Montag, 25. Mai 2020
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Gesundheitspolitik

Mai 2020

Karlsruhe: Corona-Beschränkungen auch für psychisch Kranke zumutbar

Die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln in der Corona-Krise sind nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auch psychisch kranken Menschen zuzumuten. Zwar seien diese von den Maßnahmen besonders hart getroffen, heißt es in einer Eilentscheidung vom 1. Mai, die am Freitag veröffentlicht wurde. Die generelle Aufhebung der Beschränkungen und ein möglicher Wiederanstieg der Zahl der Infizierten hätten aber gravierendere Folgen für sehr viele Menschen (Az. 1 BvQ 42/20).

DGVS mahnt Rückkehr zur regulären Früherkennung an

Um für die Corona-Pandemie gewappnet zu sein, wurden in den vergangenen Wochen weite Bereiche der Medizin umorganisiert: Kapazitäten für Intensivbetten wurden erhöht, planbare Operationen verschoben, Risikopatienten wurde geraten, nicht notwendige Arztbesuche abzusagen. Aktuell kehren Kliniken und Praxen schrittweise wieder zur Normalität zurück. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt Patienten, nicht nur bei akuten Beschwerden ihren Arzt aufzusuchen, sondern jetzt auch die wichtigen...

Weltärztebund-Chef Montgomery für Impfpflicht gegen Corona

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Ich war für die Impflicht bei Masern. Ich bin auch hier für eine Impfpflicht", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Mittwoch. Die Bundesregierung hatte am Montag erneut betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen will: "Es wird keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

Baerbock fordert Bund-Länder-Spitzentreffen zu Kitas und Schulen

Nach dem Appell medizinischer Fachgesellschaften für eine Wiederöffnung von Schulen und Kitas hat Grünen-Chefin Annalena Baerbock ein Spitzentreffen von Bund und Ländern gefordert. Länder wie Dänemark hätten vorgemacht, dass die Kita- und Schulöffnungen unter Vorsichtsmaßnahmen gut und erfolgreich funktionierten, sagte Baerbock der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Mittwoch. Deswegen sei auch in Deutschland mehr Tempo notwendig. "Alle Akteure auf Bundes- und Länderebene müssen sich jetzt bei einem Spitzentreffen...

Streit um Corona-Impfstoff: Sanofi-Spitzenmanager bei Macron

Nach Irritationen über den künftigen Corona-Impfstoff und eine mögliche Bevorzugung der USA hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zwei Spitzenvertreter des Pharmakonzerns Sanofi empfangen. Bei dem rund 45-minütigen Treffen waren Generaldirektor Paul Hudson, Präsident Serge Weinberg und auch Frankreich-Chef Olivier Bogillot dabei, wie Kreise des Élyséepalastes am Dienstag in Paris bestätigten. In dem Gespräch sei es primär um den Entwicklungsstand eines Impfstoffes gegangen, hieß es.

Corona-Strategie: Niedersachsens Opposition will Regierung verklagen

FDP und Grüne in Niedersachsen wollen die schwarz-rote Landesregierung vor dem Staatsgerichtshof verklagen, weil sie den Landtag in der Corona-Krise ungenügend informiert sehen. Das kündigten die beiden Oppositionsfraktionen am Dienstag in Hannover an. Mit einem Eilantrag sollten die grundlegenden Informationsrechte des Landtags als gewählte Vertretung des Volkes und Kontrollinstanz der Regierung schnellstmöglich wieder sichergestellt werden, teilten sie mit.

Barley: Corona-Plan von Merkel und Macron mehr Solidarität als bisher

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, begrüßt den deutsch-französischen Plan zur Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme nach der Corona-Pandemie. "Es ist ein Stück weit mehr Solidarität als bisher gezeigt wurde", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im Deutschlandfunk. Anders als Eurobonds sei der vorgeschlagene Corona-Hilfsfonds zeitlich und inhaltlich begrenzt und ausdrücklich ein Notprogramm.

Interesse an differenzierten Patientenverfügungen wächst

In der Coronavirus-Pandemie wächst nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz bei Anrufen am Schutztelefon das Interesse an differenzierten Patientenverfügungen. "Die oft propagierte Gleichung, dass an Covid-19 erkrankte Senioren einen schnellen Tod sterben wollen, ist falsch", sagte Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Tatsächlich wollten die Menschen mehr Aufklärung über Heilungschancen und Nebenwirkungen. Das brauche individuelle Willenserklärungen. Krankheitssituationen und Behandlungswünsche müssten...

