Sonntag, 17. Februar 2019
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Gesundheitspolitik

Februar 2019

DAK-Gesundheit zahlt Arzneimittel zur HIV-Prophylaxe

Die DAK-Gesundheit übernimmt rückwirkend ab 1. Januar Kosten für die sogenannte PrEP. Dabei handelt es sich um eine medikamentöse HIV-Prophylaxe, die eine Infektion verhindern kann. Im Zentrum stehen Arzneistoffe, die als HIV-Medikamente lang erprobt sind, aber auch vorbeugend eingesetzt werden können. Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit hatte das Angebot bereits im Dezember als neue Satzungsleistung beschlossen. In der vergangenen Woche kam nun auch grünes Licht vom Bundesversicherungsamt, der Aufsicht der Krankenkasse.

EU-Parlament will Cannabiseinsatz in der Medizin vorantreiben

Das EU-Parlament will den Einsatz von Cannabis in der Medizin vorantreiben. Eine entsprechende Entschließung nahmen die Europaabgeordneten am Mittwoch in Straßburg an. Darin fordern sie mehr finanzielle Förderung für Cannabis-Forschung und eine klare rechtliche Definition des Begriffs "medizinisches Cannabis". Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sollten finanzielle und rechtliche Hindernisse abbauen, vor denen der Einsatz von Cannabis in der Medizin stehe.

Altersvorsorge: Warnungen der Bafin sorgen für Verunsicherung

Eine betriebliche Altersvorsorge bei einer Pensionskasse gilt eigentlich als sicher. Doch nun schlägt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Alarm und warnt vor möglichen Leistungskürzungen einzelner Kassen. Pensionskassen sind eine von fünf möglichen Varianten der betrieblichen Altersvorsorge. Nach Angaben der Bundesregierung gab es Ende 2015 knapp 4,8 Millionen Anwartschaften bei den Unternehmen. Diese sind entweder als Aktiengesellschaft organisiert oder, wie ein Großteil der insgesamt rund 160 Pensionskassen, als Verein. Je nach...

Grippewelle lässt Krankenstand in Bayern steigen

In Bayern sind die Ausfallzeiten im Job im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung aller Krankmeldungen der DAK-Gesundheit kletterte der Krankenstand im Freistaat von 3,6 auf 3,7%. Der Anstieg lag damit im Bundesschnitt. Dennoch hatten die Bayern – gemeinsam mit den Baden-Württembergern – den bundesweit niedrigsten Krankenstand (Bund: 4,2%). Vor allem die starke Grippewelle zu Beginn des Jahres machte den Menschen im Freistaat zu schaffen.  

DKG: "KBV hat keine Kompetenz bei Krankenhausdaten"

Zu den Plänen des Bundesministeriums für Gesundheit, 51% an der gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) übernehmen zu wollen, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Dass sich der Staat die Aufgabe zur alleinigen Festlegung der digitalen Strukturen und der telemedizinischen Anwendungen verschafft, ist angesichts der Tragweite, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens für die gesamte Bevölkerung und nahezu alle Bereiche der Gesundheitswirtschaft hat, eine...

Kompass für den Reha-Dschungel

Die zeitnahe, effektive und auf die individuelle Schädigung abgestimmte Behandlung ist der entscheidende Ansatz für eine gelungene Rehabilitation hirnverletzter Kinder und Jugendlicher. Um die Eltern und andere beteiligte Personen über die Wege zur Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen zu informieren, hat die „BAG Nachsorge erworbener Hirnschäden bei Kindern und Jugendlichen“ (BAG Nachsorge) mit Unterstützung der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung eine kompakte und laienverständliche Handlungshilfe veröffentlicht.

Fachärzte kritisieren Entwurf zur Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung

Die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) sieht erhebliche Schwierigkeiten im Referentenentwurf zur Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung. Hier wird ein neuer Heilberuf auf eine Art geschaffen, die lange bewährte Strukturen in Frage stellt und den hohen Stellenwert der ärztlichen Psychotherapie in der Versorgung ignoriert und dadurch gefährdet. Wichtige somatisch medizinische Aspekte der psychotherapeutischen Behandlung werden in dem Gesetzentwurf zu wenig beachtet, gleichzeitig wird suggeriert, dass der „Psychotherapeut“ umfassende...

Krankenkasse zahlt für innovative App

Die Berliner Krankenkasse BKK·VBU erstattet ihren Versicherten ab sofort 80% der Kosten für die App und Gesundheitsplattform „movival – Aktiv gegen Krebs“. An Krebs erkrankte Kundinnen und Kunden der BKK·VBU können diese App für die empfohlene Nutzungsdauer von bis zu zwölf Monaten als ergänzende Leistung zur Rehabilitation nutzen und damit ihr Krebsrückfallrisiko signifikant senken. Die von renommierten Krebsspezialisten auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelte movival® Medical App ist seit...

Wie der digitale Wandel Menschen mit Diabetes hilft

Immer mehr Gesundheits-Apps kommen auf den Markt, digitale Therapieverfahren etablieren sich, die Einführung der elektronischen Patientenakte ist beschlossene Sache: Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen schreitet rasch voran. Moderne Technologien und die digitale Datenerfassung bieten gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen – wie mit Diabetes – eine große Chance. „Die oft unüberbrückbaren Grenzen zwischen medizinischen Berufsgruppen, Kliniken und Praxen oder zwischen Stadt und Land können durch intelligente Vernetzung...

Angehörige dürfen Pflegedokumentation einsehen

Wer wie gepflegt wird, müssen Pflegeheime ausführlich dokumentieren. Angehörige dürfen diese Pflegedokumentation jederzeit einsehen und sich ein genaues Bild der Lage verschaffen. Darauf weist die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA-Pflegeschutzbund) hin. Voraussetzung ist allerdings, dass die Angehörigen eine Vollmacht des Pflegebedürftigen haben, in der ausdrücklich die gesundheitliche Sorge erwähnt wird.

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