Montag, 9. Dezember 2019
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Gesundheitspolitik

Dezember 2019

Hartmannbund: Rechtssicherheit der Notfallsanitäter darf nicht zulasten der Qualität gehen

„Ärztliche Behandlungen, die wegen fehlender Ärzte nicht durchgeführt werden können, dürfen nicht durch kurzfristige und nicht vollständig durchdachte Maßnahmen versucht werden zu kompensieren.“ Damit begrüßte die niedersächsische Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes, Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat, die Ankündigung der Bundesregierung zum Dialog zwischen Vertretern des Rettungsdienstes und der Ärzteschaft.

Spahn ändert nach Protesten Reformpläne für Intensivpflege

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ändert nach breiten Protesten seine Reformpläne für die Pflege schwerkranker Menschen mit künstlicher Beatmung. Intensivpflege-Patienten, die am sozialen Leben teilhaben, könnten auch künftig zu Hause betreut werden, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Zugleich solle erreicht werden, dass sie bestmöglich versorgt werden. Dies sei bisher oft nicht der Fall. Das Ministerium gab einen überarbeiteten Entwurf in die regierungsinterne Abstimmung. Damit würden...

Spahn für höheres Strafmaß bei Übergriffen gegen Klinikmitarbeiter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Forderung nach einem höheren Strafmaß bei Übergriffen gegen Klinikmitarbeiter bekräftigt. Spahn sagte bei der Eröffnung der Jahrestagung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am Mittwoch in Hamburg, dass er sich mit Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) bereits auf eine Strafverschärfung geeinigt habe, weil die Zahl der Angriffe deutlich steige. Gleichzeitig bedauerte er, dass ein solcher Schritt notwendig ist. "Eine Gesellschaft, die...

Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs soll 2020 starten

Ein neu organisiertes Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs soll wie geplant zum 1. Januar 2020 starten. Dafür werden eigentlich vorgesehene Dokumentationsvorgaben für Ärzte befristet ausgesetzt, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag in Berlin beschloss. Hintergrund sind Probleme, die nötige Praxis-Software für die Dokumentation rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.

Umfrage: Deutsche machen sich große Sorgen wegen Altersarmut

Viele Menschen haben Angst, dass das Geld im Alter nicht reicht. Jeder Zweite würde daher gerne privat besser vorsorgen. In der Praxis ist das aber oft nicht ganz einfach. Die Angst vor Altersarmut ist groß in Deutschland: Jeder Zweite hat einer Umfrage zufolge diese Sorge – doch für die private Vorsorge fehlen nach eigener Einschätzung fast ebenso vielen Menschen die Mittel. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Deutsche Bank mit Unterstützung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die in Frankfurt vorgestellt wurde.

Junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen

Besonders junge Leute haben Angst vor psychischen Erkrankungen: 42% der 14- bis 29-Jähigen fürchten, an einer Depression, Angststörung oder an anderen Seelenleiden zu erkranken. Zum Vergleich: Über alle Altersgruppen hinweg sagen das 30%. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Studie der DAK-Gesundheit. Die Analyse macht darüber hinaus deutlich: Junge Menschen fürchten sich auch häufiger vor anderen Krankheiten als andere Altersgruppen – beispielsweise vor Diabetes oder schweren Augenerkrankungen. Krebs bleibt bei allen Menschen mit Abstand...

Freie Ärzteschaft: Schluss mit der systematischen Verantwortungslosigkeit in der Gesundheitspolitik

Mit 20 Gesetzen in 20 Monaten will Jens Spahn „für spürbare Verbesserungen des Alltags der Bürger, der Patienten, der Pflegekräfte und Ärzte gesorgt“ haben. So lobte der Bundesgesundheitsminister am vergangenen Donnerstag im Bundestag sich selbst. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) sieht das anders: „Diese Gesetzesflut ist systematische Verantwortungslosigkeit“, sagte FÄ-Vize Dr. Silke Lüder am Samstag in Düsseldorf. Ärzte würden massiv in ihrer Berufsfreiheit eingeschränkt und die ärztliche...

HIV: Weniger Neuinfektionen, aber Tausende unwissentlich positiv

Im vergangenen Jahr haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) weniger Menschen in Deutschland mit HIV angesteckt. Nach einer Schätzung liege die Zahl der Neuinfektionen bundesweit bei 2.400, das seien hundert Fälle weniger als im Jahr zuvor, teilte das RKI Mitte November in Hinblick auf den Welt-Aids-Tag am vergangenen Sonntag mit. Die Zahlen werden jährlich neu errechnet, da HIV oftmals erst Jahre nach der Ansteckung diagnostiziert wird. Sie sind nicht zu verwechseln mit den tatsächlich gemeldeten Neudiagnosen.

Patientendaten sinnvoll für Krankheitsvorsorge nutzen

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Paul Alfred Grützner, hat sich für eine sinnvolle Nutzung von Patientendaten bei der Krankheitsvorsorge ausgesprochen. "Der Schutz persönlicher Daten ist ein hohes Gut jedes Menschen. Aber ein falsch verstandener Datenschutz lässt keine Rückschlüsse auf Optimierungspotenzial zu – sowohl strukturell als auch prozessual für die einzelne Klinik", sagte Grützner vor einer Fachkonferenz am Freitag in Ludwigshafen.

November 2019

Gesundheits-Apps bald auf Rezept zu haben

Patienten können bestimmte Gesundheits-Apps fürs Handy bald auf Rezept ihres Arztes von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Der Bundesrat billigte am Freitag ein entsprechendes Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), das der Bundestag beschlossen hatte. Dabei geht es etwa um Apps, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen. Künftig sollen Patienten auch leichter Praxen ausfindig machen können, die Onlinesprechstunden anbieten. Darüber sollen Mediziner auf ihrer Internetseite informieren können.

Blick in die Zukunft: Was sich die Menschen für ihre Gesundheit wünschen

Prävention und Heilung oder Stopp des Fortschreitens einer Erkrankung sind den Menschen in Deutschland im Jahr 2030 für ihre Gesundheit am wichtigsten. Der Einzug digitaler Innovationen im eigenen Alltag, in Arztpraxen oder im Krankenhaus wird dagegen kontrovers betrachtet. Zu dieser Erkenntnis kommt der Sanofi Gesundheitstrend. Dafür fragt das Meinungsforschungsinstitut NIELSEN im Auftrag des Gesundheitsunternehmens Sanofi in regelmäßigen Abständen repräsentativ etwa 1.000 Menschen in Deutschland unter anderem zu ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden. Im...

Spahn verteidigt Bemühungen um ausländische Pflegekräfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Bemühungen um ausländische Fachkräfte verteidigt, um die Personalnot in der Pflege zu lindern. Dies sei Zuwanderung, die in Deutschland benötigt werde, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in der Etatdebatte im Bundestag. "Wir werden den großen Bedarf in den nächsten Jahren nicht nur durch Ausbildung hier bei uns decken können." Spahn warnte davor, den Eindruck zu erwecken, Pflege könne mit ein bisschen Umschulen jeder. "Die Pflegebedürftigen merken ziemlich gut, ob da jemand mit Lust an...

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