Sonntag, 15. Juli 2018
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Gesundheitspolitik

12. Juli 2018

Wissenschaftler diskutieren über zukunftsweisende Forschungskonzepte

Neue Technologien ermöglichen tiefergehende Erkenntnisse zu den Ursachen von Volkskrankheiten wie Diabetes, Adipositas oder Krebs und eröffnen den Weg zu einer neuen Generation von Diagnostika und Therapien. Erstmalig haben der neue Helmholtz Pioneer Campus (HPC) am Helmholtz Zentrum München und das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) Bioingenieure, Diabetesforscher und Wissenschaftler angrenzender Therapiegebiete zur "International Conference on Engineering Biomedical Breakthroughs" auf der Insel San Servolo vor Venedig eingeladen.

Urteil: Krankenpfleger im Krankenhaus sind nicht selbstständig

Bei der Frage nach der Sozialversicherungspflicht kommt es nicht auf die Bezeichnung im Beschäftigungsvertrag an. Entscheidend ist die Art und Weise der Tätigkeit. Beschäftigt etwa ein Krankenhausträger Honorarkräfte, um Auftragsspitzen in der Pflege auszugleichen, sind diese nicht selbstständig. Dies hat zur Folge, dass die Tätigkeit sozialversicherungspflichtig ist. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) informiert über eine Entscheidung des Landessozialgerichts Land Nordrhein-Westfalen (Az.: L 8 R 1052/14).

11. Juli 2018

Rückruf von Valsartan - Patienten haben Anspruch auf Alternativpräparat

Rund 85.000 Versicherte der BARMER sind von dem in der letzten Woche veröffentlichten Rückruf von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Valsartan betroffen. „Mit Valsartan-haltigen Arzneimitteln werden Bluthochdruck und Herzschwäche behandelt. Trotz des Rückrufs, verursacht durch verunreinigte Chargen des Wirkstoffs, sollten Patientinnen und Patienten ihr Medikament nicht einfach absetzen. Das dadurch bedingte Risiko wäre laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vielfach höher und akuter als die Gefahr, die von der wahrscheinlich krebserregenden Verunreinigung ausgehen kann. Ein plötzliches Absetzen kann sich besonders auf das Herz-Kreislauf-System und die Nierenfunktion auswirken“, betont Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER.

Pflegekosten bei der Steuererklärung geltend machen

Ob Pflege oder nur Hilfe – wer Unterstützung im Alltag braucht, kann das Finanzamt an den Kosten beteiligen. Wie viel der Fiskus anerkennt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Kochen, bügeln und putzen – mit zunehmendem Alter geht vieles nicht mehr so leicht von der Hand. Manche Senioren brauchen auch jemanden, der ihnen bei der Körperpflege, beim Einkaufen oder beim Essen unterstützend zur Seite steht. Solche Hilfen belasten das Budget. Die gute Nachricht: "Sie können viele Ausgaben von der Steuer absetzen", sagt Tobias Gerauer von der Lohnsteuerhilfe Bayern in München.

10. Juli 2018

Patientenverfügung: Möglichst genaue Angaben machen

In einer Patientenverfügung legen Menschen fest, welche ärztliche Behandlung sie einfordern oder ablehnen. Am besten ist es, eine Patientenverfügung in Zeiten guter Gesundheit zu verfassen. Egal ob Krankheit oder Unfall – wer nicht mehr selbst über medizinische Maßnahmen entscheiden kann, kann zumindest seine Wünsche formulieren. Möglich ist das in einer Patientenverfügung, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ärzte müssen den niedergeschriebenen Willen des Patienten respektieren.

Ministerin gegen Verkaufsverbot für Energy Drinks an Jugendliche

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) lehnt Überlegungen aus der SPD ab, den Verkauf stark koffeinhaltiger Energy Drinks an Jugendliche einzuschränken. Angesichts laufender Forschungen dazu sowie schon geltender nationaler und EU-rechtlicher Regeln sei dies derzeit nicht angebracht, sagte eine Ministeriumssprecherin dem "Tagesspiegel" am Montag. Statt auf Verbote setze Klöckner auf Aufklärung, hieß es: Faltblätter, Internet- und Hörfunkbeiträge sollen Eltern und Heranwachsende vor übermäßigem Genuss warnen.

