Sonntag, 25. Februar 2018
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Gesundheitspolitik

23. Februar 2018

Grippewelle mit neuem Spitzenwert

Die Grippewelle in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In der dritten Februarwoche registrierte das Robert Koch-Institut rund 24.000 Grippefälle. Der Schwerpunkt liegt im Moment im Süden und Osten des Landes. In der Woche davor waren es bundesweit rund 18.700 Fälle. Insgesamt sind in dieser Grippesaison rund 82.000 Menschen nachweislich an Grippe erkrankt, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Die Dunkelziffer liegt in der Regel deutlich höher, weil nicht von jedem Patient Erregerproben analysiert werden.

Informationswebsite zu Diabetes und Sehverlust

Schätzungsweise 7 Millionen Menschen in Deutschland sind von Diabetes betroffen, mehr als 1,3 Millionen weisen diabetesbedingte Schäden an der Netzhaut auf, ungefähr 2.000 erblinden jedes Jahr. Damit sind diabetische Netzhauterkrankungen in Deutschland die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Da ein Mensch 80% seiner Umwelt mit den Augen wahrnimmt, verändert ein Sehverlust das Leben grundlegend. Angefangen von alltäglichen Handgriffen über das menschliche Miteinander bis hin zur Berufstätigkeit sind alle Bereiche des Lebens betroffen.

Blutspende-Nachschub gefragt

Feiertage, Faschingszeit, Wetterumschwünge – und vielerorts kursiert die Grippe. Diese Begleitumstände haben das Blutspende-Aufkommen in den ersten beiden Monaten im neuen Jahr geprägt. Eines bleibt das ganze Jahr über gleich: Ein Tagesbedarf von etwa 2.000 Blutkonserven muss stetig abgedeckt werden, damit die Patienten in den bayerischen Kliniken sicher mit Blutprodukten versorgt werden können. Liegt das Blutspendeaufkommen darunter, greift der Blutspendedienst des BRK (BSD) zunächst auf seinen Blutkonserven-Vorrat im Zentrallager zurück. Da Blut allerdings lediglich 42 Tage haltbar ist, ist auch hier Nachschub immer gefragt.

22. Februar 2018

Wissenschaftler für wegweisende Arbeiten in der Krebsmedizin ausgezeichnet

Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung verleihen jährlich den Deutschen Krebspreis für herausragende Leistungen in der onkologischen Forschung – der Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Krebsforscher in Deutschland. In der Sparte „Klinische Forschung“ geht der Preis in diesem Jahr an Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt (Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg), den Preis in der Sparte „Translationale Forschung“ erhält Prof. Dr. Michael Baumann (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg), in der Sparte „Experimentelle Forschung“ wird Prof. Dr. Thomas Brabletz (Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin, Universität Erlangen) ausgezeichnet. Der Preis wird auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin verliehen.

Gesetzliche Kassen machen 2017 ein Plus von 3,1 Milliarden

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr nach einem Zeitungsbericht einen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro erzielt. Damit stiegen die Rücklagen und Reserven der noch 110 Kassen auf 19 Milliarden Euro, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Zusammen mit den von Fachleuten auf 9 Milliarden Euro kalkulierten Rücklagen im Gesundheitsfonds ergebe sich eine Gesamtreserve im Gesundheitssystem von 28 Milliarden Euro. "Der Gesetzlichen Krankenversicherung geht es so gut wie lange nicht mehr", sagte der AOK-Bundesvorsitzende Martin Litsch der Zeitung.

15. Februar 2018

Kostenloser Nahverkehr: Sozialverbände sind skeptisch

Die Sozialverbände in Deutschland haben mit Skepsis auf Vorschläge der Bundesregierung für einen zeitweise kostenlosen Nahverkehr reagiert. Aus sozialpolitischer Sicht sei eine solche Maßnahme "eher problematisch", teilte der Sozialverband VdK der Deutschen Presse-Agentur mit. "Es besteht die Gefahr, dass dieses Vorhaben zulasten wichtigerer Zielsetzungen im Bereich Mobilität geht." Bedeutsamer seien der Ausbau der Barrierefreiheit und die bessere Erschließung des ländlichen Raums. Ein kostenloses Nahverkehrsangebot sei nur für bestimmte Personengruppen sinnvoll, etwa Rentner, Behinderte oder Hartz-IV-Empfänger.

Nationales Gesundheitsportal: Konzeptentwurf liegt vor

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat seinen Entwurf für das Konzept eines nationalen Gesundheitsportals veröffentlicht. Den Auftrag hatte es vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erhalten. Das Portal soll das Potenzial haben, für die Bürgerinnen und Bürger zum zentralen deutschen Internetangebot für Informationen rund um Fragen zur Gesundheit zu werden. An Evidenz orientierte Anbieter von Informationen zu Gesundheitsfragen sollen sich – freiwillig und unter Beibehaltung ihrer Eigenständigkeit – auf gemeinsame Qualitätsstandards einigen und als „Content-Partner“ ihre Inhalte auf einer kooperativen Plattform bereitstellen. Bis zum 13. März 2018 können interessierte Personen und Institutionen zu diesem Konzeptentwurf schriftlich Stellung nehmen.

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Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.