Sonntag, 25. August 2019
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Gesundheitspolitik

August 2019

Translation in Bits und Bytes

Laborwerte, Vergütungssätze, Arzneimittelwechselwirkungen oder Klinikdienstpläne – Art und Umfang der Daten, die im Gesundheitswesen erfasst, verarbeitet und übermittelt werden, nehmen ständig zu. Dass diese Informationen in der richtigen Form, im richtigen Moment und an der richtigen Stelle verfügbar sind, ist Gegenstand der Medizininformatik. „Das Fach verbindet die wissenschaftlichen Methoden der Informatik mit den medizinischen Inhalten und IT-Anwendungen in der Gesundheitsversorgung“, so Prof. Dr. Cord Spreckelsen, seit Juli Professor...

Krankenkasse informiert über Darmkrebsfrüherkennung

Seit dem 1. Juli erhalten alle Versicherte ab 50 Jahre von ihrer Krankenversicherung Post: In dem Schreiben und einer beigelegten Broschüre werden sie über die Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung informiert. So können Männer und Frauen ab 50 einmalig an einem ärztlichen Beratungsgespräch teilnehmen, außerdem kann zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr jährlich ein Stuhltest durchgeführt werden, teilt die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) heute mit. Eine Besonderheit gibt es zu beachten: Da Männer statistisch...

DGU: Brauchen wir für jede Diagnose eine Zweitmeinung?

Ist die geplante Hüft-OP wirklich erforderlich? Bekomme ich die bestmögliche Krebstherapie? Auf Patienten-Betreiben übernimmt ein Großteil der Krankenkassen die Kosten einer ärztlichen Zweitmeinung. Ein organisiertes Zweitmeinungsverfahren hat der Gesetzgeber in Deutschland aber erst 2019 gestartet, und es gilt bisher nur für zwei geplante Operationen: Eingriffe an den Gaumen- und/oder Rachenmandeln sowie Gebärmutterentfernungen. In der Urologie gibt es auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) dagegen seit mehr als zehn...

Spahn plant Runden Tisch zu Ärzteliste für Abtreibungen

Nach Kritik an der neuen offiziellen Liste mit Ärzten, die Abtreibungen vornehmen, will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über Verbesserungen reden. Dazu will er die Bundesärztekammer und weitere Verbände erneut zu einem runden Tisch einladen, wie ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin sagte. Ohne Zweifel gebe es bei Aufbereitung und Erstellung der gesetzlich vorgesehenen Liste noch Verbesserungsbedarf. Das Treffen solle dazu dienen, Vorschläge dafür zu erarbeiten. Ziel bleibe es, dass Frauen in einer schwierigen Konfliktsituation notwendige...

Pflegeantrag: Kasse muss Fristen einhalten oder zahlen

Angehörige können bei der Pflegekasse einen Antrag stellen. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie so finanzielle und organisatorische Unterstützung erhalten. Die Pflegekasse muss zeitnah reagieren: Innerhalb von 25 Arbeitstagen muss der Medizinische Dienst der Krankenkasse oder ein anderer Gutachter den Pflegebedürftigen besuchen, eine Entscheidung über dessen Pflegegrad treffen sowie diese dem Versicherten oder Angehörigen mitteilen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Bremen aufmerksam.

Ärzte verdienen mit Kontrastmitteln teils erheblich dazu

Röntgenärzte können laut einem Medienbericht durch die pauschale Abrechnung von Kontrastmitteln mit den Krankenkassen teils erheblich dazuverdienen. In Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gebe es solche festen Pauschalen, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. Dies führe zu Gewinnen, da niedergelassene Ärzte Kontrastmittel für Computertomographen (CT) und Magnetresonanztomographen (MRT) zu niedrigeren Preisen kauften. So hätten Radiologen in Bayern Kontrastmittel für 760 Euro je Liter...

Juli 2019

Evaluation des AOK-Facharztvertrags Kardiologie belegt bessere Versorgungssteuerung

Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation des AOK-Facharztvertrags Kardiologie zeigen eine deutlich verbesserte Versorgungssteuerung für die teilnehmenden Versicherten. Bei Herzinsuffizienz (HI) und koronarer Herzkrankheit (KHK) erfolgt die Inanspruchnahme der Fachärzte deutlich gezielter: Die Überweisungsquote im Facharztvertrag liegt bei nahezu 100%, in der Kontrollgruppe der Regelversorgung bei lediglich zwei Drittel.

DAK-Psychoreport 2019: Krankmeldungen wegen Depressionen am häufigsten

In Deutschland fehlte im vergangenen Jahr jeder 18. Arbeitnehmer wegen einer psychischen Erkrankung im Job. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit waren damit hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage, die von Depressionen oder Anpassungsstörungen verursacht werden, mehr als verdreifacht. Am häufigsten fehlen Arbeitnehmer mit der Diagnose Depression. Fehltage wegen Anpassungsstörungen stiegen in den vergangenen Jahren besonders deutlich an. Das sind zentrale Ergebnisse des Psychoreports 2019 der DAK-Gesundheit.

Bayern kritisiert Spahn-Pläne für Notfallversorgung

Bayern lehnt Teile der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplanten Reform der Notfallversorgung entschieden ab, insbesondere eine mögliche Grundgesetzänderung. "Für die Rettungsdienste sind die Länder und nicht der Bund zuständig", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch. "Mit einer Änderung würde unverhältnismäßig in die vorhandenen bewährten Rettungsstrukturen eingegriffen – ohne konkret erkennbare Vorteile für alle Beteiligten." Er sehe dadurch keinen Mehrwert...

Reform der Notfallversorgung – Keine neuen Hürden errichten

„Im Ziel sind wir uns einig: Die überfüllten Notaufnahmen in den Krankenhäusern müssen dringend entlastet werden, um ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden zu können. Wir brauchen mehr Kooperation und Integration aller Beteiligten an der Notfallversorgung. Auf dem Weg dorthin dürfen durch den Gesetzgeber aber nicht zusätzliche Hürden errichtet werden.“ So kommentierte Dr. Susanne Johna, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes, den gestern bekannt gewordenen Diskussionsentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur Reform...

Schon rund ein Viertel aller Krankenversicherten kann kostenlos Vivy nutzen

Weitere acht gesetzliche Krankenkassen (GKV) bieten ihren Versicherten die Möglichkeit, die Vivy Gesundheitsassistentin kostenlos zu nutzen: Die BKK Pfalz, BKK Verbund Plus, BKK Freudenberg, SKD BKK BKK EWE, BKK VDN, SBK und die actimonda Krankenkasse. Damit hat nun rund ein Viertel der Krankenversicherten Zugang zu Vivy. Neben der Funktion einer elektronischen Gesundheitsakte, steht Vivy den Nutzern jederzeit als digitale Gesundheitsassistentin zur Seite.

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