Viele Wege führen ins Berufsfeld Pflege

Der Job einer Pflegefachkraft ist verantwortungsvoll und erfordert viel persönlichen Einsatz. Arbeitskräfte sind im Pflegebereich gefragter denn je. Wie gelingt der Einstieg in den Beruf? Aktuell gibt es in Deutschland rund 2,9 Millionen Pflegebedürftige. Ihre Zahl wird Prognosen zufolge weiter steigen. All diese Menschen sind im Alltag meist auf professionelle Hilfe angewiesen. Das Problem: Pflegefachkräfte gibt es derzeit nicht genug. Wer sich für eine Ausbildung im Pflegebereich entscheidet, hat beste Aussichten auf einen krisensicheren Arbeitsplatz. Es gibt mehrere Wege, wie ein Einstieg in die Branche gelingt. Ein Überblick:

09. Juli 2018

Arbeitszeit: Höchstgrenzen dienen dem Gesundheitsschutz

Der Marburger Bund weist die Forderungen von Arbeitgeberverbänden nach Aufweichung von Schutzstandards im Arbeitszeitgesetz zurück und warnt vor neuen Höchstarbeitszeitgrenzen, wie sie jetzt in Österreich beschlossen worden sind. „Regelungen zur Arbeitszeit sind in erster Linie Schutzregelungen. Die in Deutschland geltenden Höchstarbeitszeitgrenzen sind Ausdruck dieses Schutzgedankens und bieten gleichzeitig ausreichend Flexibilität für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. Es sollte niemand auf den Gedanken kommen, daran zu rühren und dem schlechten Beispiel Österreichs zu folgen“, mahnte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, unter Verweis auf den Beschluss des österreichischen Nationalrats von letzter Woche.

06. Juli 2018

Krebsmedikamente gepanscht: Zwölf Jahre Haft für Bottroper Apotheker

Um sich einen luxuriösen Lebensstil leisten zu können, hat ein Apotheker im Ruhrgebiet nach Überzeugung der Richter Krebsmedikamente gepanscht. Die Verteidigung hielt die Indizienkette für brüchig – doch die Richter sind am Ende von der Schuld des Mannes überzeugt. Im Medizinskandal um massenhaft gepanschte Krebsmedikamente hat das Landgericht Essen einen Apotheker zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Richter stellten in ihrem Urteil am Freitag fest, dass in der Apotheke des 48-Jährigen aus Bottrop Infusionslösungen gestreckt, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet wurden.

Rechtsunsicherheit bei Weitergabe von Erhebungsbögen an Krankenkassen

Die Weitergabe von Patienten-Erhebungsbögen zu Hilfsmittel-Versorgungen an Krankenkassen ist nach Ansicht des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, nicht mit den Datenschutz-Anforderungen vereinbar. Experten des BVMed-Fachbereichs „Leistungsrecht für Leistungserbringer“ fordern daher eine Klärung, um die im Markt vorhandene Rechtsunsicherheit bei der Weiterleitung von medizinischen Detaildaten von Versicherten zu Hilfsmittelversorgungen an gesetzliche Krankenkassen im Rahmen von Verträgen nach § 127 Abs. 2 SGB V zu beheben.

Studie: Überblick über Arznei-Wechselwirkungen für Ärzte oft schwer

Patienten können laut einer Studie nicht sicher sein, dass Ärzte bei Medikamenten-Verordnungen immer alle möglichen Wechselwirkungen kennen. Gut jeder fünfte Bundesbürger erhielt 2016 mindestens einmal fünf oder mehr Wirkstoffe gleichzeitig, wie die Barmer Krankenkasse am Donnerstag nach hochgerechneten Daten ihrer Versicherten mitteilte. Jeder vierte Versicherte ab 65 Jahren bekam so schon ein für diese Altersgruppe nicht empfohlenes Arzneimittel verschrieben.

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Pilotprojekt: Stuhlkarten-Screening mit einfacher Farbkarte

Genial einfach: Anfang Dezember 2016 wurden 100.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärzten, Gynäkologen und Hebammen in das „Gelbe Heft“ eingelegt. „Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand ein maximaler Erfolg erzielt werden kann. Mit übersichtlich gestalteten Karten wird es Eltern leicht gemacht, sich über die Gesundheit ihres neugeborenen Kindes ein Bild zu machen – und so bei Krankheitssymptomen dafür sorgen zu können, dass ihr Kind rasch behandelt und dessen Leben solange wie möglich erhalten werden kann,“ erklärte die Niedersächsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt am Donnerstag, 19. Januar 2017, bei einem Pressegespräch in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Experten der Klinik für Kinderchirurgie und der Techniker Krankenkasse stellten mit Unterstützung der Ärztekammer Niedersachsen die Einführung des bundesweit einmaligen Pilotprojektes vor.

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