis

Beim 34. Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) wurden neue Langzeitergebnisse der POSITIVE-Studie vorgestellt, die erstmals das psychische Wohlbefinden als primären Endpunkt in einer dermatologischen Real-World-Evidenz-Studie untersuchte. Die zweijährigen Daten zeigen Verbesserungen sowohl der Hauterscheinungen als auch der Lebensqualität bei Patient:innen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis unter Tildrakizumab.
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