KKH: Mehr Anträge auf Pflegegeld

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen sind immer mehr Pflegebedürftige auf die Unterstützung durch Angehörige angewiesen. 76% der zu Pflegenden werden in der eigenen Häuslichkeit betreut, jeder Zweite davon wird allein durch pflegende Angehörige versorgt. Bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse ist die Zahl derjenigen, die zu Hause einen Angehörigen pflegen, allein in den vergangenen sechs Monaten um fast 12% gestiegen. „Vor allem seit Anfang März stellen wir eine Zunahme der Anträge auf Pflegegeld...

Gesundheitsämter sollen Quarantäne-Fälle via App überwachen

Die Kontrolle der Einhaltung der häuslichen Quarantäne von Corona-Kontaktpersonen und -Infizierten durch die Gesundheitsämter soll künftig über eine Handy-App erfolgen können. Geplant sei eine "Webapplikation zur Entlastung des öffentlichen Gesundheitsdienstes bei dem Prozess des Symptom-Checks in häuslicher Quarantäne befindlicher Personen", heißt es in einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle, die dem "Handelsblatt" vorliegt. Aktuell werde eine...

Österreich öffnet Grenze zu Deutschland am 15. Juni

Die Rufe nach einer baldigen Grenzöffnung zwischen Deutschland und Österreich wurden immer lauter. Nun gibt es einen Deal, der vor allem bei deutschen Urlaubern und österreichischen Hotelbesitzern für große Freude sorgen dürfte. Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Das bestätigte das österreichische Kanzleramt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatte die österreichische Nachrichtenagentur APA darüber berichtet....

Spahn hält an Immunitätsausweis fest - Verständnis für Corona-Demos

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält in der Corona-Krise grundsätzlich an Plänen zur Einführung eines Immunitätsausweises fest. Man werde sich verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen, "welche Einschränkungen wann für wen zulässig sind", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). "Andere Staaten planen bereits, die Einreise künftig von einem derartigen Immunitätsnachweis abhängig zu machen", betonte Spahn. "Denn die Lösung kann ja nicht sein, dass...

Pharmariese Sanofi will Corona-Impfstoff allen zur Verfügung stellen

Der französische Pharmagigant Sanofi hat versichert, einen künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 allen anzubieten. Es sei klar, dass der Impfstoff für alle zugänglich sein werde, betonte der Frankreich-Chef von Sanofi, Olivier Bogillot, am Donnerstag im Fernsehsender BFMTV. Dass die USA nach einer Entwicklung eines Impfstoffes Vorrang bei der Lieferung bekommen könnten, bestätigte er nicht. Zuvor hatten Aussagen des Sanofi-Generaldirektors Paul Hudson für Aufsehen gesorgt.

Nur wenige Männer entscheiden sich für Hebammen-Beruf

Der Beruf der Hebamme lockt kaum Männer an. Im vergangenen Schuljahr gab es bundesweit nur drei männliche Auszubildende, die Entbindungspfleger werden wollten, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt zählte die Behörde 2.688 Hebammenschülerinnen und -schüler im Jahrgang 2018/2019, das bedeutet einen Anstieg von 44% in zehn Jahren. Seit Januar 2020 wird die Ausbildung allmählich in einen Bachelor-Studiengang übergeführt.

Grüne: Krankenkassen sollen Rauchentwöhnung bezahlen

Wer mit dem Rauchen aufhört, soll nach dem Willen der Grünen dafür notwendige Therapien und Medikamente von der Krankenkasse bezahlt bekommen - auch wegen der Corona-Krise. Einen Änderungsantrag dazu bringen die Grünen in dieser Woche im Bundestag ein. "Raucherinnen und Raucher gehören zur Risikogruppe für schwere Krankheitsverläufe", sagte die drogenpolitische Sprecherin der Fraktion, Kirsten Kappert-Gonther, der Deutschen Presse-Agentur. "Die therapeutische und medikamentöse Begleitung der Rauchentwöhnung sollten in den...

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