Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 318

Medizin
 2 Min|

Neurokognitive Nebenwirkungen von PCSK9-Hemmern

An die PCSK9-Hemmer, Medikamente zur Absenkung überhöhter LDL-Cholesterinspiegel, werden gegenwärtig große Hoffnungen geknüpft. Bisher wurde nur über eine geringe Nebenwirkungsrate berichtet, meist über lokale Hautreaktionen an der s.c. Einstichstelle der Antikörper, aber auch über seltene neurokognitive Ereignisse. Jetzt erscheint im Januar 2017 eine Metaanalyse der Nebenwirkungen in 11 vorliegenden Studien, darunter den zwei großen Studien mit Alirocumab (Praluent® von Regeneron/Sanofi, ODYSSEY LONG TERM-Studie) und Evolocumab (Repatha® von Amgen, OSLER-Studie). Während sich bei den muskuloskelettalen Ereignissen und beim Schlaganfall kein Unterschied zu Plazebo zeigte, waren unter den PCSK9-Hemmern die schon vorher vereinzelte beobachteten neurokognitiven Ereignisse signifikant vermehrt (4).
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Medizin
 5 Min|

Locked-in-Syndrom bei ALS: Eyetracking-basierte Kommunikation ermöglicht Selbstbestimmung

Eine aktuelle Studie der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden belegt, dass Patienten, die im fortgeschrittenen Stadium der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) unter dem Locked-in-Syndrom (LIS) leiden, ihre Lebensqualität erheblich besser einschätzen als ihre nächsten Angehörigen. Daraus folgern die Dresdner Wissenschaftler, dass sich Ärzte insbesondere bei Fragen zu lebenserhaltenden oder -verlängernden Maßnahmen nicht uneingeschränkt auf den durch die Angehörigen geäußerten mutmaßlichen Willen der Betroffenen verlassen können.
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Patienteninfos
 3 Min|

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.
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Patienteninfos
 3 Min|

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!

Am 09. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren - Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind allerdings Menschen mit Übergewicht. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierengewebsschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren bereits verzehnfacht!
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Cannabis wird auf Rezept freigegeben

Cannabis auf Rezept wird für Schwerkranke in Deutschland freigegeben. Der Bundesrat gab am Freitag grünes Licht für einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Krankenkassen müssen die Therapie mit getrockneten Cannabisblüten dann bezahlen. Erwartet ein Arzt eine positive Wirkung auf Krankheitsverlauf oder Symptome, kann er Cannabis verschreiben. Helfen kann es etwa bei Multipler Sklerose, chronischen Schmerzen, schwerer Appetitlosigkeit oder Übelkeit infolge einer Chemotherapie. Cannabis als Rauschmittel bleibt weiter verboten.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Marburger Bund: Tarifverhandlungen mit Helios kommen nur schwer in Gang

Auch in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Helios Kliniken GmbH am 8. Februar 2017 in Berlin konnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden. Vor allem die Vergütung der Arbeit zu ungünstigen Tageszeiten erwies sich als das erwartet schwierige Verhandlungsthema. Es geht um die Forderung des Marburger Bundes nach einer sachgerechteren Vergütung von Schichtarbeit und zeitversetzten Diensten der Ärzte, um so einen angemessenen Ausgleich für die damit verbundene zusätzliche Arbeitsbelastung zu schaffen.
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Patienteninfos
 3 Min|

Balance halten – Rücken stärken!

Am 15. März 2017 findet der 16. Tag der Rückengesundheit statt. Unter dem Motto „Balance halten – Rücken stärken!“ werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Workshops angeboten. Organisiert wird der Aktionstag traditionell von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Eine ausgewogene Balance – sowohl körperlich als auch psychisch - ist von zentraler Bedeutung für die Rückengesundheit. Damit stellt der diesjährige Aktionstag ein wichtiges Thema in den Fokus der Öffentlichkeit.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Behandlungsfehler: Verdachtsfälle steigen in Rheinland-Pfalz um 22%

Die Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler sind innerhalb eines Jahres in Rheinland-Pfalz um 22% angestiegen. Wie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) am Montag mitteilt, hat sie im vergangenen Jahr 202 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler bei ihren rheinland-pfälzischen Versicherten verzeichnet nach 166 Fällen im Vorjahr. Hintergrund sei, dass die TK im vergangenen Jahr ihre Versicherten besonders intensiv über die Gefahr von Behandlungsfehlern und die Hilfsangebote für Betroffene informiert habe.
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Medizin
 5 Min|

Alpha-1-Antitrypsinmangel: Substitution von A1-AT verringert Rückgang der Lungendichte

Bei schwerem Alpha-1-Antitrypsin (A1-AT)-Mangel empfehlen Leitlinien eine Substitutionstherapie (1). Ein signifikanter Nutzen konnte jedoch lediglich für das Präparat Respreeza® belegt werden: Das Lungengewebe von A1-AT-Mangel-Patienten blieb deutlich besser erhalten, wenn sie Respreeza® anstatt Placebo bekamen (RAPID-Studie, p = 0,03) (2).* Wie jetzt die RAPID Extension-Studie bestätigt, bewirkt das humane A1-AT einen krankheitsmodifizierenden Effekt (3). Für Prof. Dr. Helmut Teschler aus dem Westdeutschen Lungenzentrum in Essen „zeigen die neuen Ergebnisse eindrucksvoll den Vorteil einer Substitution mit Respreeza® und legen nahe, damit so früh wie möglich zu starten“. Respreeza® ist das einzige Präparat auf dem deutschen Markt, das ohne Beschränkung auf einen bestimmten FEV1-Bereich als Erhaltungstherapie zugelassen ist, um das Fortschreiten eines Emphysems bei Erwachsenen mit nachgewiesenem, schweren A1-AT-Mangel** zu verzögern (4).
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Schwerpunkte
 9 Min|

Aktuelle Entwicklungen in der Migränetherapie: CGRP, Gepante und monoklonale Antikörper

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation steht Migräne an sechster Stelle der am schwersten behindernden Erkrankungen des Menschen. Kopfschmerzerkrankungen insgesamt nehmen die dritte Stelle der am schwersten behindernden Erkrankungen weltweit ein. Pro Tag leiden rund eine Million Menschen allein in Deutschland an Migräneattacken. Davon sind 100.000 pro Tag bettlägerig. Weltweit sind über eine Milliarde Menschen betroffen.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Medical Device Regulation – Die fünf wichtigsten Änderungen auf einen Blick

Im Oktober 2016 wurde die finale Version einer europaweit geltenden Medical Device Regulation (MDR) veröffentlicht. Sie soll das bisherige Medizinprodukterecht, insbesondere das nationale Medizinproduktegesetz (MPG) und die Richtlinien 93/42 sowie 90/385 für Implantate, ergänzen. Die Verordnung wird voraussichtlich im Sommer 2017 in Kraft treten. Roland Katholing, TÜV NORD Akademie, gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungen und ihre Bedeutung für Medizinprodukte-Hersteller.
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