Journal MED

Aktuelles | Beiträge ab Seite 320

Ein schlimmer Unfall oder eine schwere Krankheit kann Menschen in eine Situation bringen, in der sie sich nicht mehr mit dem Arzt verständigen können. Dann hilft eine Patientenverfügung: Hier kann jeder festlegen, welche medizinische Versorgung er im Notfall wünscht – und welche nicht. Das Dokument entlastet auch die Angehörigen, die als Betreuer sonst Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen treffen müssten. Wie eine Patientenverfügung aussehen muss, damit sie gültig ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Er erklärt außerdem, wie die Verfasser sicherstellen können, dass Ärzte im Notfall von ihrer Patientenverfügung erfahren und wie sie das Dokument ändern können.
Lesen Sie mehr 
In Deutschland leiden etwa 17% aller Erwachsenen an chronischen Schmerzen. Deutlich über die Hälfte davon, rund 61%, sind chronische Rückenschmerzpatienten (1). Neben dem Leid der Betroffenen und den daraus resultierenden häufigen Arztbesuchen stellen chronische Schmerzerkrankungen auch wegen der hohen Behandlungskosten eine große Herausforderung dar. Hinzu kommt eine große volkswirtschaftliche Belastung durch kurz- und langfristige Arbeitsausfallzeiten, Krankengeld und Frühberentungen. Hinsichtlich der direkten und indirekten Kosten spielt es aber offenbar eine entscheidende Rolle, welches Analgetikum Ärzte verordnen. Dies zeigen Daten einer nicht-interventionellen Studie, denen zufolge Tapentadol retard (Palexia® retard) aufgrund seiner starken Wirksamkeit und seines guten Nebenwirkungsprofils den Bedarf an Begleitmedikation und therapiebegleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie deutlich reduziert (2). Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage ging im Vergleich zur Vortherapie um rund 60% zurück (3). Somit zahlt sich die Behandlung mit Tapentadol volks- und betriebswirtschaftlich gleichermaßen aus. Die wirtschaftliche Verordnung des Analgetikums ist dabei durch mehr als 100 Rabattverträge gegeben (4).
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 2 Min|

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline

Die Grippesaison hat begonnen: Laut aktueller Daten des Robert Koch-Instituts gibt es bereits einen leichten bundesweiten Anstieg von Erkrankungen. Bisher wurden 1.122 Fälle labordiagnostisch bestätigt und gemeldet(1) – die Zahl der tatsächlich Betroffenen ist deutlich höher. Influenza ist eine ernste Krankheit: Bei alten und chronisch kranken Menschen kann sie zum Tod führen. Deshalb bietet die DAK-Gesundheit eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Für wen ist die Impfung sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Wie unterscheidet sich die echte Grippe von einer Erkältung? Medizinische Experten beraten am 12. Januar zwischen 8 und 20 Uhr. Das Serviceangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 können Versicherte aller Krankenkassen nutzen.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 11 Min|

Herausforderung „diabetisches Fußsyndrom“

Ca. 7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes. Nach aktuellen Schätzungen hat ein Diabetespatient ein Risiko von 19-34%, im Laufe seines Lebens ein diabetisches Fußsyndrom (DFS) zu entwickeln. Nach wie vor ist das Risiko für einen Diabetespatienten, eine Majoramputation zu erleiden, in Deutschland hoch. 70% aller Majoramputationen, also Amputationen oberhalb des Sprunggelenkes, werden bei Diabetespatienten durchgeführt. Für viele, vor allem ältere Patienten bedeutet dies neben einem hohen Mortalitätsrisiko häufig den Verlust der Selbstständigkeit.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Diagnosestellung für Multisystemkrankheit Morbus Fabry

Differentialdiagnostischer Spürsinn ist gefragt, damit Neurologen die lysosomale Speicherkrankheit Morbus Fabry möglichst früh entdecken. Es kann eine Herausforderung sein, ihr auf die Spur zu kommen, ähneln doch die Symptome beispielsweise denen einer Multiple Sklerose, oder anderen, viel häufigeren Krankheiten. Rechtzeitig erkannt, kann den Patienten schweres Leid erspart werden, denn für diese seltene Krankheit stehen Behandlungsmöglichkeiten, wie z.B. eine Enzymersatztherapie, zur Verfügung. Welche Symptome erste Hinweise für die x-chromosomal vererbte Krankheit geben können, und was im Verdachtsfall zu tun ist, erörterten Experten im Rahmen eines Mitmachsymposiums beim diesjährigen DGN-Kongress in Leipzig.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 2 Min|

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern

Die bewährte Patientenbroschüre „Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern. Erkennen. Handeln. Vorbeugen“ ist jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage verfügbar. In patientengerechter Sprache erfahren Betroffene und ihre Angehörigen, was Vorhofflimmern ist, wie es behandelt wird und wie sie selbst das individuelle Schlaganfallrisiko senken können. Die Neuauflage hat durch das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) e. V. das IHF -Patientensiegel „Zertifizierte Inhalte – Für Patienten empfohlen“ erhalten. Ab sofort kann die Broschüre kostenfrei über die Webseite www.schlaganfall-verhindern.de bestellt und heruntergeladen werden.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Fernsehen schadet dem Kinderschlaf

Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität. Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den Schlaf der Kinder zu verbessern. Diese Zusammenhänge haben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Prof. Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift "Sleep Medicine" veröffentlicht. Im Zuge einer Geburtskohortenstudie haben sie erstmals die Auswirkungen von Medien auf die Schlafqualität einer homogenen Altersgruppe erforscht.
Lesen Sie mehr 
Schwerpunkte
 7 Min|

Myasthenia gravis: Belastungsabhängige Muskelschwäche der Skelettmuskulatur

Die Myasthenia gravis gehört zum Spektrum der neuromuskulären Erkrankungen, bei denen es zu einer autoimmunologisch vermittelten Reizübertragungsstörung zwischen peripherem Nerv und Muskelzelle kommt. Ursache der Störung ist die Bildung von Autoantikörpern gegen den Acetylcholinrezeptor oder mit ihm interagierende Strukturen im Bereich der neuromuskulären Endplattenregion. Aufgrund dieser Übertragungsstörung kommt es zu dem Leitsymptom der Myasthenia gravis, einer belastungsabhängigen Muskelschwäche der Skelettmuskulatur.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

„Forum Junge Internisten“: Erweitertes Angebot für Nachwuchs-Mediziner

Das Karriereseminar „Chances“ für Medizinstudierende und junge Ärzte ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Internistenkongresses. Für die anstehende Jahrestagung im April 2018 hat das Kongressteam zusammen mit den „Jungen Internisten“ der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) das Format neu aufgesetzt: „Chances“ wird zum „Forum Junge Internisten“ und bietet Nachwuchs-Medizinern mit mehr Vorträgen, interaktiven Veranstaltungen und einem „Meet and Greet“ mit Professorinnen und Professoren viele Informationen rund um den Karrierestart in der Medizin.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 1 Min|

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen

Dank moderner Medikamente können die rund 87.000 Menschen in Deutschland mit HIV beziehungsweise AIDS heute fast normal leben. Stattdessen belasten mitunter Ausgrenzung, Zurückweisung und Angst Betroffene heute schwerer als die eigentliche Erkrankung. „Vorurteile und mangelndes Wissen sind oft die Hauptursachen für Ausgrenzung und Zurückweisung von HIV-Positiven. Dem wollen wir unter anderem mit einer Telefon-Hotline entgegenwirken“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der BARMER.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Mausmodell: Methocarbamol wirkt zentral und offenbar auch peripher

Methocarbamol, z.B. Ortoton® – ein zentral wirksames Muskelrelaxans (1) – wird zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen insbesondere im unteren Rücken (Lumbago) eingesetzt (2). Erstmals legen noch unveröffentlichte Versuche am Mäusemuskel auch eine periphere Wirkung über den spannungsabhängigen Natriumkanal Nav.1.4 nahe, so Prof. Dr. Stephan Kröger, Biomedizinisches Centrum der LMU München, Planegg-Martinsried, auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim. „Sofern sich die peripheren Effekte beim Menschen bestätigen und die Konzentrationsbereiche vergleichbar sind, könnten sich langfristig neue Einsatzmöglichkeiten für den Wirkstoff ergeben, z.B. bei Muskelkrämpfen, Dystonien und Spasmen“, resümierte Kröger. Für eine Bestätigung dieser These seien jedoch weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig.
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 3 Min|

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt. Überschreitet die Gewichtszunahme zwei Kilo in drei Tagen, sollte man umgehend den Arzt oder eine Klinik aufsuchen“, rät der Herzspezialist Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, in dem Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den man kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie (oder Tel. 069 955128400, E-Mail: bestellung@herzstiftung.de) anfordern kann. Auch bei zunehmender Kurzatmigkeit, wiederholtem Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an immer mehr Kissen um schlafen zu können, sollte man Arzt oder Klinik aufsuchen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Chronisch entzündliche Autoimmunerkrankungen: EMA erteilt die Zulassung für Adalimumab-Biosimilar

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erteilt die Zulassung für Cyltezo® (BI 695501), ein Adalimumab-Biosimilar, für die Behandlung von chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. Die Zulassung beruht auf umfangreichen Daten, welche die analytische, pharmakologische, nichtklinische und klinische Biosimilarität von Cyltezo® gegenüber Humira®* untersuchten. Die Zulassung erfolgt nach kürzlich erteilter positiver CHMP-Stellungnahme und der FDA-Zulassung von Cyltezo® (1).
Lesen Sie mehr 
Patienteninfos
 3 Min|

Rauchen ist Hauptursache für chronische Lungenkrankheit, die nicht heilbar ist

COPD – diese vier Buchstaben stehen für eine chronische Lungenkrankheit (chronic obstructive pulmonary disease). Sie stehen gleichzeitig auch für die weltweite Nummer Drei unter den Todesursachen. Bei 90 Prozent aller Fälle hierzulande ist die Hauptursache ziemlich klar bestimmt: das Rauchen. Zum Welt-COPD-Tag am 15. November weist Prof. Hubert Wirtz, Leiter der Abteilung für Pneumologie am UKL, auf unangenehme Wahrheiten rund um diese Krankheit hin: "COPD verkürzt die Lebenserwartung. Es ist nicht heilbar."
Lesen Sie mehr